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In der 20. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga kämpfen die Basket Flames (8) und KOŠ Celovec (9) parallel um das letzte verbleibende Ticket für das Viertelfinale.

Die Wiener empfangen das Tabellenschlusslicht Wörthersee Piraten (12). KOŠ tritt daheim gegen den Vorletzten Basket 2000 Vienna Warriors (11) an. Beide Heimteams dürfen sich im Kampf um die Playoffs wohl keinen Ausrutscher leisten. Meister Raiders Villach (4) bekommt gegen die Jennersdorf Blackbirds (6) seine letzte Chance auf Tabellenplatz zwei nach Ende des Grunddurchgangs. Mit einer ähnlichen Leistung wie in der Hinrunde, als Villach gegen die beste Defensive der Liga 96 Punkte machte, wäre der sechste Heimsieg in Serie machbar. Die Burgenländer könnten bei einem Erfolg weiterhin Platz vier erreichen. Um Platz vier geht es auch für die Dornbirn Lions (5). Sie empfangen Vizemeister UBC St. Pölten (3) und wollen mit einem Erfolge ihre letzten beiden Heimniederlagen in Serie vergessen machen. Die Niederösterreicher drängen aber auf Platz zwei nach Ende des Grunddurchgangs und wollen sich bis zum möglichen „Showdown“ – sie treffen in der letzten Runde auf den direkten Konkurrenten Mistelbach – eine gute Ausgangsposition schaffen. Der Tabellenführer Vienna D.C. Timberwolves (1) will mit einem Sieg bei der BBU Salzburg (10) Platz eins nach Ende des Grunddurchgangs endgültig in trockene Tücher bringen. Die Begegnung zwischen den Mistelbach Mustangs (2) und den Mattersburg Rocks (7) wurde bereits Ende Jänner ausgetragen und endete 81:79 für die Niederösterreicher.

Mit der 20. Runde startet in der ZWEITEN Basketball Bundesliga die entscheidende Phase im Kampf um das letzte verbleibende Ticket für die Playoffs 2018. Neben den Basket Flames (8) hat auch noch KOŠ Celovec (9) die Chance auf einen Platz im Viertelfinale. Während die Wiener im „direkten Duell“ mit den Kärntnern einen Vorteil von +10 besitzen, haben die Klagenfurter noch ein Spiel mehr zu absolvieren. Beide Teams müssen am kommenden Spieltag gegen vermeintlich schwächere Mannschaften bestehen.

Die „Flammen“ empfangen Schlusslicht Wörthersee Piraten (12), das auf Headcoach Goran Jovanovic verzichten muss. Die letzten vier Begegnungen mit den Piraten konnten gewonnen werden – doch der weiterhin sieglose Tabellenletzte hat in den letzten Runden zweimal nur knapp das Nachsehen gehabt. Dank der Nachverpflichtung von Elvis Keric und der Reaktivierung von Sebastian Schaal – beide Akteure fehlen den Kärntnern in Wien – und Andreas Kuttnig, hofft der ehemalige Verein der Basketball Bundesliga auf eine späte Trendumkehr – zumal aufgrund der Nationalteampause wohl auch etliche Kooperationsspieler der bulls Kapfenberg mithelfen könnten, den ersten Pflichtspielsieg seit über zwei Jahren (87:78 gegen Mistelbach am 9. Jänner 2016) zu schaffen. Diesen wollen die Wiener natürlich nicht zulassen: Ihre Vorteile liegen klar im „Inside-Spiel“. Mit Fuad Memcic (17 PTS / 8 RB) und Maximilian Hübner (13 PTS / 7,9 RB) sollten sie unter dem Korb entscheidende Akzente setzten können.

