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In der 19. Runde der Tipico Bundesliga trafen in der steirischen Hauptstadt SK Sturm Graz und Tabellenschlusslicht SKN St Pölten aufeinander. Die Gäste aus Niederösterreich lagen bereits nach der ersten Minute mit 0:1 im Rückstand. Nach einem Eckball erzielte Schoissengeyr das 1:0 für Sturm. Bereits in der sechsten Minute das 2:0 für die Hausherren.

In dieser Tonart ging es weiter – nach 45. Minuten war der Endstand bereits hergestellt. Sturm führte 3:2.

Wir haben die Stimmen zum Spiel:

SK Sturm Graz – SKN St. Pölten 3:2 (3:2)
Schiedsrichter: Oliver Drachta

Christian Schoissengeyr (SK Sturm Graz):
… über das Spiel: „Wir sind die ersten fünfzehn Minuten gut in die Partie reingestartet. Wir haben gleich das erste Tor gemacht, dann das 2:0, haben hinten nicht aufgepasst, das 2:1 bekommen und dann war es eine lasche Partie. Es war aber wichtig, dass wir zusammenhalten und diese Partie auch gewinnen. Es war nicht die beste Partie heute, wir haben dem Gegner die Räume geöffnet. Die zwei Treffer gönne ich meinem Sohn, ich bin am Sonntag Vater geworden.“

… über den Abschied von Franco Foda: „Er hat etwas aufgebaut in den letzten zwei Jahren und es war keine leichte Entscheidung, aber so ist das im Fußball und ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.“

Marvin Potzmann (SK Sturm Graz):
… über das Spiel: „Ich bin lange gehäkelt worden in der Kabine, weil ich nichts getroffen habe – heute ist es zum Glück gut gegangen. Wir haben gut begonnen, aber St. Pölten hat es heute gut gemacht. Wir waren zu hektisch und haben nicht mehr die Ruhe am Ball gehabt.“

… über den Abschied von Franco Foda: „Wir freuen uns für ihn. Er hat sich das verdient. Er will für jeden das Beste und menschlich ist er auch sehr gut, aber es ist verständlich, dass er geht.“

Franco Foda (Trainer SK Sturm Graz):
… über das Spiel: „Wir haben zahlreiche Möglichkeiten herausgespielt, waren aber in der Defensive zu fahrlässig, haben den Gegner immer wieder herankommen lassen und das wäre fast ins Auge gegangen.“

… über seinen Abschied: „Es ist sehr berührend. Der Fokus war auf dem Spiel und die Verabschiedung war grandios. Wir haben tolle Fans – das Spruchband hat alles beschrieben. Viel Freude, viel Kritik – das gehört dazu zu dem Job. Ich wollte danke für die wunderschönen Jahre sagen. Ich wünsche meinem Nachfolger das Beste und alles Gute.“

… über das Tragen eines Schals des SK Sturm Graz: „Der Schal bedeutet, etwas zurückzugeben. Ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken. Ich habe mich in diesem Stadion immer sehr wohl gefühlt und habe den Schritt zurück nie bereut in den letzten drei Jahren – im Gegenteil. 2011 bin ich durch die Hintertür hinausgegangen, jetzt gehe ich durch die Vordertür.“

… über seine Verbindung zu SK Sturm Graz und seiner Familie: „Sturm ist ein großer Bestandteil von uns. Sturm hat in unserem Leben immer eine große Rolle gespielt. Es war schon sehr emotional, aber nächste Woche wird es schlimmer, weil es das letzte Spiel ist. Vielleicht schafft mein Nachfolger einen Titel und dann komme ich gerne her und feiere mit den Fans.“

… über seine Entwicklung als Trainer: „Eines würde ich anders machen – als junger Trainer war ich zu kritisch gegenüber Spielern, zu streng und vielleicht auch ein Stück weit zu persönlich.“

… über seine weitere Karriere: „Mein Terminplan wird sehr intensiv, aber ich freue mich darauf.“

Günter Kreissl (Geschäftsführer Sport SK Sturm Graz):
… über die Verpflichtung von Heiko Vogel: „Er bringt sehr viel mit. Er hat die Erfahrung, schon Titel gewonnen zu haben, aber auch die von Alfred Tatar angesprochene Entwicklungs-Geschichte war ein eindeutiger Pluspunkt.“

… über die Saisonziele: „Ein europäischer Platz ist Pflicht – das ist das absolute Minimum-Ziel. Bis dahin wollen wir so lange wie möglich ganz vorne dabeibleiben.“

… über eventuelle Veränderungen im Kader über die Winterpause: „Wir werden versuchen die Mannschaft zu halten. Wir wollen Kontinuität halten und diesen Kader genauso zusammenzuhalten. Ich kann aber jetzt noch nicht voraussehen, ob irgendwelche Begehrlichkeiten an uns herangetragen werden.“

Oliver Lederer (Trainer SKN St. Pölten):
… über das Spiel: „Es ist doppelt ärgerlich. Wir haben die Standards heute wieder in einer Videoanalyse besprochen. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, aber am Ende sind es null Punkte. Die Tore waren reine individuelle Fehler – die Reaktion war richtig in Ordnung und zeigt, dass die Mannschaft Qualität hat und dass sie nicht auftritt, wie ein Absteiger. Wir werden weiter dieses Gesicht zeigen und hoffen, dass es in der Zukunft von Erfolg begleitet sein wird.“

… über Daniel Schütz: „Er ist endlich aus Talsohle draußen. Er war richtig stark heute und hat uns immer wieder am Leben gehalten. Der Auftritt der ganzen Mannschaft war sehr positiv heute. Es muss aber die Entwicklung mit dem Ergebnis Hand in Hand gehen.“

Anton Pfeffer (Sky Experte):
… über die Leistung des SK Sturm Graz: „Das Spiel gegen den Ball ist noch verbesserungswürdig – dafür gibt es einen neuen Trainer, der das verbessern kann.“

… über die Leistung des SKN St. Pölten: „Das Ärgerliche ist, dass man sich nicht selbst belohnt und sich die Mannschaft immer wieder mit Eigenfehlern bestraft.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
… über die Defensive des SKN St. Pölten bei Standardsituationen: „Das ist eine Todsünde im Fußball. Ich muss bei einer Standardsituation auch den Ball sehen und kann mich nicht nur auf die Gegenspieler konzentrieren.“

… über Heiko Vogel: „Das, was Franco Foda gemacht hat, ist die eine Sache. Vogel wird seine eigene Sache machen und nicht versuchen, diesen ausgetretenen – obwohl erfolgreichen – Weg nachzugehen, sondern sein eigenes Profil entwickeln.“

… über die Entscheidung von Günter Kreissl für Heiko Vogel: „Günter Kreissl hat eine Entwicklungsentscheidung getroffen – Heiko Vogel ist es gewohnt, Spieler zu entwickeln. Kreissls Anspruch ist es, Spieler aus der Akademie zu entwickeln – dafür hat er Vogel geholt. Mit Co-Trainer Standfest ist die Balance zwischen Performance und Entwicklung hier zugunsten der Entwicklung gelegt.“

Presseinfo Sky Austria/red.

09.12.2017