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In der Erste Bank Eishockey Liga kommt es am Freitag, den 05. Jänner zu Duell KAC vs. Graz99ers. Dem Derbyerfolg in Villach möchten die Rotjacken im Heimspiel gegen die Graz99ers am Freitagabend gleich den nächsten Sieg folgen lassen.

Die Ausgangssituation:

Die Rotjacken zeigten nach den beiden Niederlagen gegen Zagreb im Auswärtsspiel in Villach eine gute Reaktion und siegten trotz eines frühen Gegentreffers nach nur 21 Sekunden letztlich im Shootout. Damit gingen sämtliche vier Kärntner Derbys der laufenden Saison an den EC-KAC. Nachdem der überlegene Tabellenführer aus Wien sich am Mittwoch als erstes Team für die Play-Offs qualifizierte, dürfen auch die Klagenfurter langsam und vorsichtig in Richtung eines Tickets für die Platzierungsrunde (und damit auch für das Viertelfinale) schielen: Gelingen den Rotjacken in den verbleibenden acht Runden der ersten Grunddurchgangsphase vier Siege, sind sie rechnerisch nicht mehr aus den ersten Sechs zu verdrängen. Jedoch darf davon ausgegangen werden, dass die Mannschaft von Steve Walker und Christoph Brandner durchaus nach Höherem strebt, nach dem Sieg über den EC VSV wuchs der Vorsprung der zweitplatzierten Klagenfurter auf den EC Salzburg wieder auf drei Zähler an.

Die Graz 99ers kommen auf Position neun liegend nach Klagenfurt, ihr Rückstand auf Platz sechs beträgt lediglich vier Zähler. Allerdings war der Status der Grazer im Ranking heuer zwischenzeitlich schon bedeutend besser, seit Ende November folgte jedoch auf jeden errungenen Sieg wieder (zumindest) eine Niederlage. Besonders auffällig ist bei den 99ers der eklatante Unterschied zwischen dem Punkteschnitt in Heim- und jenen in Auswärtsspielen: In der Fremde holte Graz in 18 Partien nur magere zehn Punkte, was dem deutlich schlechtesten Wert aller zwölf Teams entspricht.

Die Zahlen zum Spiel:

4,16 – Im EBEL-Zeitalter (ab der Liga-Neugründung im Jahr 2000) hat der EC-KAC in Partien vor eigenem Publikum gegen keinen aktuell in der Liga spielenden Klub mehr Treffer pro Begegnung erzielt als gegen die Graz 99ers: 241 Tore in 58 Spielen ergeben einen Schnitt von 4,16.

8 – Seit dem 0:3 gegen den EC Salzburg am 5. November hat der EC-KAC in jedem seiner jüngsten acht Heimspiele gepunktet.

15 – Die mannschaftliche Geschlossenheit der Klagenfurter spiegelt sich immer wieder auch am Scoresheet wider: Im Verlauf der vergangenen drei Partien gelangen den Rotjacken aus dem Spiel heraus acht Treffer, dabei konnten gleich 15 verschiedene Spieler Scorerpunkte für sich verbuchen.

41,7 – Die Rotjacken erzielten in jeder der drei bisherigen Saisonbegegnungen mit Graz zumindest einen Powerplay-Treffer. Insgesamt konnten sie gegen die 99ers heuer von zwölf Überzahlspielen gleich fünf in einen Torerfolg ummünzen, was einer starken Erfolgsquote von 41,7 Prozent entspricht.

66 – Mit dem Derbysieg in Villach konnten die Rotjacken die Punkte Nummer 65 und 66 in der laufenden EBEL-Saison einfahren. Damit hat der EC-KAC nach 36 Runden exakt gleich viele Zähler am Konto wie zum Ende der ersten Grunddurchgangsphase (44 Spieltage) im letzten Jahr.

298 – Zwei KAC-Stürmer näherten sich mit ihren Treffern im Auswärtsspiel in Villach weiter an bevorstehende Meilensteine ihrer Karriere an: Thomas Koch erzielte sein 298. Tor in der höchsten Spielklasse Österreichs, Jamie Lundmark verbuchte seinen 298. Scorerpunkt im Trikot der Rotjacken (in Ligaspielen).

