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Die Swans Gmunden (2) haben zum Auftakt der 21. Runde in der Basketball Bundesliga einen Kantersieg gefeiert. Die Oberösterreicher deklassierten die Oberwart Gunners (7) mit 101:75.

Mit dem 14. Saisonsieg zieht Gmunden in der Tabelle mit Kapfenberg und Traiskirchen gleich und liegt an zweiter Stelle. Die Flyers Wels (4) haben mit ihrem sechsten Heimsieg in Folge vorübergehend Platz vier in der Tabelle abgesichert. Sie kontrollierten den UBSC Graz (9) mit 88:66. Marko Car ist für seine Fürstenfeld Panthers (8) zum „Matchwinner“ geworden: Der Kroate traf mit der Schlusssirene den entscheidenden Wurf zum 83:81-Heimsieg über die Klosterneuburg Dukes (6). Die weiterhin dezimierten Niederösterreicher mussten ihre bereits siebente Auswärtsniederlage in Folge einstecken. Abgeschlossen wird die 21. Runde am Montag mit der Begegnung bulls Kapfenberg (1) gegen BC Vienna (5).

Die Swans Gmunden (2) haben in der Tabelle mit dem Top-Duo Kapfenberg und Traiskirchen (alle 28 Punkte; Anm.) wieder gleichgezogen. Sie deklassierten die Oberwart Gunners (7) mit 101:75 und liegen nun am zweiten Tabellenplatz. Der Sieg mit 26 Punkten Differenz ist der höchster Erfolg gegen die Gunners seit der Saison 2006/07 (85:66 am 27. Mai 2007; Anm.). Die Burgenländer mussten ihre bereits fünfte Auswärtsniederlage in Serie hinnehmen und bleiben Siebenter. Nach durchwachsenen Leistungen in den letzten Wochen – Gmunden gelang nur ein Sieg aus fünf Spielen – zeigten sich die Swans in diesem Spiel enorm verbessert. Gmunden war Oberwart ab Ende des ersten Viertels in allen Belangen überlegen: Mit viel Aggressivität und hoher Intensität störten sie Oberwarts Offensiv-Bemühungen früh, erzwangen so 20 Turnover der Gäste (höchster Wert der Gunners in dieser Saison; Anm.). Offensiv zeigten die Swans perfektes Teamplay (29 Assists), scorten insgesamt hochprozentig. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison machte Gmunden mehr als 100 Punkte – auch weil es fantastische 58% vom außerhalb der Dreipunktelinie traf. Eine starke Vorstellung gab Aaron Rountree, der neben 11 Punkten auch 6 Steals auflegte. Bei den Gunners, denen noch der kräftezehrende Overtime-Fight gegen Wels in den Knochen steckte, war Denzel Gregg mit 21 Punkten Top-Scorer.

Die Flyers Wels (4) haben auch das dritte Saisonduell mit dem UBSC Graz (9) souverän gewonnen. Die Oberösterreicher entschieden das Spiel mit 88:66 für sich und erzielten dabei den sechsten Heimsieg in Serie. Damit festigten die Flyers ihren vierten Tabellenplatz – und haben auf ihre Verfolger zumindest zwei Punkte Vorsprung. Wels klärte bereits in den ersten fünf Minuten die Fronten, lag früh 19:2 voran. Über 40 Minuten kontrollierte die Mannschaft um Top- Scorer Elijah Wilson (19 PTS) das Geschehen und war am Ende verdienter Sieger. Mit 57,9% Trefferquote aus der Distanz, zeigte Wels seine beste Wurfleistung der Saison. Graz traf nur 17% von außen. Insgesamt wirkten die Steirer deutlich müder – und hatten keine Kraft den frühen Rückstand zu verkürzen. Für Graz verpasste Darien Nelson-Henry (16 PTS, 9 RB) sein 14. „double-double“ der Saison.

Die Fürstenfeld Panthers (7) haben ihren Negativtrend gestoppt. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie, gewannen die Steirer mit 83:81 gegen die Klosterneuburg Dukes (6). Der Legionär Marko Car wurde zum „Matchwinner“: Der Kroate traf den entscheidenden Zweipunktewurf und fügte damit den Niederösterreichern ihre bereits siebente Auswärtsniederlage in Serie zu. Bei der ersten Saisonbegegnung mit Klosterneuburg Ende Oktober, ließ Car die Chance auf den Sieg mit dem letzten Wurf noch aus (75:77). Insgesamt war das Spiel über die volle Distanz ausgeglichen: 15 Mal wechselte die Führung, zehn Mal war der Spielstand ausgeglichen. Immer wieder gelangen Runs. Am Ende gewann wohl die glücklichere Mannschaft. Klosterneuburg musste erneut drei Spieler (Bas, Leydolf und Bavcic) und Headcoach Ante Perica vorgeben.

