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Zum Auftakt der 9. Runde in der tipico Bundesliga stand im Allianz-Stadion das Spiel Rapid Wien vs. WAC auf dem Programm. Die Hütteldorfer feiern dabei einen 4:2-Heimsieg und fahren den erhofften Erfolg ein. Drei Tore – alle dabei gefühlt vermeidbar – brachten die Gastgeber auf die Siegerstraße.

Wie erwartet begann Rapid Wien das Spiel sehr druckvoll. Murg (5., 16.) und Berisha (13.) fanden früh Möglichkeiten auf den frühen Führungstreffer für die Gastgeber vor. In der neunten Minute gab es auch Elfmeteralarm. Nach einem Kontakt zwischen Sollbauer gegen Schobesberger ließ Schiedsrichter Jäger weiterspielen. Auf der Gegenseite stellten die Gäste mit der ersten gelungenen Offensivaktion das Spiel auf dem Kopf. Orgill gewinnt einen Luftzweikampf gegen Sonnleitner. Auer lässt in der Folge Gschweidl laufen der alleine auf Strebinger zuläuft und den Ball zum 0:1 einschiebt. Das Spiel war somit auf den Kopf gestellt.

Der Führungstreffer war für Rapid Wien wie ein Schock. Die klare Dominanz der ersten Minuten war wie verflogen. Zwar hatten die Hütteldorfer weiter die besseren Spielanteile – Der WAC war aber nun im Spiel sprichwörtlich angekommen. So dauerte es bis zur 32. Minute ehe es bis zur nächsten Torchance kam und diese hatte es in sich. Schaub bediente mustergültig den aufgerückten Ljubicic. Der behält den Überblick und schlenzt den Ball gefühlvoll auf das WAC. Für den bereits geschlagenen Torhüter Sallinger rettete die Unterkante der Latte. Glück für die Gäste. Fünf Minuten später sollte dann den Gastgebern der verdiente Ausgleichstreffer gelingen. Kapitän Schwab nimmt aus rund 25 Metern ein Herz und zieht ab. Seinen wuchtigen, aber nicht unhaltbaren Ball, kann Gäste-Torhüter Sallinger nicht mehr abwehren und so zischt die Kugel zum 1:1 in die Maschen. Vieles deutete auf ein Remis zur Pause hin ehe in der 45. Minute der Rapid-Kapitän den nächsten Auftritt hatte. Eine Freistoßflanke von Schobesberger köpft der Mittelfeldspieler unbedrängt, platziert aber keines falls unhaltbar zur 2:1-Pausenführung einköpft.

Zur Pause wechselte Rapid-Trainer Djuricin Stürmer Berisha aus und wechselte Kvilitaia ein. Sportlich hätten beinahe die Gäste für das erste Ausrufezeichen gesorgt. Bei einem Konterangriff wird Orgill zunächst grenzwertig gestoppt. Er bleibt auf den Beinen zieht ab hämmert aber die Kugel genau auf Rapid-Torhüter Strebinger (47.). Sechs Minuten später gelingt den Gastgebern das dritte Tor und somit die frühe Vorentscheidung. Murg setzt sich am Strafraum der Gäste gegen Palla und Nutz durch und netzt die Kugel überlegt zum 3:1 ein (53.). Ein Tor welches durchaus vermeidbar gewesen wäre bei besserer, kompromissloser Verteidigungsarbeit.

Dieser Treffer nahm Wucht und Spannung aus dem Spiel. In der Folge hatte Rapid Wien kaum Mühe das Spiel zu kontrollieren. Die Hütteldorfer ließen Ball und Gegner laufen während die Kärntner offensiv kaum noch ein sprichwörtliches Bein auf dem Feld. Die seltenen Offensivbemühungen der Kärntner verliefen oft früh im sprichwörtlichen „Sand“. So war es am Ende keine Überraschung, dass Rapid Wien in der 69. Minute aus einem Konterangriff für die endgültige Entscheidung sorgte. Nach einem Steilpass von Schwab überläuft Schobesberger seinen Gegenspieler Zündel. Der steht alleine vor Torhüter Sallinger, behält die Nerven und schiebt die Kugel zum 4:1 ein. Zwei Minuten vor dem Ende gelingt dem WAC noch eine Ergebniskorrektur. Orgill nutzt einen kombinierten Sonnleitner und Strebinger-Fehler zum 4:2-Endstand aus. Ein weiterer Treffer aus der Rubrik „vermeidbar“.

Am Ende feiert Rapid Wien einen völlig verdienten Heimsieg gegen den WAC der an diesem Samstagnachmittag nicht notwendig war. Ersatztorhüter Sallinger machte bei den ersten beiden Gegentreffern keine gute Figur und über die Reaktion von Gäste-Trainer Pfeifenberger könnte man sich getrost länger unterhalten. So aber bleibt es aufgrund der Spielanteile verdienten Erfolg für die Hütteldorfer die sich in der Tabelle vorübergehend auf Rang vier. Der WAC rutsch auf Platz acht zurück.

Rapid Wien vs. WAC 4:2 (2:1)
Allianz-Stadion, 20.600 Zuschauer, SR Jäger

Tore: Schwab (37., 45.), Murg (53.), Schobesberger (69.) bzw. Gschweidl (19.), Orgill (88.)

Rapid Wien: Strebinger – Auer, Sonnleitner, Galvao, Bolingoli – Ljubicic (77./S. Hofmann), Schwab – Schaub, Murg (73./Petsos), Schobesberger – Berisha (46./Kvilitaia)
WAC: Sallinger – Zündel (87./Oudraogo), Sollbauer, Rnic, Palla – Flecker, Rabitsch, Nutz, Wernitznig (75./Frieser) – Gschweidl (75./Topcagic), Orgill

23.09.2017