Volleyball

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Am Samstag starten die mit Spannung erwarteten AVL Women-Halbfinalserien (best-of-3). Der frischgebackene Austrian Volley Cup- und Grunddurchgangs-Sieger UVC Holding Graz bittet Serienmeister SG VB NÖ Sokol/Post in seine Bluebox-Arena, die SG Kelag Klagenfurt empfängt in der Lerchenfeld-Halle ASKÖ Linz/Steg. Spielbeginn ist jeweils 19 Uhr!

Für die Murstädterinnen war in den vergangenen Jahren immer wieder im Halbfinale gegen Sokol/Post Endstation. In dieser Saison wollen sie den Spieß erstmals umdrehen. Im Grunddurchgang konnte sich der Titelverteidiger zweimal in fünf Sätzen durchsetzen. Im Cup-Finale am vergangenen Samstag feierte Graz einen 3:0-Sieg. Sokol/Post musste da allerdings ohne Legionärinnen auskommen. „Wir sind heuer bereit, motivierter denn je und wollen es endlich ins Finale schaffen. Wir konnten in der Meisterschaft zwar noch nicht gegen die Niederösterreicherinnen gewinnen, aber waren immer knapp dran. Wir wollen den Serienmeister endlich vom Thron zu stürzen“, gibt sich Graz-Kapitänin Eva Dumphart kämpferisch.

UVC-Manager Frederick Laure setzt auch auf das Heimpublikum: „Man hat im Cup gesehen, was so eine volle Halle ausmachen kann. Ich hoffe abermals auf die tolle Unterstützung unserer Fans, die unsere Damen zum ersten Sieg peitschen werden.“ Als Grunddurchgangssieger hätten die Grazerinnen auch in einem möglichen dritten Spiel erstmals im Duell mit Sokol/Post Heimvorteil!

Klagenfurt empfängt Linz-Steg
Klagenfurt konnte im Grunddurchgang beide Duelle mit Linz-Steg für sich entscheiden. In der Halbfinalserie ist ebenfalls mit engen Spielen zu rechnen. Die Stahlstädterinnen hatten viel Zeit, sich vorzubereiten, bestritten ihr letztes Pflichtspiel doch bereits am 17. Februar. „Die Woche nach der Viertelfinalserie haben wir zur körperlichen und mentalen Erholung genutzt, danach nochmals einen Athletikblock eingeschoben und begonnen, an den spielerischen Elementen zu arbeiten, die im Viertelfinale nicht nach Wunsch geklappt haben. In dieser Woche setzten wir das fort und bereiteten die Mannschaft gezielt auf den Gegner vor“, berichtete Linz-Steg-Trainer Roland Schwab.

Dass die Halbfinalserie am Samstag in Klagenfurt startet, wertet Schwab nicht als Nachteil: „Drei von vier Siegen im neuen Jahr sind uns auswärts gelungen. Da haben wir uns zuletzt fast leichter getan. Der Viertelfinal-Heimerfolg über Perg hat bei der Mannschaft zudem neue Kräfte freigesetzt und sich sehr positiv auf das Selbstvertrauen ausgewirkt.“

Klagenfurt ist neben Graz jene Mannschaft, die Linz-Steg in dieser Saison noch nicht besiegen konnte. Auswärts mussten sich die Stahlstädterinnen mit 0:3 geschlagen geben, in Linz setzten sich die Kärntnerinnen im Tie-Break durch. Den Grunddurchgang beendeten beide Teams mit 39 Punkten, wobei Klagenfurt zwei Siege mehr einfahren konnte. Duelle auf Augenhöhe scheinen vorprogrammiert!

AVL Women-Termine
Halbfinalserien (best-of-3)

10.03., 19:00: UVC Holding Graz – SG VB NÖ Sokol/Post
14.03., 19:00: SG VB NÖ Sokol/Post – UVC Holding Graz
24.03., 19:00: UVC Holding Graz – SG VB NÖ Sokol/Post

10.03., 19:00: SG Kelag Klagenfurt – ASKÖ Linz/Steg
14.03., 00:00: ASKÖ Linz/Steg -SG Kelag Klagenfurt
25.03., 16:00: SG Kelag Klagenfurt – ASKÖ Linz/Steg

Serie um Platz 5 (best-of-3)
07.03.: SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg – VC Tirol 3:2 (25:21, 23:25, 25:18, 18:25, 16:14)
10.03., 18:00: VC Tirol – SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg
11.03., 16:00: VC Tirol – SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg

Hoffnungsrunde 3. Spieltag
10.03., 17:30: TI-Fun-Box-Volley – TSV Sparkasse Hartberg
10.03., 20:00: PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg – VBV Trofaiach-Eisenerz

ÖVV-Präsident Leitner zum Weltfrauentag: „Wir besetzen nach Know-How, nicht nach dem Geschlecht!“
„Frauen leisten einen sehr großen und sehr wichtigen Beitrag dazu, dass Sport in Österreich ausgeübt werden kann: ob als Aktive, Trainerinnen oder Funktionärinnen. Wobei die Zahl der Frauen im Sport, vor allem im Trainerinnen- und Funktionärinnen-Bereich, weiter gesteigert werden muss. Expertinnen und Experten bestätigen uns, dass in einem weiblicheren Umfeld auch die Sensibilität für den richtigen Umgang miteinander steigt“, erklärt ÖVV-Präsident Gernot Leitner anlässlich des heutigen Weltfrauentags.

Was die Gleichstellung im Volleyballsport betreffe, sei man gut unterwegs. Leitner: „Der ÖVV hat auf Nationalteamebene bei Frauen und Männern gleichwertige Programme, im Nachwuchs gleichviele Auswahlen (je 3 Teams männlich und weiblich, Anm.) und natürlich auch im Ligen-, Schul- und Nachwuchsbereich gleiche Bewerbe. Eine Selbstverständlichkeit, die sich auch bei den Preisgeldern im Beachvolleyball fortsetzt: Dort gibt es für Frauen und Männer gleichviel zu verdienen“, betont das österreichische Volleyball-Oberhaupt und fügt hinzu: „Generell eignet sich Volleyball – wie kaum eine andere Sportart – für beide Geschlechter. Das zeigt sich auch in den Zahlen, die uns vorliegen. Laut einer Studie sind in Österreich von der an Volleyball interessierten Bevölkerung 49% Frauen und 51 % Männer. 62 % aller Lizenzen sind Frauen zuzurechnen, 38 % Männern (inkl. Nachwuchs, Anm.).“

Aber nicht nur in der Breite, auch in der Spitze ist Österreichs Volleyball, was die Chancengleichheit betrifft, auf einem guten Weg. Leitner: „In den verschiedenen Nationalteams besetzen wir unseren Staff natürlich nach Know-How und nicht nach Geschlecht (z.B.: Svetlana Ilic Head-Coach Damen-Nationalteam, Liane Weber Athletiktrainerin des Herren-Nationalteams), in sieben von acht Nationalteams ist der Staff gemischt. Nur in einem nicht: Im weiblichen Jugend-Nationalteam ist er rein weiblich. Wie gesagt: Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg, am Ziel sind wir aber trotzdem noch nicht…“

Presseinfo ÖVV/AVL Men/AVL Women/red.

08.03.2018