Basketball

© Sportreport

Während am Samstag in Traiskirchen der All Star Day 2018 über die Bühne ging, fanden parallel zwei Spiele in der ZWEITEN Basketball Bundesliga statt. Die Mistelbach Mustangs setzten sich durch ein starkes Schlussviertel hauchdünn mit 81:79 gegen die Mattersburg Rocks durch. Der UBC St. Pölten feierte einen 84:70 Erfolg über den amtierenden Meister Raiders Villach und verkürzt den Rückstand in der Tabelle auf Leader Timberwolves.

Ohne Ondrej Dygryn und Paul Isbetcherian überzeugten die Mistelbach Mustangs von Beginn weg mit sehenswertem Teambasketball. Vor allem die Zonenverteidigung stellte die Rocks vor schwere Aufgaben. Die Rocks hielten aber dennoch stark dagegen und führten lange Zeit im vierten Viertel. Letztendlich setzte sich das Team von Vladimir Sismilich (29 Punkte) mit 81:79 durch.

Über acht Monate musste der UBC St. Pölten auf dieses Spiel warten. Nun haben die Niederösterreicher ihre Chance auf Revanche für die bittere 2:3-Niederlage gegen die Raiders Villach (4) in der letztjährigen „best-of-five“-Finalserie genützt. In der ersten Halbzeit hatte aber der amtierende Meister das Spiel noch fest unter Kontrolle. Erst in der zweiten Halbzeit kämpften sich die Niederösterreicher durch aggressive Defensive zurück ins Spiel und gewannen mit 84:70

Die Ergebnisse am Wochenende im Überblick:
Mistelbach Mustangs – Mattersburg Rocks

81:79 (25:15, 43:35, 61:65)
UBC St. Pölten – Raiders Villach
84:70 (16:22, 36:41, 62:55)

Mistelbach Mustangs Mattersburg Rocks
81:79 (25:15, 43:35, 61:65)

Das Spiel beginnt mit Ballverlusten auf beiden Seiten, der erste Korb gehört den Gästen. Die Mustangs agieren defensiv konzentriert, Obermann packt seine Wurfhand auf und scort 3/3. Das Wurfglück fehlt auf Seiten der Rocks, die Mustangs zeigen den Tick mehr Nachdruck. Im zweiten Viertel steigt das Tempo, jetzt klappen die Würfe der Gäste besser, der Vorsprung schmilzt nach zwei sehenswerten Szenen der Rocks auf -3, mit Freiwürfen und einem abschließenden Dreier von Semerad bleiben die Mustangs +8 vorne.

Viertel 3 beginnt ähnlich, die Rocks sind am Drücker und reduzieren den Rückstand der sukzessive, nach vier Minuten gelingt der Ausgleich. Die Rocks gehen in Führung, Mistelbach kämpft, um den Anschluss. Ein Rocks-Dreier sorgt für das 61:65 zum Viertelende. Im letzten Viertel bauen die Rocks den Vorsprung auf +10 aus. Semerad muss das Spielfeld verlassen. Die Zeichen stehen nicht gut für das Heimteam. Nun heißt es Capitains‘ time in Mistelbach. Angeführt von Vladimir Sisimilich und einem entfesselten Publikum beweist das Team sein großes Kämpferherz. Der Vorsprung der Rocks schmilzt. Der Kapitän trifft von draußen, zieht Fouls und verzeichnet an der Linie keinen Fehlwurf mehr. Er ist es auch, der für die Führung sorgt. Laurenz Heindl erhöht auf +3, die Mustangs stehen in der Defense sicher und bringen das Spiel siegreich zu Ende.

Stimmen zum Spiel:
Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Obwohl uns Dygryn und Isbetcherian gefehlt haben, waren wir in der Lage, über weite Strecken gutes Team-Basketball zu spielen. Die Zonen-Defense war heute sicher der Schlüssel zum Erfolg. Die kämpferische Leistung des Teams war – auch mit Hilfe eines phantastischen Publikums – sensationell.“

Thomas Morwitzer, Spieler der Mustangs: „Wir haben aus einer schwierigen Ausgangssituation das Beste gemacht, sind als Team zusammengerückt, und haben einen schwierigen und wichtigen Sieg eingefahren. Heute hat das bessere Team mit mehr Herz und kühlerem Kopf gewonnen.“

Lukas Hrdlicka, Manager der Rocks: „Wir haben heute gegen eine routinierte Mannschaft verloren, die es geschafft hat, uns durch aggressives Spiel und intensive Defense das Leben schwer zu machen. Unser Team ist neu zusammengestellt, es wird noch etwas dauern, bis alles 100 % läuft.“

Royce Wooldridge, Spieler der Rocks: „Es war ein gutes Match, beide Teams haben sehr physisch gespielt. Unseren Fans, die mitgefahren sind, um uns zu unterstützen, gebührt ein großes Danke. Leider konnten wir zwar den Sieg am Ende nicht nach Hause bringen, doch haben wir viel gelernt, das wir für künftige Siege mitnehmen.“

