Basketball

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Die Flyers Wels (4) haben in der 26. Runde der Basketball Bundesliga ihren Rückstand auf Platz zwei und drei verkürzt. Die Oberösterreicher siegten bei den Fürstenfeld Panthers (8) souverän mit 94:78.

Nach dem dritten Sieg über die Steirer in der laufenden Meisterschaft liegt der Cup- Halbfinalist zwar weiterhin an vierter Stelle, hat aber nur noch sechs Punkte Rückstand auf die Traiskirchen Lions (2) und Swans Gmunden (3). Die Niederösterreicher haben hingegen eine überraschende Niederlage einstecken müssen. Sie verloren ihr Heimspiel gegen den UBSC Graz (9) nach zwischenzeitlicher 13-Punkte-Führung (54:43 / 21. Min) schlussendlich 84:87. Graz gelang damit der erste Auswärtssieg der Saison.

Die Flyers Wels (4) haben nach dem Heimdebakel gegen Tabellenführer bulls Kapfenberg (61:101; Anm.) eine Reaktion gezeigt. Die Oberösterreicher entschieden das Duell bei den Fürstenfeld Panthers (8) mit 94:78 für sich. Damit gewann der Tabellenvierte auch die dritte Begegnung mit den Steirern und errang den zweiten Auswärtssieg in Serie. Mit diesem Erfolg verkürzte Wels den Abstand in der Tabelle zu Platz zwei – und dem Platz, der die direkte Qualifikation für das Semifinale bedeutet – auf sechs Punkte. Fürstenfeld unterlag indes zum dritten Mal in Folge. Die Panthers lagen in dieser Partie früh zweistellig voraus (24:12 / 6. Min), ehe Wels sukzessive aufholte und mit Beginn der zweiten Halbzeit endgültig das Kommando übernahm. Ein 11:0-Run gegen Ende des dritten Viertels (57:70 / 29. Min) brachte schlussendlich die Vorentscheidung für die treffsicheren Gäste. In dieser Phase musste Wesley Gordon (6 PTS, 5 RB), nach einem Schlag auf das Knie, verletzt vom Feld und konnte nicht mehr weiterspielen. Wels imponierte am Ende mit 60,6% Trefferquote (fünftbeste Trefferquote aller Teams im Saisonverlauf; Anm.) und kollektiver Offensivleistung. Sieben Welser Spieler scorten zweistellig und sorgten dafür, dass Wels auswärts weiterhin mit Abstand die beste Offensive der Liga bleibt (91,3 ppg). Top-Scorer der Panthers war Jakob Ernst mit 20 Zählern.

Die Traiskirchen Lions (2) haben im Kampf um den zweiten Tabellenplatz eine überraschende Niederlage einstecken müssen. Die Niederösterreicher mussten sich vor heimischem Publikum dem UBSC Graz (9) mit 84:87 geschlagen geben. Während die Steirer damit ihren ersten Auswärtssieg der Saison feierten, musste Traiskirchen seine zweite Heimniederlage in Serie akzeptieren. Graz gewann nach vier Niederlagen am Stück wieder ein Duell mit dem dreifachen Meister. Das Tabellenschlusslicht begann diese Begegnung treffsicher, lag früh 13:8 (5. Min) und 15:10 (6. Min) voraus. Bis Mitte des zweiten Abschnitts verlief die Begegnung ausgeglichen, dann übernahm Traiskirchen zusehend das Kommando. In der 24. Minute führte es bereits um 13 Punkte (56:43). Doch gegen Ende des Spiels wurde Graz immer stärker und konnte die zweitbeste Defensive der Liga (73,6 oppg vor diesem Spiel; Anm.) immer öfter knacken. In der „crunch-time“ war Graz bereits dran, legte sogar zweimal vor (81:80 und 84:82). Am Ende verwertete Matthieu Gamberoni (19 PTS, 9 RB) ein „And-1“ zum Sieg – weil Traiskirchen seine letzte Wurfchance nicht nutzte. Graz gewann dieses Spiel wegen der Vorteile am Rebound (40:32), deutlich besserer Trefferquote von jenseits der Dreipunktelinie (45% zu 26%) – und trotz 18 Turnover. Bester Grazer war Darien Nelson-Henry, der mit 25 Punkten und 21 Rebounds ein „double-double“ auflegte. Bei Traiskirchen machte Jozo Brkic 28 Punkte und 10 Rebounds (7 OR).

Traiskirchen Lions – UBSC Graz
84:87 (25:22, 49:40, 70:62)

Ramiz Suljanovic, Spieler der Lions: „Wir haben den Gegner heute einfach unterschätzt.“

Markus Galle, Headcoach vom UBSC: „Nachdem wir unsere Verletzungen und Krankheiten auskuriert haben, konnten wir heute mit viel Energie starten. Wir haben sehr lange mitgehalten und dann die Führung übernehmen können und dann stark das Spiel beendet. Ich bin sehr stolz auf meine Truppe.“

Albert Handler, Vizeobmann der Lions: „Gratulation an Graz. Wir haben es heute über 40 Minuten nicht geschafft unser Spiel zu spielen. Woran es lag müssen wir jetzt analysieren.“

Anton Maresch, Spieler vom UBSC: „Endlich wieder ein Sieg. Das haben wir uns heute hart verdient. Wir haben gekämpft und gut gespielt, endlich wieder ein Sieg.“

Fürstenfeld Panthers – Flyers Wels
78:94 (25:24, 43:45, 60:75)

Adnan Bajramovic, Assistent-Coach der Panthers: „Gratulation an Wels. Die Flyers haben heute verdient gewonnen. Wir haben unseren Gameplan nur in den ersten Minuten dieses Spiels verfolgt. Im weiteren Verlauf konnten wir die Intensität nicht halten.“

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Es war ein wichtiger Sieg für uns. Wir wünschen Wesley Gordon alles Gute.“

Erich Feiertag, Teambetreuer der Panthers: „Wir sind wieder gut in das Spiel gestartet, machen dann aber zu viele Fehler. Mit der Verletzung von Wesley Gordon war das Spiel schon frühzeitig entschieden.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers: „Das war heute die richtige Antwort auf die Pleite gegen Kapfenberg.“
Presseinfo ABL/ÖBL/red.

09.03.2018