U18 Handball Burschen starten mit Sieg über Schweiz in

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Im kommenden Sommer genießen Österreichs U18-Burschen (Jahrgänge 2000 u. jünger) bei der Europameisterschaft in Tulln Heimvorteil. Von Donnerstag bis Samstag findet dort zum fünften Mal das hochkarätig besetzte „Invitational“ statt.

Gespielt wird in der Josef Welser-Sporthalle in Tulln. Für Österreichs 2000er-Nationalteam sind die Duelle mit den Auswahlen Ungarns, der Schweiz und Bosnien-Herzegowinas also ein idealer Testlauf für die Heim-EM. Den Auftakt konnten die jungen Österreicher erfolgreich gestalten. Sie besiegten die Eidgenossen 26:24 (14:11). Zuvor hatte sich Ungarn gegen Bosnien-Herzegowina souverän 26:21 (13:8) durchgesetzt.

Die Sieben von Headcoach Roland Marouschek startete stark in die Partie, setzte die Vorgaben des Betreuerteams sehr gut um – vor allem in der Deckung. Nach der Pause ließ sich Rotweißrot auch durch einen 5:0-Lauf der Schweizer nicht beeindrucken, nutzte seine Chancen gegen Ende der Partie wieder konsequenter und landete einen verdienten Sieg. Beste Torschützen für Österreich waren Lukas Hutecek (9), Tobias Auss und Oliver Nikic (je 3).

Am Freitag um 18 Uhr steht das Duell mit den Ungarn auf dem Programm. „Wir freuen uns darauf. Sie sind eine sehr gute Mannschaft, das haben sie heute bewiesen. Es wird schwierig, aber wir wollen die Partie aus einer guten Deckung heraus auf Augenhöhe gestalten“, berichtet ÖHB-Betreuer Lukas Musalek.

Dank der erfolgreichen Kooperation mit Red Bull wird das „Invitational“ bereits seit 2013 ausgetragen. Rotweißrot belegte stets den hervorragenden zweiten Platz, besiegte Teams wie Rumänien, Polen oder Slowenien. 2016 kam der Jahrgang 2000 erstmals in den Genuss, sich international zu messen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Die Sieben von Headcoach Roland Marouschek schlug Serbien und die Slowakei klar, musste sich nur Kroatien geschlagen geben. Für die ÖHB-Burschen gab es aber auch bereits in diesem Jahr einen großen Erfolg zu verbuchen. Bei den prestigeträchtigen European Open in Göteborg kam man sensationell ins Finale!

Freitag und Samstag ist der Josef Welser Sport Halle freier Eintritt.

4 Nationen-Invitational-Turnier Jg. 2000
Josef Welser Sport Halle, Tulln

Donnerstag, 26.10.17
15:00 Uhr: HUN NM 00 – BIH NM 00 26:21 (13:8)
17:15 Uhr: AUT NM 00 – SUI NM 00 26:24 (14:11)

Freundschaftsspiel Männer
19:30 Uhr: Österreich vs. Serbien

Freitag, 27.10.17
15:45 Uhr: BIH NM 00 – SUI NM 00
18:00 Uhr: AUT NM 00 – HUN NM 00

Samstag, 28.10.17
10:45 Uhr: SUI NM 00 – HUN NM 00
13:00 Uhr: AUT NM 00 – BIH NM 00

Österreich verliert Testspiel gegen Serbien knapp 32:34
Österreichs Handball Männer Nationalteam verlor Donnerstagabend in Tulln das erste von zwei Freundschaftsspielen gegen Serbien nach zwischenzeitlichem Sechs-Tore-Vorsprung mit 32:34. Die Mannen von Teamchef Patrekur Jóhannesson verwandelten dabei in der ersten Halbzeit einen 8:11-Rückstand in eine 14:11-Führung, stellten bis zur Pause auf 19:15. Nach Seitenwechsel gelang es der Mannschaft rund um Kapitän Thomas Bauer den Vorsprung weiter auszubauen. Fehlwürfe und technische Fehler brachten Serbien aber zurück ins Spiel, die das Ergebnis noch drehen konnten und mit 34:32 als Sieger vom Feld gingen. Am Samstag besteht in der Südstadt die Möglichkeit zur Revanche, das Spiel wird um 20:15 Uhr live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv übertragen.

„Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Die Deckung ist gut gestanden, Thomas Bauer hat ganze zwölf Bälle gehalten. Auch der Beginn der zweiten Halbzeit war noch ganz OK. Doch insgesamt haben wir acht Bälle von sechs Metern nicht im Tor untergebracht, technische Fehler begangen und der serbische Torhüter Tibor Ivanisevic spielte zum Schluss groß auf. Und man muss natürlich sagen, dass Serbien ein Topteam ist“, lautete das erste Resümee von Teamchef Patrekur Jóhannesson nach der Niederlage gegen Serbien.

Dieses Topteam, das sich wie Österreich für die EURO 2018 qualifizierte, hatte man gut 30 Minuten komplett im Griff. Nach einem sehr torreichen Abtasten in den ersten zehn Spielminuten, zogen die Gäste auf 11:8 davon. Konfrontiert mit diesem Rückstand, spielte sich Thomas Bauer im Tor in einen wahren Rausch, zog seinen Gegenspielern mit teils unglaublichen Paraden den Nerv. Vorne klappten die Zuspiele wie am Schnürchen, jeder Wurf landete im Tor. Wilhelm Jelinek war es in dieser Phase auch vorbehalten von 8:11 mit einem Triple-Pack auf 11:11 zu stellen. Zeiner, Frimmel und Weber legten nach, stellten auf 14:11.

Serbien fand kein akkurates Mittel um die Österreicher bis zur Halbzeit noch in Bedrängnis zu bringen. Mit 19:15 ging es dann auch in die Kabinen.

Nach Seitenwechsel schien sich den zusehern in der aus allen Nähten platzenden Tullner Sporthalle ein ähnliches Bild zu zeigen, doch der Schein trügte. Österreich erhöhte zwar auf 21:15, bzw. 22:16, doch dann riss der Faden. Tor um Tor holten die Gäste auf, kamen dank eines 4:0-Laufes von 19:24 auf 23:24 heran. Bis Mitte der zweiten Halbzeit hielt man Serbien noch mit zwei Toren auf Abstand, in der 48. Spielminute fiel dann durch den bei Bregenz Handball engagierten Bojan Beljanksi der Ausgleich zum 27:27.

Die Führung gab man jedoch noch nicht aus der Hand, konnte sogar nochmals um zwei Tore vorlegen auf 31:29. Nochmals legten die Gäste einen 4:0-Lauf hin, speziell der serbische Torhüter Tibor Ivanisevic brachte die Österreicher nun zur Verzweiflung. Serbien siegte schlussendlich 34:32, doch bereits am Samstag gibt es für die Österreicher die Möglichkeit Revanche zu nehmen. Das Spiel aus der Südstadt wird zudem live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv übertragen.

Wilhelm Jelinek: „Ich glaube wir können viel Positives mitnehmen aus dem heutigen Spiel. Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, haben sie dominiert, haben das Tempo bestimmt und gezeigt was wir können. In der zweiten Halbzeit haben wir das dann nicht mehr so geschafft, das Tempo ein bisschen in ihre Hand gegeben. Mit so viel Fehlwürfen ist es dann schwer gegen Serbien zu gewinnen. Die Serbien haben ihre Angriffe langsam aufgebaut, haben uns zu schwierigen Situationen in der Abwehr gezwungen. Wir hätten mehr aufs Tempo drücken müssen, schneller nach vorne gehen müssen, sie nicht in eine kompakte Deckung stellen lassen dürfen. Ich bin heiß auf das Spiel am Samstag. Wir wollen ein gutes Ergebnis in der Südstadt abliefern.“

Freundschaftsspiele
Österreich vs. Serbien 32:34 (19:15)

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 19:30 Uhr, Tulln

Werfer Österreich
: Robert Weber (10), Sebastian Frimmel (7), Thomas Kandolf (4), Wilhelm Jelinek (3), Alexander Hermann (2), Janko Bozovic (2), Gerald Zeiner (2), Lukas Frühstück (1), Nikola Bilyk (1)
Werfer Serbien: Marko Vujin (7), Dobrivoje Markovic (6), Momir Rnic (6), Bojan Beljanski (4), Zarko Sesum (3), Darko Dukic (3), Nemanja Ilic (3), Mijaj Marsenic (1), Darko Stefanovic (1)

Österreich vs. Serbien
Samstag, 28. Oktober 2017, 20:15 Uhr, Südstadt

Presseinfo ÖHB

26.10.2017