Basketball, Basketball Bundesliga, Grunddurchgang

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Am kommenden Wochenende steigt die 22. und letzte Runde im Grunddurchgang der ZWEITEN Basketball Bundesliga. Der letzte Spieltag verspricht große Spannung – denn einerseits geht es für zwei Teams noch um einen Platz im Playoff 2018 und andererseits kämpfen noch drei Mannschaften um den zweiten Tabellenplatz und damit um Heimrecht in einem möglichen Semifinale.

Im „Fernduell“ zwischen den Basket Flames (8) und KOŠ Celovec (9) geht es um das letzte Viertelfinalticket. Während die Kärntner für die dritte Postseason-Qualifikation in Folge aus ihren beiden Spielen mit den Mattersburg Rocks (6) noch zumindest einen Sieg benötigen (das Nachtragsspiel der 10. Runde findet am Freitag nach Redaktionsschluss statt; Anm.), müssen die „Flammen“ gegen Tabellenführer Vienna D.C. Timberwolves (1) nicht unbedingt gewinnen, um sich zu qualifizieren. Sie würden aber mit einem Erfolg ihre Chancen maximieren. Heiß umkämpft ist weiterhin der zweite Tabellenrang: Neben dem UBC St. Pölten (2) und den Mistelbach Mustangs (3), melden auch noch die Raiders Villach (4) Chancen auf diesen begehrten Spot an. Während die direkt aufeinandertreffenden Teams aus Niederösterreich ihr Schicksal in der eigenen Hand haben, sind die Kärntner – sie gastieren bei der BBU Salzburg (10) – auf „Schützenhilfe“ aus Mistelbach angewiesen. Im Duell zwischen den Dornbirn Lions (7) und den Jennersdorf Blackbirds (6) geht es darum, die bestmögliche Form für die bevorstehenden Playoffs zu finden. Die Wörthersee Piraten (12) wollen nach ihrem Sensationssieg weiter Selbstvertrauen für das „Play-Down“ tanken und gegen ihren Konkurrenten um den Ligaverbleib Basket 2000 Vienna Warriors (11) einen weiteren Erfolg einfahren.

Am letzten Spieltag der ZWEITEN Basketball Bundesliga fällt die Entscheidung im Kampf um den letzten Platz im Playoff 2018. Die Basket Flames (8) und KOŠ Celovec (9) kämpfen in einem „Fernduell“ um das letzte Viertelfinalticket. Während die Wiener im „Derby“ Grunddurchgangssieger Vienna D.C. Timberwolves (1) zu Gast haben, bestreiten die Kärntner noch zwei Spiele gegen die Mattersburg Rocks (6). Für die Flames – sie besitzen im direkten Duell mit KOŠ einen Vorteil von +10 – ist die Rechnung klar: Gewinnen sie nach fünf Niederlagen in Serie wieder ein „großes Wiener-Derby“, darf KOŠ nur eines seiner beiden ausstehenden Spiele (das Nachtragsspiel der 10. Runde findet am Freitag nach Redaktionsschluss statt; Anm.) für sich entscheiden. Verliert KOŠ beide Begegnungen mit den Burgenländern, die gegen die Kärntner „overall“ mit 9:1 Siegen vorausliegen, können sich die „Flammen“ gar eine Niederlage leisten. Im Umkehrschluss braucht KOŠ für die Playoff-Qualifikation zumindest noch einen Sieg gegen Mattersburg. Beim heutigen Nachtragsspiel können die Kärntner auch im Falle eines Sieges keine Entscheidung herbeiführen.

Um Platz zwei nach Ende des Grunddurchgangs tobt am letzten Spieltag gar ein Dreikampf: Sowohl der UBC St. Pölten (32 Punkte), als auch die Mistelbach Mustangs (30) und die Raiders Villach (30) haben noch die theoretische Chance auf den zweiten Tabellenrang. Während die beiden gegeneinander antretenden niederösterreichischen Mannschaften ihr Schicksal um „Platz zwei“ selbst in der Hand haben, sind die beim Tabellenzehnten BBU Salzburg gastierenden Kärntner zum Siegen verdammt und außerdem „abhängig“ vom Ausgang des „Niederösterreich-Derby“.