Abgeschlossen wird die 21. Runde der Basketball Bundesliga am Montag. Tabellenführer bulls Kapfenberg (1) empfängt den BC Vienna (5).

Flyers Wels UBSC Graz
88:66 (27:19, 44:34, 64:47)

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Pflichtsieg eingefahren. Unsere volle Konzentration gilt jetzt dem Cup-Viertelfinale (9. Februar gegen Klosterneuburg; Anm.).“

Markus Galle, Headcoach vom UBSC: „Wir haben heute am Anfang gemerkt, dass wir das Spiel gegen Fürstenfeld noch in den Beinen haben. Es war schwierig für uns von Anfang an mitzuhalten. Zwischendurch haben wir brav mitgespielt, weil wir unser Tempo gehen konnten. Am Ende ist uns dann wieder die Kraft ausgegangen.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers:
„Wir werden uns auf jeden Fall steigern müssen, um in Klosterneuburg einen Sieg einfahren zu können.“

Anton Maresch, Kapitän vom UBSC: „Wels war heute überlegen. Wir waren leider heute viel zu schwach. Für zwei Spiele innerhalb von nur drei Tagen ist uns Kader leider zu kurz.“

Personelles: Tyler Hines konnte wegen fehlender Spielgenehmigung noch nicht eingesetzt werden.

Swans Gmunden Oberwart Gunners
101:75 (27:24, 51:37, 77:51)

Markus Pinezich, Assistent-Coach der Swans: „Nach Anlaufschwierigkeiten haben wir unser Defensivkonzept dann gut durchgesetzt. Es war die erwartete Reaktion der Mannschaft. Gratulation.“

Sebastian Käferle, Kapitän der Gunners: „Wir haben das Spiel von Anfang an verschlafen. Vielleicht waren wir müden, vielleicht war es die lange Busfahrt – aber wir waren von der ersten Minute an nicht ready. Im ersten Viertel haben wir noch halbwegs mithalten können, weil wir offensiv schwere Würfe getroffen haben, aber ab dem zweiten Viertel war Gmunden zu dominant und hat heute verdient gewonnen.“

Enis Murati, Spieler der Swans: „Heute sind wir genauso aufgetreten, wie wir uns das vorgestellt haben. Vor allem ist es uns gelungen, die Intensität in der Verteidigung hoch zu halten. Die Defense war heute entscheidend für den Sieg.“

Lluis Pino Vera, Headcoach der Gunners: „Es war schon ein schwieriges Spiel für uns – allein wegen der Tatsache, dass Gmunden pausieren konnte und wir vor 45 Stunden noch eine Overtime absolvieren mussten. Sie waren viel energischer, aggressiver als wir und als wir in der zweiten Halbzeit zurücklagen, konnten wir dann nicht mehr die Energie aufbringen, um zurück zu fighten.“

Fürstenfeld Panthers Klosterneuburg Dukes
83:81 (25:20, 45:49, 71:67)

Goran Patekar, Headcoach der Panthers: „Gratulation an meine Mannschaft. Das war Wahnsinn nach dieser katastrophalen Leistung in Graz, jeder Spieler hat heute ein anderes Gesicht gezeigt. Von der ersten Sekunde an war die Einstellung meiner Jungs perfekt. Wir haben auch über unserem Limit gespielt und am Ende Glück gehabt.“

Werner Sallomon, Headcoach der Dukes: „Mit der aktuellen Personalsituation war heute der Sieg leider nicht möglich. Schade. Meine Mannschaft hätte sich den Erfolg heute verdient.“

Erich Feiertag, Teambetreuer der Panthers: „Heute haben wir eine geschlossene, kämpferische Leistung über das ganze Spiel gezeigt und das Glück erzwungen.“

Christoph Greimeister, Spieler der Dukes: „Ein sehr hart geführtes Spiel, mit guten und schlechten Phasen im Spiel und mit dem glücklicheren Ende für die Panthers!“

Personelles: Hannes Ochsenhofer konnte erneut nicht eingesetzt werden. Personelles: Edin Bavcic und Clemens Leydolf fehlten erneut, auch Timur Bas. Auch Headcoach Ante Perica musste aussetzen.

