Volleyball

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Während der Grunddurchgang der DenizBank AG Volley League Men erst am 14. März endet, biegt jener der Austrian Volley League Women bereits auf die Zielgerade ein.

Noch bis zum 10. Februar werden Playoff-Tickets vergeben. Die Top-2 stehen direkt im Halbfinale, die Teams auf den Plätzen drei bis sechs bestreiten ab Mitte Februar die Viertelfinalserien. Bevor es allerdings so weit ist, kommt es noch zu zahlreichen richtungsweisenden Duellen. Alleine am kommenden Wochenende stehen nicht weniger als acht Spiele auf dem Programm. Zum Auftakt der 15. Runde kommt es am Samstag um 17.30 Uhr in der Bluebox-Arena zum Schlager zwischen Tabellenführer UVC Holding Graz und Verfolger ASKÖ Linz/Steg.

„Wir sind sehr gut ins neue Jahr gestartet, konnten beide Meisterschaftspartien gewinnen. Linz hat 2018 hingegen erst ein CEV Challenge Cup-Spiel in den Beinen. Das könnte ein kleiner Vorteil für uns sein, aber es wird mit Sicherheit ein spannendes und gutes Spiel“, gibt sich Graz-Außenangreiferin Julia Radl zurückhaltend. Manager Frederick Laure freut sich auf „ein absolutes Spitzenspiel“ und eine gut besuchte Halle. „Jeder, der Zeit hat, soll in die Bluebox kommen und unsere Damen im Duell um Platz eins unterstützen. Unsere Mannschaft hat das Potenzial, ganz oben zu stehen.“

Im ersten Saisonduell zeigten die Steirerinnen eine hervorragende Leistung und ließen die Stahlstädterinnen kaum ins Spiel kommen. Etwas über zwei Monate später hofft Linz-Steg Trainer Roland Schwab, dass sein Team an die jüngsten Leistungen anknüpfen und mit einem Sieg die kürzlich verlorene Tabellenführung zurückerobern kann: „Ich denke, dass wir seit dem Aufeinandertreffen in Linz einen Schritt nach vorne gemacht und uns in einigen Spielelementen gesteigert haben. Die Schlüssel zum Erfolg sind Service und Block. Die Mannschaft hat sich zuletzt gut präsentiert. Das wollen wir auch in Graz zeigen!“

Viele Verstärkungen
Serienmeister SG VB NÖ Sokol/Post ist wie Linz-Steg am Samstag erstmals im neuen Jahr im Meisterschafts-Einsatz, empfängt Schlusslicht TSV Sparkasse Hartberg. Für das Saisonfinish hat sich der Tabellendritte kürzlich mit zwei Legionärinnen verstärkt. Die Serbin Jovana Gogic und die Slowakin Anna Beckova sollen mithelfen, am Ende des Saison wieder auf Platz eins zu stehen.

Die SG Kelag Klagenfurt gastiert bei der SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg. Während sich die Wildcats als Vierte hinter Sokol/Post durchaus Chancen auf den direkten Halbfinaleinzug ausrechnen können, stehen die Mühlviertlerinnen auf Rang sechs und damit auf dem letzten Playoff-Platz. „Klagenfurt gehört für mich vom Kader her zu den Titelkandidaten, sie sind ein extrem schwieriger Gegner“, so erklärt Pergs Trainerin Zuzana Pecha-Tlstovicova. Beide Teams haben zuletzt noch einmal nachgebessert. Klagenfurt sicherte sich die Dienste der US-Amerikanerin Abby Detering, bei den Prinz Brunnenbau Volleys geben deren Landsfrauen Hailey Murray und Jordan Tucker ihr AVL-Debüt. „Sie haben sich schon ganz gut eingelebt und freuen sich auf die ersten Matches in Europa“, erklärt Perg-Sportdirektor Josef Trauner.

Pergs Hauptkonkurrent im Kampf um ein Viertelfinalticket ist die punktegleiche PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg, die beim VBV Trofaiach-Eisenerz antritt. „Wir werden uns physisch wie taktisch sehr gut vorbereiten und müssen versuchen, kompakt aufzutreten. Es gibt kaum Zeit zur Regeneration. Deshalb müssen wir 120 Prozent Motivation und Teamgeist an den Tag legen, um in Eisenerz zu gewinnen und in Wien (Sonntag gg. Sokol/Post, Anm.) eventuell Sätze und Punkte zu holen“, berichtet PSVBG-Trainer Ulrich Sernow. Auch Trofaiach/Eisenerz hat für die entscheidende Meisterschaftsphase nachgebessert, engagierte die Serbin Tina Simic und die US-Amerikanerin Amanda Peterson. Salzburgs Mittelblockerin Lisa Sernow: „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir kompromisslos auftreten und eine sehr gute Leistung abrufen!“

Die fünfte Samstagspartie ist das Tiroler Derby zwischen der TI-Fun-Box-Volley und dem VC Tirol, der als Fünfter klar auf Playoff-Kurs ist und für die heiße Meisterschaftsphase seinen Kader mit der US-Amerikanerin Ijeoma Moronu verstärkte.

