Basketball, ABL, bulls Kapfenberg, Traiskirchen Lions, Swans Gmunden, Oberwart Gunners, Klosterneuburg Dukes

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In der 17. Runde der Basketball Bundesliga können die ece bulls Kapfenberg (2) und die Arkadia Traiskirchen Lions (3) den Druck auf Tabellenführer Swans Gmunden (1) erhöhen. Die Steirer treffen dabei direkt auf die Oberösterreicher und würden mit einem Sieg Gmundens zwischenzeitlichen „Sechs-Punkte-Polster“ auf zwei Zähler minimieren. Davon könnten auch die Niederösterreicher profitieren, die bei Tabellenschlusslicht Raiffeisen Graz (9) – Neuzugang Silvio Mateus hat bereits am Freitag debütiert – klarer Favorit sind. In der Tabelle Druck ausüben – sprich: die Top-6 angreifen – wollen auch die seit fünf Spielen sieglosen Oberwart Gunners (7) und die wiedererstarkten Fürstenfeld Panthers (8). Beide Teams treffen auf direkte Konkurrenten um einen Platz in den Playoffs: Die Burgenländer empfangen daheim die Klosterneuburg Dukes (5), die auswärts nun schon seit vier Spielen auf einen Sieg warten. Die in der Fremde gar seit fünf Spielen sieglosen Steirer müssen zu den Raiffeisen Flyers Wels (6), die ihre zuletzt schwache Vorstellung in Kapfenberg mit dem fünften Heimsieg in Serie umgehend korrigieren wollen.

Am Donnerstag ist die Siegesserie von Tabellenführer Swans Gmunden (1) gerissen. Nach zwölf Siegen in Folge musste der personell dezimierte Leader – Tilo Klette (Grippe) und Povilas Gaidys (Meniskusverletzung) fehlten – eine 82:95-Niederlage in Traiskirchen einstecken, womit der Vorsprung in der Tabelle auf die Verfolger auf vier Punkte gesunken ist. Am Sonntag – ab 18.55 live auf Sky Sport Austria – bekommen es die Oberösterreicher mit dem nächsten Verfolger zu tun: Meister ece bulls Kapfenberg (2) will Revanche für die 82:89-Niederlage in der ersten Saisonbegegnung und mit einem möglichen dritten Sieg in Serie den Spitzenreiter endgültig unter Druck setzten. Aber die Steirer tun sich auswärts in Gmunden immer sehr schwer: Sieben der letzten zehn Duelle am Traunsee gingen an das Heimteam, das gegen die Steirer in den letzten elf Jahren eine 20:6-Bilanz aufweist. Für die „Schwäne“ spricht zudem, dass sie heuer daheim noch ungeschlagen (7/0) und die „Bullen“ auswärts noch nicht konstant genug sind (4/3). Im Fokus steht wohl das Duell unter den Brettern, wobei Gmunden voraussichtlich wieder auf den gesamten Kader zurückgreifen kann: Kapfenberg ist weiterhin das beste Team am Offensiv-Rebound (14,3 / #1) und Gmunden das beste Team am Defensiv-Rebound (26,0 / #1).

Auch die Traiskirchen Lions (3) wollen nach ihrem bereits erwähnten Heimsieg über Gmunden in der Tabelle endgültig wieder aufschließen. Hierfür brauchen die Niederösterreicher aber einen Sieg beim noch sieglosen Tabellenschlusslicht UBSC Raiffeisen Graz (9). Die Lions haben die letzten drei Begegnungen mit den Steirern jeweils klar gewonnen. Der letzte Sieg in Graz fiel mit 108:51 enorm hoch aus und auch die erste Begegnung der Saison wurde mit 100:60 klar beherrscht. Traiskirchen ist klarer Favorit, muss sich aber auf einen verbesserten Gegner vorbereiten: Der UBSC zeigte am Freitag bei der knappen 77:80-Niederlage gegen Wien über weite Strecken eine starke Leistung. Aber erneut 22 Turnover und schwere Beine in der Schlussphase – Neuzugang Silvio Mateus wurde nur knapp sechs Minuten eingesetzt – machten einen Sieg nicht möglich. Diesmal wartet mit Traiskirchen aber eine defensiv orientierte Mannschaft, die mit 8,4 Steals pro Spiel diese Statistik anführt und mit 73,9 die zweitwenigsten Punkte in der gesamten Liga bekommt. Schon im ersten Duell war die Lions-Verteidigung unüberwindbar und zwang Graz zu 21 Ballverlusten.

