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Am Sonntag wurde die erste Halbzeit des Grunddurchgangs der Basketball Bundesliga abgeschlossen. Die Swans Gmunden führten die längste Zeit das Feld an, mussten allerdings nach der Niederlage gegen die Fürstenfeld Panthers, zum ungünstigsten Zeitpunkt, die Tabellenführung abgeben.

Die bulls Kapfenberg gewannen gegen die Traiskirchen Lions das Duell um den ersten Platz und eroberten sich dadurch das erste Pickrecht für das Basketball Cup Viertelfinale. Die Flyers Wels und der BC Vienna erhöhten mit Siegen den Druck auf die Top-3. Die Flyers setzten sich knapp gegen die Klosterneuburg Dukes durch und die Wiener feierten – nach einer starken zweiten Halbzeit gegen die Oberwart Gunners – den sechsten Sieg in Serie.

Durch die Ergebnisse der 18. Runde durften die bulls Kapfenberg als Erster ihren Gegner für das Cup-Viertelfinale auswählen. Der frischgebackene Tabellenführer entschied sich für die Mistelbach Mustangs aus der ZWEITEN Basketball Bundesliga, die im Achtelfinale den BC Vienna eliminierten. Die Swans Gmunden wählten an zweiter Stelle den ungeschlagenen Tabellenführer der 2BL – die Vienna D.C. Timberwolves. Die beiden Teams der 2BL bekamen automatisch das Heimrecht zugesprochen. Die Traiskirchen Lions entschieden sich für die Fürstenfeld Panthers, „verloren“ allerdings die Verlosung um das Heimrecht. Die Flyers Wels mussten nehmen was übrig blieb und haben nun ein Cup Viertelfinale zu Gast bei den Klosterneuburg Dukes vor sich.

Die Fürstenfeld Panthers stürzten ausgerechnet vor der Halbzeit des ersten Grunddurchgangs die Swans Gmunden von der Tabellenspitze. Bereits in der ersten Halbzeit führten Marko Car und Christopher Reyes ihr Team zu einer komfortablen Führung. Während die Panthers normalerweise oft von außerhalb der Dreipunktelinie Gefahr ausüben, suchten sie gegen die Swans immer wieder über gefährliche Drives den Erfolg. In Summe trafen sie 78% ihrer Zweipunktewürfe und kontrollierten mit 38:23 Rebounds die Bretter. Marko Car (31 Punkte) und Christopher Reyes (27 Punkte) sorgten für 58% aller Panthers Zähler, ließen die Swans nicht mehr zurück ins Spiel kommen und gewannen mit 101:77.

Die Flyers Wels übernahmen bereits im ersten Viertel die Kontrolle über die Klosterneuburg Dukes. Trotz eines wenig erfolgreichen Wurftags von Go-to- Guy Fabricio Vay, hielten die Niederösterreicher die Begegnung aber lange offen. Vay fokussierte sich auf die Arbeit unter dem Korb (18 Rebounds) und das Verteilen von Pässen (7 Assists). Er fand mit Juricca Blazevic (24 Punkte) und Edin Bavcic (16 Punkte) dankbare Abnehmer. Bei den Flyers gelang es dem Inside-Duo Davor Lamesic (22 Punkte) und Milovan Draskovic (17 Punkte, 11 Rebounds) die knappe Führung der Flyers aber stets zu verteidigen. Die Entscheidung beim 89:84 Sieg fanden die Oberösterreicher schließlich an der Freiwurflinie, wo sie in Summe 30 Punkte abstaubten.

Die Oberwart Gunners übernahmen mit Neuzugang Marcel White (12 Punkte, 7 Rebounds) die Kontrolle in der ersten Halbzeit gegen den BC Vienna. Die Gunners hatten immer wieder gute Antworten auf die Zonendefense der Wiener und scorten in der ersten Halbzeit 46 Punkte. Nach der Pause wechselten allerdings die Vorzeichen und die Wiener überzeugten durch sehenswerten Team-Basketball. Stjepan Stazic verbuchte 27 Punkte, 11 Rebounds, acht Assists und führte sein Team zum 81:73 Sieg. Während die Gunners durch die Niederlage den Anschluss an den sechsten Platz vorerst verloren, machen die Wiener durch ihren sechsten Erfolg in Folge gehörig Druck auf die Top-3.

Die bulls Kapfenberg setzten sich gegen die Traiskirchen Lions im Duell um die Tabellenführung durch. Obwohl die Lions drei von vier Vierteln für sich entschieden, fuhren die bulls einen ungefährdeten 71:61 Erfolg ein. Ausschlaggebend dafür war ein überragendes zweites Viertel des amtierenden Meisters, in dem sie durch ein 30:8 die Weichen zum Erfolg stellten. Die bulls lieferten einmal mehr eine geschlossene Teamleistung ab, bei der Bogic Vujosevic mit 15 Punkten und fünf Assists Regie führte. Die bulls erarbeiten sich angeführt von Jozo Rados (6 Offensivrebounds) 19 zweite Chancen und ließen dadurch den Sieg nicht mehr nehmen.