2BL: Mistelbach & Dornbirn für Playoffs qualifiziert
In der 17. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga haben mit den Mistelbach Mustangs (3) und den Dornbirn Lions (5) zwei weitere Teams vorzeitig die Teilnahme an den Playoffs 2018 fixiert. Die Niederösterreicher beherrschten die Basket Flames (9) nach starker, erster Halbzeit mit 91:67 und gewannen zum vierten Mal in Folge. Für die Dornbirn Lions (5) stand am Ende der Begegnung mit Basket 2000 Vienna Warriors (11) ein deutlicher 98:63- Auswärtssieg zu Buche, den sie ihrer „Inside-Stärke“ zu verdanken haben. Parallel hat Tabellenführer Vienna D.C. Timberwolves (2) seine drohende zweite Saisonniederlage doch noch abgewehrt. Trotz 18-Punkte-Rückstands (33:51; 18. Min) rangen die „Wölfe“ KOŠ Celovec (8) am Ende knapp mit 88:87 nieder. Hart zu kämpfen hatten auch die Raiders Villach (4): Der dezimierte Meister setzte sich ohne drei Stammspielern bei stark verbesserten Wörthersee Piraten (12) mit 83:78 durch – und ist nur noch einen Sieg von der Playoff-Qualifikation entfernt. Die Mattersburg Rocks (7) fertigten die BBU Salzburg (10) mit 83:64 ab, wobei US-Legionär Arnold Fripp mit 19 Punkten in 21 Minuten ein starkes Debüt gab. Die Jennersdorf Blackbirds (6) fügten Vizemeister UBC St. Pölten (2) nach sechs Heimsiegen in Serie wieder eine Niederlage zu und gewannen auswärts mit 81:66. Sebastian Koch debütierte mit elf Punkten und vier Blocks.

Die Mistelbach Mustangs (3) haben gegen die Basket Flames (9) ihren vierten Sieg in Serie gefeiert – und dabei die frühzeitige Qualifikation für die Playoffs 2018 geschafft. Die Niederösterreicher entschieden das Spiel bereits vor der Pause, lagen nach 20 Minuten 53:31 voraus. Am Ende gelang ein souveräner 91:67-Sieg. Es war der 6. Sieg über die „Flammen“ in Folge. Vor allem eine deutlich bessere Trefferquote aus dem Feld (52% zu 27%) war ausschlaggebend für den Sieg der Mustangs. Die Flames, die erneut ohne Kapitän Dominik Alturban auskommen mussten, kassierten indes die bereits fünfte Niederlage in Serie – haben aber weiterhin alle Chancen auf die Playoff-Qualifikation.

Die Dornbirn Lions (5) haben bei Basket 2000 Vienna Warriors (11) ihre Pflicht erfüllt und einen deutlichen 98:63-Auswärtssieg eingefahren. Auch ihnen ist seit dieser Runde ein Platz in der Postseason nicht mehr zu nehmen, da sie gegen die Flames beide Spiele gewonnen haben und somit bei Punktgleichheit einen Vorteil hätten. Damit bleiben die Vorarlberger in der Tabelle mit Villach nach Punkten gleichauf und auch weiterhin im Rennen um einen Platz in den Top-4. Die „Löwen“ hatten im ersten Viertel noch ein wenig gebraucht, ehe sich anschließend ihre Dominanz unter dem Korb – auch weil bei den Warriors Marko Moric fehlte – immer mehr durchsetzte. 50:35 endete das Rebound-Verhältnis, 56:16 jenes bei „points-in- the-paint“. Bei den Warriors, wo Neuzugang Stephan Balga schon nach acht Minuten wegen eines unsportlichen und anschließenden technischen Fouls ausgeschlossen wurde, war Michael Diesner mit 23 Punkten Top-Scorer. Für Dornbirn war einmal mehr Antoni Vicens (25 PTS) bester Werfer.

Die Vienna D.C. Timberwolves (1) haben sich in der 17. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga einen 88:87-Heimsieg über KOŠ Celovec (8) erkämpft. Die erstmals ohne Jakob Strazar, der KOŠ berufsbedingt vor dieser Runde verlassen hatte, angetretenen Kärntner verlangten dem anfangs defensiv nicht fokussierten Tabellenführer speziell in der ersten Halbzeit alles ab: Angeführt vom erst 17-jährigen Jan Razdevsek – er macht mit 28 Punkten sein „career-high“ – lag KOŠ nach 18. Minuten bereits 51:33 in Führung. In der zweiten Halbzeit erhöhten die „Wölfe“ ihre Intensität in der Defense und erkämpften sich am Ende einen glücklichen Sieg – weil Ziga Erculj (14 PTS, 6 RB, 8 AS) die letzte Possession der Kärntner nicht erfolgreich abschloss. Peter Hofbauer imponierte für den Tabellenführer ohne Fehlwurf mit 20 Punkten.