Der Gegner:

Der bisherigen Saison der Graz 99ers, die am ersten Spieltag mit einem 4:2-Erfolg in Klagenfurt so verheißungsvoll begonnen hatte, fehlte es ein wenig an Leistungskonstanz: Bereits drei Mal mussten die Steirer zumindest drei Leermeldungen in Serie einstecken, nur zwei Mal – in der ersten Oktober- und der zweiten Novemberhälfte – durchlebten sie Phasen, in denen regelmäßig Punkte eingefahren werden konnten. Daher verbrachte die Mannschaft von Head Coach Doug Mason auch den Großteil des bisherigen Spieljahres außerhalb der Top-Sechs. Der Kontakt dorthin wurde allerdings auch nie gänzlich verloren, aktuell liegen die 99ers nur vier Punkte hinter Dornbirn und damit hinsichtlich eines Spots für die Platzierungsrunde noch absolut in Schlagdistanz.

Derzeitiger Topscorer der Steirer ist mit Brock Higgs ein Neuzugang des Sommers, in den bislang drei Duellen mit dem EC-KAC brachte es der Kanadier allerdings nur auf eine Torvorlage. Hinter ihm rangiert der ehemalige Rotjacken-Stürmer Oliver Setzinger, dessen Punkteschnitt pro Partie gegenüber dem Vorjahr zwar sank, der aber unverändert das Um und Auf im Angriffsspiel der 99ers darstellt. Eine starke Saison spielt auch Verteidiger Clemens Unterweger, der in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen gebremst wurde, heuer aber eindrucksvoll durchstartete: Der 25-Jährige ist mit 20 Zählern (5 Tore, 15 Assists) mit deutlichem Abstand der punktebeste österreichische Verteidiger in der EBEL.

Die historische Bilanz der Graz 99ers in Duellen mit dem EC-KAC ist eine recht durchwachsene: In den 114 Duellen in der höchsten Spielklasse gelangen den Steirern nur 35 Siege. Von den 58 in Klagenfurt ausgetragenen Begegnungen gewannen die Grazer zwar nur 15, zuletzt verließen sie die Stadthalle jedoch drei Mal in Serie (4:2, 2:1 und erneut 4:2) als Gewinner. Der letzte rot-weiße Heimsieg gegen die 99ers datiert vom 21. Februar 2016 und liegt damit schon fast zwei Jahre zurück.

Die Personalien:

Auch im Heimspiel gegen Graz muss der EC-KAC verletzungsbedingt auf Kevin Kapstad und Matthew Neal verzichten. Der Verteidiger tastete sich zuletzt in einzelnen Eistrainings aber schon wieder an ein Comeback heran, er dürfte zu Beginn der nächsten Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren. Thomas Hundertpfund musste das Spiel in Villach nach einer bereits im ersten Wechsel erlittenen Oberkörperverletzung vorzeitig abbrechen, bei ihm stehen im Verlauf des Donnerstags noch weitere Untersuchungen an, die Aufschluss über seinen Status geben werden. Fällt der Mittelstürmer aus, rückt eventuell ein weiterer Crack aus dem AHL-Team des EC-KAC ins Lineup auf.

Der Kommentar:

„Ich denke, dass es unserer Mannschaft einen weiteren Push gegeben hat, dass wir nach den beiden Partien gegen Zagreb, in denen wir das bessere Team waren, aber als Verlierer dastanden, im Derby am Mittwoch nun unsere spielerische Überlegenheit auch in einen Sieg ummünzen konnten. Viele Aspekte in unserem Spiel sind schon recht gut, in diesen Bereichen weisen wir ein hohes Mindestlevel auf, unter das wir nicht abrutschten. Gleichzeitig gibt es aber immer noch viel zu verbessern, daran arbeiten wir in jedem Training und in jedem Spiel. Gegen Graz möchten wir wieder jenes Eishockey aufs Eis bringen, das uns heuer erfolgreich gemacht hat.“ (Ramón Schnetzer, Verteidiger EC-KAC)

Medieninfo: KAC

04.01.2018