Volleyball

© Sportreport

Die PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg hat für die Überraschung dieses AVL-Wochenendes gesorgt. Das Team von Trainer Ulrich Sernow feierte in Wien bei der SG VB NÖ Sokol/Post einen sensationellen 3:1 (20:25, 25:19, 25:23, 25:17)-Auswärtserfolg, verhinderte so den Sprung des Serienmeisters auf Platz eins und verteidigte Rang sechs gegenüber der SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg.

Die Mühlviertlerinnen behielten im Duell mit dem VC Tirol 3:1 (25:19, 23:25, 25:21, 25:12) die Oberhand. Sie liegen weiterhin einen Punkt hinter den PSVBG-Damen, haben allerdings ein Spiel weniger ausgetragen. Neuer Tabellenführer ist ASKÖ Linz/Steg durch einen hart erkämpften 3:1 (28:26, 21:25, 29:27, 25:14)-Erfolg über den VBV Trofaiach-Eisenerz. Die Oberösterreicherinnen liegen nach dem 14. Spieltag einen Punkt vor dem UVC Holding Graz und zwei Punkte vor Sokol/Post. Nur die Top-6 nach 18 Runden stehen in den Playoffs, wobei die ersten beiden Teams direkt ins Halbfinale einziehen.

Sokol/Post wurde nur im ersten Satz seiner Favoritenrolle gerecht. Danach gaben die Gäste den Ton an. Sie waren im Angriff deutlich effizienter (54:42 Punkte), blockierten besser (8:4) und begingen auch weniger Eigenfehler (24:29). Nur bei den Assen (9:9) war der Titelverteidiger ebenbürtig. Salzburgs Topscorerinnen waren Kathrin Bruckmoser (18) und Barbora Cidlikova (16). Auf Seite von Sokol/Post steuerten Paula Kubova (19) und Marlene Jahn (15) die meisten Punkte bei.

Pergerinnen stolz auf fünf gewonnene Punkte
Wie Salzburg fuhr auch das AVL-Team aus Perg an diesem Wochenende zwei Siege ein. Die Prinz Brunnenbau Volleys hatten den VC Tirol mit Ausnahme des zweiten Satzes gut im Griff, was, so weist es die Statistik aus, vor allem an der wesentlich geringeren Eigenfehlerquote lag. Denn die Innsbruckerinnen patzten 41 Mal, während die Gastgeberinnen sich nur 18 Fehler leisteten. Bei den Angriffspunkten (43:43) war man hingegen ebenso gleichauf wie bei den Assen (7:7). Am Block (9:7) hatte Perg knapp die Nase vorn. Topscorerinnen: Diana Mitrengova (13) und Eva Freiberger (12) bzw. Ozana Nikolic (22) und Jennifer Tait (11). Nikolic führt die AVL-Scorerwertung mit 272 Punkten aus 14 Spielen überlegen vor Kubova (Sokol/Post/226) an.

„Das waren zwei anstrengende Spiele für meine Mädels gegen zwei schwere Gegner. Wir sind unglaublich stolz auf die fünf eroberten Punkte, denn im Kampf gegen Salzburg wird jetzt jedes Spiel und jeder Zähler wichtig“, resümierte Pergs Trainerin Zuzana Pecha-Tlstovicova.

Linz-Steg wieder voran
Nach dem Marathonmatch in Graz am Samstagabend trat Linz-Steg neuerlich in der Steiermark an. Der VBV Trofaiach/Eisenerz, der sich kurzfristig mit der US-amerikanischen Zuspielerin Amanda Peterson verstärkt hat, verlangte den Linzerinnen alles ab. Erst nach einem Satzverlust und zwei spannenden Durchgängen übernahm der Favorit aus der Stahlstadt die Kontrolle und setzt sich mit 3:1 durch, kehrte so wieder auf die Spitzenposition zurück. Topscorerinnen: Ronja Klinger (19), Julia Mitter (17) bzw. Maris Below (18), Jennifer Sadler (18).

„Wir haben gewusst, dass es nach dem gestrigen Match nicht einfach werden wird. Dennoch haben wir uns professionell vorbereitet und mit einer Trainingseinheit am Vormittag die Müdigkeit etwas aus den Knochen gebracht. Gestern haben wir drei knappe Sätze verloren. Heute haben wir zweimal die Nerven behalten und damit die drei Punkte geschafft. Auch heute haben wir wieder Wechsel vorgenommen und damit gepunktet. Diese Qualität kann uns in der Zukunft noch viel helfen“, berichtete Linz-Steg-Coach Roland Schwab.

Austrian Volley League Women
20.01.: UVC Holding Graz – ASKÖ Linz/Steg 3:2 (25:19, 25:23, 14:25, 14:25, 19:17)
20.01.: SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg – SG Kelag Klagenfurt 3:2 (25:23, 25:19, 15:25, 26:28, 15:12)
20.01.: VBV Trofaiach-Eisenerz – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg 0:3 (17:25, 21:25, 25:27)
20.01.: SG VB NÖ Sokol/Post – TSV Sparkasse Hartberg 3:0 (25:13, 25:11, 25:15)
20.01.: TI-Fun-Box-Volley – VC Tirol 0:3 (22:25, 26:28, 22:25)
21.01.: SG VB NÖ Sokol/Post – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg 1:3 (25:20, 19:25, 23:25, 17:25)
21.01.: SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg – VC Tirol 3:1 (25:19, 23:25, 25:21, 25:12)
21.01.: VBV Trofaiach-Eisenerz – ASKÖ Linz/Steg 1:3 (26:28, 25:21, 27:29, 14:25)

