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In der Erste Bank Eishockey Liga kommt es am Freitagabend zum Duell HCB Südtirol vs. KAC. Nach dem vergangenen „Sechs-Punkte-Wochenende“ streben die Rotjacken eine Verlängerung des positiven Laufs bei den Südtirolern an.

Die Eckdaten:

Im 15. Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga muss der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.45 Uhr) wieder auswärts antreten: Die Rotjacken gastieren beim HCB Südtirol, der aktuell auf Tabellenplatz neun liegt. Diese Begegnung wird nicht im TV übertragen, die einzigen Möglichkeiten, sich über den Spielverlauf zu informieren, sind damit das Eishockeymagazin von Radio Kärnten (ab 20.03 Uhr) sowie der Live-Ticker auf kac.at.

Die Ausgangssituation:

Mit einem „Sechs-Punkte-Wochenende“ haben sich die Rotjacken in der EBEL-Tabelle auf den fünften Rang nach vor geschoben, sowohl zu Hause gegen Dornbirn (3:1) aus auch auswärts in Graz (4:1) musste man jeweils nur einen Gegentreffer hinnehmen. Gleiches gilt auch für das erste Saisonduell mit dem freitägigen Gegner, dem HCB Südtirol: Ende September besiegte der EC-KAC die Italiener in der Stadthalle knapp aber verdient mit 2:1, wobei Manuel Ganahl sowohl als Torschütze als auch als Vorlagengeber in Erscheinung trat.

Die Füchse aus Bolzano konnten an den ersten 14 Spieltagen erst 16 Punkte auf ihr Konto bringen. Die ansteigende Formkurve belegten die Südtiroler aber am vergangenen Wochenende, als sie sich beim überlegenen Tabellenführer in Wien nur knapp mit 2:3 geschlagen geben mussten und am Tag darauf zwei Punkte aus Znojmo entführten (4:3 nach Verlängerung, Anm.). Seine traditionelle Heimstärke konnte der HCB in der laufenden Saison noch nicht so richtig ausspielen: Zwar trat man erst sechs Mal in der PalaOnda an, dabei musste man das Eis aber gleich drei Mal (gegen Wien, Znojmo und Villach) als Verlierer verlassen.

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Die PalaOnda in Bolzano ist nicht gerade der Rotjacken liebste Spielstätte in der EBEL: Seit dem Liga-Einstieg des HCB im Jahr 2013 trat der EC-KAC zehn Mal in Südtirol an, nur zwei Mal konnte er sich dabei durchsetzen.

7 – Gegen den HCB Südtirol überzeugten die Klagenfurter in der jüngeren Vergangenheit vor allem im Spiel bei numerischer Überlegenheit: Saisonübergreifend gelangen den Rotjacken in den letzten vier Duellen sieben Powerplaytore (bei 21 Überzahlsituationen, was einer Erfolgsquote von 33,3 Prozent entspricht).

12 – Die einheimische Sturmformation der Rotjacken mit Thomas Koch, Stefan Geier und Johannes Bischofberger harmonierte in den letzten Begegnungen sehr gut, das Trio sammelte in den vier jüngsten Partien gemeinsam zwölf Scorerpunkte.

16:45 – In Abwesenheit der Stammkräfte Regehr, Robar und Strong etablierte sich Ramón Schnetzer in den letzten Wochen als verlässliche Kraft in der KAC-Abwehr: Im Verlauf der drei jüngsten Partien kam der 21-Jährige auf eine durchschnittliche Time-on-Ice von 16:45 Minuten pro Begegnung.

21 – Aufpassen heißt es in den Reihen der Südtiroler auf die beiden Neuzugänge Alex Petan und Austin Smith: Beide halten nach 14 Einsätzen bereits bei jeweils 21 Scorerpunkten. Ein Wert, der in der gesamten EBEL aktuell nur von Andrew Yogan, dem Ex-HCB-Stürmer, der nun für Innsbruck spielt, überboten wird.