Die Spielpaarungen der 18. Runde im Überblick:
Fürstenfeld Panthers – Swans Gmunden

101:77 (26:19, 55:34, 75:59)
Klosterneuburg Dukes –Flyers Wels
84:89 (18:26, 43:48, 63:71)
BC Vienna – Oberwart Gunners
81:73 (19:21, 39:46, 62:53)
bulls Kapfenberg – Traiskirchen Lions
71:61 (15:17, 45:25, 58:42)

Die Spiele der 18. Runde im Detail:
Fürstenfeld Panthers Swans Gmunden
101:77 (26:19, 55:34, 75:59)

Die Spiele der 18. Runde im Detail:
Fürstenfeld Panthers Swans Gmunden
101:77 (26:19, 55:34, 75:59)

Goran Patekar, Headcoach der Panthers: “Das war heute eine unglaubliche Leistung von uns. Gratulation an meine Mannschaft. Wir arbeiten seit Beginn der Saison sehr gut und haben leider viele knappe Spiele verloren. Wir haben nicht aufgehört an uns zu arbeiten und das hat sich endlich ausgezahlt. Ich kann meinem Team nur gratulieren.

Bernd Wimmer, Headcoach der Swans:
„Gratulation an Fürstenfeld, sie haben heute verdient gewonnen, weil wir in der ersten Halbzeit einfach nicht präsent waren.“

Klosterneuburg Dukes Flyers Wels
84:89 (18:26, 43:48, 63:71)

Damir Zeleznik, Assistant Coach der Dukes: „Wir hatten heute leider einen rabenschwarzen Wurftag. Wels hat über weite Strecken dominiert, wir haben dann auch noch ein paar dumme Fehler gemacht, das war letztloch entscheidend.“

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Das war ein wichtiger Sieg für uns, obwohl das Spiel in der zweiten Hälfte nicht mehr schön anzusehen war, weil beide Teams nicht mehr getroffen haben. Wir sind froh den vierten Platz etwas abgesichert zu haben.“

Jurica Blazevic, Spieler der Dukes: „Man kann nicht viel dazu sagen. Wir haben gekämpft bis zum Umfallen. Ich hoffe, dass wir im nächsten Spiel ein Statement setzen können.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers: „Wir haben über vierzig Minuten das Spiel in der Hand gehabt. Am Ende hätten wir es fast aus der Hand gegeben, aber letztlich war der Sieg verdient, aber hart erkämpft.“

BC Vienna Oberwart Gunners
81:73 (19:21, 39:46, 62:53)

Luka Gvozden, Spieler BCV: „In der ersten Halbzeit haben wir heute sehr schlecht gespielt. Das war kein Teambasketball. In der zweiten Halbzeit haben wir unser wahres Gesicht gezeigt und unsere Heimstärke präsentiert.“

Sebastian Käferle, Kapitän der Gunners: „In der ersten Halbzeit hatten wir ein gutes Rezept gegen ihre Zonendefense. Die zweite Halbzeit haben wir komplett verschlafen und keine Intensität gezeigt. Wir haben dann probiert sie mit ihren eigenen Waffen zu schagen – das hat nicht funktioniert.“

Luka Gvozden, Spieler BCV: „Wir spüren in dieser Phase der Saison etwas unser Alter. Aber wir haben in der zweiten Halbzeit tollen Teambasketball gezeigt. Jetzt gilt es uns fit zu halten.“

Lluis Pino Vera, Headcoach der Gunners: „Es war ein hartes Spiel mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeit. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und uns genau an unseren Game- Plan gehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir den Fokus verloren und die Rechnung präsentiert bekommen.“

bulls Kapfenberg Traiskirchen Lions
71:61 (15:17, 45:25, 58:42)

Marck Coffin, Kapitän der bulls: „Traiskirchen hat in der zweiten Halbzeit gut gekämpft. Wir haben aber die Big- Shots getroffen und das Spiel entschieden.“

Albert Handler, Obmann Stellvertreter der Lions: „Wir haben im zweiten Viertel den Rhythmus verloren. Danach war es schwer wieder ins Spiel zurückzufinden. Gratulation an Kapfenberg. Aber ich denke, dass wir an einem guten Tag mit den bulls auf Augenhöhe spielen können.“

Brian Oliver, Spieler der bulls: „Es war ein harterkämpfter Sieg. Wir haben in der zweien Halbzeit kleinere Schwierigkeiten, aber dennoch gewonnen. Ich bin froh über unsere Tabellenführung.“ Martin Trmal, Spieler der Lions: Wir hätten heute besser spielen können. Wir haben auswärts immer Probleme, daran müssen wir hart arbeiten. Das nächste Mal werden wir uns bei den bulls ravanchieren.“

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

14.01.2018