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Am Sonntag steht in der Erste Bank Eishockey Liga das Duell Graz99ers vs. KAC auf dem Programm. Nach dem überzeugenden Heimerfolg gegen Dornbirn wollen die Rotjacken am Sonntag in Graz endlich den ersten EBEL-Saisonsieg außerhalb der Kärntner Landesgrenzen feiern.

Die Eckdaten:

Das 14. Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga führt den EC-KAC am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) nach Graz, die Rotjacken, die von hunderten Fans in die Steiermark begleitet werden, treten zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit gegen die Graz 99ers an. Über den Spielverlauf informiert wie üblich der Live-Ticker auf kac.at., auch Radio Kärnten berichtet (ab 18.03 Uhr) wieder direkt von dieser Partie des EC-KAC.

Die Ausgangssituation:

Mit dem ansehnlichen 3:1-Heimerfolg gegen den Dornbirner EC am Freitagabend überholte der EC-KAC in der Tabelle Medveščak Zagreb und den EC VSV (beide spielfrei) und schob sich damit wieder in die obere Hälfte des Rankings nach vor. Um dort zu verbleiben bzw. sich noch weiter zu verbessern, streben die Rotjacken die Steigerung ihrer Erfolgsquote in fremden Arenen an: Von den fünf bisher absolvierten Auswärtspartien haben die Klagenfurter nämlich nur eine – das Derby in Villach – gewonnen, bei ihren vier Auftritten außerhalb der Kärntner Landesgrenzen blieben sie bislang punkt- und sieglos. Schlüssel zum Erreichen dieser Zielsetzung wird eine Stabilisierung der Defensive sein, kassierte Rot-Weiß bislang auswärts doch mehr als doppelt so viele Gegentore (4,40 pro Begegnung) wie in Heimspielen (2,00).

Die Graz 99ers können mit ihrem Start ins neue Spieljahr zweifellos zufrieden sein, die Steirer rangieren in der Tabelle aktuell unmittelbar (und zwei Punkte) vor dem EC-KAC auf Platz fünf. In den letzten sieben Runden gelangen gleich fünf Siege, beim jüngsten Auftritt am Donnerstag in Innsbruck gab man allerdings eine zwischenzeitliche 3:2-Führung aus der Hand und unterlag mit 3:4. Vor eigenem Publikum performten die 99ers bislang sehr stark: Auf ein 2:3 gegen Linz im ersten Heimspiel der Saison folgten fünf Siege am Stück, in deren Rahmen gleich 28 Treffer – also herausragende 5,60 pro Partie – erzielt werden konnten.

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Mit einer 1:4-Heimniederlage gegen den EC-KAC endete am 13. Dezember des Vorjahres die Ära von Ivo Jan als Trainer der Graz 99ers. Der ehemalige Rotjacken-Head Coach Doug Mason übernahm seine Position und konnte seither beide ausgetragenen Spiele gegen seinen Ex-Klub gewinnen.

9 – Das prächtige Verständnis zwischen den Linienkollegen Thomas Koch und Johannes Bischofberger spiegelte sich in den letzten Runden auch am Gamesheet wider. Beide Stürmer punkteten in jeder der jüngsten drei Partien und kamen dabei auf insgesamt neun Scorerpunkte.

9,9 – Die Rotjacken sind weiterhin das schussfreudigste Team der Erste Bank Eishockey Liga (36,0 Shots pro Partie), gleichzeitig lassen sie auch die wenigsten gegnerischen Schüsse zu (26,1). Ein Saldo von +9,9 pro Begegnung ist Ligaspitze, dahinter folgen Wien (+5,8) und Znojmo (+3,8).

223 – Seit der Neugründung der Liga im Jahr 2000 sammelte der EC-KAC in seinen insgesamt 1.006 ausgetragenen Partien gegen kein Team mehr Punkte als gegen die Graz 99ers (223 Zähler). Insgesamt entschieden die Rotjacken 77 der bislang 112 Duelle mit den Steirern für sich.

