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Am 9. Dezember 2017 hat Benjamin Karl bei einem Trainingssturz in Carezza (ITA) einen Bruch des Sprungbeins und zwei Bänderrisse im rechten Sprunggelenk erlitten. Nur vier Wochen danach kehrt der vierfache Weltmeister am kommenden Freitag beim Parallelriesentorlauf in Lackenhof am Ötscher in den Weltcup-Zirkus zurück.

Nach einer Computer-Tomographie am Dienstag im Sanatorium Hochrum, die einen positiven Heilungsverlauf gezeigt hatte, absolvierte der Niederösterreicher heute in Schladming als letzten „Fitnesstest“ noch ein Stangentraining und entschied danach, bei seinen Heimrennen (Freitag Einzel, Samstag Team) an den Start zu gehen. Schon am vergangenen Wochenende war Karl bei Freifahr-Einheiten in Lackenhof schon wieder auf dem Board gestanden.

„Ich habe nach der Verletzung alles Menschenmögliche unternommen, um rasch wieder fit zu werden. Die gestrige Kontroll Untersuchung hat gezeigt, dass die beiden Schrauben, mit denen der Bruch des Sprungbeins fixiert worden ist, beim
Freifahren gut gehalten haben. Auch beim heutigen Stangentraining bin ich fast schmerzfrei gewesen. Einzig die Bänder haben manchmal ein bisschen ‚gezogen‘, aber das war auszuhalten“, berichtete Karl, für den die Rennen in seiner engerencHeimat eine Herzensangelegenheit sind. „Lackenhof weckt Kindheitserinnerungen in mir. Dort bin ich schon Landescup-Rennen gefahren, daher ist die Vorfreude auf diesen Weltcup riesengroß“, ergänzte der 32-jährige Wilhelmsburger.

Mit einem Sieg im Gepäck reist Alexander Payer nach Niederösterreich an. Der Kärntner hatte vor Weihnachten den Weltcup-PGS in Cortina d’Ampezzo (ITA) gewonnen. „Dieser Erfolg hat meinem Selbstvertrauen extrem gut getan. Ich hoffe natürlich, dass ich die Form von Cortina in das neue Jahr mitnehmen kann. Ich bin körperlich gut drauf und freue mich auf die Rennen in Niederösterreich“, meinte Payer.

Doppelweltmeister Andreas Prommegger lässt sich durch den Umstand, dass es für ihn in den drei bisherigen Saisonrennen noch zu keinem Stockerlplatz gereicht hat, nicht aus der Ruhe bringen. „Ich bin in meiner gesamten Karriere bis auf eine einzige Ausnahme immer erst im Jänner so richtig auf Touren gekommen. Ich bin bei den Dezember-Rennen einmal mit acht und einmal mit 15 Hundertstel ausgeschieden und habe dennoch zwei Top-Ten-Plätze erreicht. Der Hang in Lackenhof ist für uns alle Neuland, daher bin ich schon gespannt, was uns dort erwartet“, sagte Prommegger.

Olympiasiegerin Julia Dujmovits hat sich in den vergangenen Tagen beim Freifahren schon einmal ein Bild des Rennhangs auf der Distelpiste gemacht. „Steilstufen, flache Passagen – die Strecke hat alles, was ein attraktiver Hang so braucht. Vor allem die zahlreichen Übergänge machen den Kurs sehr interessant“, so Dujmovits, die in Lackenhof auf eine große Fankolonie aus dem Burgenland zählen darf. „Meine Familie und viele Freunde werden nach Niederösterreich kommen, um mich zu unterstützen.“

*** ÖSV-Aufgebot für die Parallel-Weltcuprennen in Lackenhof am Ötscher (AUT):***

Damen (6): Julia Dujmovits (B), Jemima Juritz (K), Ina Meschik (K), Claudia Riegler (S), Sabine Schöffmann (K), Daniela Ulbing (K).

Herren (10): Arvid Auner (ST), Aron Juritz (K), Benjamin Karl (NÖ), Sebastian Kislinger (ST), Lukas Mathies (V), Fabian Obmann (K), Alexander Payer (K), Andreas Prommegger (S), Lukas Schneeberger (ST), Johann Stefaner (K).

*** Programm: ***

Freitag, 5. Jänner 2018:
09.00 Uhr: Qualifikation
13.00 Uhr: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren

Samstag, 6. Jänner 2018:
11.00 Uhr: Mixed-Teambewerb

Medieninfo: ÖSV

03.01.2018