Basketball

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Die bulls Kapfenberg (1) haben ihre Vormachtstellung in der Basketball Bundesliga ein weiteres Mal unter Beweis gestellt. Der Titelverteidiger und aktuelle Tabellenführer deklassierte die Flyers Wels (4) mit 101:61.

Die Steirer haben nach ihrem 17. Saisonsieg in der Tabelle weiterhin zwei Punkte Vorsprung auf die Verfolger Traiskirchen und Gmunden. Wels bleibt nach seiner bislang höchsten Saisonniederlage Vierter und verabsäumte es, sich vorerst entscheidend von Platz fünf abzusetzen. Kapfenberg ließ Wels von Beginn an dank hoher Intensität, viel Tempo und Dynamik keine Chance und entschied die Begegnung bereits in den Anfangsminuten. Die Bulls überragten im Kollektiv – gleich sieben Spieler scorten acht oder mehr Punkte – und unterstrichen mit nur 61 Gegenpunkten ihre Stärke in der Defensive. Bester Werfer bei Kapfenberg war Milan Stegnjaic mit 17 Punkten. Bei Wels verzeichnete der erst 16-jährige Elvir Jakupovic mit 12 Punkten sein persönliches „career-high“. Kapfenbergs Filip Krämer konnte in der zweiten Halbzeit wegen erneuter Kniebeschwerden nicht mehr auflaufen.

Die bulls Kapfenberg (1) haben auch das dritte Saisonduell mit den Flyers Wels (4) für sich entscheiden. Die Steirer drückten dieser Begegnung von Beginn an ihren Stempel auf: Dank hoher Intensität in der Defensive und dynamischer Offensive zog Kapfenberg früh auf 12:3 (5. Min) davon. Wels fand gegen das aggressive und temporeiche Auftreten der Steirer keinen Rhythmus und scheiterte zunehmend nach Einzelaktionen. Kapfenberg drückte weiter auf das Tempo, scorte aus der Transition nach Belieben und baute seinen Vorsprung sukzessive aus. Nach zehn Minuten stand es 21:6, nach 17 Minuten lag Kapfenberg bereits 45:15 voraus. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt entschieden.

Milan Stegnjaic stach aus dem starken Kapfenberger-Kollektiv heraus: Der 36- Jährige sorgte mit 17 Punkten für sein „season-high“ und kam zudem auf je sechs Assists und Rebounds. Ian Moschik verzeichnete mit 15 Punkten für die Bulls sein „career-high“. Bei Wels, wo die Bankspieler gesamt mehr Punkte machten als die „starting-5“, brillierte der erst 16-jährige Elvir Jakupovic. Er traf all seine vier Versuche von hinter der Dreipunktelinie. 12 Zähler bedeuten auch für ihn „career- high“.

Flyers Wels – bulls Kapfenberg
61:101 (6:21, 17:55, 39:82)

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Das war heute eine peinliche Vorstellung. Wir sind nicht im taktischen Bereich, sondern an unserer eigenen Einstellung gescheitert.“

Marck Coffin, Kapitän der Bulls: „Wir haben die zweiwöchige Pause genutzt und uns sehr gut auf Wels vorbereitet. Das hat man auch gesehen. So ein Spiel haben wir uns aber nicht erwartet. Es hatte früh den Anschein, als hätte sich Wels aufgegeben. Jetzt konzentrieren wir uns bereits auf Gmunden.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers: „Das war heute eine geschlossen schlechte Leistung der gesamten Mannschaft. So eine Performance vor den eigenen Fans tut ganz besonders weh. Nichtsdestotrotz werden wir nicht aufgeben sondern an den Fehlern arbeiten. Die Saison ist noch lange.“

Mike Coffin, Headcoach der Bulls: „Wir haben sehr gut gespielt, kontrolliert gespielt und am Ende verdient gewonnen.“

Personelles: Drew Koka und Oscar Schmit (krank) fehlten verletzungsbedingt.

Personelles: Filip Krämer wurde wegen Kniebeschwerden in der zweiten Halbzeit nicht mehr eingesetzt.

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

05.03.2018