Auch die Raiders Villach (4) haben sich gegen einen vermeintlichen Underdog über 40 Minuten sehr schwer getan. Der Meister siegte bei den Wörthersee Piraten (12) mit 83:78. Ohne drei Stammspielern (Julevic, Primc und Gross) gelang den Raiders ein guter Start (13:4, 3. Min), nach 18. Minuten führte der Favorit bereits mit 47:29. Doch das Tabellenschlusslicht zeigte in der zweiten Halbzeit große Moral und verkürzte den Rückstand kontinuierlich: Angeführt von Neuzugang Elvis Keric (20 PTS, 7 RB, 6 AS) gingen die letzten beiden Viertel dieses Spiels an die Piraten. Marko Jurica (28 PTS, 3 ST) & Co ließen aber mit all ihrer Routine keine Wende mehr zu, vor allem dank ihrer individuellen Stärken. Villach bleibt damit Tabellenvierter. Die Piraten warten weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg.

Die Mattersburg Rocks (7) haben auch das neunte aufeinanderfolgende Duell mit der BBU Salzburg (10) für sich entschieden. Die Burgenländer gewannen daheim klar mit 83:64. Mit ihrem vierten Heimsieg in Serie wahren die Rocks die Chance auf Platz vier nach dem Grunddurchgang. Angeführt von den beiden US-Legionären – Royce Woolridge (25 PTS) und Debütant Arnold Fripp (19 PTS) – lief Mattersburg nie Gefahr dieses Spiel aus der Hand zu geben. Salzburg, das auf Dusan Oluic (verletzte sich beim Aufwärmen; Anm.) verzichten musste, zeigte einmal mehr am Rebound sein Potential (39:28), vergab aber mit 22 Turnover ein besseres Ergebnis. Guillermo Sanchez (23 PTS, 11 RB) kam für die BBU auf ein „double-double“. Bei Mattersburg wurde der gesamte Kader – und kein Spieler länger als 26,5 Minuten – eingesetzt.

Die Jennersdorf Blackbirds (6) haben dem UBC St. Pölten (2) die erst zweite Heimniederlage der Saison zugefügt. Nach sechs Heimsiegen in Serie kassierte der Vizemeister eine 66:81-Niederlage. Die Burgenländer, bei denen Neuzugang Sebastian Koch 11 Punkte und 4 Blocks auflegte, sind nach ihrem zehnten Saisonsieg nur noch einen Erfolg vom Erreichen der Playoffs entfernt. Entscheidend für den ersten Auswärtssieg der Burgenländer nach drei Niederlagen in Serie war ein trefferreicher Start in dieses Spiel: 28 Punkte scorte Jennersdorf im Startviertel, traf anfangs aus allen Lagen exzellent – und zehrte am Ende von einem zwischenzeitlichen +18 (49:31; 19. Min). St. Pölten brachte erst spät ihre gewohnte Defense-Intensität aufs Feld und unterlag verdient. Top-Scorer der Blackbirds war Christoph Astl mit 26 Punkten (7/11 FG). Martin Speiser machte für St. Pölten 21 Zähler.

Die Ergebnisse der 17. Runde im Überblick:
Vienna D.C. Timberwovles – KOŠ Celovec

88:87 (19:24, 40:53, 62:70)
Mistelbach Mustangs – Basket Flames
91:67 (24:12, 53:31, 70:50)
Basket 2000 Vienna Warriors – Dornbirn Lions
63:98 (23:28, 35:50, 52:74)
Wörthersee Piraten – Raiders Villach
78:83 (19:25, 35:49, 53:61)
Mattersburg Rocks – BBU Salzburg
83:64 (26:17, 50:33, 70:48)
UBC St. Pölten – Jennersdorf Blackbirds
66:81 (21:28, 36:51, 55:65)

Vienna D.C. Timberwolves KOŠ Celovec
88:87 (19:24, 40:53, 62:70)

