Basketball

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Die Weihnachts- und Neujahrspause in der ZWEITEN Basketball Bundesliga ist beendet. Die 14. Runde eröffnet das Basketballjahr in der zweithöchsten Spielklasse – und bringt gleich brisante Begegnungen: Die Mattersburg Rocks (7) und US- Neuzugang Royce Woolridge (aufgrund fehlender Arbeitserlaubnis ist sein Einsatz zum Zeitpunkt der Aussendung noch nicht gesichert; Anm.) fordern Tabellenführer Vienna D.C. Timberwolves (1). Headcoach Mike Coffin, seit Jahresbeginn Nachfolger von Michael Schrittwieser bei ABL-Meister bulls Kapfenberg, wird die Burgenländer in Wien ein letztes Mal betreuen.

Meister Raiders Villach (6) und könnte nach einem Heimsieg über die Mistelbach Mustangs (3) – es wäre der sechste Heimsieg gegen die Niederösterreicher in Folge – gar Platz vier in der Tabelle übernehmen. Die Basket Flames (8) bestreiten bei der daheim noch immer sieglosen BBU Salzburg (11) ein wichtiges Spiel im Kampf um die Playoffs und um KOŠ Celovec (9), das auf die Dornbirn Lions (4) trifft, weiterhin auf Distanz zu halten. Erschwerend kommt hinzu, dass Jason Chappell seine Karriere beendet hat und den Wienern nicht mehr zur Verfügung steht. Außerdem fehlt Vladimir Gavranic. Die Jennersdorf Blackbirds (5) wollen schon am Freitag (19.30 Uhr Aktivpark, Güssing) gegen Basket 2000 Vienna Warriors (10) raus aus ihrer „Minikrise“. Vizemeister UBC St. Pölten (2) ist gegen die Wörthersee Piraten (12) klarer Favorit.

Den Auftakt der 14. Runde ZWEITEN Basketball Bundesliga – die sich diesmal über drei Spieltage erstreckt – macht bereits am Freitag die Begegnung Jennersdorf Blackbirds (5) gegen Basket 2000 Vienna Warriors (10). Die Burgenländer haben in den letzten beiden Runden etwas ihre Form verloren, konnten weder offensiv, noch defensiv ihre Stärken beweisen. Nachdem sie durchschnittlich 65,7 Punkte bekommen, waren es in den letzten beiden Spielen je 79. Offensiv fehlten ihnen auf den Saisonschnitt 19,9 Zähler. Diese Problematik wollen die Warriors, sie haben zuletzt dreimal verloren, ausnutzen – und mit einem möglichen vierten Saisonsieg die Playoff-Ambitionen am Leben halten. Ihr Vorteil liegt am Rebound: Mit 39,4 Defensivboards sind die Wiener ligaweit Dritter und sollten dem zweitbesten Team am Offensivrebound (12,8) Paroli bieten können. Die erste Saisonbegegnung ging mit 88:65 klar an Jennersdorf, weil Kapitän Manuel Jandrasits mit 6/6 vom Dreier und insgesamt 30 Punkten überragte.

Die beiden anderen Teams aus der Bundeshauptstadt sind am Samstag im Einsatz: Tabellenführer Vienna D.C. Timberwolves (1) empfängt die Mattersburg Rocks (7). Die Burgenländer haben in der Pause für reichlich „Gesprächsstoff“ gesorgt: Mit Royce Woolridge (aufgrund fehlender Arbeitserlaubnis ist sein Einsatz zum Zeitpunkt der Aussendung noch nicht gesichert; Anm.) holte sich der Tabellensiebente einen athletischen Aufbauspieler. Headcoach Mike Coffin verlässt hingegen die Rocks. Beim Spiel in Wien wird er das letzte Mal an der Seitenlinie stehen, ehe er seine Agenden an Joey Vickery übergibt, womit die Rocks weiterhin vier Legionärsplätze beanspruchen. Beim „Abschiedsspiel“ von Coffin brennen die Rocks natürlich darauf, einen Sieg zu landen. Die erste Begegnung mit den Wolves ging 77:83 verloren. Es war einer der bislang knappsten Siege des ungeschlagenen Tabellenführers in der laufenden Meisterschaft. Auch wenn die „Wölfe“ ihre letzten beiden Heimspiele gegen Mattersburg verloren haben, sind sie – trotz Personalsorgen – Favorit der Begegnung, aber sicherlich gewarnt.