Für den UBC St. Pölten ist die „Rechnung“ einfach: Mit einem Sieg im zweiten „Niederösterreich-Derby“ der Saison wäre ihnen Platz zwei sicher. Der Vizemeister könnte sich aber auch eine Niederlage mit maximal zwei Punkten Differenz leisten und wäre – vorausgesetzt Salzburg überrascht gegen Villach – Zweiter.

Etwas komplizierter ist die „Rechnung“ für die Mistelbach Mustangs: Gewinnen die Cup-Viertelfinalisten gegen St. Pölten mit mindestens fünf Punkten Vorsprung, beenden sie den Grunddurchgang als Zweiter. Schlagen sie St. Pölten mit nur drei oder vier Punkten Differenz, wäre Platz zwei nur dann fixiert, wenn Villach in Salzburg verliert.

Für Meister Raiders Villach gibt es nur ein mögliches Szenario Platz zwei zu erreichen: Voraussetzung ist ein eigener Sieg in Salzburg und Schützenhilfe aus Mistelbach. Die Mustangs dürften ihre Begegnung gegen St. Pölten mit maximal vier Punkten Differenz gewinnen. Dann wären nämlich alle drei erwähnten Aspiranten auf Rang zwei in der Tabelle punktegleich, hätten untereinander jeweils zwei Siege und zwei Niederlage – aber Villach hätte von diesen drei Teams den besseren Punktequotient.

Keine grobe Auswirkung auf die Tabelle nach Ende des Grunddurchgangs hat die Begegnung Dornbirn Lions (7) gegen Jennersdorf Blackbirds (6). Für beide Teams wäre maximal ein Sprung auf den fünften Platz möglich. Vielmehr trachten die beiden Teams danach, ihre Form für die anstehende Postseason zu finden. Die Vorarlberger wollen mit einem positiven Gefühl in die Playoffs starten und die letzten drei Heimniederlagen in Serie vergessen machen. Dabei ließ man vor allem defensive Schwächen erkennen, kassierte durchschnittlich 95 Punkte. Aber gegen die Burgenländer – sie bekommen weiterhin mit 67,2 die wenigsten Gegenpunkte der Liga – muss die Mannschaft um 2BL Top-Scorer Antoni Vicens (24,3 ppg) auch offensiv bestehen. Die Blackbirds brauchen vor allem unter dem Korb eine Steigerung: Gegen eine inside-dominante Mannschaft wie Dornbirn, sind durchschnittlich 39,4% Trefferquote aus dem Zweierbereich wohl zu wenig.

Am Tabellenende kommt es zu einem weiteren „Abtasten“ für das bevorstehende „Play-Down“. Während die Wörthersee Piraten (12) am letzten Wochenende für die Sensation gesorgt haben, nach über zwei Jahren wieder einen Pflichtspielsieg einfuhren, ist Basket 2000 Vienna Warriors (11) nun schon seit elf Spielen ohne Sieg. Die Piraten haben in der letzten Runde vor allem offensiv einen Zahn zugelegt: Durchschnittlich werfen die Klagenfurter 61,3 Punkte – gegen Mistelbach waren es 80. Die Warriors müssen hingegen ihre Defensive verbessern. Sie sind aktuell das Team, das die meisten Punkte erhält (88,6 oppg). Auch wenn die aktuelle Niederlage gegen dezimierte Rocks mit -10 versöhnlich ausfiel, gelten die Piraten erstmals in dieser Saison als Favorit. Das „Play-Down“ um den Ligaverbleib startet nach Ende des Grunddurchgangs bei „Null“, womit beide Teams wohl in diesem Duell nicht alle Karten auf den Tisch legen werden.