Beste Werfer: Sismilich 29, Semerad 19, Obermann 15 bzw. Woolridge 33, Nicoli 17, Najdanovic 11

UBC St. Pölten Raiders Villach
84:70 (16:22, 36:41, 62:55)

Beide Teams starten nervös in das erste Viertel und lleisten sich einige Turnover und so steht es nach 3 Minuten 4:3. Beide Seiten lassen einfache Punkte liegen, aber die Villacher treffen erfolgreich aus der Distanz und können so mit 18:13 in Führung gehen. Auch in der Folge verlieren die St. Pöltner zu leicht den Ball und die Kärntner nutzen das eiskalt aus.

Im zweiten Viertel erleben die Zuseher ein ähnliches Bild. Beide Teams agieren übernervös, aber die St. Pöltner können den Rückstand ein wenig verringern. Die Villacher treffen vorallem von jenseits der Dreierlinie sehr stark und können sich so einen 10 Punkte Vorsprung rausspielen. Gegen Ende des Viertels fangen sich die St. Pöltner dann wieder.

Die ersten Minuten nach der Halbzeit gehören eindeutig den St. Pöltnern. Angeführt von Martin Speiser kämpfen sie sich heran, kassieren aber dann 2 Dreier der Villacher in Folge. St. Pölten kann dann dank zwei starker Minuten das Spiel drehen und mit 51:48 in Führung gehen. In weiterer Folge entwickelt sich ein knappes Spiel zwischen den beiden Teams.

St. Pölten bekommt das Spiel dann immer besser in Griff und kann im vierten Viertel zum ersten Mal zweistellig in Führung gehen. In der Folge verwaltete St. Pölten den Vorsprung und die Villacher schaffen es nicht näher heranzukommen.

Stimmen zum Spiel:
Andreas Worenz, Spieler vom UBC: „In der zweiten Halbzeit haben wir dann endlich unseren Rhythmus gefunden und einen souveränen und verdienten Heimsieg geholt.“

Benjamin Rückert, Spieler vom UBC: „In der zweiten Halbzeit sind wir dann über unsere intensivere Defensive besser ins Spiel gekommen und haben damit verdient gewonnen.

Rok Zupan, Headcoach der Raiders: „Ich bin szolz auf meine Mannschaft, ich freue mich schon auf die Revanche in Villach.“

Beste Werfer: Speiser 23, Kaltenburnner 14, Böck 10 bzw, Huber T. 19, Gspand 16, Finzgar 16

Austrian All-Stars schnappen sich Sieg in Schlusssekunde
Der Arkadia All Star Day 2018 der Basketball Bundesliga war ein voller Erfolg: Veranstalter Traiskirchen Lions bewies sich einmal mehr als perfekter Eventpartner und sorgte für einen randvollen Lions Dome. Die knapp 1000 Basketballfans sahen beim absoluten Highlight des Tages, dem All Star Game, einen 101:100 Erfolg des Team Austria, das sich den Sieg durch einen Freiwurf in letzter Sekunde von Lokalmatador Aleksandar Andjelkovic schnappte. MVP des Spiels wurde Routinier und Ligatopscorer Stjepan Stazic. Er scorte 18 Punkte und verteilte fünf Assists. Es war der erst vierte Erfolg eines Team-Austrias bei einem All-Star-Spektakel.

Bei den Side-Events zählten Treffsicherheit, Athletik und Show: Im 3-Point shootout presented by Marcus Kerti schnappte sich Fabricio Vay den Titel. Er setzte sich im Finale erstmals gegen seinen „ewigen Konkurrenten“ und „Basketballpensionist“ Curtis Bobb durch. Brian Oliver von den bulls Kapfenberg belegte den dritten Platz.

Beim Dunkshop Slam Dunk Contest setzte sich Denzel Gregg (Oberwart Gunners) gegen Elijah Wilson (Flyers Wels) durch atemberaubende Athletik durch.

In den Pausen heizten die Rangers Cheerleeder, die spektakuläre Show der Lords of Gravity sowie die Sängerin Katharina Kraftl das Publikum so richtig auf. Ligapräsident Karl Schweitzer zeigte sich von diesem Höhepunkt im jungen neuen Jahr begeistert. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Organisation der Traiskirchen Lions das Event der letzten Jahre noch einmal toppen kann. Aber sie haben es geschafft. Es war eine spektakuläre Show.“

Team Austrians – Team Internationals
101:100 (21:22, 44:54, 71:75)

Scorer Team Austrians: Stazic 18, Novas Mateo 18, Andjelkovic 14, Rados
Scorer Team Internationals: Hubalek 13, Draskovic 12, Dabney 11, Brkic, Dowell, Miletic je 9

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

27.01.2018