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In der Erste Bank Eishockey Liga kommt es am Stephanitag zum Duell Graz99ers vs. KAC. Die Rotjacken wollen ihren Fans nach dem spektakulären 7:5 Sieg gegen Meister und Tabellenführer Vienna Capitals ein weiteres Geschenk bereiten.

Die Ausgangssituation:
Die Rotjacken beschenkten ihre Fans am Freitagabend im Heimspiel gegen den Titelverteidiger und Tabellenführer Wien mit einer der packendsten und spektakulärsten Partien der letzten Jahre, am Ende durfte über einen 7:5-Erfolg über die Capitals gejubelt werden. Dieser brachte die Klagenfurter in der Tabelle auch wieder am EHC Linz vorbei auf den zweiten Rang, die Distanz zum „Strich“, der die EBEL nach 44 Runden in Platzierungs- und Qualifikationsrunde trennen wird, konnte auf 17 Zähler ausgedehnt werden. Mit 23 Punkten aus 15 Begegnungen sind die Rotjacken weiterhin das zweitbeste Auswärtsteam der Liga, allerdings blieb man in der Fremde zuletzt drei Mal hintereinander (in Linz, Salzburg und Znojmo, Anm.) ohne Zuwachs.

Die Graz 99ers gehen auf Tabellenposition acht liegend und mit fünf Zählern Rückstand auf den Sechsten aus Innsbruck in das Heimspiel gegen den EC-KAC. Von ihren letzten zehn Partien konnten die Steirer nur eine in regulärer Spielzeit für sich entscheiden, zuletzt gab es vor Weihnachten Auswärtsniederlagen in Linz (1:3) und Bolzano (0:4). Zu Hause lieferte das Team von Head Coach Doug Mason bislang aber meist sehr gute Leistungen ab, von 15 Begegnungen wurden nur vier verloren. Eine dieser Heimniederlagen musste man im letzten Gastspiel der Rotjacken in Liebenau hinnehmen, als sich der EC-KAC in den ersten 16 Spielminuten eine 4:0-Führung herausschoss und letztlich mit 4:1 siegte. Das erste Saisonduell mit Klagenfurt konnte Graz jedoch für sich entscheiden: Am ersten Spieltag siegten die 99ers in der Stadthalle mit 4:2.

Die Zahlen zum Spiel:
1,52 – Seit seinem Wechsel zum EC-KAC im Sommer 2016 bestritt Goalie Tomáš Duba erst zwei EBEL-Einsätze gegen Graz. Dabei (ein Sieg, eine Niederlage) kassierte er im Schnitt nur 1,52 Gegentreffer und wehrte 94,55 Prozent der auf ihn abgegebenen Schüsse ab.

4 – Im jüngsten Heimspiel gegen die Vienna Capitals verbuchte Stefan Geier zum ersten Mal in seiner Karriere (525 EBEL-Spiele) vier Scorerpunkte in einer Partie. Drei-Punkte-Spiele waren ihm im KAC-Trikot zuvor insgesamt sechs Mal gelungen, zwei Mal davon auswärts gegen Graz (2014 und 2016).

6 – Seit seiner überstandenen Unterkörperverletzung punktete Jamie Lundmark bei jedem seiner vier EBEL-Einsätze, insgesamt kam der Kanadier dabei auf sechs Scorerpunkte (ein Tor, fünf Vorlagen).

6,35 – Begegnungen mit Beteiligung der Graz 99ers sind heuer die torreichsten in der EBEL: Durchschnittlich fallen pro Spiel der Steirer 6,35 Treffer, in allen übrigen Partien liegt dieser Wert bei 5,78 Toren.

27:38 – Im Heimspiel gegen Wien am Freitag verlor der EC-KAC mit Ramón Schnetzer und Kevin Kapstad zwei Verteidiger schon früh in der Partie aufgrund von Verletzungen. Damit konzentrierte sich die zu verteilende Eiszeit auf weniger Abwehrspieler, sodass Martin Schumnig mit 27:38 Minuten einen neuen Time-On-Ice-Höchstwert für Rotjacken-Spieler in der laufenden EBEL-Saison erreichte.

