Austria Wien, SV Mattersburg

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In der 14. Runde der tipico Bundesliga stand im Ernst-Happel-Stadion das Duell Austria Wien vs. SV Mattersburg auf dem Programm. Die Burgenländer feiern dabei einen sensationellen, aber in Wahrheit verdienten, 3:1-Auswärtssieg im Ernst-Happel-Stadion.

War es der ungewohnten Ankickzeit geschuldet? Fakt ist, dass beide Mannschaften in den ersten 10, 15 Minuten benötigten um in Fahrt zu kommen. Danach entwickelte sich ein durchaus interessantes, kurzweiliges Spiel. Beide Mannschaften präsentierten sich sehr offensiv ausgerichtet. Der sprichwörtlich „letzte Pass“ kam bei beiden Teams jetzt an den eigenen Mitspieler oder ein Verteidiger brachte ein Bein dazwischen. Austria Wien hatte zwar ein optisches Übergewicht, die Gäste aus dem Burgenland waren in ihren Konterangriffen stets brandgefährlich. In der 25. Minute jubelten die Gäste über das vermeintliche 0:1. Schiedsrichter Gishammer sah Maierhofer nach einem Pink-Schuss in Abseitsposition. Eine knappe, jedoch falsche Entscheidung. Zwar stand Höller in Abseitsposition griff jedoch nicht ins Spielgeschehen ein. Die nächste gute Chance auf den ersten Treffer war den Gastgebern vorbehalten. Nach einer Schussflanke von Gluhakovic lenkte Gäste-Torhüter Kuster den Ball über die Stange (25.). Die vorletzte Chance vor der Pause war erneut den Gastgebern vorbehalten. Nach einem Eckball von Holzhauser verlängert Friesenbichler den Ball an die kurze Außenstange. Vieles deutete auf eine torlose erste Halbzeit hin doch dann kam die Nachspielzeit und eine der gefährlichen Standartsituationen der Gastgeber. Holzhauser zirkelt den Ball auf den Kopf von Friesenbichler der den Ball zur 1:0-Pausenführung einköpft. Ein schmeichelhafter Zwischenstand da die Mattersburg ein Übergewicht an Halbchancen hatten und der Treffer von Maierhofer regulär war.

Zur Pause war Austria-Trainer Fink zu einer verletzungsbedingten Umstellung gezwungen. Salamon musste in der Kabine bleiben. An seiner Stelle kam Pejic zu seinem Bundesliga-Debüt. In den ersten Minuten wirkten die Gastgeber körperlich und geistig alles andere als stabil in der Spielanlage. Einen leichtfertigen Fehler in der Hintermannschaft nutzten die Burgenländer zum längst verdienten Ausgleichstreffer aus. Pink bedient den in den Strafraum laufenden Perlak der den Ball an Pentz vorbei zum 1:1 (53.). Der Gegentreffer war für Austria Wien wie ein Schock. Erst nach der „Ein-Stunden-Marke“ kamen die Veilchen etwas besser ins Spiel. Von der Galavorstellung des 4:1-Auswärtssiegs in Rijeka war die Truppe von Trainer Fink jedoch weit entfernt. Zwei Halbchancen von Friesenbichler (68., 72.) standen zwar zu Buche. Die Offensive agierte aber mit praktischer keiner Durchschlagskraft und die Defensive war löchrig wie der sprichwörtliche Käse. Ein Umstand der sich in der 79. Minute rächen sollte beim verdienten Führungstor der Gäste. Der eingewechselte Okugawa tanzt Pejic aus. Der nicht ganz fit wirkende Westermann ist interessierter Zuschauer und so kommt der Joker der Burgenländer zum Abschuss und vollendet zum 1:2. Keine 120 Sekunden später gelingt dem SV Mattersburg mit einem Doppelpack die Entscheidung. Prevljak zirkelt einen Freistoß an der löchrigen Austria-Mauer vorbei zum 1:3-Endstand in die Maschen.

Am Ende feiert der SV Mattersburg einen durchaus verdienten Sieg bei Austria Wien. Die Veilchen enttäuschten auf ganze Linie und konnten besonders nach dem Seitenwechsel praktisch nie zur Normalform finden. Für die Violetten kommt die Länderspielpause daher gerade Recht.

Austria Wien vs. SV Mattersburg 1:3 (1:0)
Ernst-Happel-Stadion, SR Gishammer

Tore: Friesenbichler (45.+2) bzw. Perlak (53.), Okugawa (79.), Prevljak (81.)

Austria Wien: Pentz – Gluhakovic, Kadiri, Westermann, Salamon (46./Pejic) – Serbest, Holzhauser – Tajouri, Prokop (62./Alhassan), Pires, Friesenbichler
SV Mattersburg: Kuster – Höller, Malic, Mahrer, Rath – Jano, Erhardt – Pink (75./Okugawa), Perlak, Renner (25./Gruber) – Maierhofer (46./Prevljak)

05.11.2017