Schon in den ersten Minuten zeigt sich, dass der Fokus bei den Timberwolves nicht da ist, denn Vjeran Soldo kommt zu drei offenen Mitteldistanzwürfen. Das Spiel geht bis zum 19:19 hin und her, bis zur ersten Pause setzt sich KOS dank Jan Razdevsek und Ziga Erculj auf 24:19 ab. Pippo D’Angelo führt die Wolves auf 30:31 heran, danach dominieren die Gäste aber fünf Minuten lang. KOS schützt den Korb gut und ist im Gegenzug dank Ziga Erculj viel dynamischer. Vor allem Razdevsek, der bis zur Halbzeit vier Dreipunkter trifft, ist bei einem 20:3-Lauf auf 51:33 federführend. Die Wölfe erhöhen die Intensität und verkürzen durch David Geisler und Peter Hofbauer auf 40:53.

Nach Seitenwechsel setzen die Hausherren ihr druckvolles Spiel fort, der Rückstand reduziert sich schnell auf 47:53 und 54:57. In der Folge kommt KOS angeführt von Marin Sliskovic wieder ins Spiel und zieht auf 70:59 davon, Laurence Müller sorgt mit einem Dreier für den 62:70-Stand nach 30 Minuten. Im Schlussabschnitt üben Müller und Jonas John weiter enorm viel Druck aus, KOS gelingt fünf Minuten lang kein Punkt, der Run wird auf 13:0 ausgebaut und Nemanja Nikolic sorgt mit dem 72:70 für die erste Timberwolves- Führung im Spiel. Pezi Hofbauer trifft weiter von außen, erzielt 20 Punkte ohne Fehlwurf und nach einem Dreipunkter von Petar Cosic scheint bei 83:77 in der 39. Minute die Vorentscheidung gefallen. Doch Razdevsek kontert mit einem unglaublich schwierigen Dreier. Ziga Erculj verkürzt nach einem Steal auf 84:85 und trifft rund 25 Sekunden vor Ende aus der Distanz zur 87:86-Führung für KOS. Die Wölfe antworten mit einem Korbleger von Müller und der letzte hart bedrängte Versuch von Erculj geht daneben.

Stimmen zum Spiel:
Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Es ist zwar beachtlich, nach 18 Punkten Rückstand noch zu gewinnen, aber man muss so ehrlich sein und sagen, dass sich KOS den Sieg mindestens genauso sehr verdient hätte. Wir haben viel zu spät begonnen, intensiv und intelligent zu verteidigen, und KOS hat dies vor der Pause mit einer sehenswerten Leistung ausgenützt.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Wolves: „Ein sehr glücklicher Sieg, die Leistung in der ersten Hälfte war vor allem in der Defense desaströs. KOS hat besonders vor der Pause super gespielt.“

Dragan Sliskovic, Headcoach von KOŠ: „Schade! Mein Team hätte es heute verdient gehabt zu gewinnen, das sage ich mit allem Respekt vor der Leistung der Timberwolves. Ein Ballbesitz hat entschieden, wir haben leider verfehlt.“

Vjeran Soldo, Spieler von KOŠ: „Wir waren in einem guten Rhythmus in der Offense und haben in der Defense super gefightet. Wir hätten den Sieg heute verdient gehabt, fahren jetzt deshalb mit einem traurigen Gefühl nach Hause. Es war sehr knapp. Gratulation an die Wolves.“

Beste Werfer: Hofbauer 20, Cosic 16, Geisler 13 bzw. Razdevsek 28, Soldo, Sliskovic 17;

Mistelbach Mustangs Basket Flames
91:67 (24:12, 53:31, 70:50)

Nach Fehlwurf auf Seiten der Gäste eröffnen Sismilich und Obermann mit 2 Dreiern in Folge. Heindl lässt einen Fastbreak folgen woraufhin Heacoach Franz Zderadicka die Partie mit einem Time-Out unterbricht, um seine Mannen zu wecken. Wieder auf dem Spielfeld schreiben die Gäste erstmals von der Freiwurflinie an. Die Mustangs spielen weiter befreit, während bei den Wienern der Korb wie vernagelt erscheint. Ende 1. Viertel steht es 24:12. Das 2. Viertel starten die Flames besser, die Mustangs ziehen aber die Schrauben in der Defense an und so gerät die Wiener Offensive wieder ins Stocken. Obwohl die Flames Mitte des zweiten Abschnitts von Zonen auf Man-Defense umstellen, bleibt das Scoring der Mustangs konstant und so gehen die Hausherren kurz vor der Halbzeitpause erstmals +20 in Führung.

