Rapid Wien, SKN St. Pölten, Allianz Stadion

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In der 11. Runde der tipico Bundesliga stand das Duell Rapid Wien vs. SKN St. Pölten auf dem Programm. Die Hütteldorfer wurden am Ende ihrer Favoritenrolle gerecht und feiern einen knappen 1:0 (1:0) -Arbeitssieg vor knapp mehr als 24.000 Zuschauer im Allianz Stadion.

Das Spiel begann sehr überraschend. Nicht wie erwartet Rapid Wien, sondern Tabellenschlusslicht SKN St. Pölten wirkte offensiv gefestigter und gefährlicher. Die Niederösterreicher agierten taktisch ausgezeichnet eingestellt und setzten offensiv gefährliche Nadelstiche. Auf der Gegenseite tat sich Rapid Wien gegen das Tabellenschlusslicht deutlich schwieriger als erwartet. Trotzdem hatten die Hütteldorfer die erste Torchance des Spiels. Ein Schuss von Joelinton knallte in der 16. Minute ans Lattenkreuz. In der Fortdauer änderte sich an der Charakteristik des Spiels wenig bis gar nichts. SKN St. Pölten stand defensiv äußerst kompakt und setzte einige Nadelstiche. Diese wurden aber nicht zielstrebig genug zu Ende gespielt. Rapid Wien sich mühte in der Vorwärtsbewegung und kaum zur Geltung kam. Bei den Hütteldorfern fehlte eine spielgestaltende Hand im Mittelfeld die auch mal den Rhythmus änderte. So dauerte es bis zur 28. Minute als es wieder Torgefahr gab und diese Szene sollte es in sich haben. Nach einer Flanke von Schobesberger läuft sich Schaub frei und kommt zum Kopfball. Der ÖFB-Teamspieler setzt den völlig unbedrängten Kopfball weit am Tor vorbei.

In der Folge tröpfelte das Spiel vor sich hin. Rapid Wien hatte die besseren Spielanteile ohne jedoch den letzten Nachdruck offensiv zu entwickeln. Doch dann kam die 41. Minute. Nach einer sehenswerten Kombination zwischen Murg und Schaub spielt der ÖFB-Teamspieler den Ball zur Mitte zu Joelinton der den Ball an Riegler vorbei zum 1:0-Pausenstand einnetzt. Trotz einer ausbaufähigen Leistung der Gastgeber vor dem Seitenwechsel geht dieser Zwischenstand völlig in Ordnung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit agierten die Gäste offensiv zunächst deutlich mutiger und fanden durch Martic in der 49. Minute die erste Schusschance vor. Diesen Versuch wehrte Strebinger unkonventionell ab. Wenig später jubelten die Gäste über den vermeintlichen Ausgleichstreffer. Doch Schiedsrichterassistent Trampusch sah eine – knappe – Abseitsstellung und so blieb es beim 1:0.

In der Folge setzte sich das Spiel sofort wie es über weite Strecke der ersten Halbzeit verlief. Die Hütteldorfer hatten ein optisches Übergewicht es blieben aber die zwingenden Torchancen aus. SKN St. Pölten hatte mehr Ballbesitz konnte sich aber nicht zwingend in Szene setzen. Doch dann kam die 73. Minute und der nächste große Aufreger. Balic vertändelt den Ball leichtfertig. Rapid Wien kommt in eine Kontersituation in der Schwab Schobesberger steilschickt. Stec kreuzt seinen Laufweg und der Flügelflitzer der Hütteldorfer geht zu Boden. Schiedsrichter Harkam entscheidet auf Elfmeter. Murg tritt an und scheitert am glänzend disponierten Gäste-Goalie Riegler.

Der vergebene Elfmeter war wieder eine Initialzündung für Rapid Wien. Die Hütteldorfer waren in der Folge dem zweiten Treffer deutlich näher als SKN St. Pölten dem Ausgleichstreffer. Entgegen dem Spielverlauf wäre dieser in der 86. Minute beinahe gelungen. Nach einem Kopfball des eingewechselten Hofbauer zeichnet sich Strebinger mit einer sensationellen Parade aus. Petrovic kommt knapp nicht an den Ball und kann den Abpraller nicht verwandeln.

Es war die letzte Chance des Spiels. Am Ende feiert Rapid Wien einen verdienten 1:0-Heimsieg gegen Schlusslicht SKN St. Pölten. Ein Erfolg der am Ende unter die Rubrik „Arbeitssieg“ fällt. Die Leistung der Hütteldorfer war alles andere als überragend gegen sehr geschickt agierende Gäste. St. Pölten hatte in der Schlussphase die große Chance auf den Ausgleichstreffer. Generell formuliert präsentierten sich die „Wölfe“ nicht wie ein Absteiger. Trotz der Niederlage kann das Schlusslicht auf diese gute Leistung aufbauen.

Rapid Wien vs. SKN St. Pölten 1:0 (1:0)
Allianz Stadion, SR Harkam

Tor: Joelinton (41.),

Anm.: Murg (Rapid Wien) vergibt Elfmeter (73.)

Rapid Wien: Strebinger – Auer, Sonnleitner, Galvao, Bolingoli – Ljubicic, Schwab – Schaub (78./Kvilitaia), Murg (88./Pavelic), Schobesberger – Joelinton (65./V. Berisha)
SKN St. Pölten: Riegler – Stec, Petrovic, Muhamedbegovic, Bajrami – Martic – Schütz (59./Ingolitsch), Ambichl, Rasner, Balic (84./Hofbauer) – Sobczyk (79./Davies)

14.10.2017