Goran Djuricin (Trainer Rapid Wien) „Unsere Stürmer sind gut, sie treffen nur nicht“

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In der 26. Runde der Tipico Bundesliga trafen in der Cashpoint-Arena die Mannschaften SCR Altach und SK Rapid Wien aufeinander.

Nach 90 Minuten trennten sich die Teams mit einem 0:0 – mit einem Chancenplus für die Gäste aus Hütteldorf. Wir haben die Stimmen zum Spiel …

SCR Altach – SK Rapid Wien, 0:0 (0:0)
Schiedsrichter: Andreas Heiß

Goran Djuricin (Trainer SK Rapid):
… nach dem Spiel: „Es war kein Trauerspiel, so übertreiben braucht man nicht. Wir haben die ersten 45 Minuten dominiert, da war von Altach gar nichts. Wir haben drei Riesenchancen wieder nicht gemacht, hätten das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden können. Der letzte Punch hat vor dem Tor gefehlt. Unsere Stürmer sind gut, sie treffen nur nicht – ich weiß, dass das das Wichtigste ist. Heute haben wir nicht alles investiert, der unbedingte Wille hat gefehlt. Unser Ziel ist weiterhin der Europacup. Auf der langen Rückfahrt werden wir das Match gleich analysieren. In vielen Situationen haben wir falsche Entscheidungen getroffen, als wir auf die Viererkette zugelaufen sind. Wir haben ein klares Ziel, das ist der Europacup, aber so werden wir uns schwer tun. Nächste Woche gibt es nur ein klares Ziel, einen Heimsieg. Wir müssen das, was wir gegen Salzburg abgerufen haben, jede Woche abrufen. Sonst schaut das so aus wie heute. Schobesberger ist ein Kreativspieler, die sind zu sehen und manchmal nicht zu sehen, heute hat man ihn nicht gesehen, dass kann auch mal passieren. Wir müssen in der ersten Halbzeit zwei Tore machen, dann ist es erledigt. Die Vertragsverlängerung interessiert mich überhaupt nicht, ich will gewinnen und das war mir heute zu wenig.“

Benedikt Zech (SCR Altach):
… nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit war es okay, in der zweiten hat uns Rapid reingedrängt und wir sind gut bedient mit dem Punkt. Rapid hat Qualität, heute ist es uns nicht ganz so gut gelungen und Gott sei Dank haben wir Kobras im Tor. Wir sind zufrieden mit dem Punkt.“

Thomas Murg (SK Rapid):
… nach dem Spiel: „Natürlich bitter, der Freistoß war glaube ich ganz ordentlich. In der ersten Halbzeit haben wir genügend Chancen gehabt, in der zweiten war die Leistung nicht mehr so gut und trotzdem hätten wir ein, zwei Chancen machen müssen. Aufgrund der Chancen hätten wir gewinnen müssen. Wir sind noch auf einem Europacupplatz.“

Christoph Längle (Geschäftsführer Wirtschaft Altach) in der Halbzeit bei Sky:
… über die Infrastruktur in Altach: „Im Mai ist die neue Tribüne fertig, wir liegen voll in der Bauzeit, die Vorfreude ist riesengroß. Der Europacup ist momentan weit weg, aber wir hätten dann ein Stadion, in dem wir bis zur Qualifikationsgruppe spielen könnten. Wir haben einen großen Nachholbedarf, die Kabinen sind in die Jahre gekommen. Das Trainingszentrum für die Profis entsteht step-by-step, im Sommer ist Baubeginn. Die Nordtribüne ist auch fällig und ab nächster Saison muss der Gästesektor überdacht sein. Bei Hannes Aigner stehen die Zeichen auf Vertragsverlängerung, wir sind in guten Gesprächen.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
… über Rapid: „Es waren Zufallsprodukte, aus Standardsituationen und keine herausgespielten Chancen. Rapid hat für mich viel zu wenig investiert, um drei Punkte zu holen.“

Michael Konsel (Sky Experte):
… über das Spiel: „Es war ein Trauerspiel, von beiden Mannschaften. Keine Leidenschaft, kein Tempofußball. So kann man letztendlich kein Spiel gewinnen. Kein Mut zum Risiko. Für Rapid Schade, weil gute Chancen da waren. Eine Kunst was Kvilitaia heute vergeben hat. Beide Mannschaften haben heute sehr schlecht gespielt. Altach war fällig, ich habe sie zuhause noch nie so schlecht gesehen.“

Presseinfo Sky Austria/red.

10.03.2018