Black Wings Linz, Black Wings

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Nachdem sich zuletzt Heim- und Auswärtsspiele für die LIWEST Black Wings Linz immer abgewechselt haben, geht es am kommenden Wochenende erstmals in der neuen Saison gleich zwei Mal in Folge auswärts aufs Eis. Zum Auftakt treffen die Linzer auf den HC Innsbruck.

Tirol, das war in der letzten Saison für die LIWEST Black Wings selten eine Reise wert. Drei Mal standen die Linzer beim HC Innsbruck als Gegner am Eis – nur ein Mal konnten sie als Sieger die Heimreise antreten. Die Haie waren eines der Überraschungsteams letzte Saison, schafften den Sprung in die Top 6 und qualifizierten sich damit direkt für die Play Offs. Vier von sechs Duellen gewannen die Stahlstädter zwar, was aber vor allem an einer lupenreinen Heimweste gegen den HCI lag.

Auch heuer sind die Innsbrucker ausgezeichnet in die Meisterschaft gestartet und konnten gleich die ersten drei Partien gewinnen. Danach wechselten sich zwar Sieg und Niederlage immer ab, aber wie die LIWEST Black Wings halten auch die Tiroler bei fünf Siegen und drei Niederlagen nach 8 Runden. Dabei erwiesen sich die Haie vor allem in der Offensive als besonders bissig: mit 31 erzielten Toren sind sie das aktuell offensivstärkste Team der Erste Bank Eishockey Liga, das vor allem mit seinen Chancen etwas anzufangen weiß. Eine Effizienz von 12,55% ist eine Ansage, welche die Linzer mit einer starken Defensivleistung zu bekämpfen versuchen.

Dabei wird Trainer Troy Ward aber auf Mario Altmann verzichten müssen. Der Verteidiger hat sich in der Schlussphase der Heimpartie gegen Fehervar eine Fußverletzung zugezogen und fällt für vier bis sechs Wochen aus. Es werden also abermals ein paar Veränderungen in der Aufstellung zu erwarten sein, wenn die Oberösterreicher ihren vierten Sieg in Folge in Angriff nehmen.

„Wir bewegen uns in die richtige Richtung“, ist Trainer Troy Ward mit der Entwicklung seiner Mannschaft nicht unzufrieden. „Ich denke, dass viele Puzzleteile in der Defensive schneller ineinander gegriffen haben, als in der Offensive. Für einen Trainer ist das eine gute Sache, für einen Spieler kann das auch frustrierend sein. Derzeit denken unsere Spieler noch sehr viel nach und es geht noch nichts von selbst, daher haben wir ein paar Offensivprobleme. Aber insgesamt haben wir uns vorgenommen, dass wir zu Hause gut spielen wollen und ohne den Puck gut spielen wollen. Das ist uns bisher recht gut gelungen.“

„Wir wissen, dass es viele Dinge gibt, wo wir besser sein können und müssen“, unterstreicht auch Rick Schofield die Tatsache, dass man sich bei den LIWEST Black Wings trotz Platz 2 klar darüber ist, dass die Reise erst begonnen hat. „Wir sind aber sehr glücklich mit dem, was bis jetzt rausgeschaut hat, wir sind auf Rang 2 und haben einige Punkte gesammelt. Das ist sehr positiv.“ Genau das betont Manager Christian Perthaler, der auch darauf hinweist, dass man viele höher eingeschätzte Teams derzeit hinter sich gelassen hat. „Wir sind nicht unzufrieden, wenn man sich anschaut wo wir stehen“, so der ehemalige MeisterStürmer. „Was mich sehr freut ist, dass die Österreicher wieder mehr Eiszeit bekommen und das auch nützen.“ Daher ist es aktuell auch kein Thema, dass man in der Abwehr personell reagiert, weil Mario Altmann länger ausfällt. „Keine Frage, wir wissen, dass es mit dem Fehlen so eines routinierten Spielers, der einen tollen Start gehabt hat, nicht einfacher wird. Aber wir vertrauen darauf, dass dafür andere einen Schritt nach vorne machen.“

In der Offensive hinken die LIWEST Black Wings noch etwas hinter den Erwartungen hinterher, was aber auch an der Systemumstellung in der Defensive liegt. Von den Stürmern wird viel mehr Abwehrarbeit verlangt, als dies in den vergangenen Jahren der Fall war, was einige Veränderungen mit sich gebracht hat. Dass man aber die zweitmeisten Schüsse der gesamten EBEL abgefeuert hat zeigt, dass man Chancen kreiert, diese aber noch zu wenig nützt. „Anders herum würde es mich mehr beunruhigen“, so Perthaler. „Wir haben die Chancen, irgendwann gehen die auch rein. Das ist alles eine Frage des Selbstvertrauens. Wenn das wächst, wird auch unsere Torausbeute wieder steigen.“
Dennoch wird der wichtigste Punkt in Innsbruck die Defensive sein. Die Tiroler haben schon gezeigt, dass sie offensiv eine Macht sind. Nicht weniger als vier Haie-Spieler stehen in der Scorerliste unter den Top 5! Gut, dass auch Mike Ouzas eine bemerkenswerte Frühform entwickelt hat und mit einer Fangquote von 93,2% einen ausgezeichneten Wert vorzuweisen hat.

Nach dem Match in Innsbruck steht für die Linzer dann am Sonntag das nächste schwere Spiel am Programm. Erstmals seit dem Jänner 2013 wird man dann wieder in Zagreb gastieren.

Freitag 6. Oktober 2017, 19:15 Uhr
HC Innsbruck – LIWEST Black Wings Linz
Schiedsrichter: Baluska, Berneker, Pardatscher, Sparer.

Medieninfo Black Wings Linz

05.10.2017