Druck ausüben wollen auch die Oberwart Gunners (7): Nach fünf Niederlagen in Folge empfangen die Burgenländer mit den Klosterneuburg Dukes (5) einen direkten Konkurrenten um die Playoffs. Vor dem 17. Spieltag – und damit eine Runde vor Halbzeit im Grunddurchgang – trennen die beiden Mannschaften in der Tabelle bereits drei Siege bzw. sechs Punkte. Die Niederösterreicher, die weiterhin auf Clemens Leydolf und Predrag Miletic verzichten müssen, tun sich speziell auswärts sehr schwer. Zuletzt gab es vier Niederlagen in Folge – weil ihre Defensive in der Fremde kaum greift, die Dukes auswärts 16,7 Punkte mehr bekommen. Den Gunners liegt wiederum der „homecourt“, dort machen sie im Schnitt 11,3 Punkte mehr als auswärts. Für Oberwart, das das erste Saisonduell mit 64:84 klar verloren hat, spricht auch, dass die Gunners die letzten vier Heimspiele gegen Klosterneuburg gewonnen haben.

Vier Heimsiege in Serie haben auch die Flyers Wels (6) aufzuweisen. Sie empfangen die Fürstenfeld Panthers (8), die nach ihrem jüngsten Sieg über Oberwart in der Tabelle nur noch sechs Punkte hinter den Oberösterreichern liegen. Diesen Vorsprung wollen die Welser bestmöglich ausbauen. Sie müssen aber ihre letzte Leistung in Kapfenberg (67:86) umgehend korrigieren: Dort kamen sie mit der Intensität des Meisters nicht zu recht und nie in einen Offensivrhythmus. 67 erzielte Punkte bedeuten rund 20 weniger als im Durchschnitt. Doch daheim läuft es für die Flyers deutlich besser: Fünf Siege, zwei Niederlage – Fürstenfeld konnte auswärts zuletzt fünf Mal in Folge nicht gewinnen.

Die Spiele der 17. Runde im Überblick:

Oberwart Gunners – Klosterneuburg Dukes
Sonntag, 07. Jänner 17.00 Uhr in der SPH Oberwart

Flyers Wels vs. Fürstenfeld Panthers
Sonntag, 07. Jänner 17.00 Uhr in der Raiffeisen Arena, Wels

UBSC Graz vs. Traiskirchen Lions
Sonntag, 07. Jänner 18.00 Uhr in der Unionhalle A, Graz

Swans Gmunden vs. bulls Kapfenberg
Sonntag, 07. Jänner 19.00 Uhr in der Volksbank Arena, Gmunden

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung Oberwart Gunners vs. Klosterneuburg Dukes:
Lluis Pino Vera, Headcoach der Gunners: „Wir müssen weiter daran arbeiten unsere Ballverluste zu reduzieren und in der Defensive aggressiv und genau zu arbeiten. Das Timing bei jeder Aktion ist ein wichtiger Faktor. Eine gute Defensive ist die Basis für mehr Spielkontrolle und Konstanz. Ich bin zuversichtlich, dass wir wieder einen Heimsieg feiern können.“

Renato Poljak, Spieler der Gunners: „An unsere erste Begegnung will ich nicht mehr denken, das ist längst abgehakt. Wir spielen jetzt ganz anders und jeder weiß, worauf es ankommt. Die Fans werden vollen Einsatz von uns sehen.“

Edin Bavcic, Kapitän der Dukes: „Wir wollen gut ins neue Jahr starten, vor allem weil wir in letzter Zeit nicht so gut in Form waren. Oberwart ist gerade daheim sehr gut und spielt aggressiv. Wir müssen uns gut vorbereiten und werden alles geben, um den Sieg nach Hause zu holen.“

Clemens Leydolf, Spieler der Dukes: „Wir wollen mit einem Sieg ins neue Jahr starten. Allerdings dürfen wir die Gunners auf keinen Fall unterschätzen, zu Hause sind sie immer eine Macht. Ich rechne mir dann gute Chancen aus, wenn wir über 40 Minuten solide Defense spielen und vor allem das Tempo gegen dieses junge Team kontrollieren können.“
Personelles:

Dukes: Predrag Miletic und Clemens Leydolf fallen aus.