Die 2. Halbzeit startet Ivo Prachar mit einem frühen 3. Foul. In Folge ergibt sich ein offener Schlagabtausch. Die Flames schließen ihre Angriffe schnell ab und bringen die ganze Mistelbacher Mannschaft in Foultroubles. Die Flames sind nach 4 Minuten im Foulbonus und nach einem beim Publikum unbeliebten 6. Mistelbacher Teamfoul greift Coach Weissenböck mit einem Time-Out ein. Danach schreibt Semerad mit einem Dreipunkter wieder für die Mistelbacher an, Sismilich begeht allerdings sein 4. persönliches Foul. Kurz vor Ende des 3. Viertels stellt Obermann von der Distanz wieder auf + 20. Im Schlussviertel kommt Geyerhofer zum Einsatz und die Mistelbacher stellen auf Zonendefense um. Gästen gelingt nicht viel und Isbetcherian stellt mit 2 Freiwürfen auf +25. Danach wird das Spiel hektisch und Obermann kassiert nach seinem 5. persönlichen Foul auch noch ein Disqualifizierendes. Nach einem anschließenden Foul der Flames gehen die Wogen hoch. Das Ergebnis: Ivo Pracher unsportliches Foul – Joshua Rohrböck der Flames disqualifizierendes Foul. Nach dem Schock spielen beide Mannschaften das Spiel ruhig zu Ende.

Stimmen zum Spiel:
Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Es war eine sehr gute erste Halbzeit. Die zweite Halbzeit war dann komplett zerfahren und basketballerisch wertlos.“

Laurenz Heindl, Spieler der Mustangs: „Wir haben sehr gut gestartet und uns einen komfortablen Vorteil erspielt, den wir über eine turbulente zweite Halbzeit halten konnten.“

Franz Zderadicka, Headcoach der Flames: „Mistelbach war 1. Halbzeit werferisch klar überlegen, das gesamte Spiel in allen Belangen die bessere Mannschaft und hat klar und verdient gewonnen. Mit 27% Trefferquote ist gegen keine Mannschaft ein Sieg möglich.“

Dominik Alturban, Kapitän der Flames: „Wenn man gegen ein Team wie Mistelbach auswärts gewinnen möchte, kann man sich nicht erlauben die ersten 10 minuten zu verschlafen. Das müssen wir in den verbleibenden Runden besser machen, um auf den Playoffzug aufzuspringen.“

Beste Werfer: Semerad, Morwitzer je 18, Sismilich 14 bzw. Künstner 13, Stadelmann 12, Hübner 11;

Basket 2000 Vienna Warriors Dornbirn Lions
63:98 (23:28, 35:50, 52:74)

Basket2000 muss auf Marko Moric verzichten. Mit Neuzugang Stephan Balga, der auch gleich in der Starting-5 steht, beginnt das Spiel auf beiden Seiten sehr dynamisch. Viele Würfen finden den Weg in den Korb, doch Dornbirn erwischt den besseren Beginn und führt 15:8 nach 5 Spielminuten. Dank Stevic, Diesner und Topic gleichen die Warriors wieder aus (15:15). Das Debüt von Stephan Balga dauert ganze 8 Minuten, denn nach einem Unsportlichen plus Technischem Foul muss der Guard auch wieder runter vom Feld und kann nicht mehr eingreifen. Nach einer Unachtsamkeit scort Sebastian Gmeiner einen Dreier zum 28:23 nach 10 Minuten. Dornbirn erhöht nun die Intensität in der Verteidigung und kann auf 40:28 davonziehen. Basket2000 scort zwei Freiwürfe, doch nun agieren die Warriors sehr schlampig und verlieren einige Bälle, was die Gäste aus dem Ländle zu einigen Fast-Break-Zählern nutzen können. Mit 50:35 gehen die Lions in die Halbzeitpause. In der Tonart ging es auch weiter, die Hausherren konnten zwar einige Scores erzielen, doch die Lions hatten die Partie weiterhin im Griff. Bis auf 14 Zähler kamen die Warriors heran, doch die Vorarlberger antworteten postwendend mit 10 Punkten in Serie. Zu allem Überfluss bekam Armin Topic durch ein Technisches Foul sein

5.Foul und musste nach Balga ebenfalls das Feld verlassen. Die Warriors, die dadurch nur noch einen Wechselspieler hatten, konnten der Intensität der Lions nichts mehr entgegensetzen. Mit 98:63 gewinnen die Dornbirn Lions das Spiel.

