Fußball, Bundesliga, Tipico Bundesliga, Vogel, Heiko Vogel, Sturm Graz, SV Mattersburg, SV Mattersburg vs. Sturm Graz

© Sportreport

Für Sturm Graz setzte es in der 21. Runde der Tipico Bundesliga beim Debüt von Heiko Vogel eine 0:1 Niederlage. Der SV Mattersburg gewann dank des Treffers von Markus Pink. Nach dem Spiel stand der neue Trainer der Grazer bei den Kollegen von Sky Rede und Antwort.

SV Mattersburg vs. SK Sturm Graz 1:0 (1:0)
Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer

Markus Pink (SV Mattersburg):

…über seinen Siegtreffer: „Nachdem ich die erste Chance nicht gemacht habe, die deutlich leichter war, ist mir beim Tor eine richtige Last runtergefallen. Ich bin froh, dass uns der Sieg geglückt ist, aufgrund der Torchancen war es gerechtfertigt. Zum Schluss ist es normal, dass man sich hinten reindrücken lässt, aber die torgefährlicheren Chancen haben wir gehabt.“

…über das Spiel: „Wir sind taktisch sehr gut aufgetreten, haben das eine Tor gemacht und die richtige Leidenschaft an den Tag gelegt. Das erste Spiel ist immer schwierig, man weiß nicht, wo man steht, aber wir haben das ganz gut gemacht und für die drei Punkte sind wir sehr dankbar.“

Christian Schulz (Sturm Graz):

…über das Spiel: „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen, Mattersburg hat vorne Pressing gespielt, da hatten wir keine Lösung und konnten uns auch im Spiel nach vorne nicht so durchsetzen, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir können es besser, auf jeden Fall. Wir haben nicht konsequent genug gespielt, wir haben nur einen Schuss aufs Tor gebracht in 90 Minuten und das ist dann halt zu wenig.“

Heiko Vogel (Trainer Sturm Graz):

…über die Herausforderung den Tabellenführer zu übernehmen: „Ich sehe das als großes Privileg. Es ist nicht alltäglich, dass man eine Mannschaft übernimmt, die erfolgreich ist und deswegen ihren Trainer verloren hat. Das ist für mich eine ganz besondere Situation, die ich eher als Privileg statt als Belastung sehe.“

…über seine Umstellungen in der Mannschaft: „Man soll nicht kopieren, sondern seine eigenen Ideen umsetzen. Dass die aber nicht sonderlich weit von Franco Fodas Ideen abweichen, ist auch klar. Ich habe mich gut vorbereiten können, habe gewusst, was die Mannschaft mitbringt und konnte dann an den Nuancen arbeiten.“

…über das Spiel: „In erster Linie haben wir zu viele einfache Fehler gemacht, dadurch ist der Gegner immer wieder in Ballbesitz gekommen, ohne dass er irgendwas erzwungen hat. Wir haben gewusst, dass Mattersburg bei Standards brandgefährlich ist und eine Standardsituation hat das Spiel entschieden. In der zweiten Halbzeit haben wir alles probiert, Mattersburg hat alles in die Waagschale gelegt, sie haben gut gekämpft und wir haben es nicht geschafft ein Tor zu erzielen. Heute hat es nicht sollen sein und weiter geht’s.“

…über die Leistung der Mannschaft: „Automatismen brauchen auch immer Zeit, insofern bin ich nicht nervös. Aber die Leistung heute hat mit keiner Umstellung zu tun, das waren unforced errors, das ist einfach vielleicht fehlender Fokus.“

…über die Leistung von Maresic: „Er kann besser spielen, aber er ist das auch nicht so gewohnt. Er hat die ganze Zeit seine Sache als Innenverteidiger sehr gut gemacht, wir haben heute Bedarf gehabt. Aber er ist 18, hat bisher sensationelle Leistungen abgeliefert, er ist über jeden Zweifel erhaben.“

…über die Schlussfolgerungen aus der Niederlage: „Ich zweifle kein bisschen, das war das erste Spiel und mir ist klar, dass ein Prozess Zeit dauert, entsprechend machen wir ganz normal weiter.“

Andreas Herzog (Sky Experte):

…über die Arbeit von Baumgartner bei Mattersburg: „Wenn man neu zu einer Mannschaft kommt, die am letzten Platz übernimmt, die rettet und dann jetzt so beeindruckende Erfolge im Jahr 2017 vorweisen kann, dann ist das natürlich auch zum Teil der Mannschaft geschuldet, aber es ist trotzdem immer noch der Trainer, der die Mannschaft einstellen muss. Da hat Gerald Baumgartner sicher einen super Job gemacht.“

…über eine vermeintliche Tätlichkeit von Huspek: „Das hätte auch mehr als eine gelbe Karte sein können. Im Endeffekt hat er ihn nicht getroffen, aber es war Absicht dahinter. Es war ein harter Zweikampf, aber in der Situation, in der Sturm Graz jetzt steht, muss man die Nerven behalten und da sieht man schon, dass der eine oder andere Spieler noch nicht so weit ist wie im Herbst.“

…über das Spiel: „Zuerst muss man Mattersburg gratulieren, es war ein total verdienter Erfolg, von den Möglichkeiten her waren sie klar stärker. Die Grazer haben in den letzten 15 Minuten alles probiert, hatten durch Huspek noch den einen schönen Schuss, aber im Endeffekt ist das zu wenig. Die Grazer sollten jetzt nicht schauen, ob sie Erster oder Zweiter sind, sondern sie müssen sich darauf konzentrieren, was sie im Herbst ausgezeichnet hat, weil das haben sie heute komplett vermissen lassen.“

…über den Mattersburger Siegtreffer: „Pink attackiert den Ball voll und sein Gegenspieler wartet auf den Ball. Das sollte in so einer Situation nicht passieren, man weiß ja, dass die Mattersburger bei Standardsituationen extrem stark sind. Da hat man ihnen ein Geschenk gemacht und für den weiteren Spielverlauf in die Karten gespielt.“

…über die Titelhoffnungen von Sturm: „Es ist jetzt das erste Spiel gespielt vom neuen Trainer, aber jetzt muss man natürlich im nächsten Heimspiel anfangen zu siegen, sonst wird der Unterschied zu Salzburg nach drei Runde vielleicht schon wieder fünf, sechs Punkte sein und dann ist die Meisterschaft schon wieder in weite Ferne gerückt. Dann ist es natürlich schon schwierig zu verkraften, wenn man im Winter Tabellenführer war, vielleicht Träumereien hatte und auf einmal ist man zurück auf dem Boden der Tatsachen und man hat den herrlichen Lauf vom Herbst schon wieder verpatzt.“

Toni Pfeffer (Sky Experte):

…über den neuen Sturm-Coach Vogel: „Es ist natürlich schwierig zu einer Mannschaft zu kommen, die Wintermeister geworden. Er wird an Franco Foda und seinen Erfolgen gemessen.“

…die Leistung von Sturm: „Sie haben versucht auf Ballbesitz zu spielen, aber wie wir wissen ist das kein Allheilmittel. So hat man mit diesem Spiel heute Mattersburg nicht wehtun können und das ist man von Sturm nicht gewohnt, im Herbst haben sie immer wieder versucht den Gegner unter Druck zu setzen und das ist heute nur in ganz wenigen Situationen gelungen.“

Medieninfo: Sky

03.02.2018