
Manch Spatz pfeift es bereits von den Dächern: Die WSG Wattens reist 17,2 Kilometer Richtung Westen, um Freitagabend das zweite Saisonderby gegen Wacker in Angriff zu nehmen. Dabei wollen die Grün-Weißen nicht nur das prestigeträchtige Duell um die Vorherrschaft in Tirols Profifußball zurückerobern, sondern auch den Erfolgslauf weiterführen und die guten Leistungen der letzten Runden bestätigen.
Egal welches Medium der West-Österreicher in diesen Tagen konsumiert, die Sportseiten sind von zwei Themen geprägt: Die Bewerbung für Olympia und natürlich das große Tiroler Derby zwischen Wacker Innsbruck und der WSG Swarovski Wattens. In beiden Fällen muss man eine Entscheidung treffen: Ja oder nein, grün-schwarz oder grün-weiß. Die Brisanz diktiert den Alltag, Diskussionen am Stammtisch sind unumgänglich, Familienbande werden auf eine harte Probe gestellt. Es ist das sechste Aufeinandertreffen seit dem Aufstieg der Wattener in die Sky Go Erste Liga 2016/17, mit drei Siegen und zwei Niederlagen spricht die bisherige Bilanz für die Elf von WSG-Trainer Thomas Silberberger.
Beide Duelle der vergangenen Spielzeit am Tivoli konnte die Werkssportgemeinschaft für sich entscheiden, mit jeweils knappen 1:2 bzw. 0:1-Siegen erwies sich der Innsbrucker Rasen als ausgezeichneter Boden für die WSG-Burschen. Die letzte Partie in der Landeshauptstadt im Februar entschied Flo Buchacher mit einem Kopfball zugunsten der WSG.
Sieht man sich die Begegnungen beider Teams an, so können sich die Zuseher auf einiges gefasst machen: Tore, intensive Zweikämpfe, Aufholjagden und eine grandiose Stimmung auf den Rängen. Beide Offensivabteilungen konnten in der vergangenen Runde glänzen, die WSG ließ mit einem 5:1-Heimsieg gegen den FAC nichts anbrennen, Wacker schenkte der Austria aus Lustenau gleich vier Treffer im Ländle ein. Sowohl Lukas Katnik als auch Zlatko Dedic erzielten jeweils einen Hattrick für ihren Verein. Die Abwehrreihen sind gewarnt und müssen von Beginn weg konzentriert zu Werke gehen.
Das erste Saisonduell endete mit einem 1:3-Auswärtsieg der Wackeraner in Wattens, die in einer ausgeglichenen Partie ihre Chancen besser nutzten. Zwar brachte Milan Jurdik die WSG in Führung, die Innsbrucker glichen früh aus und konnten noch zweimal nachlegen. Eine starke Partie mit Drangphasen beider Teams.
Erfreulich für die WSG: Die Verletztenliste der Kristall-Elf ist bis auf Stefano Pellizzari geschrumpft, Thommy Silberberger hat wieder die Qual der Wahl, welche Spieler am Freitagabend den Start machen. Keine leichte Entscheidung, da sich auch die Vertretungen der Stammkräfte in den letzten Matches empfehlen konnten.
Bis Dienstag-Nachmittag waren bereits über 3000 Karten für das Match verkauft, eine würdige Kulisse haben sich beide Mannschaften verdient.
WSG-Trainer Thomas Silberberger:
„Wir freuen uns auf ein richtig geiles Tiroler Fußballfest. Wacker ist mit Sicherheit der Favorit, wir sind der gefährliche Außenseiter. Unser Lazarett lichtet sich, bis auf Stefano Pellizzari sind alle wieder fit und wir können wieder aus dem Vollen schöpfen. Ich denke jeder Fußballfan, der am Freitagabend nicht ins Tivoli kommt, wird dies bereuen.“
14. Runde Sky Go Erste Liga
FC Wacker Innsbruck vs. WSG Wattens
FR 13.10.2017 / 20:30 Uhr
Tivoli Stadion Tirol
Schiedsrichter: Gerhard Grobelnik
Medieninfo WSG Wattens
12.10.2017