Trofaiacherinnen lassen in WHA St. Pölten keine Chance - Hollabrunn bleibt an HBA-Tabellenspitze

© Sportreport

Die Damen des ATV Trofaiach befinden sich weiter im Aufwind. Nach drei Niederlagen zu Beginn hat man nun endgültig zurück in die Spur gefunden. Der 31:19 (15:7)-Heimsieg über die Union St. Pölten in der sechsten WHA-Runde war der bereits dritte Saisonerfolg.

„Eine klare Angelegenheit. Und das, obwohl wir stark ersatzgeschwächt (ohne Johanna Failmayer und Carina Edlinger) sind. Aber der Rest der Mannschaft hat sich keine Blöße gegeben. Dafür gibt es ein Pauschallob“, zeigte sich Trofaiach-obmann Heinz Rumpold zufrieden.

Den bereits vierten Saisonsieg konnte der SSV Dornbirn Schoren verbuchen. Die Ländle-Sieben schloss durch ein 38:28 (16:15) über den WAT Atzgersdorf zum Tabellenzweiten UHC Müllner Bau Stockerau auf. Dornbirn drehte ab der 35. Minute so richtig auf. Auch Torfrau Bettina Thöni erzielte einen Treffer.

Im dritten Samstagsspiel wurde der ROOMZ HOTELS ZV Handball Wr. Neustadt seiner Favoritenrolle gerecht, feierte gegen den Tabellenletzten Union APG Korneuburg einen 22:17 (10:9)-Heimsieg. Wr. Neustadts Sportdirektor Stephen Gibson: „Das Spiel verlief lange auf Augenhöhe. Die Korneuburgerinnen haben schnell gespielt, wir dann über den Kampf ins Match gefunden und in den letzten 15 Minuten durch eine starke Deckungsleistung alles klar gemacht. In dieser Phase war Katja Rauter herausragend.“

Am Sonntag treffen in der Hollgasse zwei punktegleiche Teams aufeinander. Sowohl Cupsieger und Vizemeister MGA Fivers als auch der HC Sparkasse BW Feldkirch halten bei drei Siegen. Die Wienerinnen sind in ihrer Heimhalle noch ungeschlagen. Die Ländle-Truppe startete mit drei Siegen in die WHA, ehe Trofaiach den Erfolgslauf stoppen konnte. Feldkirch hat als einziges Team erst vier Ligaspiele absolviert.

Aufsteiger UHC Eggenburg zeigte bislang ansprechende Leistungen, allein belohnen konnten sich die Niederösterreicherinnen noch nicht. Am Sonntag soll es im Duell mit HIB Handball Graz endlich klappen. Die Murstädterinnen werden allerdings schwierig zu knacken sein. Zwar feierten sie in ihren letzten vier Spielen nur einen Sieg, waren aber in den vergangenen Auswärtspartien bei Stockerau und den MGA Fivers ebenbürtige Gegnerinnen.

WHA, 6. Runde
21.10.: ATV Trofaiach – Union St. Pölten 31:19 (15:7)
21.10.: SSV Dornbirn Schoren – WAT Atzgersdorf 38:28 (16:15)
21.10.: ROOMZ HOTELS ZV HANDBALL WR. NEUSTADT – Union APG Korneuburg 22:17 (10:9)
22.10., 14:00: MGA Fivers – HC Sparkasse BW Feldkirch
22.10., 16:00: UHC Eggenburg – HIB Handball Graz

bereits gespielt
04.10., 19:45: UHC Müllner Bau Stockerau – Hypo NÖ 26:28

Nachtragssspiel, 5. Runde
28.10., 19:00: HC Sparkasse BW Feldkirch – UHC Müllner Bau Stockerau

Hollabrunn bleibt an HBA-Tabellenspitze
Der UHC Erste Bank Hollabrunn steht auch nach der achten Runde der Männer-Bundesliga an der Tabellenspitze. Die Weinviertler gewannen am Samstag ein sehr ausgeglichenes NÖ-Derby gegen Aufsteiger Union Sparkasse Korneuburg 40:37 (18:20).

Hollabrunn-Manager Gerhard Gedinger: „Das war ein klassischer Derby-Fight! Die 700 Zuseher haben ein Offensivspektakel gesehen. Beide Mannschaften haben das Angriffsspiel forciert. Die Partie war spannend bis zum Schluss, im Endeffekt haben wir aber verdient gewonnen, obwohl man sagen muss, dass wir in der Defensive sicher schlechter als zuletzt waren. Dass wir heute keinen Schönheitspreis gewinnen würden, war aber abzusehen. Unterm Strich freuen wir uns, dass wir die Aufgabe gelöst und die Führung behauptet haben.“

Der Vizemeister der vergangenen Saison, Sportunion Die Falken St. Pölten, fuhr im Duell mit Schlusslicht medalp Handball Tirol den dritten Saisonsieg ein, setzte sich 26:24 (15:9) durch. Die Gastgeber lagen immer voran und brachten schlussendliche einen Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit. Im Lager der St. Pöltner hofft man, die Trendumkehr geschafft zu haben.

Das junge HBA-Team des HC FIVERS WAT Margareten setzte bei Schlafraum.at Kärnten seinen Erfolgslauf fort, bezwang die Klagenfurter 33:32 (16:17) und liegt weiterhin nur zwei Punkte hinter Hollabrunn gleichauf mit der Union JURI Leoben auf dem sensationellen dritten Tabellenplatz.

Bereits am Freitag jubelten die Spieler des ATV Trofaiach über den ersten Heimerfolg und den zweiten Meisterschaftssieg in Folge, gewannen das Steirer-Derby gegen die HSG Remus Bärnbach/Köflach 24:21 (10:11) – und das ohne den erkrankten Spielertrainer Mario Maretic. „Es war ganz viel Leidenschaft dabei, alle Spieler haben gekämpft, Goalie Zsolt Varga hat hervorragend gehalten. Der Sieg hat viele Väter. Es war wichtig, dass wir wieder in die Spur finden, und ich bin davon überzeugt, dass wir im Grunddurchgang noch den einen oder anderen Sieg einfahren können“, erklärte Trofaiach-Obmann Heinz Rumpold, dessen Team nun bei vier Punkten hält. Bärnbach/Köflach verpasste hingegen durch die vierte Niederlage die Gelegenheit, den Anschluss zum Spitzentrio herzustellen.

Zum Auftakt der 8. Runde bezwang Leoben den Vöslauer HC auswärts 27:24 (15:14). Die Partie stand lange auf des Messers Schneide. In der 54. Minute führten die Gastgeber noch 24:22. Doch mit fünf Toren in Folge wendete der Titelkandidat das Blatt und fuhr seinen sechsten Sieg ein.

Männer-Bundesliga, 8. Runde
19.10.: Vöslauer HC – Union JURI Leoben 24:27 (14:15)
20.10.: ATV Trofaiach – HSG Remus Bärnbach/Köflach 24:21 (10:11)
21.10.: UHC Erste Bank Hollabrunn – Union Sparkasse Korneuburg 40:37 (18:20)
21.10.: Sportunion Die Falken St.Pölten – medalp Handball Tirol 26:24 (15:9)
21.10.: Schlafraum.at Kärnten – HBA FIVERS WAT Margareten 32:33 (17:16)

Presseinfo ÖHB/WHA/HBA

21.10.2017