Die Basket Flames (8) stehen vor ihrem wohl bislang wichtigsten Auswärtsspiel der Saison: Sie reisen zur BBU Salzburg (11) und müssen dort gewinnen, um KOŠ Celovec (9. und in der Tabelle punktgleich mit den Flames), das eben gegen Salzburg beide Spiele gewonnen hat, weiterhin hinter sich zu lassen. Für die BBU, die das letzte Heimspiel gegen die Flames gewonnen hat (74:64), geht es um den ersten Heimsieg der Saison und ersten Erfolg nach sieben Niederlagen in Serie. Erschwert wird das „Unterfangen Playoffs“ durch das Karriereende von Flames-Akteur Jason Chappell (12,2 PTS, 7,9 RB), der den Wienern nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Mit Vladimir Gavranic fehlt den „Flammen“ auch ihr zweiter Big-Man.

Auf einen „Ausrutscher“ der Flames hofft eben KOŠ Celovec (9): Die Kärntner haben in den letzten drei Runden die „Pflicht“ für eine Playoff- Qualifikation – mit Siegen über Piraten und BBU – erfüllt und wollen nun ein weiteres Top-Team der 2BL besiegen. Die Dornbirn Lions (4) haben ihre Personalprobleme in der fast dreiwöchigen Pause noch nicht beseitigen können: Während Luka Brajkovic in der 13. Runde wieder dabei war, fehlt Antoni Vicens weiterhin. Doch die Mannschaft von Headcoach Inaki Merino hat vor der Pause bewiesen, dass sie Ausfälle mit viel Energie und hoher Intensität kompensieren kann. Speziell ihre Offensive litt nicht unter den Ausfällen – mit 87,0 Punkten im Schnitt sind die Vorarlberger die zweitgefährlichste Mannschaft der Liga. Dieser Stärke sollen auch die Klagenfurter, die daheim bei einer 2/4-Bilanz halten, zu spüren bekommen. Sie haben aber in der letzten Runde vor allem ihre Ballverluste minimiert: Zwar halten sie noch immer bei durchschnittlich 15,9 (#4), zuletzt waren es aber nur deren sieben. Der 89:74-Heimsieg der Vorarlberger im Hinspiel war der bereits dritte Sieg der „Löwen“ über KOŠ in Folge.

Zum Abschluss der 14. Runde in der ZWEITEN Basketball Bundesliga gibt es für Meister und Vizemeister jeweils Heimspiele: Die Raiders Villach (6) empfangen die Mistelbach Mustangs (3) – und könnten sich mit dem dritten Sieg in Serie vorübergehend gar den vierten Tabellenplatz sichern. Die Bilanz spricht für den Meister: Die letzten fünf Spiele in Villach wurden vom Heimteam gewonnen, „overall“ steht es 10:5 pro Raiders. Doch die Niederösterreicher haben das erste Saisonduell klar beherrscht, Villach mit 99:69 die Grenzen aufgezeigt. Vor allem weil sie den Rebound kontrolliert haben (44:34) – und in dieser Kategorie liegt auch der größte Unterschied zwischen diesen beiden Teams: Die Mustangs pflücken mit 42,3 Rebounds die Meisten in der Liga, die Raiders mit 31,8 die Wenigsten.

Der Vizemeister UBC St. Pölten (2) erwartet Schlusslicht Wörthersee Piraten (12): Alle bisherigen sieben Zweitliga-Duelle gingen an die Niederösterreicher, die auch diesmal klarer Favorit sind und mit einem Sieg weiterhin erster Verfolger von Leader Timberwolves bleiben würde.

Die Spiele der 14. Runde im Überblick:
Jennersdorf Blackbirds – Basket 2000 Vienna Warriors

Freitag, 19.30 Uhr im Aktivpark, Güssing
KOŠ Celovec – Dornbirn Lions
Samstag, 17.00 Uhr in der SPH St. Peter, Klagenfurt
Vienna D.C. Timberwolves – Mattersburg Rocks
Samstag, 17.00 Uhr im T-Mobile Dome, Wien 22.
BBU Salzburg – Basket Flames
Samstag, 18.30 Uhr im Sportzentrum Nord, Sporthalle Liefering
UBC St. Pölten – Wörthersee Piraten
Sonntag, 17.00 Uhr im Sport.Zentrum NÖ, St. Pölten
Raiders Villach – Mistelbach Mustangs
Sonntag, 17.00 Uhr in der MZH St. Martin, Villach

Jennersdorf Blackbirds Basket 2000 Vienna Warriors
Freitag, 19.30 Uhr im Aktivpark, Güssing