Bisherige Begegnung 17/18: 84:64 für Klosterneuburg Dukes;

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung Flyers Wels vs. Fürstenfeld Panthers
Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Nach der Niederlage in Kapfenberg heißt es für uns nun aufstehen, Krone richten und weitermachen. Wir müssen versuchen, im Spiel gegen Fürstenfeld eine deutliche Leistungssteigerung zu erzielen.“

Drew Koka, Spieler der Flyers: „Ich freue mich auf das Aufeinandertreffen mit meinem Ex-Club. Ein Sieg gegen Fürstenfeld ist für uns überaus wichtig und wir werden alles daran setzen dieses Heimspiel zu gewinnen.“

Erich Feiertag, Teambetreuer der Panthers: „Wir wollen die Energie aus dem Spiel gegen Oberwart nach Wels mitnehmen und konzentriert spielen. Ein Sieg gegen Wels ist möglich.“

Marko Car, Spieler der Panthers: „Das Spiel gegen Oberwart gibt mir wieder mehr Selbstvertrauen! Wir werden als Mannschaft alles geben, um in Wels zu bestehen!“
Personelles:

Flyers: Oscar Schmit und Petar Nemcec werden aus heutiger Sicht verletzungsbedingt ausfallen.
Panthers: Stefan Neudecker fehlt wegen Rückenbeschwerden.

Bisherige Begegnung 17/18: 83:81 für Raiffeisen Flyers Wels;

Stellungnahme zur anstehenden Begegnung UBSC Graz vs. Traiskirchen Lions
Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Michael Fuchs, Manager vom UBSC: „Wir werden versuchen unsere Freiwurfschwäche zu ändern, mehr zu rotieren und auch an unserer Defensive arbeiten, um am Sonntag gegen Traiskirchen unser Bestes zu geben.“

Benedikt Güttl, Kapitän der Lions: „Wir werden uns ausreichend auf die Grazer vorbereiten und sie sicher nicht unterschätzen. Wir wollen unserer Favoritenrolle natürlich gerecht werden und den Pflichtsieg holen.“

Martin Trmal, Spieler der Lions: „Graz wird immer stärker. Wir werden uns daher gut vorbereiten und das Spiel sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Personelles:
UBSC: Ibrahim Alisic (Schulter) fehlt.
Lions: Payton (Schulter), Suljanovic (private Gründe) fehlen weiterhin;

Bisherige Begegnung 17/18: 100:60 für Arkadia Traiskirchen Lions;

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung Swans Gmunden vs. bulls Kapfenberg
Richard Poiger, Geschäftsführer der Swans: „Obwohl wir in Traiskirchen dezimiert angetreten sind, waren es auch die individuellen Fehler, die zur Niederlage geführt haben. Die gilt es bis Sonntag auszumerzen.“

Tatiana Gallova, Assistent-Coach der bulls: „Auch wenn die Swans zuletzt gegen Traiskirchen verloren haben, sind sie natürlich nicht zu unterschätzen und stehen nicht ohne Grund ganz oben in der Tabelle. Unser Ziel ist es, an das Spiel gegen Wels anzuschließen. In diesem Match ist es uns gut gelungen, den Gameplan umzusetzen und zu exekutieren. Das nehmen wir uns auch für Sonntag vor.“

Bogic Vujosevic, Spieler der bulls: „Gmunden hat bis jetzt einen guten Grunddurchgang gespielt. Doch auch wir können mit den zuletzt gezeigten Leistungen durchaus zufrieden sein. Unser Ziel ist es jetzt, dass wir mit guten Ergebnissen Druck auf die Swans, aber auch auf die anderen Teams im Spitzenfeld, ausüben.“

Personelles:
Swans: Die Swans hoffen auf die Rückkehr der beiden „Großen“ Povilas Gaidys (nach Meniskusoperation) und Tilo Klette (nach überstandener Krankheit).

Bisherige Begegnung 17/18: 82:89 für Swans Gmunden;

Medieninfo: ABL

06.01.2018