Am Sonntag sind drei Begegnungen der 13. Runde angesetzt. Sokol/Post empfängt die PSVBG-Damen und die Prinz Brunnenbau Volleys den VC Tirol. Trofaiach-Eisenerz und Linz-Steg beschließen das AVL-Wochenende.

Austrian Volley League Women
20.01., 17:30: UVC Holding Graz – ASKÖ Linz/Steg
20.01., 17:30: SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg – SG Kelag Klagenfurt
20.01., 19:00: VBV Trofaiach-Eisenerz – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg
20.01., 19:00: SG VB NÖ Sokol/Post – TSV Sparkasse Hartberg
20.01., 20:00: TI-Fun-Box-Volley – VC Tirol
21.01., 13:30: SG VB NÖ Sokol/Post – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg
21.01., 14:00: SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg – VC Tirol
21.01., 18:00: VBV Trofaiach-Eisenerz – ASKÖ Linz/Steg

DenizBank AG VL: Dreikampf um Platz zwei spitzt sich zu
In der DenizBank AG Volley League spitzt sich der Kampf um die bestmögliche Playoff-Ausgangsposition zu. Topfavorit SK Posojilnica Aich/Dob konnte sich zwar bereits absetzen und steuert – zumindest legt dies die aktuelle Tabellensituation nahe – auf den Gewinn des Grunddurchgangs zu, doch dahinter ringen die SG VCA Amstetten NÖ/hotVolleys (30 Punkte/14 Spiele), der UVC Holding Graz (29/15) und die Union Raiffeisen Waldviertel (26/13) um die Plätze zwei und drei. Schließlich gilt es, Rang vier und damit einem Halbfinalduell mit Aich/Dob aus dem Weg zu gehen. Am Wochenende wird die DenizBank AG VL mit vier Partien fortgesetzt. Wobei Waldviertel und der VBK Klagenfurt gleich zweimal im Einsatz sind.

Die Nordmänner sind sowohl im Heimspiel gegen Weiz (11/14) als auch auswärts gegen die Wörther-See-Löwen (7/23) zu favorisieren, konnten sie doch aus den bisherigen Duellen mit den beiden Teams zwölf Punkte mitnehmen. „Zwei Spiele innerhalb von 21 Stunden und dazwischen noch fast 500 Kilometer Busfahrt sind eine große Herausforderung. Wir werden uns jedenfalls auf beide Teams sehr gut vorbereiten. Ich sehe uns zwar als Favorit, werde aber sicher nichts dem Zufall überlassen“, erklärt Waldviertel-Trainer Zdenek Smejkal.

Klagenfurt steht nicht erst am Sonntag eine schwierige Aufgabe bevor, denn schon am Samstag tritt der Tabellensechste beim UVC Holding Graz an. Die Murstädter hatten sechs Spiele in Folge gewonnen, ehe Aich/Dob ihren Erfolgslauf am vergangenen Wochenende stoppen konnte. Die 1:3-Niederlage ist allerdings längst abgehakt. „Bei den Jungs ist eine Leistungssteigerung erkennbar. Wenn wir so weiterspielen, ist auch Platz zwei und somit das Heimrecht im Halbfinale möglich“, gibt sich Graz-Manager Frederick Laure optimistisch und Coach Robert Koch stellt klar: „Für uns zählen am Samstag nur drei Punkte!“

Mit einem Sieg und vier Punkten steht der UVC Weberzeile Ried im Innkreis am Tabellenende. Am Samstag gehen die Oberösterreicher daher auch als krasser Außenseiter in das Duell mit Aich/Dob. Der Tabellenführer musste in der Meisterschaft erst eine Niederlage einstecken. Beim 2:3 in Zwettl gegen Waldviertel gab Aich/Dob auch das einzige Mal in 14 Spielen Punkte abgeben.

DenizBank AG Volley League
20.01., 18:00: UVC Weberzeile Ried im Innkreis – SK Posojilnica Aich/Dob
20.01., 19:00: SG Union Raiffeisen Waldviertel – VBC TLC Weiz
20.01., 20:00: UVC Holding Graz -VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt
21.01., 16:00: VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt – SG Union Raiffeisen Waldviertel

Presseinfo ÖVV/AVL Men/AVL Women/red.

18.01.2018