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In der Weihnachtsrunde der Basketball Bundesliga entschieden die Swans Gmunden das Derby und Duell der beiden heißesten Teams denkbar knapp für sich. Zum bereits zweiten Mal in dieser Saison mussten sich die Flyers Wels in der Verlängerung geschlagen geben.

Der BC Vienna feierte gegen die Fürstenfeld Panthers den ersten Auswärtserfolg in der laufenden Spielzeit. Stjepan Stazic stellte mit 41 Punkten (10/13 Dreiern) einen neuen ABL-Saisonrekord auf. Die Traiskirchen Lions eroberten nach einem ungefährdeten Sieg über die Oberwart Gunners den zweiten Tabellenplatz. Die Klosterneuburg Dukes setzten sich souverän gegen den UBSC Graz durch und rücken auf den dritten Platz vor.

Das Derby und Topspiel der Runde hielt was es versprach. Während das Spiel in der ersten Halbzeit noch von Runs geprägt war, wechselte in den letzten 15 Minuten die Führung beinahe mit jedem Angriff. Den deutlich besseren Start erwischten die Swans Gmunden. Trotz Ausfälle von Povilas Gaidys und über weite Stracken Alex Wesby (er wurde lediglich im dritten Viertel eingesetzt) startete das „Team- Österreich“ der Swans wie aus der Pistole geschossen. Schnell führten die Schwäne zweistellig. Einen noch beeindruckenderen Run legte das junge Team der Flyers Wels im zweiten Viertel hin. Durch ihre schnellen Transitions eroberten Elijah Wilson (22 Punkte) und Co. die Führung zurück und bauten diese auf bis zu zwölf Punkte aus. Enis Murati übernahm das Kommando im dritten Viertel und brachte sein Team quasi im Alleingang zurück in Spiel. Mit 36 Punkten übertraf er sein bisheriges career high, das er erst in der vergangenen Runde aufgestellt hatte. In den vermeintlich letzten zehn Minuten wechselte die Führung im Minutentakt. Eijah Wilson brachte, mit einem Wurf kurz vor Ablauf der Zeit, sein Team in die Verlängerung. Dort sahen die zahlreichen Fans der beiden Teams ein ähnliches Bild wie im letzten Viertel, wobei meist die Flyers vorlegten. In der Crunchtime sorgte dann aber der 40-jährige Routinier Tilo Klette (23 Punkte- season high) in der Offensive für die big-points. In der Defenive setzte Toni Blazan mit sehenswerten Aktionen die entscheidenden Akzente. Die Swans gewannen schließlich denkbar knapp mit 107:104 und verbuchten den elften Sieg in Serie. Die Flyers mussten nach fünf Siegen in Serie ihre erste Niederlage einstecken – zum zweiten Mal in dieser Saison verloren sie nach Verlängerung.

Die Klosterneuburg Dukes blieben gegen den UBSC Graz souverän und gewannen mit 83:58. Bereits in der vergangenen Runde beendeten die Herzöge ihre Negativserie und konnten nun, nach dem zweiten Sieg en-suite, den dritten Tabellenplatz zurückerobern. Jurica Blazevic und Edin Bavcic, die im Alpe Adria Cup kurz vor Weihnachten noch geschont wurden, waren wieder mit von der Partie und setzten wichtige Impulse für den Sieg. Blazevic lief mit 15 Punkten zum Topscorer auf. Bereits in der Anfangsphase setzten sich die Niederösterreicher deutlich ab, sodass Ante Perica bereits früh viel Verantwortung an seine jungen Talente übertragen konnte. Besonders überzeugen konnte der 20-jährige Oguz Kilic, der es in 19 Minuten Einsatzzeit auf elf Punkte brachte. Beim UBSC Graz stemmte sich vor allem Mattieu Gamberoni gegen die deutliche Niederlage, doch auch seine 24 Punkte hielten die Herzöge nicht auf.

Nach sechs Auswärtsniederlagen in Serie konnte der BC Vienna den Bann brechen. Erstmals in dieser Saison gelang den Wienern ein Erfolg außerhalb des Hallmann Domes. Vor allem der Routinier Stjepan Stazic war von den Fürstenfeld Panthers nicht zu stoppen. Mit 10 von 13 Dreiern und 41 Punkten stellte er einen neuen ABL-Saisonrekord auf und führt sein Team zwischenzeitlich auf den sechsten Tabellenplatz. Nach ausgeglichenen ersten sechs Minuten zündeten Stazic und Co. ein Offensivfeuerwerk und legten einen 25:0 Run hin. Den Panthers gelang über mehr als acht Minuten kein einziger Punkt. In der zweiten Halbzeit erholten sich die Steirer wieder und konnten durch sehenswerten Aktionen den Rückstand etwas verkürzen. Zu routiniert agierte allerdings das Team von Luigi Gresta um die Panthers noch einmal in Schlagdistanz kommen zu lassen. Wien gewann schließlich mit 100:87.

