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In der 15. Runde der Erste Bank Eishockey Liga stand das Duell VSV vs. HC Innsbruck auf dem Programm. Die Innsbrucker Haie setzen im ersten Spiel des Auswärtsdoppels ein Ausrufezeichen und feiern in Villach einen knappen 2:1-Erfolg nach Verlängerung.

„Wir starten mit Wut im Bauch nach Villach und Zagreb. Wir müssen endlich einmal über 60 Minuten unsere Leistung bringen.“ Haie-Headcoach Rob Pallin forderte von seinen Mannen Disziplin und Konzentration ein. In Villach starteten die Tiroler auch mit dem richtigen Fokus in die Partie, die nötige Disziplin sollte aber wie so oft in der Fremde nicht durchgehend beherzigt werden. So entwickelte sich zwar zunächst eine ausgeglichene Partie, die Innsbrucker schwächten sich aber mit Strafen selbst. Alleine in den ersten 20 Minuten mussten die Tiroler drei Zwei-Minuten-Strafen absitzen, zuviel um das Spielgeschehen zu kontrollieren. Und dennoch, die Tiroler überstanden diese brenzligen Situationen unbeschadet und konnten sich hier auch bei Goalie Patrik Nechvatal bedanken. Der Tscheche im Tor der Haie hielt sein Team mit guten Paraden im Spiel.

Der Mittelabschnitt startete dann denkbar unglücklich für die Gäste. Bei einem Rettungsversuch von Jeremie Blain prallte die Scheibe vom Rücken von Nechvatal ins Tor – 1:0 Villach. Der Treffer war ob der Überlegenheit im ersten Drittel zwar verdient, in der Entstehung aber mehr als nur bitter für die Tiroler. Die Gäste ließen aber nicht locker und legten nun einen Gang zu. In den restlichen 18 Minuten dieses Abschnittes erspielten sich Tyler Spurgeon und Co. zahlreiche gute Möglichkeiten. Das eigene Unvermögen und das fehlende Fortune ließen Zählbares nach 40 Minuten aber noch vermissen. Andrew Yogan und Mitch Wahl ließen in Überzahl gute Möglichkeiten aus. So blieb es auch nach 40 Minuten bei dem knappen Rückstand für die Haie.

Nachdem die Innsbrucker Ende des zweiten Drittels drei Powerplaychancen ungenützt ließen, war es in Minute 42 endlich so weit. Morten Poulsen stocherte die Scheibe in Überzahl zum 1:1-Ausgleich über die Linie und markierte seinen ersten Treffer für die Tiroler. Und dieses Tor war ganz wichtig, denn die Innsbrucker blieben jetzt am Drücker. Hunter Bishop scheiterte in der 47. Minute hauchdünn an der Querlatte. In der Folge neutralisierten sich beide Teams aber zunehmend, das Risiko wurde von Minute zu Minute weiter minimiert. Und so war eine Overtime auch folgerichtig.

In eben jener Verlängerung hatte zunächst Patrik Nechvatal seinen großen Auftritt. Der lange Tscheche rettete ganze dreimal in allerletzte Sekunde. Und diese Leistung sollte sich lohnen. Verteidiger Sacha Guimond besorgte in der 63. Minute den Siegtreffer und sicherte so den Haien den Extrapunkt.

Der Jubel über den Sieg wich nach der Partie schnell der Konzentration auf die zweite schwere Aufgabe gegen Zagreb am Freitag.

VSV vs. HC Innsbruck 1:2 n.V. (0:0, 1:0, 0:0, 0:1)
Stadthalle Villach, 2877 Zuschauer, SR Babic/Nikolic

Tore: Platzer (22.) bzw. Poulsen (42./PP1), Guimond (63./entscheidender Treffer)

Strafminuten: 14 bzw. 6

Medieninfo: Innsbruck

26.10.2017