Moskau

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Einen kuriosen Ausgang hat der Weltcup-Teambewerb der Snowboardcrosser am Sonntag in Moskau genommen! Das ÖSV-Duo Julian Lüftner und Alessandro Hämmerle schien im großen Finale schon einem sicher scheinenden Sieg entgegenzufahren, als in Hämmerles Rücken der Italiener Omar Visintin zu einer Schlussattacke ansetzte und sein Board noch um einige Zentimeter am Vorarlberger vorbeischob. Das Zielfoto bestätigte den Sieg von Visintin und dessen Partner Emanuel Perathoner vor Lüftner und Hämmerle. Platz drei ging an die US-Amerikaner Senna Leith und Jake Vedder. Für Hanno Douschan und Lukas Pachner kam im Viertelfinale das Aus, womit die zweite rot-weiß-rote Paarung Rang neun belegte.

„Ich war mir eigentlich sicher, dass wir das Rennen gewonnen haben. Omar war die ganze Zeit hinter mir und ich habe ihn weder gesehen noch gehört. Daher habe ich mir gedacht, dass mein Vorsprung reichen müsste, um den Sieg nach Hause zu fahren. Am Ende hat er sich dann aber doch noch an mir vorbeigeschoben. So etwas darf einfach nicht passieren, und ich werde auch meine Lehren daraus ziehen“, schilderte Alessandro Hämmerle die entscheidende Szene.

Das Damenrennen, in dem Österreich nicht vertreten war, gewannen die Französinnen Nelly Moenne Loccoz und Chloe Trespeuch vor den Kanadierinnen Zoe Bergermann und Tess Critchlow sowie den Schweizerinnen Lara Casanova und Simona Meiler.

Jakob Dusek erneut Europacup-Zweiter in Lenk
Im zweiten Snowboardcross-Europacup an diesem Wochenende in Lenk (SUI) fuhr der Niederösterreicher Jakob Dusek wie bereits in der ersten Entscheidung hinter dem Australier Matthew Thomas auf Rang zwei. Hinter dem Schweizer Gian von Graffenried wurde der Oberösterreicher Andreas Kroh Vierter. Mit dem Steirer David Pickl (6.), dem Vorarlberger Luca Hämmerle (7.) und dem Burgenländer Sebastian Jud (9.) landeten drei weitere Österreicher in den Top Ten. In der SBX-Europacup-Gesamtwertung liegt Dusek mit 3.400 Punkten vor Hämmerle (2.170) in Führung. Pickl (1.388,75) rangiert auf Platz vier.

Bei den Damen wurde die Niederösterreicherin Pia Zerkhold hinter den beiden Französinnen Alexia Queyrel und Sarah Devouassoux sowie der Deutschen Hannah Ihedioha als beste ÖSV-Boarderin Vierte. Zerkholds niederösterreichische Landsfrau Katharina Neussner reihte sich als Dritte des kleinen Finales auf dem siebenten Gesamtrang ein. In der EC-Gesamtwertung liegt Zerkhold als beste ÖSV-Dame auf Platz sechs.

Medieninfo ÖSV

11.03.2018