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „Wir wollen natürlich mit einem Sieg in das neue Jahr starten. Die Warriors haben zuletzt gute Leistungen gezeigt und wir werden daher ein sehr starkes Spiel brauchen, um zu gewinnen.“

Manuel Jandrasits, Kapitän der Blackbirds: „Ich hoffe die Weihnachtspause hat uns gut getan und wir werden uns 2018 wieder mit mehr Energie als zu Jahresende präsentieren. Wir wollen natürlich mit einem Heimsieg ins neue Jahr starten.“

Zeljko Racic, Headcoach der Warriors: „Wir fahren nach Güssing mit einer personellen Veränderung. Denis Vuckovic ersetzt Luka Todorovic auf der Aufbauposition. Ich hoffe, dass wir mit dem Spiel in Güssing gut ins neue Jahr starten können.“

Armin Topic, Spieler der Warriors: „Nach einer langen Pause sind wir jetzt alle erholt und bereit für das bevorstehende Spiel. Wir müssen wieder dort anknüpfen, wo wir im letzten Jahr aufgehört haben, dann steht einem Erfolg nichts mehr im Weg.“

Personelles:
Blackbirds: Johannes Astl (krank) ist fraglich.
Warriors: Der Vertrag mit Luka Todorovic wurde aufgelöst. Denis Vuckovic wird die Warriors verstärken.

Bisherige Begegnung 17/18: 65:88 für die Jennersdorf Blackbirds;

KOŠ Celovec Dornbirn Lions
Samstag, 17.00 Uhr in der SPH St. Peter, Klagenfurt

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOŠ: „Duell der Banken oder Grün-Weiss gegen Grün-Weiss. Ein brisantes Duell erwartet uns gleich zum Auftakt des neuen Jahres. Jetzt gilt es die Heimspiele gegen unsere Kontrahenten, die vor uns in der Tabelle sind auch zu gewinnen. Der Januar hat es in sich und wird gewiss im Hinblick auf die Playoffs eine Vorentscheidung bringen.“

Andi Smrtnik, Kapitän von KOŠ:
„Die Dornbirner haben ein starkes, homogenes Team. Dennoch gilt es ihre besten zwei Spieler unter Kontrolle zu bringen, dann wird es auch möglich sein erfolgreich ins neue Jahr zu starten. Das Spiel gegen Dornbirn ist für uns enorm wichtig, wir hoffen auf eine große Unterstützung von den Zuschauerrängen.“

Inaki Merino, Headcoach der Lions: „Wir hatten nur eine sehr kurze Vorbereitung auf dieses erste Spiel, aber das darf kein Nachteil sein. Wir haben in den letzten Wochen immer wieder verletzte und kranke Spieler, was unseren Rhythmus gestört hat. Am Samstag müssen wir wirklich sehr fokussiert sein und mit großer Verantwortung versuchen, all die Unzulänglichkeiten zu verdecken.“

Sebastian Gmeiner, Spieler der Lions: „Wir wollen das Jahr mit einem Sieg beginnen. Damit uns das gelingt, müssen wir das Tempo beherrschen. In Klagenfurt erwartet uns ein „Key-Game“ für die Playoff-Teilnahme.“

Personelles:
KOŠ: Erschen krank, Razdevšek privat abwesend.
Lions: Dominik Jussel und Toni Vicens fehlen verletzungsbedingt.

Bisherige Begegnungen 17/18: 89:75 für die Dornbirn Lions;

Vienna D.C. Timberwolves Mattersburg Rocks
Samstag, 17.00 Uhr im T-Mobile Dome, Wien 22.

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Leider ist unsere Verletztenliste länger statt kürzer geworden, aber wir haben auch in der Spielpause fleißig trainiert und die Tiefe des Kaders kann uns hoffentlich über diese schwierige Phase hinweghelfen. Die Rocks werden – auch wegen der personellen Änderungen – topmotiviert sein, wir müssen von Beginn an ready sein.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Wolves: „Mattersburg ist eine sehr gefährliche und routinierte Mannschaft. Wir müssen mit viel Energie und konzentriert spielen, um den ersten Sieg im neuen Jahr einzufahren.“

Joey Vickery, Neo-Headcoach der Rocks: „Nach der Weihnachtspause sind wir mit einigen personellen Veränderungen bereit für die kommenden Spiele.“

Michael Mach, Kapitän der Rocks:
„Es geht nun hauptsächlich darum, Royce als Point Guard und Joey als Coach schnell zu integrieren. Schaffen wir das bereits in den nächsten Tagen, ist ein Sieg gegen die Wolves machbar.“

Personelles:
Wolves: Vince Polakovic (Bänderverletzung im Sprunggelenk), Jakob Mayerl (Kahnbeinbruch noch nicht verheilt), Max Pelz, Mark Laurencik, David Rados (alle weiterhin verletzt) und Marko Goranovic (verhindert) fallen aus. Petar Cosic (krank) ist fraglich.
Rocks: Mike Coffin betreut Mattersburg zum letzten Mal. Wenn alle Unterlagen fristgerecht bei der ABL eintreffen, ist Neuzugang Royce Woolridge spielberechtigt.

