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Am 25. Spieltag der Erste Bank Eishockey Liga steht das Duell KAC vs. Fehervar auf dem Programm. Die Rotjacken haben zuletzt fünf Spiele in Folge gewonnen und möchten diese Serie auch gegen die Ungarn fortsetzen.

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC surft seit dem düsteren 0:4-Schlussdrittel im Heimspiel gegen die Vienna Capitals am 15. Oktober (Endstand: 2:5) auf einer wahren Erfolgswelle: In den zwölf Begegnungen seither kassierte Rot-Weiß nur 17 Gegentreffer und fuhr 32 von 36 möglichen Punkten ein. Jüngst gelangen sechs Siege am Stück, der Vorsprung auf Tabellenplatz sieben, der nach 44 Runden das Verpassen der vorzeitigen Play-Off-Qualifikation bedeuten würde, wurde auf 14 Zähler ausgebaut. Gegen den sonntägigen Gegner aus Ungarn konnten die Klagenfurter beide bisherigen Konfrontationen in dieser Spielzeit für sich entscheiden: Auf einen 3:1-Heimsieg Anfang Oktober folgte vor knapp zwei Wochen ein deutlicher 7:1-Auswärtserfolg.

Wie schon beim HCB Südtirol am Freitag wird auch bei Fehérvár AV19 am Sonntag im Spiel gegen den EC-KAC ein neuer Trainer an der Bande stehen: Der in der EBEL bestens bekannte Hannu Järvenpää kehrte vor dem Wochenende zu den Ungarn zurück, wo er den entlassenen Benoît Laporte ersetzen wird. Unter der Führung von Interimstrainer Clint Thornton besiegten die Magyaren am Freitagabend den EC VSV (5:4) und beendeten damit ihre kurze Serie von drei Niederlagen. In der Tabelle liegt Fehérvár AV19 weiterhin nur auf dem elften Rang, die seit Ende Oktober ansteigende Form (sechs Siege aus den jüngsten neun Partien) sorgte aber dafür, dass man vollen Anschluss zum dicht gedrängten Mittelfeld hat: So fehlen aktuell etwa nur fünf Zähler auf Platz sechs.

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Im bisherigen Verlauf der EBEL haben die Rotjacken zwei Mal so viele Spiele gewonnen (16) wie verloren (8). Dieses Verhältnis gilt sowohl für Heim- als auch für Auswärtsspiele (jeweils acht Siege, vier Niederlagen).

6 – Das Torhüterduo des EC-KAC präsentierte sich in den letzten Wochen in bestechender Form: Seit dem International Break kassierten Tomáš Duba und David Madlener (jeweils drei Starts) in sechs Begegnungen nur sechs Gegentore, gemeinsam parierten sie 96,2 Prozent der auf sie abgegebenen Schüsse.

10 – Kapitän Manuel Geier feierte am Freitagabend ein fast märchenhaftes Comeback: Beim 2:0-Auswärtssieg in Bolzano, seinem ersten Ligaspiel seit acht Monaten, erzielte er den spielentscheidenden Treffer für den EC-KAC. Der Stürmer gab in dieser Partie insgesamt zehn Torschussversuche ab, was dem Höchstwert aller Cracks am Eis entsprach.

23 – Die nach der Länderspielpause im November formierte Angriffsformation mit Thomas Hundertpfund, Manuel Ganahl und Johannes Bischofberger zeigt sich unverändert höchst produktiv: In den sechs seither ausgetragenen Spielen sammelte das Trio nicht weniger als 23 Scorerpunkte.

53,3 – In den beiden bisherigen Saisonduellen mit Fehérvár AV19 behielt der EC-KAC zwar eine weiße Weste (6:0 Punkte, 10:2 Tore), die Ungarn verstanden es jedoch gut, die neutrale Zone dicht zu machen. Nur 53,3 Prozent der Aufbauversuche der Rotjacken aus dem Defensivdrittel mündeten auch in einem Eindringen in die Angriffszone, gegen alle anderen Gegner in der Liga liegt dieser Wert bei durchschnittlich 62,2 Prozent.