Stimmen zum Spiel:
Zeljko Racic, Headcoach der Warriors: „Durch den Ausschluss von Balga im ersten Viertel hatten wir nachher kaum eine Chance das Spiel zu gewinnen. Wir haben drei Viertel lang gut mitgespielt und durch einen weiteren Ausschluss von Topic war das Spiel endgültig entschieden. Ich hoffe, dass wir nächste Woche gegen die Flames komplett auftreten.“

Stephan Balga, Spieler der Warriors:
„Die ersten sechs Minuten waren sehr gut, wir haben als Team gut funktioniert, dann haben die Schiedsrichter ein technischen und ein unsportliches Foul gegen mich gepfiffen. Somit musste ich das Spielfeld verlassen. Danach haben meine Teamkollegen alles gegeben, aber es hat nicht gereicht. Wir werden weiter hart arbeiten!“

Inaki Merino, Headcoach der Lions: „Für uns war es der obligatorische Pflichtsieg heute. Der Gegner hatte am Ende durch die kurze Bank keine Kraft mehr. Wir hatten heute viele Vorteile unter dem Korb, wir haben am Anfang ganz gut gespielt und wollten viel über Inside gehen. Ab und zu waren wir mit der Konzentration nicht im Spiel, wir wollten heute in der Defense gut dastehen. Im Großen und Ganzen war es ein solides Spiel, doch es gibt Sachen wo wir uns verbessern müssen.“

Luka Brajkovic, Spieler der Lions: „Wir haben heute gut gespielt, jedoch hatten wir am Anfang Schwierigkeiten, da Basket2000 mit einer guten Energie agiert hat. Nach und nach haben wir Antworten auf ihr Spiel gefunden und am Ende den Sieg geholt. Darauf können wir aufbauen.“

Beste Werfer: Diesner 23, Topic 12, Drljaca 9 bzw. Vicens 25, Brajkovic 18, Gmeiner 13;

Wörthersee Piraten Raiders Villach
78:83 (19:25, 35:49, 53:61)

Die Raiders legen einen guten Start hin, speziell vom Dreier treffen sie hochprozentig und stellen die Piraten so vor Probleme. Die Hausherren wachen dann aber auf, attackieren den Korb hart und holen so auf. Die Raiders führen nach den ersten zehn Minuten mit 25:19. Im zweiten Viertel entwickelt sich ein offener Schlagabtausch: Bei den Gästen sind es Jurica und Finzgar, die Akzente setzen, bei den Piraten Neuzugang Keric und Innenspieler Kunovjanek. Dann schaffen es die Raiders durch eine Serie von Ballgewinnen den Vorsprung auszubauen und mit einer 49:35-Führung in die Halbzeitpause zu gehen.

In der zweiten Halbzeit dann ein anderer Spielverlauf, mehr Vorteile für die Piraten, die im dritten Viertel vor allem in der Defensive einen Zahn zulegen und nach 30 Minuten auf 53:61 verkürzen können. Auch im Schlussviertel gehen die Hausherren nicht vom Gas, verkürzen den Rückstand immer weiter, nur dann ist es einmal mehr die Routine der Legionäre von den Raiders, die den Ausschlag zum 78:83-Endstand gibt.

Stimmen zum Spiel:
Goran Jovanovic, Headcoach der Piraten: „Wir können auf unsere Leistung in der zweiten Halbzeit stolz sein, wir haben viel Herz und auch smarten Basketball gezeigt. Die Richtung stimmt und wir werden diese weiter gehen.“

Marko Jurica, Spieler der Raiders:
„Es war ein hart erkämpfter Sieg für uns. Die Tabellensituation hat die Stärke der Piraten heute nicht widergespiegelt.”

Beste Werfer: Keric 20, Kunovjanek 18, Simoner 15 bzw. Jurica 28, Hartl 21, Finzgar 15;

Mattersburg Rocks BBU Salzburg
83:64 (26:17, 50:33, 70:48)

Das Spiel startet ausgeglichen. Die ersten zehn Punkte der Hausherren werdden allesamt von den US- Importen Woolridge und Fripp erzielt. Bei den Salzburgern trifft Sanchez zwei Freiwürfe, er macht in dem Spiel alle seiner elf Freiwürfe, und stellt auf 11:10 aus Sicht der Gäste. Danach erhöhen die Mattersburger das Tempo und beenden mit neun Punkten Vorsprung das Viertel. Im zweiten Viertel agieren die Rocks weiterhin energischer und starten mit einem 9:0- Run. Bis zur Pause ändert sich an der 18-Punkte-Führung nichts mehr. Die Mozartstädter kommen besser aus der Kabine und können den Rückstand auf zehn Punkte verkürzen. Allerdings lassen sich die Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen und legen einen 13:0 Run hin im dritten Viertel, der alles klar macht. Salzburg kommt nicht mehr heran im vierten Viertel und die Vickery-Truppe siegt ungefährdet. Einziger Wermutstropfen: Der Guard der Burgenländer Claudio Vancura verletzt sich im letzten Viertel und hat sich wohl den Finger gebrochen.