Eine ähnliche Ausgangsposition findet KOŠ Celovec (9). Die Kärntner duellieren sich am 20. Spieltag mit Basket 2000 Vienna Warriors (11) und müssen für die Playoff-Qualifikation aus noch vier Spielen – ihre Partie aus der 10. Runde gegen Mattersburg steht noch aus – mindestens ein Spiel mehr gewinnen als die Flames. Die drei bisherigen Begegnungen mit den Warriors waren stets leichte Beute für den Tabellenneunten. Die Siege fielen durchschnittlich mit einer Differenz von +20 Punkten aus. Im ersten Saisonduell war eine starke zweite Halbzeit (45:25) für den am Ende klaren 83:58-Auswärtssieg verantwortlich. Die Wiener haben in dieser Saison vor allem mit ihrer Defensive zu kämpfen. Sie bekommen durchschnittlich die meisten Punkte (89,4) aller 2BL-Teams. Defensive Schwächen der Gegner wissen die routinierten Kärntner zumeist perfekt auszunutzen – aber auch sie müssen besser verteidigen. Bei ihren letzten drei Niederlagen am Stück kassierte der letztjährige Viertelfinalist durchschnittlich über 92 Punkte.

Die Raiders Villach (4) haben am kommenden Spieltag ihre letzte Chance noch Platz zwei nach Ende des Grunddurchgangs zu erreichen und gleichzeitig den Jennersdorf Blackbirds (6) einen möglichen Sprung auf Platz vier zu verwehren. Der Meister hat in den letzten Runden so richtig Fahrt auf genommen: Acht der letzten zehn Spiele wurden gewonnen, zu Hause ist man schon seit fünf Spielen ohne Niederlage. Vor allem weil das Offensivpotential der Raiders voll ausgeschöpft wird, sie bei den Wurfprozentsätzen (57,1% 2pFG und 40,6% 3pFG) ligaweit Zweiter und Erster sind. In der Hinrunde (96:78-Auswärtssieg der Raiders) gelang es Villach, die beste Defensive der Liga (66,9 oppg) zu brechen, weil sie unglaubliche 70% ihrer Würfe im Korb versenkten. Jennersdorf hat also einiges wiedergutzumachen. Sie haben bei einem Sieg noch die Chance, mit zwei weiteren Erfolgen in den letzten beiden Runden, Rang vier zu erreichen. Sebastian Koch, er wurde für das Nationalteam einberufen, wird den Burgenländern fehlen, was das Antreten beim Meister natürlich erschwert.

Auch die Dornbirn Lions (5) haben noch die Möglichkeit auf Platz vier in der Tabelle. Doch ihr kommender Gegner UBC St. Pölten (3) hat ebenso Ambitionen auf den Sieg. Das Team will sich im Grunddurchgangsfinish noch auf Platz zwei schieben und strebt seinen 15. Saisonsieg an. Im „head-to-head“ haben die Niederösterreicher mit 5:2 die Nase vorne, zuletzt auch die beiden Antreten gegen die Vorarlberger gewonnen. Auswärts ist die Bilanz des Vizemeisters aber mit 1:2 negativ. Die „Löwen“ sind gewohnt heimstark, bringen vor allem in eigener Halle immer offensive Top-Leistungen. Über 90 Punkte wirft die Merino-Truppe vor heimischem Publikum. Nach anfänglich sieben Heimsiegen aus acht Spielen, gab es zuletzt zwei Niederlagen in Folge. Diesem Negativtrend will man entgegenwirken, auch wenn man sich gegen die Piraten zuletzt sehr schwer getan hat (71:64-Sieg) und erneut Luka Brajkovic – diesmal wegen seiner Einberufung zum Nationalteam – auszufallen droht. Entscheiden wird wohl das Defensivverhalten der Teams: Während die Vorarlberger stark am Rebound agieren, schaffen es die Niederösterreicher durch druckvolle Verteidigung ihren Gegner einzuschränken.

Tabellenführer Vienna D.C. Timberwolves (1) will in der 20. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga den ersten Platz nach dem Grunddurchgang in trockene Tücher bringen. Dafür muss der dezimierte Leader bei der BBU Salzburg (10) bestehen. Gegen die Mozartstädter gelangen zuletzt drei Siege in Serie, „overall“ steht es 9:2. Für das anstehende Spiel hat sich das personelle Lazarett gelichtet, womit die „Wölfe“ als klarer Favorit antreten werden. Zumal der Leader auswärts auch noch ohne Punkteverlust dasteht. Salzburg bot in der letzten Runde bei der 53:71-Niederlage in St. Pölten speziell in der ersten Halbzeit eine gute Leistung, musste dann aber der Tempoverschärfung vom UBC Tribut zollen. Auch wenn die BBU daheim schon seit drei Spielen ungeschlagen ist, hängen die Trauben gegen den Tabellenführer hoch. In der ersten Saisonbegegnung musste sich die Mitchell-Truppe 80:112 geschlagen geben und braucht für ein besseres Ergebnis wohl eine gewaltige Steigerung in der Defensive.

