ÖVV

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Am Donnerstagvormittag erfolgte die mit großer Spannung erwartete Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Eurovolley 2019. Die nächste EM-Endrunde wird erstmals mit 24 statt 16 Teams ausgetragen. Sowohl das Damen- als auch das Herrennationalteam treten mit dem großen Ziel der erfolgreichen Qualifikation an. Beide ÖVV-Auswahlen treffen auf Kroatien und Albanien. Die Herren bekommen es außerdem noch mit Portugal zu tun, während die Damen ein Duell mit der Schweiz erwartet.

Neben den vier Ausrichtern sind die Top-8 der Eurovolley 2017 fix qualifiziert. Bei den Damen kämpfen 24, bei den Herren 26 Nationen um die restlichen zwölf Startplätze. Im Gegensatz zu den vorangehenden Qualifikationen gibt es nur noch eine Gruppenphase, bei der jede Nation gegen jeden Gruppengegner ein Heim- sowie eine Auswärtsmatch spielt.

ÖVV-Sportdirektor Gottfried Rath freut sich, dass nun offiziell der Startschuss für die nächste EM-Qualifikation gefallen ist: „Wir wissen jetzt in welchem Modus und an welchen Terminen gespielt wird. Unsere Gegner sind uns größtenteils sehr gut bekannt. Wir haben das ambitionierte Ziel ausgegeben, dass wir beide Nationalteams zur EM 2019 bringen wollen. Es wird nicht einfach, ist aber machbar. Bis zum ersten Match bleiben rund zehn Monate. Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit beide Teams in der ersten wichtigen Wettkampfphase im August top-vorbereitet an den Start gehen. Wir beginnen schon jetzt damit, Material über unsere Gegner zu sammeln. Es ist angedacht, dass Damen und Herren ihre Heimspiele im Rahmen von drei Doppelveranstaltungen bestreiten.“

Im August finden für Frauen wie Männer vier der insgesamt sechs Qualifikationsmatches statt (15.08., 18./19.08., 22. 25./26.08). Anfang Jänner 2019 (5./6.01 bzw. 9.01.) stehen die restlichen beiden auf dem Programm. Heimvorteil werden die ÖVV-Teams am 15. und 25./26. August sowie am 5./6. Jänner genießen.

Damen treffen auf bekannte Teams
Die ÖVV-Damen haben im Jahr 2017 gleich mit zwei der drei bevorstehenden EM-Qualifikationsgegner Bekanntschaft gemacht. Im Rahmen der WM-Qualifikation Anfang Juni konnte man die Kroatinnen über zwei Sätze voll fordern. Auf Albanien trafen die Österreicherinnen in der 2017 CEV Volleyball European League gleich zweimal. In Tirana setzten sich die Gastgeberinnen mit 3:1 durch. Eine Woche später gelang in Minsk die Revanche, die den historischen ersten Sieg für die ÖVV-Damen in diesem Bewerb bedeutete. Die Schweiz ist dagegen ein nahezu unbeschriebenes Blatt. Zwar spielen in dieser Saison gleich mehrere ÖVV-Spielerinnen in der Schweizer Nationalliga A. Duelle auf Teamebene hat es allerdings schon sehr lange nicht mehr gegeben. Umso wichtiger sind die Erfahrungen von ÖVV-Trainerin Svetlana Ilic, die die Schweizer Damen jahrelang betreute und als ehemalige Klubtrainerin in Zürich auch viele der Eidgenossinnen kennt.

ÖVV-Sportdirektor Rath: „Kroatien hat heuer bei der EM schlecht abgeschnitten, zählt normalerweise aber sicher zu den Top-12 in Europa. Sie sind der Gruppenfavorit. Ich rechne damit, dass wir uns gemeinsam mit der Schweiz und Albanien einen Dreikampf liefern werden, wiewohl Überraschungen gegen das neuformierte Team der Kroatinnen sicher nicht ausgeschlossen sind!“

Rath erwartet bei Herren offenes Rennen
Im Gegensatz zu den Damen sieht Rath bei den Herren auf den ersten Blick keinen Favoriten: „Kroatien hatte 2017 eindeutig kein gutes Jahr und machte speziell in der WM-Qualifikation keine gute Figur. Gegen Portugal haben wir im Rahmen der Vorbereitung auf die FIVB World League getestet und voll dagegengehalten. Die Portugiesen haben heuer in der zweithöchsten WL-Gruppe gespielt und in der WM-Qualifikation ebenfalls gute Resultat geschafft. Albanien ist für uns ein nahezu unbekannter Gegner, der allerdings in der 2017 CEV European League in sechs Matches dreimal gewinnen konnte. Generell ist der Modus bei den Herren härter als jener bei den Damen!“

EM-Qualifikation Damen, Pool B
15.8. Österreich – Schweiz
18./19.8. Albanien – Österreich
22.8. Kroatien – Österreich
25./26.8. Österreich – Kroatien
5./6.1. Österreich – Albanien
9.1. Schweiz – Österreich

Modus: Zwölf Teams sind bereits fix für die Eurovolley 2019 qualifiziert. Das sind neben den Ausrichtern Türkei, Polen, Ungarn und Tschechische Republik die Top-8 der kürzlich zu Ende gegangenen EM-Endrunde: Serbien, Niederlande, Aserbaidschan, Italien, Russland, Weißrussland, Deutschland und Bulgarien. 24 Nationen kämfpen um zwölf weitere EM-Tickets. Gespielt wird in sechs Vierergruppen. Die Top-2 jeder Gruppe sichern sich einen Startplatz.

EM-Qualifikation Herren, Pool D
15.8. Österreich – Kroatien
18./19.8. Albanien – Österreich
22.8. Portugal – Österreich
25./26.8. Österreich – Portugal
5./6.1. Österreich – Albanien
9.1. Kroatien – Österreich

Modus: Auch bei den Herren sind zwölf Teams bereits fix für die Eurovolley 2019 qualifiziert. Die Veranstalter sind Frankreich, Slowenien, Belgien und Niederlande, weitere Fixstarter Russland, Deutschland, Serbien, Italien, Bulgarien, Tschechische Republik, Polen und Türkei. 26 Nationen versuchen sich in der Qualifikation. Gespielt wird in sieben Gruppen (fünf Vierer- und zwei Dreiergruppen). Neben den sieben Gruppensiegern erhalten die fünf besten Gruppenzweiten ein EM-Ticket.

12.10.2017