Aaron Hernandez

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Ist der tiefe Fall des ehemaligen NFL-Stars Aaron Hernandez medizinisch mit der Krankheit „CTE“ erklärbar? Forscher der Universität von Boston haben beim ehemaligen Tight End der New England Patriots bereits im September die zweihöchste Form von chronisch-traumatischer Enzephalopathie festgestellt. Diese schwerwiegenden Gehirnschädigungen scheinen nun schwerwiegender zu sein als zu Beginn angenommen.

Wie „Washington Post“ berichtet soll das Gehirn von Aaron Hernandez bei den Untersuchungen die schwersten Schädigungen eines Patienten in seinem Alter aufweisen. Die betroffenen Regionen sollen die Entscheidungsfindung, Erinnerungsvermögen, die Verhaltenssteuerung und die Impulskontrolle steuern.

Aaron Hernandez beging am 19. April dieses Jahres in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Massachusetts Selbstmord. Im April 2015 wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne vorzeitiger Entlassungsmöglichkeit nach dem Mord an Odin Lloyd verurteilt. Bereits davor geriet der ehemalige NFL-Star mit dem Gesetz in Konflikt. Von der Anklage eines Doppelmords im Jahr 2012 wurde der US-Amerikaner aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

In seiner aktiven Karriere war Aaron Hernandez ein herausragender Tight End bei den New England Patriots und galt als einer der besten Spieler auf seiner Position. Von 2010 bis 2012 fing der US-Amerikaner 175 Pässe für 1956 Yards Raumgewinn und 18 Touchdowns.

Anm.: Sportreport berichtete im Oktober 2011 als erstes Online-Portal im deutschsprachigen Raum über das Voranschreiten von „Boxer-Demenz“ im bei ehemaligen Eishockey- und Football-Profis.

11.11.2017