Die Spiele der 20. Runde im Überblick:
KOŠ Celovec – Basket 2000 Vienna Warriors

Samstag, 17.00 Uhr in der SPH St. Peter, Klagenfurt
Raiders Villach – Jennersdorf Blackbirds
Samstag, 17.30 Uhr in der MZH St. Martin, Villach
Basket Flames – Wörthersee Piraten
Samstag, 18.00 Uhr in der SPH Mollardgasse, Wien 6.
BBU Salzburg – Vienna D.C. Timberwolves
Samstag, 18.30 Uhr in der SPH Alpenstraße, Salzburg
Dornbirn Lions – UBC St. Pölten
Samstag, 18.30 Uhr in der Messeballsporthalle, Dornbirn
Mistelbach Mustangs – Mattersburg Rocks
81:79 (25:15, 43:35, 61:65)

Die Begegnung wurde bereits am 27. Jänner gespielt.
KOŠ Celovec Basket 2000 Vienna Warriors
Samstag, 17.00 Uhr in der SPH St. Peter, Klagenfurt

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOŠ: „Eine kleine Chance auf die Playoffs besteht noch unter der Voraussetzung, dass wir Basket2000 schlagen. Ich hoffe nur, dass wir die kleinen Verletzungen in den Griff bekommen.“

Andi Smrtnik, Kapitän von KOŠ: „Wir brauchen diesen Sieg und wollen auch gut vorbereitet in die Partie gehen. Bei unseren Heimspielen müssen wir uns auf jeden Fall steigern, denn die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir auswärts besser agieren als zu Hause.“

Zeljko Racic, Headcoach der Warriors: „Leider sind wir noch immer dezimiert durch viele Ausfälle. Wir hoffen bald auf eine Besserung der Situation, noch rechtzeitig vor dem anstehenden Play-Down. Mal sehen ob diese bereits kommendes Wochenende in Kärnten sichtbar sein wird.“

Denis Vuckovic, Spieler der Warriors:
„Wir werden versuchen im kommenden Spiel unsere Fehler auszubessern und trotz unserm geschwächten Kader ein gutes Spiel abzuliefern und uns auf das Playout vorzubereiten.“

Bisherige Begegnung 17/18: 58:83 für KOŠ Celovec;

Raiders Villach Jennersdorf Blackbirds
Samstag, 17.30 Uhr in der MZH St. Martin, Villach

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Das erste Spiel in Jennersdorf konnten wir ziemlich klar für uns entscheiden. Die Blackbirds wollen sicher zeigen, dass sie besser sind und werden uns bis zum Schluss voll fordern. Wir wissen um die Gefährlichkeit des Gegners und werden dementsprechend auftreten.“

Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds:
„Villach ist zur Zeit das heißeste Team der Liga. Wir wollen aber versuchen mit starker Teamdefense das Spiel so lang wie möglich offen zu gestalten.“

Manuel Jandrasits, Kapitän der Blackbirds: „Es wartet ein sehr schwieriges Auswärtsspiel auf uns, vor allem weil Sebastian und Stefan nicht mit dabei sind. Trotzdem wollen wir versuchen als Mannschaft dagegenzuhalten und uns mit Blick Richtung Playoffs verbessern.“

Personelles:
Raiders: Ales Primc fehlt weiterhin.
Blackbirds: Georg Gentner (Knöchel), Sebastian Koch (Nationalteam) und Stefan Ulreich fallen aus.

Bisherige Begegnungen 17/18: 78:96 für Raiders Villach;

Basket Flames Wörthersee Piraten
Samstag, 18.00 Uhr in der SPH Mollardgasse, Wien 6.