450 – KAC-Stürmer Manuel Ganahl bestreitet gegen seinen Ex-Klub Graz das 450. Spiel seiner EBEL-Karriere. Dabei avancierte der gebürtige Vorarlberger zu einem wahren „Marathon-Mann“: Er verpasste seit Saisonbeginn 2010/11 nur zwei der 415 ausgetragenen Ligapartien seiner jeweiligen Klubs. Seit seinem Wechsel zu den Rotjacken im Jahr 2015 absolvierte Ganahl ohne Unterbrechung 142 Meisterschaftsspiele am Stück.

Der Gegner:

Die Graz 99ers bestreiten aktuell ihre 18. Saison in der höchsten Spielklasse, große Erfolge blieben in diesen knapp zwei Dekaden jedoch aus. Im September wurden die Steirer zum ersten Team in der Geschichte der Liga seit deren Neugründung (2000), das die Marke von 500 Niederlagen übersprang. In acht der letzten 13 Spielzeiten verpassten die 99ers die Play-Offs, gelang ihnen der Einzug in die KO-Phase der Meisterschaft, war stets in der ersten Runde Schluss.

Mit der Eröffnung der rundum erneuten Heimstätte und der Verpflichtung von Doug Mason ging allerdings ein Ruck durch die Organisation der Grazer: Unter der Führung des ehemaligen KAC-Trainers konnte die Erfolgsquote deutlich gesteigert werden, man gewann bislang saisonübergreifend 57,1 Prozent der Spiele (vor dem Amtsantritt von Mason lag dieser Wert im Verlauf der Erstligageschichte des Klubs bei 42,4 Prozent, Anm.). Der Head Coach zeichnet auch für die Zusammenstellung der heurigen Mannschaft verantwortlich, in der mit Oliver Setzinger ein weiterer Ex-Klagenfurter den Dreh- und Angelpunkt darstellt. Im Vergleich zur Vergangenheit nehmen bei den 99ers in der aktuellen Saison vermehr österreichische Spieler tragende Rollen ein: Daniel Oberkofler hat die Rückkehr in seine Heimatstadt sichtlich gutgetan, Daniel Woger scheint an seine bereits starken letzten Saisonen anzuknüpfen und Verteidiger Clemens Unterweger befindet sich am besten Wege, das Breakout-Jahr seiner Laufbahn hinzulegen.

In Partien mit Beteiligung der Graz 99ers fallen 2017/18 überdurchschnittlich viele Tore: Die Steirer haben hinter dem Liga-Dominator Wien die zweitmeisten Treffer erzielt (3,77 pro Begegnung), gleichzeitig musste aber auch keine Mannschaft mehr Gegentore hinnehmen (durchschnittlich 3,69).
Die historische Bilanz der 99ers in Heimspielen gegen den EC-KAC ist sehr durchwachsen, in 54 Anläufen vor eigenem Publikum konnten die Klagenfurter nur 20 Mal besiegt werden. Aus den jüngsten sieben Auftritten der Rotjacken in Liebenau gingen die Hausherren nur zwei Mal als Sieger hervor.

Die Personalien:

Beim EC-KAC sind gegenüber dem Heimsieg gegen Dornbirn am Freitagabend keine personellen Umstellungen geplant. Weiterhin nicht zur Verfügung stehen Steven Strong (gesperrt) sowie Richie Regehr, Mitja Robar, Manuel Geier und Patrick Harand (alle verletzt). Thomas Hundertpfund läuft erneut in der Defensive auf, der 22. Platz im Lineup dürfte frei bleiben, da das Farmteam am Sonntagnachmittag in der Alps Hockey League ebenfalls im Einsatz ist.

Der Kommentar:

„Der Heimsieg gegen Dornbirn hat uns gutgetan, nicht nur ob der drei Punkte sondern vornehmlich aufgrund der Art und Weise, wie er zustande gekommen ist. Wir haben über 60 Minuten unser Ding durchgezogen und waren am Ende damit erfolgreich. Natürlich wäre es noch ein Stück einfacher, würden wir mehr unserer Chancen in Tore ummünzen, aber der Motor läuft immer besser, wir wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich wieder ein größerer Anteil der herausgearbeiteten Möglichkeiten auch auf der Anzeigetafel niederschlägt. Diesen Weg gilt es in Graz fortzusetzen, mit den 99ers haben wir bekanntlich noch eine Rechnung aus Runde eins offen.“ (Thomas Hundertpfund, Verteidiger EC-KAC)

Medieninfo: KAC

21.10.2017