Eishockey, EBEL, Erste Bank Eishockey Liga, 7. Runde, KAC, Black Wings Linz, KAC vs. Black Wings Linz

© Sportreport

In der 7. Runde der Erste Bank Eishockey Liga kommt es zum Duell KAC vs. Black Wings Linz. Nach drei Siegen in den vergangenen vier Runden soll der Aufwärtstrend der Rotjacken auch gegen die Stahlstädter anhalten.

Im vorgezogenen Spiel der siebten Runde in der Erste Bank Eishockey Liga tritt der EC-KAC am Donnerstagabend in der Stadthalle Klagenfurt (Spielbeginn: 19.15 Uhr) gegen den EHC Linz an.

Nach den beiden Niederlagen am ersten EBEL-Wochenende kam der EC-KAC zuletzt immer besser in Fahrt, drei der jüngsten vier Auftritte konnte das Team von Head Coach Steve Walker erfolgreich gestalten. Damit liegen die Klagenfurter aktuell auf dem siebten Tabellenrang, wobei der Rückstand auf den zweitplatzierten HC Orli Znojmo nur drei Zähler beträgt. Gegen die Black Wings gaben die Rotjacken im Vorjahr meist eine recht gute Figur ab, sie punkteten in fünf der sechs Duelle, lediglich beim 4:6 vor eigenem Publikum im Oktober 2016 ging man (trotz einer 4:2-Führung nach zwei Spielabschnitten) leer aus.

Der EHC Linz holte an den ersten sechs Spieltagen insgesamt zehn Punkte, also einen mehr als der EC-KAC. Mit Ausnahme des 4:1-Heimerfolgs über den HCB Südtirol in Runde zwei entschied bei jedem Saisonspiel mit Beteiligung der Black Wings jeweils nur ein einziger Treffer über Sieg und Niederlage. Zuletzt gelang den Oberösterreichern am Sonntag ein 4:3 gegen den Dornbirner EC, wobei der umtriebige Offensivverteidiger Sébastien Piché die ersten drei Treffer vorbereitete und dann das spielentscheidende vierte Tor selbst erzielte.

Die Zahlen zum Spiel:

11,3 – Der EC-KAC hatte in jedem seiner bisher sechs Saisonspiele mehr Torschüsse zu verzeichnen als sein jeweiliger Gegner, durchschnittlich um gleich 11,3 pro Partie. Das ist im Ligavergleich der deutlich höchste Wert, auf den Plätzen folgen Znojmo (+8,3) und Linz (+5,7).

13 – Im Grunddurchgang der vergangenen Saison holten die Rotjacken gegen Linz insgesamt 13 Zähler (von 18 möglichen) – mehr als gegen jeden anderen Gegner in der Erste Bank Eishockey Liga.

20,7 – Die Klagenfurter haben in den ersten sechs Runden sechs Überzahltreffer erzielt, ihre Effizienz im Powerplay (20,7 Prozent) liegt fast exakt im Ligaschnitt (20,9 Prozent). Aktuell benötigt Rot-Weiß durchschnittlich 8:17 Minuten bei numerischem Vorteil, um zum Torerfolg zu kommen, im letztjährigen Grunddurchgang lag dieser Wert noch bei 11:26 Minuten.

22:23 – Der „Marathon-Mann“ im KAC-Team war im bisherigen Verlauf der EBEL-Saison Verteidiger Kevin Kapstad, der im Schnitt 22:23 Minuten pro Spiel am Eis stand, 16:44 davon bei Even Strength. Unter den Stürmern erhielt Matthew Neal (17:37 Minuten) die meiste Eiszeit.

132 – Jamie Lundmark bestreitet am Donnerstag sein erstes Saisonspiel nach seiner Verletzungspause und geht damit in seine sechste EBEL-Saison bei den Rotjacken. Bisher hat er für den EC-KAC in Ligaspielen 132 Treffer erzielt, wodurch er nur noch vier Tore hinter dem Klubrekord der Periode seit der Liga-Neugründung – gehalten von Anthony Iob mit 136 – liegt.

Die Linzer sind (neben dem EC-KAC und dem HCB Südtirol) einer von nur drei EBEL-Klubs, der die Saison 2017/18 mit einem neuen Head Coach in Angriff nahm: Nach sechs Jahren unter der Führung von Rob Daum übernahm im Sommer Troy Ward die Black Wings, die für den hoch angesehenen US-Amerikaner die erste Europa-Station seiner Trainerkarriere sind. Der weitreichende Systemwechsel im Spiel der Oberösterreicher ist dem Vernehmen nach noch nicht gänzlich abgeschlossen, dennoch hält man bereits bei zehn Zählern.

Im Kader der Linzer kam es im Sommer zu vergleichsweise wenigen Umstellungen, dementsprechend finden sich in der aktuellen teaminternen Scorerwertung auf den ersten sechs Rängen auch durchgehend Akteure, die bereits im Vorjahr das Black Wings-Trikot getragen haben. Punktuell hat sich der Meister von 2012 in der Off-Season aber gut verstärkt: Aus Villach holte man den letztjährigen EBEL-Topscorer Corey Locke, mit Jake Dowell konnte ein starker Zwei-Wege-Center verpflichtet werden. Ebenfalls neu bei den Oberösterreichern, aktuell jedoch noch rekonvaleszent, ist Nationalspieler Andreas Kristler, der bereits auf 465 EBEL-Einsätze für Villach und Salzburg (86 Tore) zurückblicken kann.

Historisch betrachtet sind die Linzer für den EC-KAC ein eher unangenehmer Gegner: In den Jahren der Zugehörigkeit der Black Wings zur höchsten Spielklasse (ab der Saison 2000/01) haben die Klagenfurter gegen kein anderes Team seltener gewonnen. Von den insgesamt 118 direkten Begegnungen gingen nur 53 an den Rekordmeister, was einer Winning Percentage von 44,9 Prozent entspricht.

Beim EC-KAC wird mit Jamie Lundmark der Topscorer der vergangenen Spielzeit seit lange erwartetes Saisondebüt in der Liga geben, der Kanadier verpasste verletzungsbedingt die jüngsten zwölf Partien der Rotjacken (Pre-Season, CHL, EBEL). Im Gegenzug sind für das Duell mit den Black Wings mit David Fischer, Richie Regehr und Jon Rheault gleich drei Importspieler fraglich.

„Nach den fast sieben Wochen verletzungsbedingter Pause brenne ich darauf, wieder ins Geschehen eingreifen zu können. Ich fühlte mich zuletzt schon sehr gut, es galt aber, nichts zu überstürzen und dem Körper die nötige Zeit zur Rehabilitation zu geben, damit ich der Mannschaft wirklich vom ersten Wechsel an helfen kann. Von der Tribüne aus betrachtet hatte ich den Eindruck, dass wir zuletzt immer besser zu unserem Spiel gefunden haben, diesen Weg möchten wir fortsetzen. Die Trainingswoche war gut, ich hoffe, dass wir uns gegen Linz in allen Aspekten unseres Systems weiter steigern können.“ (Jamie Lundmark, Stürmer EC-KAC)

Medieninfo: KAC

27.09.2017