57,5 – In den beiden ersten Saisonduellen mit den Graz 99ers konnten die Mittelstürmer des EC-KAC insgesamt gute 57,5 Prozent der Faceoffs für sich entscheiden. Überragend agierte dabei insbesondere Julian Talbot, der 27 seiner 40 Scheibenaufwürfe (=67,5 Prozent) gewann.

Der Gegner:
Die Graz 99ers starteten mit einem 4:2-Erfolg in Klagenfurt in die Saison, verloren danach aber vier von fünf Partien und bewegen sich daher seit September konstant im Mittelfeld der EBEL-Tabelle. Probleme haben die Steirer insbesondere in Auswärtsspielen, nur zehn ihrer aktuell 40 Zähler konnten sie in der Fremde einfahren. Als im bisherigen Saisonverlauf noch zu instabil hat sich die Defensive der Grazer erwiesen, aktuell 105 Gegentreffer (3,39 pro Partie) sind der höchste Wert aller zwölf Teams. Hingegen entsprechen die 92 erzielten Treffer der fünftbesten Marke im ligaweiten Vergleich.

Die heuer von Head Coach Doug Mason zusammengestellte Mannschaft der 99ers weist – zumindest in den ersten drei Blöcken – eine recht flache Hierarchie auf und ist ausgeglichen besetzt. Neben „Franchise-Player“ Oliver Setzinger stehen mit Daniel Woger und Daniel Oberkofler im Angriff sowie Clemens Unterweger in der Abwehr einige österreichische Cracks gehobener Qualität in Liebenau unter Vertrag. Mit jeweils 24 Scorerpunkten sind jedoch zwei Importspieler, Brock Higgs und Ken Ograjenšek, die derzeit punktebesten Akteure im Kader. Auf der Torhüterposition gingen bislang rund zwei Drittel der Eiszeit an den Finnen Hannu Toivonen, der allerdings bei seinem letzten Einsatz gegen den EC-KAC vorzeitig ausgewechselt wurde und zudem bei seinen jüngsten sechs Starts gleich fünf Niederlagen einfuhr.

Mit dem EC-KAC duellierten sich die Graz 99ers in der höchsten Spielklasse bisher 113 Mal, 78 dieser Begegnungen gingen an die Klagenfurter. In Liebenau fühlten sich die Rotjacken zuletzt recht wohl, aus den (saisonübergreifend) jüngsten vier Auftritten in der Landeshauptstadt der Steiermark stehen 10:2 Punkte und 19:7 Tore zu Buche.

Die Personalien:
Zum Import-Trio Richie Regehr, Matthew Neal und Jon Rheault, das bereits im letzten vorweihnachtlichen Spiel gegen Wien fehlte, gesellen sich auch die Abwehrspieler Kevin Kapstad und Ramón Schnetzer auf die Verletztenliste. Neuzugang Stefan Espeland landet am Montagabend in Klagenfurt, ist für das Spiel in Graz aber noch kein Thema. Somit rücken aus dem Farmteam wieder Michael Kernberger in der Verteidigung und Kevin Schettina im Sturm in das Lineup der Kampfmannschaft auf. Aller Voraussicht nach werden die Rotjacken bei den 99ers also mit nur fünf Legionären und einem Kaderpunktewert von unter 45,0 auflaufen.

Der Kommentar:
„Die Partie gegen Wien hat, auch aufgrund der drei Punkte, vor allem aber angesichts der Art und Weise, wie wir gespielt haben und mit Widerständen umgegangen sind, für viel Selbstvertrauen bei uns gesorgt. Nun wartet das Auswärtsspiel in Graz auf uns, Duelle mit den 99ers waren in der letzten Zeit oft eine heiße Angelegenheit. Zwar fehlen uns einige Stammkräfte, wir haben aber großes Vertrauen in unser System und nachrückende Jungs, die frei werdende Rollen und Funktionen sicherlich gut ausfüllen werden. Wir freuen uns auf diese Partie und die vielen Fans, die uns in die Steiermark begleiten werden.“ (Mitja Robar, Verteidiger EC-KAC)

Medieninfo: KAC

25.12.2017