die nächsten Spiele
24.01., 19:00: SG Kelag Klagenfurt – SG VB NÖ Sokol/Post
26.01., 18:30: ASKÖ Linz/Steg – SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg
27.01., 18:00: VC Tirol – VBV Trofaiach-Eisenerz
27.01., 19:00: TSV Sparkasse Hartberg – TI-Fun-Box-Volley
27.01., 20:00: PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg – UVC Holding Graz
28.01., 16:00: ASKÖ Linz/Steg – SG Kelag Klagenfurt
28.01., 16:00: TSV Sparkasse Hartberg – SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg
28.01., 18:00: UVC Holding Graz – VBV Trofaiach-Eisenerz

Sechs Punkte in 24 Stunden: Waldviertel stößt vom 4. auf den 2. Platz vor
Die Union Raiffeisen Waldviertel gewann in der DenizBank AG Volley League-Spiel innerhalb von 24 Stunden zwei Spiele! Nach dem 3:1-Heimerfolg am Samstag über den VBC TLC Weiz ließen die „Nordmänner“ auch am Sonntag nichts anbrennen und behielten beim VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt mit 3:0 (25:18, 25:15, 25:19) die Oberhand. Dank des elften Erfolgs im 15. Spiel übernahm Waldviertel Platz zwei vom UVC Holding Graz. Der Rückstand auf Tabellenführer SK Posojilnica Aich/Dob beträgt elf Punkte.

Trotz der fünfstündigen Anreise nach Klagenfurt am Matchtag waren die Gäste von Beginn an hellwach. Die Statistik unterstreicht die Waldviertler Überlegenheit: Angriffspunkte 36:23, Asse 4:3, Blockpunkte 8:3 und Eigenfehler 23:27. Bester Punktesammler der URW war diesmal nicht Matiss Gabdullins (13), sondern Rudinei Boff (14). Auf Seite der Hausherren scorte Markus Schloffer zwölfmal, während Simon Frühbauer siebenmal punktete. Gabdullins führt die DenizBank AG VL-Scorerwertung nun mit 285 Punkten vor Thomas Tröthann an. Der Angreifer der SG VCA Amstetten NÖ/hotVolleys hat 285 Zähler auf seinem Konto.

Waldviertel-Manager Werner Hahn: „Wir haben dieses Wochenende viele Kilometer und viele Punkte gesammelt und sind dabei innerhalb von 24 Stunden von Rang vier auf Rang zwei vorgestoßen, das kann sich sehen lassen! Die Burschen haben das super gemacht. Natürlich auch der Trainer, der gestern wie heute den gesamten Kader eingesetzt hat. So konnten wir mit den Kräften haushalten. Nach dem gestrigen Spiel ging es heute schon um 7:30 Uhr mit dem Bus Richtung Klagenfurt. Und nächste Woche wartet schon der MEVZA Cup in der Slowakei. Es geht also weiter Schlag auf Schlag.“

Klagenfurt-Managerin Karin Frühbauer: „Wir haben am Beginn der Sätze dagegenhalten können. Natürlich haben die Burschen auch noch das Fünfsatzspiel in Graz vom Vortag gespürt. Unsere Konzentration gilt nun dem Match am Mittwoch gegen Ried. Das wollen wir unbedingt gewinnen und damit einen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.“

DenizBank AG Volley League
20.01.: UVC Weberzeile Ried im Innkreis – SK Posojilnica Aich/Dob 0:3 (9:25, 15:25, 13:25)
20.01.: Union Raiffeisen Waldviertel – VBC TLC Weiz 3:1 (23:25, 25:14, 25:16, 25:21)
20.01.: UVC Holding Graz – VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt 3:2 (30:28, 20:25, 19:25, 25:19, 15:11)
21.01.: VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt – Union Raiffeisen Waldviertel 0:3 (18:25, 15:25, 19:25)

die kommenden Spiele
24.01., 19:00: SK Posojilnica Aich/Dob – SG VCA Amstetten NÖ/hotVolleys
24.01., 19:30: VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt – UVC Weberzeile Ried im Innkreis
24.01., 20:30: VBC TLC Weiz – UVC Holding Graz
27.01., 19:00: VBC TLC Weiz – SG VCA Amstetten NÖ/hotVolleys

CEV Cup Men, Achtelfinale
17.01.: Posojilnica Aich/Dob (AUT) – Lindemans Aalst (BEL) 1:3 (22:25, 14:25, 29:27, 20:25)
31.01., 20:30: Lindemans Aalst (BEL) – Posojilnica Aich/Dob (AUT)

MEVZA Cup Men
25.01., 18:00: VKP Bystrina SPU Nitra (SVK) – Union Raiffeisen Waldviertel (AUT)
26.01., 16:00: Union Raiffeisen Waldviertel (AUT) – Spartak Myjava (SVK)
26.01., 19:00: SK Posojilnica Aich/Dob (AUT) – Calcit Volley Kamnik (SLO)
28.01., 19:00: SK Posojilnica Aich/Dob (AUT) – Vegyész RC Kazincbarcika (HUN)

Presseinfo ÖVV/AVL Men/AVL Women/red.

21.01.2018