Nach der schmerzhaften Niederlage in Wien und einer zweiwöchigen Pause, gingen die Traiskirchen Lions mit viel Intensität in die wichtige Begegnung mit den Oberwart Gunners. Mit einer starken Zonenverteidigung und schnellen Transitions, sowohl in der Offense als auch in der Defense, erspielten sie die Löwen schnell einen komfortablen Vorsprung. Im Angriff schloss meist Jozo Brkic (21 Punkte) oder Florian Trmal (17 Punkte) erfolgreich ab. Bereits im ersten Viertel führten die Löwen um 20 Punkte. Die Gunners versuchten angeführt von Louis Dabney (21 Punkte) mehrmals zu einer Aufholjagd anzusetzen, doch die Löwen konnten immer wenn es gefährlich wurde einen Gang zulegen. In der Defensive verriegelten die Niederösterreicher regelrecht die Zone und ließen lediglich 14 „points in the paint“ der Gunners zu. Auch am Rebound langten die Lions entschlossener zu und entschieden das Duell unter den Brettern mit 39:23 für sich. Mit dem souveränen 86:73 Sieg kletterten die Löwen auf den zweiten Tabellenplatz und verdrängten die spielfreien bulls auf Rang vier. Die Gunners fielen nach der dritten Niederlage in Serie auf den siebenten Tabellenplatz zurück.

Die Spielpaarungen der 14. Runde im Überblick:
Swans Gmunden – Flyers Wels

107:104 (30:17, 41:49, 65:67, 89:89)
Klosterneuburg Dukes – UBSC Graz
83:58 (25:15, 45:29, 65:44)
Fürstenfeld Panthers – BC Vienna
87:100 (17:31, 31:56, 57:77)
Traiskirchen Lions – Oberwart Gunners
86:73 (33:13, 55:41, 75:52)

Die Spiele der 14. Runde im Detail:
Swans Gmunden Flyers Wels
107:104 (30:17, 41:49, 65:67, 89:89)

Matthias Linortner, Spieler der Swans: „Es war ein extrem harter Kampf über 45 Minuten. Die Welser haben uns im zweiten Viertel ziemlich überrascht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder gezeigt was in uns steckt. Das Glück in der Crunchtime haben wir uns in diesem Spiel und auch im Training hart erarbeitet.“

Elijah Wilson, Spieler der Flyers: „Gmunden ist ein sehr erfahrenes Team. Wir sind fast alle Rookies. Wir haben ein paar kleine Fehler gemacht, die uns Spiel gekostet haben. Dennoch war es ein gutes Spiel, von dem wir viel gelernt haben.“

Markus Pinezich, Assistant Coach der Swans: „Tolle Werbung für den österreichischen Basketball. Wir sind sehr glücklich, dass wir trotz unserer Verlertzungsprobleme dieses Spiel in der Overtime gewonnen zu haben.“

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Gratulation an Gmunden. Ich glaube es war eine perfekte Werbung für den österreichischen Basketball. Am Ende hätte das Spiel in beide Richtungen ausgehen können.“

Klosterneuburg Dukes UBSC Graz
83:58 (25:15, 45:29, 65:44)

Jurica Blazevic, Spieler der Dukes: „Ein Start-Ziel-Sieg, der vielleicht nicht schön anzusehen war, aber letztlich zählen nur die zwei Punkte.“

Anton Maresch, Spieler UBSC: “ Man merkt den Klassenunterschied, wenn man nur mit zwei Legionären antritt. Zu Weihnachten gab es leider nichts für den UBSC Graz…“

Oguz Kilic, Spieler der Dukes: „Es war das erste Spiel, wo ich so viel Verantwortung vom Trainer übertragen bekommen habe und deswegen eine tolle Erfahrung. Der Sieg war wichtig und ich bin sehr glücklich.“

Markus Galle, Headcoach UBSC: „Es ist dieselbe Situation wie bisher. So wird es sehr schwer, überhaupt ein Spiel diese Saison zu gewinnen. Wir würden gerne unsere Lage mit einem dritten Legionär verbessern.“

Fürstenfeld Panthers BC Vienna
87:100 (17:31, 31:56, 57:77)

Goran Patekar, Headcoach der Panthers: „Gratulation an Wien. Wir haben mit zu viel Respekt begonnen und zu wenig Energie aufgebracht. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt was in uns steckt.“

Mustafa Hassan Zadeh, Spieler des BCV: „In der ersten Halbzeit haben wir eine tolle Teamleistung gezeigt und unsere Würfe getroffen. In der zweiten Halbzeit konnten wir unseren Vorsprung routiniert über die Zeit bringen. Das war unser erster Auswärtssieg, so muss es weitergehen.“

Traiskirchen Lions Oberwart Gunners
86:73 (33:13, 55:41, 75:52)


Shawn Ray, Spieler der Lions:
„Das war ein sehr wichtiges Spiel nach unserer Pause. Es war uns wichtig gleich mit hoher Intensität zu starten und ihre Transitions zu stoppen. Das ist uns sehr gut gelungen. In der zweiten Halbzeit hätten wir noch etwas besser spielen können, aber wir haben den Sieg routiniert über die Zeit gebracht.“

Louis Dabney, Spieler der Gunners: „Das war eine schmerzhafte Niederlage. Wir haben das Spiel bereits im ersten Viertel verloren. Wir haben zwar alles probiert um uns zurückzukämpfen, aber gegen starke Teams wie die Lions ist das extrem schwer.“

Zoran Kostic, Headcoach der Lions: „Es war sehr wichtig, dass wir unseren Rhythmus nach der Pause und der Niederlage in Wien schnell wieder gefunden haben.“

Lluis Pino Vera, Headcoach der Gunners: „Traiskirchen hat sher gut gestartet und uns den Rhythmus durch ihre Zonenverteidigung genommen. Wir haben merhmals zu einer Aufholjagd angesetzt, aber Traiskirchen hat viele erfahrene Spieler, die das nicht zuließen.“

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

26.12.2017