Volleyball

© Sportreport

Spannung bis zum letzten Ballwechsel verspricht die finale Runde des Austrian Volley League Women-Grunddurchgangs. Zwar stehen die Playoff- sowie Hoffnungsrunden-Teilnehmer bereits fest, nicht aber der zweite direkte Halbfinalist und die beiden Viertelfinalpaarungen.

Der UVC Holding Graz hat am vergangenen Wochenende als erstes Team das Halbfinal-Ticket gelöst. Am Samstag gastiert der Tabellenführer bei Schlusslicht TSV Sparkasse Hartberg und hat sehr gute Karten, den GD-Sieg zu fixieren. „Sie stehen verdient ganz oben, wir sind Letzter, damit ist die Ausgangslage klar. Doch wir haben ja in Graz nur knapp mit 2:3 verloren und ein Derby ist ohnehin mit einer gewöhnlichen Begegnung nicht vergleichbar. Wir werden alles geben und die Überraschung schaffen. Warum eigentlich auch nicht?“, gibt sich Hartberg-Kapitänin Jacky Hohenscherer kämpferisch. Graz-Libera Anna Oberhauser stellt klar, dass sie sich mit ihrem Team „für den Punktverlust daheim gegen Hartberg revanchieren will“. Der Papierform nach sei man klarer Favorit. „Aber ein Derby hat eigene Gesetze. Wir müssen auf jeden Fall aufpassen. Wir haben aus dem ersten Duell gelernt und werden Hartberg nicht unterschätzen.“

Nur einen Punkt hinter den Murstädterinnen rangiert Askö Linz-Steg. Das Team von Headcoach Roland Schwab benötigt im Duell mit Serienmeister SG VB NÖ Sokol/Post zwei Satzgewinne, um aus eigener Kraft als zweites Team direkt ins Halbfinale einzuziehen. Sokol/Post läuft Gefahr, den Grunddurchgang nur auf Rang fünf zu beenden. Durch vier Niederlagen in Folge hat sich die Ausgangslage für die Playoffs dramatisch verschlechtert, der erfolgsverwöhnte Serienmeister hätte aktuell im Viertelfinale in einem Entscheidungsspiel nicht einmal Heimvorteil. „Wir spielen auf Sieg und wollen uns auf keine Diskussionen einlassen. Wir waren heuer das erste Team, das Sokol/Post besiegen konnte und haben es einigen anderen Teams vorgemacht. An diese Leistung müssen wir anknüpfen und versuchen, unsere Stärken von Anfang an auszuspielen. Zuletzt in Salzburg sind wir super gestartet. Das nehmen wir uns natürlich auch am Samstag vor“, erklärt Schwab.

Die SG Kelag Klagenfurt könnte Linz-Steg noch von Platz zwei verdrängen, benötigt dazu allerdings nicht nur drei Punkte gegen den VBV Trofaiach-Eisenerz, sondern muss auch auf Hilfe von Sokol/Post hoffen. Wie die Wildcats ist auch der VC Tirol im Heimspiel gegen die PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg zu favorisieren. Für die Innsbruckerinnen geht es in erster Linie darum, Platz vier zu verteidigen. Salzburg ist auf Rang sieben einzementiert.

Bei der SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg war am vergangenen Wochenende die Freude riesig, nachdem der Playoff-Einzug mit dem sensationellen Auswärtssieg bei Sokol/Post unter Dach und Fach gebracht worden war. Am Samstag treffen die „Prinzessinnen“ auf TI-Fun-Box-Volley. „Die Mädels haben in den vergangenen Wochen unglaublich gekämpft, um das Saisonziel Playoff zu erreichen. Ich bin wirklich stolz auf unsere Mannschaft. Wir wollen den Schwung ins Viertelfinale mitnehmen. Vielleicht gelingt uns dort die nächste Sensation“, fiebert Pergs-Sportdirektor Josef Trauner den Playoffs entgegen.
Die Viertelfinalserien starten bereits in der kommenden Woche. Die Halbfinali stehen ab 10. März auf dem Programm.

Austrian Volley League Women, 18. Runde
10.02., 19:00: ASKÖ Linz/Steg – SG VB NÖ Sokol/Post
10.02., 19:00: SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg – TI-Fun-Box-Volley
10.02., 19:00: SG Kelag Klagenfurt – VBV Trofaiach-Eisenerz
10.02., 19:00: TSV Sparkasse Hartberg – UVC Holding Graz
10.02., 19:00: VC Tirol – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg

Presseinfo ÖVV/AVL Men/AVL Women/red.

08.02.2018