Eisschnellläufer

© Andreas Robanser

Mit dem Jänner beginnen für Österreichs Eisschnellläufer die ersten Großveranstaltungen im Olympiajahr 2018. Gleich zum Auftakt gibt es für das junge Team eine Premiere.

Erstmals in der 125-jährigen Geschichte des Internationalen Eislaufverbandes (ISU) gibt es Einzelstrecken-Europameisterschaften. Anstatt des Mehrkampfes werden nun alle zwei Jahre Medaillen in sieben verschiedenen Disziplinen vergeben.

Seit der letzten Saison gilt im Eisschnelllaufsport ein neues Reglement für Europameisterschaften. Anstatt der Medaillenvergabe im Allround-Vierkampf werden nun alternierend Medaillen über die Einzelstrecken vergeben. Anstelle von zwölf Medaillen (Allround-Vierkampf, Sprintvierkampf bei Herren und Damen) wird im russischen Kolomna um 42 Medaillen gekämpft.

Erste Medaille für Österreich seit 1994?
Von 5. – 7. Jänner 2018 finden die Eisschnelllauf-Europameisterschaften statt. Ein Quartett vertritt Österreich bei Bewerben im hochmodernen Kolomna Ice Centre. „Es ist eine wunderschöne Halle und ich mag das Eis hier gerne. Da bin ich schon richtig schnelle Rennen gefahren“, erinnert sich Vanessa Herzog.

Seit 24 Jahren wartet Österreich auf Edelmetall bei Europameisterschaften. Die Umstellung des Programms eröffnet dem jungen rot-weiß-roten Team aber neue Chancen. Als Beste der EM-Qualifikationsliste über 500 Meter und Zweite über 1.000 Meter reist Vanessa Herzog nach Kolomna. Die 22-jährige Sprinterin peilt eine Medaille in Kolomna an. „Ich war in den ersten Weltcuprennen so schnell und so gut platziert wie noch nie. Das Ziel ist meine erste Medaille in der allgemeinen Klasse“, erzählt die fünffache Juniorenweltmeisterin. Sie wird in Kolomna über die Sprintdistanzen von 500 und 1.000 Meter an den Start gehen und vorraussichtlich im abschließenden Massenstart. „Die Konkurrenz auf den Sprintdistanzen wird vor allem aus Russland und der Niederlande kommen. Und speziell die Tschechin Karolina Erbanova war in den letzten Rennen stark“, erklärt Herzog.

Bei den Herren ist ein Trio für die EM gemeldet. Olympiateilnehmer Linus Heidegger startet über 5.000 Meter und im Massenstart. Für diesen ist auch der WM-Fünfte des Vorjahres Armin Hager qualifiziert. Erstmals werden in dieser jungen Disziplin EM-Medaillen vergeben. „Die Renndynamik ist völlig anders als auf den anderen Distanzen. Nicht immer ist der Stärkste der Beste im Massenstart. Es muss von der Taktik angefangen einfach alles passen um vorne dabei zu sein“, berichtet Heidegger. Über die 1.000 Meter der Herren liegt Floris Root noch auf einem Reserveplatz. Der 21-Jährige könnte nach der finalen Meldung am Donnerstagabend noch in das EM-Feld rutschen.

Programm Kolomna:
Freitag, 05-01-2018

500 Meter Damen (mit Vanessa Herzog)
500 Meter Herren
1.500 Meter Damen
1.500 Meter Herren

Samstag, 06-01-2018
1.000 Meter Damen (mit Vanessa Herzog)
1.000 Meter Herren
3.000 Meter Damen
5.000 Meter Herren (mit Linus Heidegger)

Sonntag, 07-01-2018
Teamverfolgung Damen
Teamverfolgung Herren
Teamsprint Damen
Teamsprint Herren
Massenstart Damen (mit Vanessa Herzog)
Massenstart Herren (mit Armin Hager und Linus Heidegger)

Presseinfo Österreichischer Eisschnelllaufverband

02.01.2018