Vienna Capitals

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In der Champions Hockey League stand am Dienstag das Spiel Vienna Capitals vs. EV Zug auf dem Programm. Dank eines fulminanten 5:3-Siegs haben die Wiener am kommenden Dienstag die Chance aus eigener Kraft in die Play-off Phase der CHL einzuziehen. Ab der 30. Minute war die Leistung des amtierenden EBEL-Titelträgers unter die Rubrik „beeindruckend“ einzuordnen.

Das Spiel begann wie es von vielen Beobachtern erhofft. Beide Mannschaften öffneten ihr „offensives Visier“ und so entwickelte sich ein rasantes, hoch interessantes Spiel bei dem die Gäste mit dem ersten Überzahlspiel in Führung gingen. Einen Schuss von Grossman fälscht Suri unhaltbar für Lamoureux zum 0:1 ab. Nur 24 Sekunden später gelang den Vienna Capitals der Ausgleichstreffer. Einen Schuss von Cuma fälscht Holzapfel zum 1:1 ab. Das nächste Wort hatten in der Folge wieder die Gäste aus der Schweiz und wieder schlugen die Eidgenossen in Überzahl zu. Lammer steht in der 11. Minute goldrichtig und zum staubt zum 1:2 ab. 25,2 Sekunden vor der ersten Drittelpause erzielten die Vienna Capitals den Ausgleichstreffer. In Überzahl sieht Holzapfel den völlig freistehenden Klubertanz der die Scheibe überlegt zum 2:2-Pausenstand einnetzt.

Im Mittelabschnitt schlug die Scheibe nach nur 37 Sekunden zum ersten Mal ein – Erneut im Gehäuse der Gastgeber. Bei einem Konterangriff will Suri den Puck zur Mitte ablegen. Vom Schittschuh von Holzapfel kullert die Scheibe zum 2:3 in die Maschen. An der Charakteristik des Spiels änderte sich in der Folge wenig. In einem sehr rasanten und äußerst unterhaltsamen Spiel hatten die Vienna Capitals die besseren Spielanteile und fanden durch Rotter (25.), Klubertanz (27.) und Nödl (32., 36) dicke Chancen auf den Ausgleichstreffer vor. Glück, Geschick und Goalie Stephan verhinderten den verdienten Ausgleichstreffer zu Gunsten der Gastgeber. So bleib es nach dem zweiten Drittel beim Zwischenstand von 2:3.

Das dritte Drittel begann mit einem Knalleffekt. Bereits nach 18 Sekunden gelang den Vienna Capitals der längst verdiente Ausgleichstreffer. Nach Vorarbeit von Tessier netzt Pollastrone zum 3:3 ein (41.). Es sollte aber noch besser kommen aus Sicht der Gastgeber. In der 44. Minute packt Vause die technisch extrem feine Klinge aus und netzt nach herrlicher Einzelleistung zur 4:3-Führung ein. In der Folge rollte der „Caps-Express“ weiter. Die Wiener drückte die hoch eingeschätzten Schweizer phasenweise sehr tief ins eigene Drittel und drückten auf das 5:3 – Das wäre wohl die Vorentscheidung gewesen. Zur Mitte des Abschnitts wurde der Angriffswirbel der Gastgeber durch eine Strafzeit gebrochen. Aber auch hier hatten die Vienna Capitals die Möglich das Spiel vorzuentscheiden. In einem Konterangriff zog Nödl völlig alleine auf das Gäste-Tor. Seinen Schuss verzog er aber knapp. In der 56. Minute jubelten die Zuschauer über den vermeintlich fünften Treffer der Gastgeber. Bei einem Schuss von Brocklehurst prallte die Scheibe von der Innenstange zurück aufs Eis. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und wurden in ihrer Grundeinsatzentscheidung bestätigt. In der Schlussphase riskierte Gäste-Trainer Kreis und beorderte seinen Goalie vom Eis. Ein Risiko welches sich nicht auszahlen sollte. Sasmson netzt die Scheibe ins verwaiste Gäste-Tor zum 5:3-Endstand ein.

Die Vienna Capitals feiern gegen das Schweizer Spitzenteam am Ende einen völlig verdienten Heimsieg und können in der kommenden Woche mit einen weiteren Erfolg nach regulärer Spielzeit bei den Eidgenossen das Unmögliche möglich machen und die Gruppenphase der Champions Hockey League überstehen.

Vienna Capitals vs. EV Zug 5:3 (2:2, 0:1, 3:0)
Tore: Holzapfel (5.), Klubertanz (20./PP), Pollastrone (41.), Vause (44.), Samson (60./EN) bzw. Suri (5./PP, 21.), Lammer (11./PP)

Strafminuten: 8 bzw. 6

03.10.2017