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In der 3. Runde der Pick Round in der Erste Bank Eishockey Liga stand in der Albert-Schultz-Halle das Duell Vienna Capitals vs. KAC auf dem Programm. Der Tabellenführer feierte vor 4.450 Zuschauern einen klaren 4:1-Heimsieg und behält in der Zwischenrunde die sprichwörtliche „weiße Weste“. Der amtierende EBEL-Champion zeigte dabei eine Leistung die man durchaus als „meisterhaft“ bezeichnen kann.

Das Spiel begann von beiden Seiten verhalten geführt. Im ersten Überzahlspiel des Schlagers in der Albert-Schultz-Halle übernahmen die Vienna Capitals das Kommando. Mehrere gute Torchancen blieben dabei ungenutzt. In der Folge entwickelte sich ein interessantes, intensives Spiel mit leichten optischen Übergewicht für die Gastgeber. Nach einer starken Startphase der Gastgeber verloren die Gastgeber das häufig zitierte „Momentum“ als Verteidiger Cuma für einen Bandencheck weine zwei plus zwei Minuten-Strafe ausfasste. Die Gastgeber überstanden diese knifflige Phase ohne Gegentor. Mit Fortdauer des ersten Abschnitts waren wieder die Vienna Capitals am Drücker und gingen im zweiten Powerplay leistungsgerecht in Führung. Nach Traumpass von Rotter trifft Schneider wuchtig zum 1:0-Führungstreffer (16.). Nachdem die Wiener in der Folge auch das zweite Unterzahlspiel ohne Gegentreffer überstanden gingen die beiden Mannschaften mit einer 1:0-Pausenührung in die Kabinen. Aufgrund der Spielanteile und Torchancen ging dieser Zwischenstand durchaus in Ordnung.

Zu Beginn des 2. Drittels änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen. Nach einer Großchance für den KAC übernehmen die Vienna Capitals mit druckvollem, dynamischen Power-Eishockey das Kommando. In der 24. Minute wurden die Vienna Capitals für den hohen Aufwand belohnt. Vause schickt Schneider auf die Reise. Der steht völlig alleine vor Gäste-Goalie Duba, behält in der Folge die Nerven und netzt zum 2:0 ein. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die Gastgeber hatten ließen keinen Zentimeter von ihrer intensiven Spielanlage ab. Der KAC hielt beherzt dagegen fand aber offensiv kaum ein Mittel um Caps-Goalie Lamoureux in akute Bedrängnis zu bringen. Die nächste Überzahlphase brachte schlussendlich den dritten Treffer für die Gastgeber. Bischofsberger musste für zwei-plus-zwei Minuten in die Kühlbox. Zunächst sah es danach aus als würden die Gäste diese Phase ohne Gegentreffer überstehen. Doch dann zog McKiernan ab. Sein Schuss wurde vor dem Tor noch abgefälscht und trudelte zum 3:0 in die Maschen (34.). In der Folge fanden die Vienna Capitals noch zwei weitere Überzahlsituationen vor. Diese bleiben jedoch ungenützt – Zwischenstand nach 40 Minuten somit 3:0.

Zu Beginn des letzten Abschnitts fand der KAC zumindest gefühlt ein Mittel um sich vom Offensivdruck der Vienna Capitals zu befreien. Offensiv gefährlich wurden die „Rotjacken“ jedoch nicht. Die Vienna Capitals hatten das Spiel souverän unter Kontrolle und ließen defensiv nichts anbrennen. Offensiv gelang es den Gastgebern mit Drangperioden das Spielgeschehen weitgehen aus der eigenen Gefahrenzone zu halten. So hätte Vause, nachtraumhaften „durch die Beine-Pass“ von Nödl, in der 49. Minute beinahe das 4:0 erzielt. Gäste-Goalie Duba machte jedoch das betroffene Eck eiskalt zu. Die Gastgeber waren weiter dem vierten Treffer gefühlt um einiges näher und fanden durch Wukovits die nächste gute Chance des Spiels vor (55.). Rund eine Minute später gelang den Gastgebern das 4:0. Erneut nach Traumpass von Rotter stochert Holzapfel die Scheibe in die Maschen (56.). Weitere 120 Sekunden gelang dem KAC Resultatskosmetik. Duller traf – aus abseitsverdächtiger Position – zum 4:1-Endstand.

Am Ende feiern die Vienna Capitals einen völlig verdienten Heimsieg gegen den Rekordmeister aus Klagenfurt. Der amtierende EBEL-Champion machte dabei einmal mehr deutlich, dass die Vergabe des Meistertitels nur über die Hauptstädter führen wird.

Vienna Capitals vs. KAC 4:1 (1:0, 2:0, 1:0)
Albert-Schultz-Halle, 4.450 Zuschauern, SR Kincses/Nikolic

Tore: Schneider (16./PP, 24.), McKiernan (34./PP), Holzapel (56./PP) bzw. Duller (58.)

Strafminuten: 8 bzw. 14

08.02.2018