Die Spiele der 22. Runde im Überblick:
Basket 2000 Vienna Warriors – Wörthersee Piraten

Samstag, 17.00 Uhr in der Stadthalle B, Wien 15.
Mistelbach Mustangs – UBC St. Pölten
Samstag, 17.00 Uhr in der SPH Mistelbach
Basket Flames – Vienna D.C. Timberwolves
Samstag, 18.00 Uhr in der SPH Mollardgasse, Wien 6.
Dornbirn Lions – Jennersdorf Blackbirds
Samstag, 18.30 Uhr in der Messeballsporthalle Dornbirn
BBU Salzburg – Raiders Villach
Samstag, 18.30 Uhr in der SPH Alpenstraße, Salzburg
KOŠ Celovec – Mattersburg Rocks
Sonntag, 17.00 Uhr in der SPH St. Peter, Klagenfurt

Basket 2000 Vienna Warriors Wörthersee Piraten
Samstag, 17.00 Uhr in der Stadthalle B, Wien 15.

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Marko Tomic, Assistent-Coach der Warriors: „Nach einem sehr guten Spiel in Mistelbach, sehe ich diesem Spiel positiv entgegen. Dieses Spiel nützen wir natürlich als Vorbereitung für die nächsten Spiele gegen die Piraten.“

Denis Vuckovic, Spieler der Warriors: „Wir werden versuchen unsere Qualität erneut zu präsentieren und das letzte Spiel vor dem Playdown voll auszunützen, um uns vorzubereiten.“

Goran Jovanovic, Headcoach der Piraten: „Unser Ziel ist es, das positive Momentum von zuletzt beizubehalten. Uns ist natürlich klar, dass dies auswärts bei Basket 2000 eine schwierige Aufgabe ist.“

Personelles:
Piraten: Der Einsatz von Elvis Keric ist weiterhin fraglich.

Bisherige Begegnung 17/18: 72:77 für Basket 2000 Vienna Warriors;

Mistelbach Mustangs UBC St. Pölten
Samstag, 17.00 Uhr in der SPH Mistelbach

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Trotz der schwierigen personellen
Situation wollen wir Platz zwei in der Tabelle erreichen.“

Sascha Hasiner, Obmann der Mustangs: „Schlimmer hätte es uns nicht treffen können: Nach der Operation von Rony Sprung verletzten sich Laurenz Heindl im Training – und zu allem Überfluss auch noch Stefan Obermann in Klagenfurt. Weitere Verletzungen – und die Playoffs werden eine Sisyphus-Aufgabe. Uns bleibt nichts übrig, als das Beste zu hoffen: bitte keine weiteren Verletzungen.“

Andreas Worenz, Headcoach vom UBC: „Ein echtes Finalspiel um den zweiten Platz. Wir sind gut vorbereitet und wollen natürlich den zweiten Platz erreichen.“

Felix Jambor, Assistent-Coach vom UBC: „In Mistelbach ist es immer schwierig zu spielen. Wenn wir unseren Gameplan umsetzen, dann können wir dieses Spiel gewinnen.“

Personelles:
Mustangs: Neben Ronald Sprung fällt auch Laurenz Heindl (Bänderriss im Knöchel) bis zum Saisonende aus. Der Einsatz von Stefan Obermann (Knöchelverletzung am letzten Samstag) ist unwahrscheinlich.

UBC: Florian Pöcksteiner fehlt weiterhin. Roman Jagsch ist fraglich.

Bisherige Begegnungen 17/18: 76:73 für UBC St. Pölten;

Besonderheiten: Heimspiel-Patronanz der EVN, Weinbar mit Weinviertler Schmankerl, Einlaufen des Nachwuchses;

Basket Flames Vienna D.C. Timberwolves
Samstag, 18.00 Uhr in der SPH Mollardgasse, Wien 6.

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Franz Zderadicka, Headcoach der Flames: „Wir betrachten das Derby am Samstag bereits wie ein erstes Viertelfinalspiel und hoffen, dass weitere gegen die Timberwolves folgen werden.“

Dominik Alturban, Kapitän der Flames: „Wir wollen in diesem Derby wie gegen St. Pölten ins Spiel starten, ohne dann groß nachzulassen. Wir brauchen 40 Minuten Konzentration und dürfen uns keine mentalen Hänger erlauben.“

Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Erstmals seit 15. Oktober sollten wir rechtzeitig vor den Playoffs wieder unsere Top-10 Spieler gleichzeitig zur Verfügung haben. Gerade, weil es gegen einen möglichen Viertelfinal-Gegner geht, ist für uns ein Sieg wichtig. Wir sind seit Ende 2015 in Derbys ungeschlagen und wollen diese Serie ausbauen.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Wolves: „Wir wollen auch das letzte Spiel der regulären Saison gegen einen möglichen Playoff-Gegner gewinnen und als optimale Vorbereitung für die Playoffs nutzen!“

Personelles:
Flames: Vladimir Gavranic fällt aller Wahrscheinlichkeit nach aus, Lorenz Haas (Knöchel) ebenso. Max Hübner (Cut) und Tobias Stadelmann (Hand) sind angeschlagen, werden aber wahrscheinlich zum Einsatz kommen.

Wolves: Marko Goranovic (krank) fällt nach derzeitigem Stand aus.

Bisherige Begegnung 17/18: 98:84 für Vienna D.C. Timberwolves;

Dornbirn Lions Jennersdorf Blackbirds
Samstag, 18.30 Uhr in der Messeballsporthalle Dornbirn

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Markus Mittelberger, sportlicher Leiter der Lions: „Für uns geht es noch um eine Rangverbesserung. Wir wollen mit einem Sieg, den beiden Top-Teams der 2BL in den Playoffs vorerst ausweichen. Dass das gegen das beste Defensivteam der Liga nicht leicht wird, ist uns allen klar.“

Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „Im letzten Spiel vor den Playoffs wollen wir natürlich auch in Dornbirn eine gute Leistung zeigen. Wichtig wird sein, dass wir nach der langen Anreise einen guten Start erwischen und starke Teamdefense spielen.“

Manuel Jandrasits, Kapitän der Blackbirds: „Trotz langer Anreise wollen wir das letzte Spiel vor den Playoffs nützen, um als Team nochmals einen Schritt nach vorne zu machen. Entscheidend wird sein, dass wir das gesamte Spiel hinweg mit hoher Intensität
verteidigen und wie zuletzt in der Offense Teambasketball zeigen.“

Personelles:
Lions: Antoni Vicens ist fraglich.

Blackbirds: Georg Gentner (Knöchel) und Philipp Horvath (beruflich) fehlen.

Bisherige Begegnung 17/18: 85:72 für Jennersdorf Blackbirds;

BBU Salzburg Raiders Villach
Samstag, 18.30 Uhr in der SPH Alpenstraße, Salzburg

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Aaron Mitchell, Headcoach der BBU: „Wir wollen das Momentum der zweiten Halbzeit in Güssing mitnehmen und vor heimischem Publikum an die Leistungen anknüpfen.“

Harald Bründlinger, Obmann der BBU: „Villach ist stark und wir kämpfen noch mit kleineren Verletzungen, möchten uns im letzten Spiel des Grunddurchganges aber gut präsentieren.“

Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Wir wollen unsere starke Leistung mit in die Playoffs nehmen und den Grunddurchgang mit einem Sieg beenden.“

Personelles:
BBU: Joch ist aufgrund seiner Knieverletzung fraglich, Vasic wird nicht spielen können.

Raiders: Ales Primc fällt weiterhin aus.

Bisherige Begegnung 17/18: 79:77 für Raiders Villach;

KOŠ Celovec Mattersburg Rocks
Sonntag, 17.00 Uhr in der SPH St. Peter, Klagenfurt

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOŠ: „Das letzte Spiel im Grunddurchgang könnte durchaus ein Entscheidungsspiel werden, wenn die Flames gegen die Timberwolves gewinnen. Wir wollen ein würdiges Heimspiel liefern, wenngleich die Mattersburger in Bestbesetzung antreten werden.“

Andi Smrtnik, Kapitän von KOŠ: „Das Heimspiel gegen die Mattersburger wird sicherlich um einiges schwieriger werden. Wir sind dennoch gut vorbereitet auf sie. Sie haben extrem starke Einzelspieler. Dennoch könnten wir mit einer starken Defense überraschen.“

Presseinfo ABL/ÖBL/2BL/red.

09.03.2018