Bad Gastein

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Die ÖSV-Raceboarder haben am Freitag beim Weltcup-Parallelslalom in Bad Gastein den Sprung auf das Podest verpasst. Zwar standen mit Daniela Ulbing, Julia Dujmovits und Claudia Riegler bzw. Sebastian Kislinger und Alexander Payer fünf Österreicher im Viertelfinale, dort war für das rot-weiß-rote Quintett dann allerdings Endstation.

Bei den Damen landete Ulbing als beste Österreicherinnen unmittelbar vor Dujmovits und Riegler auf dem sechsten Platz. Sabine Schöffmann, die im Achtelfinale ihrer Teamkollegin Claudia Riegler knapp unterlag, verteidigte als Tageszehnte ihre Führung im PSL-Disziplinenweltcup. Bei den Herren wurde Kislinger als bester Österreicher Sechster, Payer belegte Platz acht. Lukas Mathies (14.) und Johann Stefaner (16.), die ebenfalls das Finale der Top 16 erreicht hatten, kamen über das Achtelfinale nicht hinaus. Für Lokalmatador Andreas Prommegger war der Heimweltcup nach einem schweren Fehler bereits nach dem ersten Qualifikationslauf vorbei. Der Pongauer schien im Endresultat an der 41. Stelle auf.

Daniela Ulbing, die im Vorjahr in Bad Gastein ihren Weltcup-Premierensieg gefeiert hatte, lag im Viertelfinale gegen die Niederländerin Michelle Dekker klar voran, ehe sie ein Fehler auf der Frontside aus der Bahn warf. „Ich habe mich gut gefühlt und bin bis zu diesem Fehler auch gut gefahren, aber dann bin ich weggerutscht und konnte nicht mehr korrigieren. Der Speed hätte heute gepasst, das hat auch mein dritter Platz in der Qualifikation gezeigt. Schade, aber jetzt ist es nun einmal so“, sagte Ulbing.

Nachdem sich Julia Dujmovits zunächst im Achtelfinale gegen die Deutsche Cheyenne Loch um sechs Hundertstel durchgesetzt hatte, musste sie sich in der Runde der letzten acht der Russin Ekaterina Tudegesheva ebenso knapp um neun Hundertstel geschlagen geben. „Es ist zweimal sehr eng hergegangen. Aufgrund der Tatsache, dass ich in den vergangenen Tagen wegen Knieproblemen nicht trainieren konnte, war die heutige Leistung ganz in Ordnung“, meinte die Burgenländerin.

Bei den Herren schaltete Sebastian Kislinger in der Auftaktrunde den italienischen Routinier Roland Fischnaller souverän aus, im Viertelfinale hatte der Steirer dann jedoch gegen den späteren Sieger Dmitry Loginov aus Russland um eine Zehntelsekunde das Nachsehen. „Ich bin ein fehlerfreies Rennen gefahren. Es hat wie schon in der Vorwoche in Lackenhof wieder nicht viel auf die Top 4 gefehlt. Ich muss einfach geduldig bleiben und konsequent weiterarbeiten, dann wird es schon bald mit einem Podestplatz klappen“, bilanzierte Kislinger.

Auch Alexander Payer war nicht unzufrieden, obwohl er im Viertelfinale dem Russen Andrey Sobolev um 0,23 Sekunden unterlag. „Die Bedingungen waren alles andere als einfach, deshalb musste ich mich so richtig in dieses Rennen hineinkämpfen. Ich habe gegen Sobolev alles riskiert, bin aber etwas zu rund gefahren und hatte auch einen kleinen Fehler. In Summe war das heute aber dennoch eine ordentliche Vorstellung“, erklärte Payer.

Die 21-jährige Deutsche Ramona Hofmeister feierte ebenso ihren ersten Weltcup-Sieg wie der erst 17-jährige Russe Dmitry Loginov. Hofmeister setzte sich vor Tudegesheva und Dekker durch. Loginov triumphierte vor Sobolev und dem Italiener Maurizio Bormolini.

Beim Mixed-Teambewerb morgen Samstag (Start 16.30 Uhr) ist Österreich mit folgenden vier Paarungen vertreten: Riegler/Prommegger, Schöffmann/Payer, Dujmovits/Kislinger, Ulbing/Mathies.

12.01.2018