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Die letzten drei Tickets für das Cup Final-Four am 24. und 25. März 2018 sind vergeben. Der Titelverteidiger und aktuelle Tabellenführer der Basketball Bundesliga bulls Kapfenberg hat sich gegen Zweitligisten Mistelbach Mustangs durchgesetzt.

Dank starker Defensive und großer Vorteile am Rebound (60:40), gewannen die Steirer am Ende souverän mit 73:56 und zogen zum bereits 14. Mal ins Final-Four ein. Damit sind die Bulls alleiniger Rekordhalter. Die Swans Gmunden haben bei ihrem Duell mit 2BL-Tabellenführer Vienna D.C. Timberwolves deutlich mehr zu kämpfen gehabt. Erst nach einem starken Schlussviertel stellte der oberösterreichische Rekordcupsieger (sechs Titel; Anm.) schlussendlich einen mühsam erkämpften 97:86-Auswärtssieg sicher. Die Flyers Wels haben gleich im ersten Jahr ihrer Vereinsgeschichte das Final-Four erreicht. Sie gewannen das ABL-interne-Duell bei den Klosterneuburg Dukes dank einer starken Offensivleistung mit 90:79. Bereits am Donnerstag hatten sich die Fürstenfeld Panthers für das Cup Final-Four 2018 qualifiziert.

Der Tabellenführer der Basketball Bundesliga bulls Kapfenberg hat sich souverän für das Cup Final-Four qualifiziert. Die Steirer gewannen auswärts bei 2BL-Team Mistelbach Mustangs mit 73:56 und stehen damit zum fünften Mal in Folge im Semifinale. Insgesamt schaffte Kapfenberg zum bereits 14. Mal die Qualifikation für das Final-Four und ist damit nun alleiniger Rekordhalter. Wie schon im Vorjahr tat sich Kapfenberg in Mistelbach sehr schwer, blieb aber am Ende dank der bessern Defensive erfolgreich. Mit einer Trefferquote von nur 32% glänzte der Titelverteidiger kaum. Die Bulls hatten am Ende dank der Überlegenheit am Rebound (60:40; 23 OR) – auch weil Mistelbachs Big-Man Ivo Prachar (8 PTS, 3 RB) mit Foulproblemen zu kämpfen hatte – Vorteile in der Zone, die sie ausnutzen: 28:18 endete das Verhältnis bei „points-in-the-paint“. Außerdem machten die Steirer, bei denen Bogic Vujosevic mit 20 Punkten Top-Scorer war, 27 „second- chance-points“. Mistelbachs Michal Semerad kam ebenfalls auf 20 Punkte.

Auch die Swans Gmunden haben ihr Viertelfinale gegen ein Team der ZWEITEN Basketball Bundesliga gewonnen. Die Oberösterreicher mussten gegen den souveränen 2BL-Tabellenführer Vienna D.C. Timberwolves lange kämpfen, um am Ende mit einem 97:86-Auswärtssieg die elfte Teilnahme am Final-Four sicherzustellen. Der vermeintliche Außenseiter aus Wien, der kurzfristig ohne Laurence Müller auskommen musste, bot gegen den sechsfachen Cupsieger über 30 Minuten eine fantastische Leistung: Mitte des dritten Viertels lagen die „Wölfe“ bereits mit elf Punkten voraus (62:51; 26. Min) – auch weil sie ihr Spiel hinter die Dreipunktelinie verlagern mussten, von dort phänomenale 53% trafen. Doch im weiteren Verlauf setzte sich die körperliche Überlegenheit der Swans am Rebound durch: Dieses Duell entschieden die Oberösterreicher mit 52:36 klar für sich. 23 Offensivrebounds der Swans zu 26 Defensivrebounds der Timberwolves bedeuteten dann auch 25 „second-chance-points“ für den aktuellen Tabellendritten der ABL. Diese Dominanz zeigte sich vor allem im Schlussviertel, wo die Swans mit einem 30:13 das Spiel entschieden. Tilo Klette warf für Gmunden 24 Punkte. Er holte zudem neun Rebounds und zog neun Fouls. Der zweifache Cupsieger David Geisler (2000 und 2001 mit Traiskirchen; Anm.) war für die Wiener mit 19 Punkten Top- Scorer.

Die Flyers Wels haben gleich im ersten Jahr ihrer Vereinsgeschichte das Final-Four im österreichischen Basketballcup erreicht. Die Oberösterreicher gewinnen ihr Viertelfinale bei den Klosterneuburg Dukes souverän mit 90:79. Wels, das erstmals auf Neuzugang Tyler Hines (8 PTS, 5 RB, 2 AS) zurückgriff, entschied sein Viertelfinale bereits in der ersten Halbzeit. 54 Punkte gelangen der Mannschaft von Headcoach Sebastian Waser in den ersten 20 Minuten. Klosterneuburg – ohne Edin Bavcic und Clemens Leydolf – wirkte von Beginn an defensiv indisponiert, hielt sich anfangs aber mit tollen Einzelaktionen im Spiel. Mit Fortdauer des Spiels setzte sich das Team aus Wels immer mehr ab und kontrollierte am Ende, auch dank einer starken Trefferquote aus der Distanz (47%), das Geschehen. Klosterneuburg kämpfte zwar am Offensivrebound (12 OR), ließ aber unter dem Strich zu viele einfache Punkte liegen. Eine ganz starke Vorstellung gab für Wels Siyani Chambers: Der Pointguard legte 17 Punkte, 10 Assists und 7 Rebounds auf.

