Volleyball

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Der SK Aich/Dob feierte in seinem vorletzten Spiel im MEVZA Cup-Grunddurchgang einen ganz wichtigen Sieg. Die Kärntner bezwangen Calcit Volley Kamnik in der JUFA-Arena Bleiburg nach hartem Kampf und 0:2-Satzrückstand noch 3:2 (23:25, 18:25, 25:19, 25:19, 16:14), liegen nun aufgrund der höheren Anzahl an Siegen vor den Slowenen auf dem dritten Tabellenplatz. Am Sonntag trifft Aich/Dob zum Abschluss auf Vegyész RC Kazincbarcika (HUN). Mit einem weiteren Erfolg hätte man sich eine gute Ausgangsposition für das Final4-Turnier, das am 9. und 10. März in Bleiburg in Szene geht, geschaffen.

„Das war ein echter Volleyball-Fight, wirklich nichts für schwache Nerven. Nach den ersten beiden Sätzen hätte wohl niemand mehr auf einen Sieg von uns getippt. Es war keine gute Leistung, aber die Mannschaft hat Moral bewiesen und gewonnen. Das ist das wirklich Positive und sollte Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben“, berichtete Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu, dessen Team im Falle eines Erfolgs über Kazincbarcika wohl einem Halbfinalduell mit Titelverteidiger ACH Volley Ljubljana aus dem Weg ginge. Die Slowenen führen die Tabelle an und stehen vor dem Gewinn des Grunddurchgangs.

Die Union Raiffeisen Waldviertel war am Freitag das letzte Mal in dieser Saison im MEVZA Cup-Einsatz, fertigte in Nitra Schlusslicht Spartak Myjava (SVK) in 75 Minuten 3:0 (25:21, 25:17, 25:18) ab. Die Nordmänner beendeten den Grunddurchgang mit einer ausgeglichenen Bilanz, gewannen fünf ihrer zehn Spiele, holten 15 Punkte und werden ihre erste MEVZA Cup-Saison auf Rang fünf oder sechs abschließen.

MEVZA Cup Men
25.01.: VKP Bystrina SPU Nitra (SVK) – Union Raiffeisen Waldviertel (AUT) 2:3 (25:18, 25:23, 16:25, 20:25, 7:15)
26.01.: Union Raiffeisen Waldviertel (AUT) – Spartak Myjava (SVK) 3:0 (25:21, 25:17, 25:18)
26.01.: SK Posojilnica Aich/Dob (AUT) – Calcit Volley Kamnik (SLO) 3:2 (23:25, 18:25, 25:19, 25:19, 16:14)
28.01., 19:00: SK Posojilnica Aich/Dob (AUT) – Vegyész RC Kazincbarcika (HUN)

Tabelle
1. ACH Volley LJUBLJANA (SLO) 8 Spiele 21 Punkte
2. Mladost ZAGREB (CRO) 9 20
4. SK Posojilnica AICH/DOB (AUT) 9 18
3. Calcit Volley KAMNIK (SLO) 9 20
5. Union Raiffeisen WALDVIERTEL (AUT) 10 15
6. Vegyész RC KAZINCBARCIKA (HUN) 8 11
7. Mladost Ribola KAŠTELA (CRO) 9 11
8. VKP Bystrina SPU NITRA (SVK) 9 11
9. OK Triglav KRANJ (SLO) 8 7
10. KDS-šport KOŠICE (SVK) 8 5
11. Spartak MYJAVA (SVK) 9 5

Prinz Brunnenbau Volleys zwingen Tabellenführer Askö Linz-Steg in die Knie
Die SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg gewann am Freitag erstmals in der Austrian Volley League Women gegen Askö Linz-Steg, schlug den Tabellenführer auswärts in 115 packenden Minuten mit 3:2 (25:20, 16:25, 9:25, 25:23, 15:13). Im vierten Satz waren die Gastgeberinnen 22:19 in Führung gelegen, gaben aber das Match mit dem Sieg vor Augen noch aus der Hand. Die vorhergegangen fünf Oberösterreich-Derbys in der AVL waren allesamt an die Stahlstädterinnen gegangen.

Topscorerinnen im Georg von Peuerbach Gymnasium waren Maris Below (27 Punkte) und Jennifer Sadler (22) bzw. Hailey Murray (21) und Jordan Tucker (14). Da die Gastgeberinnen die Sätze zwei und drei dominierten haben sie bei den Angriffspunkten (63:48) klar die Nase vorne. Auch bei den Assen (5:3) und Blockpunkten (14:10) waren sie über fünf Sätze besser. Allerdings beging Linz-Steg mehr Eigenfehler (29:24).

„Schön langsam entwickeln wir uns zum Favoritenschreck in der Liga“, berichtete ein freudestrahlender Perg-Sportdirektor Josef Trauner, der eine Achterbahnfahrt seiner Mädels in Linz miterlebte. „Was den Leistungseinbruch im zweiten Satz verursacht hat, müssen wir analysieren. Aber die Mädels haben sich sensationell in das Spiel zurückgekämpft und uns mit zwei wirklich überraschenden Punkten wieder auf den sechsten Tabellenplatz gebracht.“

Linz-Steg-Coach Roland Schwab fasste zusammen: „Vor einer Woche haben wir in Graz im Tie-Break unsere Chance nicht genützt. Heute hatten wir im vierten Satz alles in der Hand, die Chance zum 3:1-Sieg aber verstreichen lassen. Diese Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben. In diesen engen Phasen müssen wir abgebrühter agieren. Schade um den möglichen Sieg.“

Linz-Steg führt vor den Partien am Wochenende die Tabelle zwei Punkte vor Serienmeister SG VB NÖ Sokol/Post und dem amtierenden ÖVV-Cupchampion UVC Holding Graz an. Die Murstädterinnen haben als einziges Team der Top-3 erst 14 Spiele ausgetragen. Nur die Top-2 nach 18 Runden qualifizieren sich direkt für das Halbfinale. Die Prinz Brunnenbau Volleys überholten die PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg und sind als Sechste wieder auf einem Playoff-Platz.

Am Wochenende stehen sechs AVL-Begegnungen auf dem Programm. Graz ist zweimal im Einsatz und hat die Chance, die Tabellenführung zu übernehmen. Samstag gastiert man bei den PSVBG-Damen, Sonntag bitten die Murstädterinnen die SG Eisenerz/Trofaiach zum Steiermark-Derby. „Wir wollen sechs Punkte aus den beiden Spielen und uns gute Chancen auf einen Halbfinalplatz sichern“, stellt Graz-Spielerin Julia Radl klar.

Austrian Volley League Women
24.01.: SG Kelag Klagenfurt – SG VB NÖ Sokol/Post 3:2 (25:19, 20:25, 25:20, 18:25, 15:10)
26.01.: ASKÖ Linz/Steg – SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg 2:3 (20:25, 25:16, 25:9, 23:25, 13:15)
27.01., 18:00: VC Tirol – VBV Trofaiach-Eisenerz
27.01., 19:00: TSV Sparkasse Hartberg – TI-Fun-Box-Volley
27.01., 20:00: PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg – UVC Holding Graz
28.01., 16:00: ASKÖ Linz/Steg – SG Kelag Klagenfurt LIVESTREAM
28.01., 16:00: TSV Sparkasse Hartberg – SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg
28.01., 18:00: UVC Holding Graz – VBV Trofaiach-Eisenerz

Presseinfo ÖVV/AVL Men/AVL Women/red.

26.01.2018