Bisherige Begegnung 17/18: 77:83 für Vienna D.C. Timberwolves;

BBU Salzburg Basket Flames
Samstag, 18.30 Uhr im Sportzentrum Nord, Sporthalle Liefering

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Aaron Mitchell, Headcoach der BBU: „Wir müssen gegen die Flames über 40 Minuten zeigen, dass wir ein ernstzunehmender Konkurrent sind und unsere Turnover zurückschrauben.“

Harald Bründlinger, Obmann der BBU:
„Neues Jahr, neues Glück. Dem Team muss klar sein, wie ernst die Lage ist.“

Franz Zderadicka, Headcoach der Flames: „Salzburg ist besser als es die aktuelle Tabelle in der ZWEITEN Bundesliga widerspiegelt. Wir werden eine sehr starke Leistung benötigen, um auswärts bestehen zu können.“

Dominik Alturban, Kapitän der Flames: „Wir haben während der ersten Saisonhälfte gelernt mit schwierigen Personalsituationen umzugehen. Wenn wir es schaffen, gleich zu Beginn des neuen Jahres, Playoff-Intensität auf das Feld zu bringen, dann können wir unserem Ziel Playoffs auch einen Schritt näher kommen.“

Personelles:
Flames: Jason Chappell hat aus familiären Gründen seine Karriere beendet. Vladimir Gavranic wird fehlen.

Bisherige Begegnung 17/18: 87:79 für die Basket Flames;

UBC St. Pölten Wörthersee Piraten
Sonntag, 17.00 Uhr im Sport.Zentrum NÖ, St. Pölten

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Andreas Worenz, Headcoach vom UBC: „Wir wollen mit einem Sieg in das neue Jahr starten und den Rhythmus nach der Winterpause für die restlichen Spiele finden.“

Steven Kaltenbrunner, Spieler vom UBC: „Wir haben die Feiertage gut genutzt, um uns zu erholen und Energie für die zweite Hälfte der Saison zu tanken. Wir nehmen das Training wieder auf und freuen uns auf das erste Spiel 2018.“

Andreas Kuttnig, Headcoach der Piraten:
„St. Pölten gehört sicher zum engsten Favoritenkreis. Vor allem ihre aggressive Defense verursacht beim Gegner viele Probleme. Wir müssen höchst konzentriert zur Sache gehen, wenn wir mithalten wollen.“

Lukas Simoner, Kapitän der Piraten: „Unser Ziel ist es, 2018 ein für uns erfolgreiches Jahr zu machen. Den ersten Schritt wollen wir beim schwierigen Auswärtsspiel in St. Pölten setzen.“

Personelles:
Piraten: Daniel Straßer fällt weiterhin verletzt aus. Marvin Riedl könnte sein Comeback geben. Maxi Kunovjanek ist verhindert.

Bisherige Begegnung 17/18: 53:78 für UBC St. Pölten;

Raiders Villach Mistelbach Mustangs
Sonntag, 17.00 Uhr in der MZH St. Martin, Villach

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Es erwartet uns ein wichtiges Spiel gegen eine starke Mannschaft aus Mistelbach. Wir wollen mit einem Sieg in das neue Jahr starten.“

Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Auswärtsspiele in Villach sind für uns immer schon keine leichte Aufgabe gewesen. Wir hoffen, dass wir dieses Mal eine gute Leistung abrufen und einen Sieg nach Hause bringen können.“

Sascha Hasiner, Obmann der Mustangs: „Schön, dass wir nicht nur zum Schifahren nach Villach kommen! Noch schöner wäre es, wenn die Heimfahrt dieses Mal fröhlicher verläuft als die letzte Rückreise nach der Semifinal-Niederlage gegen die Raiders.“

Personelles:
Mustangs: Ronald Sprung fällt aufgrund einer Knieverletzung aus.

Bisherige Begegnung 17/18: 99:69 für die Mistelbach Mustangs;

Presseinfo ABL/ÖBL/2BL/red.

04.01.2018