132 – Marco Brucker stellte in den ersten 14 Ligaspielen der Saison kontinuierlich seine Zuverlässigkeit unter Beweis: In den mehr als 132 Spielminuten bei Even Stregth, in denen der Stürmer am Eis stand, kassierte Rot-Weiß nach wie vor kein einziges Gegentor.

Der Gegner:

Der HCB Südtirol schloss sich der Erste Bank Eishockey Liga im Sommer 2013 an und bereicherte den Bewerb von Beginn an: Gleich im Premierenjahr holte sich der italienische Rekordmeister – als Liganeuling und erste internationaler Klub überhaupt – den Meistertitel. An diesen herausragenden Erfolg konnten die Füchse in den vergangenen Spielzeiten zwar nicht mehr anschließen, der Verein hat sich aber längst als stabiler Faktor in der EBEL etabliert. Vom neuen sportlichen Umfeld angespornt, hat der HCB Südtirol seit 2013 auch seine organisatorische Struktur Schritt für Schritt weiterentwickelt, was sich letztlich in einem stark vergrößerten Sponsorenpool und stetig wachsenden Zuseherzahlen manifestierte.

In der aktuellen Spielzeit waren die Vorstellungen Bolzanos noch recht wechselhaft, nach 14 Runden stehen erst fünf Siege zu Buche. Allerdings sind Begegnungen mit Beteiligung des HCB meist sehr knappe Angelegenheiten: In sieben der letzten zehn Partien der Füchse entschied nur ein einziger Treffer Differenz über Sieg und Niederlage.
Obwohl der HCB Südtirol in Spielsituationen bei numerischem Gleichstand am Eis unterdurchschnittlich gefährlich ist (26 Tore, EBEL-Schnitt: 29,5, Anm.), finden sich derzeit gleich drei seiner Akteure unter den vier Topscorern der Liga: Alex Petan, Austin Smith und Mike Halmo, allesamt Sommer-Neuzugänge, halten nach 14 Runden bei gemeinsam bereits 62 Punkten. Brandgefährlich ist Bolzanos Überzahlspiel: Seit dem Auftritt in Klagenfurt Ende September, als bei fünf Versuchen kein einziger Treffer gelang, haben die Füchse in jeder ihrer Partien im Powerplay getroffen. In den neun Begegnungen dieses Zeitraums glückten 17 PP-Treffer, die Erfolgsquote im Spiel bei numerischer Überlegenheit lag bei starken 29,8 Prozent.

Dem EC-KAC stand der HCB Südtirol seit seinem Einstieg in die EBEL bislang 21 Mal gegenüber, die knappe Mehrheit von elf dieser Duelle ging an die Italiener. Bemerkenswert ist, dass in mehr als drei Viertel aller Begegnungen dieser beiden Klubs die jeweils gastgebende Mannschaft das bessere Ende für sich hatte.

Die Personalien:

Beim EC-KAC fehlen weiterhin die verletzten Richie Regehr, Mitja Robar und Manuel Geier sowie der gesperrte Steven Strong. Der angeschlagene Patrick Harand nähert sich zwar einem Comeback, dürfte für die Partie in Südtirol aber noch kein grünes Licht aus der medizinischen Abteilung erhalten. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Rotjacken in Bolzano mit dem gleichen Lineup auflaufen wie zuletzt in Graz.

Der Kommentar:

„Wir wissen, dass wir uns auch heuer spielerisch in die richtige Richtung entwickeln, auch wenn in den ersten Wochen der Liga-Saison die Ergebnisse nicht immer so waren, wie wir uns das vorgestellt hätten. Das vergangene Wochenende mit sechs Punkten hat aber gezeigt, dass der Kurs stimmt, daran möchten wir im schweren Auswärtsspiel in Südtirol anschließen, damit es in der Tabelle weiter nach oben geht. Als junger Spieler freue ich mich über das Vertrauen, das die Trainer und der gesamte Klub in mich setzen, ich gebe am Eis – wie alle Mannschaftskameraden – mein Bestes, um diesem Vorschuss gerecht zu werden.“ (Ramón Schnetzer, Verteidiger EC-KAC)

Medieninfo: KAC

26.10.2017