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Franz Zderadicka, Headcoach der Flames: „Die Piraten haben mit ihren Verstärkungen und den zuletzt knappen Spielen gegen Villach, Salzburg und Dornbirn aufhorchen lassen. Wir sind gewarnt und wollen am Samstag voll konzentriert den wichtigen Heimsieg erkämpfen.“

Dominik Alturban, Kapitän der Flames: „Wir werden von den Coaches gut vorbereitet in dieses Spiel gehen. Die Piraten haben in Vollbesetzung eine sehr gute Mannschaft. Trotz allem zählt in diesem Heimspiel nur ein Sieg für uns.“

Goran Jovanovic, Headcoach der Piraten: „Die Flames werden sicher hundertprozentig bereit zum Spielen sein, schließlich geht es für sie um den letzten Playoff-Platz. Unser Ziel muss es sein, auch einmal eine gute erste Halbzeit zu spielen, dann ist für uns auch in diesem Spiel alles möglich.“

Personelles:
Piraten: Coach Goran Jovanovic ist verhindert. Auch Sebastian Schaal, Elvis Keric und Andreas Nuck werden nicht dabei sein.

Bisherige Begegnung 17/18: 69:79 für die Basket Flames;

BBU Salzburg Vienna D.C. Timberwolves
Samstag, 18.30 Uhr in der SPH Alpenstraße, Salzburg

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Aaron Mitchell, Headcoach der BBU: „Letztes Wochenende haben wir bewiesen, dass wir mit einem der Top-Teams der Liga für 20 Minuten mithalten können. Dieses Wochenende müssen wir beweisen, dass wir mit dem besten Team der Liga über 40
Minuten mithalten können.“

Harald Bründlinger, Obmann der BBU: „Gegen den potentiellen Meister benötigen wir eine Meisterleistung.“

Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Salzburg ist deutlich gefährlicher, als es die Tabellenplatzierung vermuten lassen würde. Wir wollen uns unserer Playoff-Form annähern und uns Platz eins endgültig sichern.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Wolves:
„Wir wollen mit einem Sieg in Salzburg Platz eins im Grunddurchgang fixieren.“

Personelles:
BBU: Jimenez ist aufgrund seiner Verletzung noch fraglich alle anderen Spieler sind spielfähig.
Wolves: Jakob Mayerl (Hand) fällt noch aus, Petar Cosic (Leiste) und Andi Werle (krank) sind fraglich. Vince Polakovic sollte sein Comeback feiern. Nemanja Nikolic wird nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Maske auflaufen.

Bisherige Begegnung 17/18: 112:80 für Vienna D.C. Timberwolves;

Dornbirn Lions UBC St. Pölten
Samstag, 18.30 Uhr in der Messeballsporthalle, Dornbirn

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Inaki Merino, Headcoach der Lions: „Wieder ein Spiel gegen eine Top-Mannschaft. In dieser Liga gibt es gegen solche Teams nicht viele Optionen. Wir werden natürlich versuchen, unseren besten Basketball abzurufen, um diese Tendenz zu verändern. Wir haben immer noch einige angeschlagene Spieler, deshalb müssen wir mental sehr stark sein, damit wir die St. Pöltner fordern können.“

Luka Kevric, Spieler der Lions:
„Gegen den UBC erwartet uns eine schwere Aufgabe. Um so einen Gegner schlagen zu können, müssen wir von der ersten Minute an hellwach sein. In solchen Spielen kann jeder Ballbesitz entscheidend sein. Wir werden sehr fokussiert auftreten müssen.“

Andreas Worenz, Headcoach vom UBC: „Dornbirn hat eine starke Mannschaft, aber wir fahren mit einem guten Gefühl nach Vorarlberg und wir haben uns gegen Salzburg wieder Selbstvertrauen geholt.“

Stefan Jäger, Pressesprecher vom UBC:
„In Dornbirn zu spielen ist immer eine Herausforderung. Die Dornbirner haben einen guten Kader und sind nie zu unterschätzen.“

Personelles:
Lions: Dominik Jussel fehlt, Luka Brajkovic sehr wahrscheinlich auch noch.
UBC: Florian Pöcksteiner fehlt weiterhin.

Bisherige Begegnung 17/18: 108:89 für UBC St. Pölten;

Presseinfo ABL/ÖBL/2BL/red.

24.02.2018