Basketball

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In der 19. Runde der Basketball Bundesliga setzen sich erstmals alle vier Auswärtsteams durch. Bereits am Samstag feierten die Traiskirchen Lions einen 81:67 Erfolg bei den Fürstenfeld Panthers.

Der Tabellenführer aus Kapfenberg setzte sich deutlich beim UBSC Graz durch, der auf Darien Nelson-Henry verzichten musste. Knappe Auswärtssiege feierten die beiden oberösterreichischen Teams. Die Flyers Wels behielten in der Crunch-Time die Nerven und gewannen beim BC Vienna das Duell um den vierten Tabellenplatz. Die Swans Gmunden beendeten bei den Klosterneuburg Dukes die drei Spiele andauernde Niederlagenserie und setzten sich hauchdünn mit 75:74 durch.

Der Tabellenführer aus Kapfenberg hatte gegen das Schlusslicht aus Graz keine Probleme. Der noch sieglose UBSC Graz musste auf Darien Nelson- Henry verzichten, der wegen einer Rückenverletzung geschont wurde. Bereits im ersten Viertel legten die bulls Kapfenberg den Grundstein für den deutlichen Derby-Erfolg. Die Grazer begingen in Summe 24 Turnover und konnten den Kapfenberger Offensivexpress nicht stoppen. Vor allem die beiden US-Legionäre Kareem Jamar (24 Punkte) und Brian Oliver (23 Punkte) hatten mit der Grazer- Defense keine Probleme und fuhren für ihr Team den 13. Sieg der Saison ein.

Die Flyers Wels gewinnen gegen den BC Vienna das Duell um den vierten Tabellenplatz. Die Teams lieferten sich von Beginn an einen offensiven Schlagabtausch. Während die Flyers die bessere Trefferquote verzeichneten, gelang es den Wienern sich deutlich mehr Würfe zu kreieren. In Summe begingen die Oberösterreicher 17 Turnover und konnten deswegen, trotz ihrer deutlichen Überlegenheit am Rebound (37:24), nie entscheidend davonziehen. In der Crunch-Time behielten Davor Lamesic (27 Punkte) und sein Team die Nerven und feierten schließlich einen 100:94 Erfolg.

Die Swans Gmunden beendeten gegen die Klosterneuburg Dukes die drei Spiele andauernde Niederlagenserie mit einem hauchdünnen 75:74 Erfolg. Beim Comeback von Predrag Miletic, mussten die Herzöge die vierte Niederlage in Folge hinnehmen. Während die Dukes meist von außerhalb der Dreipunktelinie zum Erfolg kamen, suchten die Swans den Abschluss unter dem Korb. Zwar dominierten die Niederösterreicher die Bretter (43:32 Rebounds), begingen allerdings auch zahlreiche Turnover (21). Bei den Schwänen wusste vor allem Neuzugang Aaron Rountree mit 17 Punkten, 5 Blocks und 5 Steals zu überzeugen. Jurzica Blazevic bekam in letzter Sekunde mit drei Freiwürfen noch die Möglichkeit auf den Ausgleich, vergab allerdings den letzten Versuch von der Linie. Miletic kam bei seinem Comeback auf 14 Punkte in 27 Minuten.

Die Spielpaarungen der 19. Runde im Überblick:
Fürstenfeld Panthers – Traiskirchen Lions

67:81 (11:20, 27:42, 44:60)
UBSC Graz – bulls Kapfenberg
61:106 (13:32, 27:66, 41:91)
BC Vienna – Flyers Wels
94:100 (27:29, 46:50, 70:75)
Klosterneuburg Dukes – Swans Gmunden
74:75 (23:22, 48:43, 58:59)

Die Spiele der 19. Runde im Detail:

UBSC Graz bulls Kapfenberg
61:106 (13:32, 27:66, 41:91)

Darien Nelson-Henry, Spieler UBSC: „Durch meinen Ausfall, gab es noch eine kürzere Bank, unser Offensiv-Programm lief nicht, unsere Defensive war schlecht“

Mike Coffin, Headcoach der bulls: „Wir haben von Anfang an konzentriert gespielt und zwei Punkte ohne Verletzungen in Graz geholt.“

BC Vienna Flyers Wels
94:100 (27:29, 46:50, 70:75)


Mustafa Hassan Zadeh, Spieler BCV:
„Im ersten Viertel haben wir zu viele Offensivrebounds und Fastbreak zugelassen. Das Box-Out konnten wir verbessern, allerdings haben wir die Big- Shots nicht verwerten. Gratulation an Wels.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers: „Das war heute ein hart erkämpfter Sieg.“

Stjepan Stazic, Spieler BCV: „Zum Schluss haben wir in der Defensive ein paar Fehler gemacht. Es hätte auch anders ausgehen können. Wir müssen weiter an uns arbeiten.“

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Es war das erwartete Offensivduell. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass wir früher zu verteidigen beginnen, bin aber sehr froh über diesen enorm wichtigen Sieg.

Klosterneuburg Dukes Swans Gmunden
74:75 (23:22, 48:43, 58:59)

Edin Bavcic, Spieler der Dukes: „Das war ein richtiges Basketballspiel heute, leider hat uns ein bisschen das nötige Glück gefehlt. Ich denke, man kann dem Team keinen Vorwurf machen. Wir müssen jetzt einfach so weiterspielen.“

Markus Pinezich, Assistant Coach der Swans: „Beide Mannschaften hätten es sich heute verdient zu gewinnen. Wir waren die Glücklicheren.“

Predrag Miletic, Spieler der Dukes: „Wir haben heute gut gespielt. Ich brauche noch etwas Zeit, um mich in die Mannschaftsabläufe zu integrieren.“

Tilo Klette, Spieler der Swans: „Wir haben ganz gut angefangen, konzentriert verteidigt und unsere Würfe getroffen. Das Spiel war geprägt von Runs, am Ende waren noch zwei dumme Aktionen, die uns fast den Sieg gekostet hätten.“

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

21.01.2018