Vienna D.C. Timberwolves Swans Gmunden
86:97 (22:22, 43:44, 73:67)

Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Gratulation an Gmunden, das physisch vor allem in Person von Tilo Klette klar überlegen war. Wir haben wegen der vielen Ausfälle zudem quasi nur zu siebent rotieren können, konnten die körperlichen Nachteile trotzdem mehr als 30 Minuten lang sensationell gut wettmachen und waren spielerisch lange besser. Um es über die Zeit zu bringen, hätten wir wirklich ein perfektes Spiel gebraucht, wir können uns aber erhobenen Hauptes aus dem Cup verabschieden.“

Bernd Wimmer, Headcoach der Swans: „Zum Schluss war die Kraft und die höhere Rotation auf unserer Seite. Großes Kompliment an die Timberwolves. Ich bin froh, dass wir es ins Cup- Final-Four geschafft haben.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Wolves: „Wir haben einen großen Fight geliefert, sind aber durch den körperlichen Nachteil müde geworden und Gmunden hat am Ende verdient gewonnen. Wir können trotzdem stolz sein.“

Enis Murati, Spieler der Swans:
„Großer Respekt an die Timberwolves. Sie haben gezeigt, dass auch in der 2BL guter Basketball gespielt wird. Sie konnten schlussendlich nicht mit unserer Intensität mithalten, das war der Unterschied.“

Personelles: Vincent Polakovic, Jakob Mayerl (beide verletzt) und Mark Laurencik (Auslandsaufenthalt) konnten nicht teilnehmen. Auch Laurence Müller fehlte.

Mistelbach Mustangs bulls Kapfenberg
56:73 (14:21, 32:38, 46:57)

Thomas Morwitzer, Spieler der Mustangs: „Wir haben gewusst, dass das ein schweres Spiel werden wird. Wir sind gut in das Spiel gestartet, haben uns dann aber ihr Spiel aufzwingen lassen. Unsere Trefferquote war schlecht, das bessere Team hat gewonnen.“

Mike Coffin, Headcoach der Bulls: „Es war kein schönes Spiel von unserer Seite. Das ist das Spiel des Jahres für eine Zweite Bundesliga-Mannschaft. Mistelbach hat, wie erwartet, sehr hart gekämpft. Doch wir haben das Spiel clever nach Hause gebracht und verdient gewonnen.“

Stefan Obermann, Spieler der Mustangs: „Das Spiel war sehr physisch. Die Defense der Kapfenberg bulls hat uns zu schwierigen Würfen gezwungen. Entsprechend niedrig war unser Prozentsatz. Sie sind nicht ohne Grund Tabellenführer der ABL. Die bulls haben verdient gewonnen – wir hoffen, dass sie Cupsieger werden.“

Jozo Rados, Spieler der Bulls:
„Es war, wie erwartet, ein schweres Spiel. Wir haben uns gut vorbereitet auf Mistelbach. Sie sind ein Top-Team der zweiten Bundesliga. Wir wussten, dass wir das Spiel gewinnen müssen, egal wie. Es war ein Pflichtsieg für uns, Respekt für Mistelbach. Wir haben vor allem in den ersten beiden Vierteln an unsere Grenzen gehen müssen.“

Personelles: Ronald Sprung fehlte.

Personelles: Filip Krämer (rekonvaleszent nach Knie-Operation) fehlte.

Klosterneuburg Dukes Flyers Wels
79:90 (19:24, 40:54, 61:73)

Werner Sallomon, Headcoach der Dukes: „Wir sind nicht beständig, wir haben viele Verletzungen und Krankheiten und so hat die Mannschaft derzeit wenig Chance sich zu finden. Wir müssen im eins- gegen-eins besser werden, das ist uns heute nicht gelungen.“

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Ich bin super stolz auf meine Mannschaft, gleich im ersten Jahr in das Final-Four einzuziehen. Das war eine reife Leistung.“

Christoph Greimeister, Headcoach der Dukes: „ Wir haben brav gekämpft, in der zweiten Halbzeit alles gegeben, aber im Endeffekt zu viele Lay-Ups vergeben. Gratulation und viel Glück an Wels.“

Elijah Wilson, Spieler der Flyers: „Es war ein toller Sieg für die ganze Mannschaft! Jetzt gilt es noch so eine Leistung zu zeigen, um in das Finale einzuziehen.“

Personelles: Edin Bavcic und Clemens Leydolf fehlten weiterhin. Auch Headcoach Ante Perica stand nicht zur Verfügung.

Personelles: Tyler Hines gab sein Debüt.

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

09.02.2018