Stimmen zum Spiel:
Joey Vickery, Headcoach der Rocks: „Es war schön nach zwei Niederlagen in Folge daheim vor den eigenen Fans zu gewinnen.“

Corey Hallett, Spieler der Rocks: „Ein Schritt in die richtige Richtung. Wir freuen uns schon auf nächste Woche und sind bereit.“

Aaron Mitchell, Headcoach der BBU: „Wir haben solide 25 Minuten gespielt, leider dauert ein Match 40 Minuten.“

Danilo Tepic, Spieler der BBU: „Wir sind schlecht ins Spiel gestartet und haben eine zu hohe Führung erlaubt. Leider sind wir dann nicht zurückgekommen, weil Mattersburg den Vorsprung gut gehalten hat.“

Beste Werfer: Woolridge 25, Fripp 19, Nicoli 13 bzw. Sanchez 23, Jimenez 16, Joch 10;

UBC St. Pölten Jennersdorf Blackbirds
66:81 (21:28, 36:51, 55:65)

Die Jennersdorfer starten sofort mit Sebastian Koch. Die Zuseher erleben in der ersten beiden Minuten ein schnelles und trefferreiches Spiel. In der Anfangsphase ist es Horvath bei den Blackbirds, der das Heft in die Hand nimmt und die Blackbids in Führung wirft. Die Burgenländer treffen vor allem in der Anfangsphase vom Dreier fast fehlerlos und gehen so schnell mit 22:12 in Führung. In der Folge fangen sich die St. Pöltner und können vor allem in der Schlussphase des Startviertels einen Zahn zulegen. Der Beginn des zweiten Abschnitts ist ähnlich dem des Ersten. Beide Teams versuchen hauptsächlich aus der Weit- bzw. Mitteldistanz zu scoren und beide Teams treffen hochprozentig. Die Jennersdorfer treffen in dieser Phase fast jeden Wurf und können den Vorsprung auf 14 Punkte ausbauen. 3 Minuten vor der Viertelpause kassiert Denis Soldo sein 3. Foul. Bei den St. Pöltner läuft im zweiten Viertel nicht viel zusammen und die Jennersdorfer können auf plus 18 davonziehen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kommen die St. Pöltner in der Defensive besser in Schwung und erzwingen bei den Jennersdorfern schlechte Würfe. In Folge entwickelt sich ein sehr schnelles und spannendes Spiel. Die Jennersdorer haben ein wenig die Leichtigkeit der ersten Hälfte verloren und die St. Pöltner versuchen alles, um weiter heranzukommen. Die Jennersdorfer fangen sich dann aber wieder und können auf konstant plus 10 Punkte bleiben. Zu Beginn des vierten Viertels kommen die St. Pöltner, dank starker Defensive, auf 5 Punkte an die Blackbirds heran. Bei St. Pölten verletzt sich Denis Soldo nach knapp 3 Minuten im vierten Viertel. Bei den St. Pöltner passieren dann einige Turnover und die Blackbirds können das zu einfachen Punkten nutzen. Gegen Ende des Spieles fehlt den St. Pöltner ein wenig die Konzentration und der Gegner nützen jeden Fehler eiskalt aus.

Stimmen zum Spiel:
Andreas Worenz, Headcoach vom UBC: „Wir haben die Jennersdorfer in der ersten Halbzeit heißwerden lassen und Defensiv keine gute Leistung gebracht.“

Stefan Jäger, Pressesprecher vom UBC:
„Jennersdorf hatte viel Platz für offene Würfe und hat diesen auch genutzt.“

Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „Wir haben speziell in der ersten Halbzeit offensiv sehr gut getroffen und zum Schluss mit Kampf das Spiel nach Hause gebracht.“

Beste Werfer: Speiser 21, Obermann 13, Böck L., Böck Ch. je 8 bzw. Astl C. 26, Horvath 14, Koch S. 11;

Presseinfo ABL/ÖBL/2BL/red.

04.02.2018