63 – Am Familientag bietet der EC-KAC an der Abendkassa Ticketing-Pakete speziell für Familien an: Vier nebeneinanderliegende Sitzplätze (für zumindest einen Erwachsenen und bis zu drei Kinder) sind zum Preis von zwei erhältlich (63 Euro). Zudem sind „Single plus Kind“-Tickets (ein Erwachsener, ein Kind) um 45 Euro verfügbar.

Der Gegner:

Fehérvár AV19 liegt aktuell zwar nur am elften und vorletzten Tabellenplatz, die Ungarn konnten aber immerhin bereits 11 ihrer 24 Saisonspiele gewinnen, wodurch sich eine Erfolgsquote (45,8 Prozent) ergibt, die höher ist als in vier der letzten fünf Jahre. Dennoch stellte dieses Zwischenfazit die Klubführung nicht zufrieden, sodass es in dieser Woche zum Trainerwechsel von Benoît Laporte zu Hannu Järvenpää kam. Für den Finnen beginnt damit seine bereits zweite Amtszeit in Székesfehérvár, schon 2015/16 sprang er während der Saison ein, schaffte es in der Qualifikationsrunde (u.a. mit dem EC-KAC und dem EC VSV) aber nicht, die Mannschaft noch in die Play-Offs zu führen.

Trotz des punktemäßig geringen Abstands zum Tabellenmittelfeld erhofft man sich in Ungarn vom neuen Head Coach wohl eine Verbesserung des Teams in allen Teilen: Fehérvár AV19 weist aktuell das schlechteste Torverhältnis aller EBEL-Klubs auf, sowohl beim Schnitt erzielter Treffer (2,13) als auch bei der Anzahl der durchschnittlichen Gegentore (3,33) ist man Schlusslicht. Insgesamt fehlt im Leistungsniveau der Mannschaft die Konstanz, immer wieder läuft man in hohe Niederlagen (heuer beispielsweise bereits 1:9, 2:8, 4:8, 1:7). Auch die Performance der Über- (Platz 11) und Unterzahlformationen (Platz 12) lässt noch zu wünschen übrig.

Seit Székesfehérvárs Einstieg in die EBEL im Jahr 2007 standen die Ungarn dem EC-KAC 54 Mal gegenüber, in gleich 40 dieser Duelle, also 74,1 Prozent aller Begegnungen, setzte sich die jeweils gastgebende Mannschaft durch. Bis 2013 konnte Fehérvár AV19 in Klagenfurt keines seiner 16 Spiele gewinnen, seither gelang den Magyaren aber in jeder der letzten vier Spielzeiten mindestens ein Auswärtserfolg in der Stadthalle.

Die Personalien:

Auch im Heimspiel gegen Fehérvár AV19 wird der EC-KAC mit Richie Regehr, Matthew Neal und Jamie Lundmark drei Importspieler verletzungsbedingt vorgeben müssen. Alle übrigen Kaderspieler dürften mit großer Wahrscheinlichkeit zur Verfügung stehen, sodass bei den Rotjacken von einem gegenüber dem Freitagsspiel unveränderten Lineup auszugehen ist.

Der Kommentar:

„Ich denke, dass wir mit den Ergebnissen der vergangenen Wochen sehr zufrieden sein können. Gleichzeitig sind wir aber ganz sicher nicht satt, denn auch wenn wir in der Umsetzung unseres Systems schon recht präzise sind, so offenbaren sich in den Trainings und in den Partien immer wieder Bereiche, in denen wir uns noch verbessern können und müssen. Diese Bestrebungen möchten wir auch im vorweihnachtlichen Heimspiel gegen Fehérvár AV19 umsetzen, bei dem uns ein sicherlich auf Revanche sinnender, bissiger Gegner erwartet, der vom jüngsten Trainerwechsel wohl zusätzlich beflügelt wird.“ (Jon Rheault, Stürmer EC-KAC)

Medieninfo: KAC

02.12.2017