Bronze für Frank/Abicht und Zajac/Matz beim World Cup Miami Tag 5

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Mit zwei Bronzemedaillen ging der Weltcup vor Miami für die österreichischen Segler am Samstag zu Ende. Die 49erFX Tanja Frank und Lorena Abicht verteidigten ihren dritten Rang im Match Race, während Thomas Zajac und Barbara Matz beim ersten Weltcup der foilenden Nacra 17 noch auf das Podest kletterten. Am letzten Tag der Opening Series verpassten die 470er der OeSV-Flotte hingegen das Medal Race.

Tanja Frank und Lorena Abicht gingen als Drittplatzierte ins Medal Race und hielten nicht nur die dahinterliegenden Boote auf Distanz, sondern holten noch auf die zweitplatzierten Norwegerinnen, die im Finish kenterten, auf. Schlussendlich verteidigten Frank/Abicht mit einem sechsten Platz im letzten Rennen ihre Position und sicherten sich nach dem Weltcup vor Gamagori/Japan (2. Gesamtrang) erneut einen Podestplatz. „Wir sind völlig überwältigt. Wir sind heute rausgefahren und haben versucht, bei ziemlich schwierigen Bedingungen saubere Manöver zu segeln. Der gute Start hat sicher den Grundstein gelegt,“ erklärt Lorena Abicht und Tanja Frank fügt hinzu: „Wir haben von Anfang an probiert, sauber um den Kurs zu kommen und, auch wenn es hart klingt, nicht zu kentern. Das hat uns im Endeffekt die Medaille gebracht.“ Mit einer starken Regatta und vier ersten Plätzen gewannen die Deutschen Victoria Jurczok und Anika Lorenz Gold.

Auch beim ersten Weltcup der foilenden Nacra 17-Boote gab es aus österreichischer Sicht ein Happy End. Vom vierten Platz konnten sich Thomas Zajac und Barbara Matz vor dem Medal Race nicht mehr verschlechtern, wobei sogar der zweite Rang noch in Reichweite war. In einem spannenden Rennen lieferte sich das Duo mit den Argentiniern Santiago Lange/Cecilia Saroli und John Gimson/Anna Burnet aus Großbritannien einen spannenden Dreikampf, in dem die Platzierungen stetig wechselten. Am Ende kamen Zajac/Matz als Sechste einen Rang vor den Briten ins Ziel und überholten diese dank der Medal Race-Platzierung im Gesamtklassement. „Wir haben uns vor dem Rennen keinen Druck gemacht und sind volles Risiko gegangen. Die Bedingungen haben uns in die Karten gespielt, bei Starkwind haben wir nämlich einen guten Kreuzspeed. Es ist so eng zugegangen, dass wir bis zum Schluss nicht gewusst haben, ob es für eine Medaille reicht. Der dritte Rang bedeutet uns sehr viel, wir sind am richtigen Weg,“ zeigt sich Barbara Matz über ihr erstes Weltcup-Podest glücklich. Mit dem Sieg von Jason Waterhouse/Lisa Darmanin (AUS) vor den Argentiniern stehen sogar dieselben Boote wie bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio auf dem Podium.

Als drittes OeSV-Team nahmen die 49er Benjamin Bildstein und David Hussl das Medal Race in Angriff. Die beiden vergaben jedoch mit einem knappen Frühstart ihre Chancen auf eine Rangverbesserung und beendeten den Weltcup beim Comeback auf Platz fünf. „Unser Trainer Ivan (Bulaja) hat gemeint, dass der Start aus seiner Sicht genau gepasst hat, solche Entscheidungen sind aber zu akzeptieren. Und für uns war es trotzdem ein cooles Rennen. Wir haben vom Frühstart erst im Ziel erfahren und gesehen, dass wir vorne mitsegeln können. Es hat sich in dieser Woche wieder einiges in die richtige Richtung entwickelt, wir waren vom Speed gut dabei. Wir fühlen uns nach der längeren Pause wieder fit genug für solch eine Regatta,“ zeigt sich der Tiroler Vorschoter David Hussl zufrieden. Die Briten Dylan Fletcher-Scott/Stuart Bithell profitierten von der Disqualifikation und holten sich mit einem Punkt Vorsprung auf Diego Botin le Chever/Iago Lopez Marra (Esp) Gold.

Im 470er hatten David Bargehr und Lukas Mähr zum Abschluss der Opening Series viel Pech. In der vorletzten Wettfahrt legte das Duo einen knappen Fehlstart hin, der Protest wurde nach langer Verhandlung schlussendlich abgewiesen. Statt Rang sechs und der angestrebten Medal Race-Platzierung, rutschten die Vorarlberger wieder auf den 13. Platz ab. Niko Kampelmühler und Thomas Czajka beendeten die Regatta auf dem 25. Platz, die OeSV-Junioren Yannis Saje/Lukas Haberl wurden bei der ersten Weltcup-Teilnahme 32.

Sportdirektor Georg Fundak: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, wir mischen in allen vier Klassen bei den Top-Nationen mit. Im letzten Jahr gab es für uns in Miami eine Medaille und das wollten wir zumindest wiederholen. Jetzt sind es sogar zwei geworden. Tom Zajac und Barbara Matz haben heute eine Top-Leistung gezeigt, der dritte Platz von Tanja Frank und Lorena Abicht bedeutet uns auch sehr viel. Sehr positiv stimmt mich das Comeback von Bildstein/Hussl und auch Bargehr/Mähr sind immer besser in Fahrt gekommen. Leider haben wir aber heute mit zwei Frühstarts bessere Platzierungen verschenkt.“

Ergebnis World Cup Miami (USA), 23. – 28. Januar 2018:
470er

1. Luke Patience / Chris Grube (GBR) 20 (2/8/(28)/3/1/2/1/2/1)
13. David Bargehr / Lukas Mähr (AUT) 99 (31/1/29/4/13/8/8/(38 UFD)/5)
25. Niko Kampelmühler / Thomas Czajka (AUT) 169 (3/27/6/24/26/(34)/32/29/22)
32. Yannis Saje / Lukas Haberl (AUT) 222 (10/32/25/(33)/31/27/33/31/33)

49er
1. Dylan Fletcher-Scott / Stuart Bithell (GBR) 50 (1/17/2/2/(39 BFD)/12/1/3/8/4)
5. Benjamin Bildstein / David Hussl (AUT) 98 (2/11/8/1/19/(39 DNF)/5/20/10/22 OCS)
34. Marco Baumann / Jakob Flachberger (AUT) 240 (30/18/33/26/16(39 DNF)/39 DNS/39 DNS/39 DNC)

49erFX
1. Victoria Jurczok / Anika Lorenz (GER) 14 (2/(5)/4/1/1/1/1/4)
3. Tanja Frank / Lorena Abicht (AUT) 42 (5/6/5/3/6/5/(22 DNF)/12)
17. Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer 91 (12/18/19/10/11/21/(22 DNF)

Nacra 17
1. Jason Waterhouse / Lisa Darmanin (AUS) 16 (1/4/(12)/1/1/1/3/2/1/2)
3. Thomas Zajac / Barbara Matz (AUT) 49 (12/1/4/(16)/7/4/2/5/2/12)

Presseinfo OeSV

28.01.2018