Vienna Capitals, HC Innsbruck

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Am Dienstag stand der 3. Spieltag im Viertelfinal-Playoff der Serie Vienna Capitals vs. HC Innsbruck auf dem Programm. Die Gastgeber feiern dabei einen 3:2-Heimsieg nach Verlängerung und stellen in der Serie auf 3:0-Siege. Bereits am Freitag kann die Aubin-Truppe bereits das Ticket für das Semifinale lösen.

Das Spiel begann wie allgemein erwartet. Auch ohne den mit einer „Unterkörperverletzung“ pausierenden Vorjahrs-MVP Holzapfel übernahmen die Vienna Capitals früh das Kommando und fanden nach einem Schuss von McKiernan bereits in der zweiten Minute die erste gute Möglichkeit des Spiels vor. Auf der Gegenseite stand der HC Innsbruck tief im eigenen Drittel und lauerte auf Konterangriffe. Diese verliefen in den ersten Minuten des Spiels unter der Rubrik „Überschaubar gefährlich“. In der Folge verflachte das Spiel vor den beiden Toren. So wurden erwähnenswerte Offensivaktionen generell zur Mangelware. Zu groß war der Respekt auf beiden Seiten durch einen Fehler in Rückstand zu geraten. So neutralisierten sich beide Teams nach einigen Minuten weitgehend. Als bereits „leichter Dämmerschlaf“ auf den Tribünen einsetzte gelang den Vienna Capitals durch eine Traumkombination der Führungstreffer. Rotter passt die Scheibe hinter dem Tor zurück zu Cuma. Der behält den Überblick und sieht den völlig freistehenden Nödl der die Scheibe ins leere Tor zum 1:0 versenkt. Exakt eine Minute sorgte Caps-Verteidiger Lakos für eine unfreiwillige Zwangspause. Nach einem mächtigen, und völlig korrekten, Bodycheck gegen Gäste-Stürmer Yogan ging eine Plexiglasscheibe zu Bruch. Nach einer Zwangspause von rund 15 Minuten ging das Spiel weiter. Wenige Sekunden nach Wiederbeginn stand erneut Lakos im Mittelpunkt. Nach einer vermeidbaren Attacke musste der Capitals-Verteidiger auf die Strafbank. Das erste Powerplay des Abends konnten die Tiroler nicht in einen Treffer ummünzen. Die nächste dicke Möglichkeit hatten in der 18. Minute wieder die Vienna Capitals. Nach einem Traumpass von Rotter kann Nödl die Scheibe vor dem praktisch leeren Tor jedoch nicht kontrollieren. Etwas entgegen den Spielverlauf gelingt den Gästen keine 60 Sekunden später der 1:1-Ausgleichstreffer. Yogan fängt einen Pass eines Caps-Spielers ab und läuft in der Folge alleine auf Goalie Lamoureux zu. Seinen platzierten Schuss kann der Torhüter der Gastgeber nicht abwehren. Zwischenstand nach geteilten ersten 20 Minuten somit 1:1.

Nach einer kurzen Drittelpause von 60 Sekunden änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen. Die Vienna Capitals hatten ein leichtes optisches Übergewicht konnten sich aber kaum Torchancen erarbeiten. Besser machten es in der 23. Minute die Gäste. In einem zwei-gegen-eins Konterangriff behielt Clark die Nerven und versenkte die Scheibe zum 1.2. Ein gefühlt nicht unhaltbarer Gegentreffer aus Sicht der Gastgeber da Goalie Lamoureux das kurze Eck nicht zur Gänze abdeckte. Mit dem erstmaligen Rückstand im Rücken nahmen die Vienna Capitals gefühlt etwas mehr Risiko. An der Charakteristik de Spiels änderte sich jedoch wenig bis gar nichts. In der 28. Minute fanden die Gastgeber die nächste gute Einschusschance vor. Nödl scheiterte jedoch aus spitzem Winkel an Gäste-Goalie Nachvatal. Rund 60 Sekunden später scheiterte Vause erneut an Nechvatal. In der 34. Minute hatten die Vienna Capitals Glück. Ein Hammer von Pedevilla prallte von der Stange zurück aufs Eis. 69 Sekunden später brachte Rotter die Scheibe aus kurzer Distanz nicht im Gäste-Tor unter. Vieles deutete bereits auf eine Führung der Gäste nach 40 Minuten hin. Auch da die Gäste in der Schlussphase sich in Überzahl befanden. Exakt 36 Sekunden vor dem Ende des zweiten Abschnitts schlugen die Vienna Capitals zum zweiten Mal zu. In Unterzahl nehmen die Gastgeber volles Risiko und spielen einen Konterangriff in Überzahl konsequent zu Ende. Klubertanz netzt zum 22-Zwischenstand nach 40 Minuten. In einem eher matten Play-off-Spiel ging dieser Zwischenstand durchaus leistungsgerecht in Ordnung.

In der zweiten Drittelpause dürfte es in der Kabine der Vienna Capitals klare, deutliche Worte gegeben haben. Nun übernahm der Meister klar das Kommando und fand einige gute Möglichkeiten vor. Die beste vergab Rotter in der 47. Minute. Keine 60 Sekunden später hätten die Gäste erneut in Führung gehen müssen. Verteidiger Lindner wurde mustergültig freigespielt. Sein Schuss fiel jedoch zu genau auf Lamoureux aus. Nach einer vermeidbaren Strafe gegen Rotter kamen die Gäste zu einer erneuten Überzahlsituation. Diese nutzten die Gäste zum 2:3 aus. Wahl staubte aus kurzer Distanz zum erneuten Führungstreffer ab. Nur 51 Sekunden später gelang den Vienna Capitals der Ausgleichstreffer. Ein Schuss von McKiernan zischten zum 3:3 in die Maschen. Somit war für die Schlussphase wieder alles offen. In dieser hatten die Vienna Capitals die erste dicke Chance. Schneider scheiterte alleine vor dem Tor an Gäste-Goalie Nechvatal (57.). Rund 100 Sekunden später hämmerte Puck an Puck ans Außennetz. In der Folge waren die Gastgeber dem siebenten Tor gefühlt einiges näher. Er sollte aber nicht fallen. Somit stand es nach 60 Minuten 3:3-Unentschieden. Die Verlängerung musste aber den Sieg entscheiden. In dieser hatten die Vienna Capitals, wie im 2. Spiel der Serie, das bessere Ende für sich. Nach herrlicher Vorarbeit von Vause erzielt Nödl aus kurzer Distanz das 4:3.

Die Wiener feiern am Ende in einem sehr intensiven, qualitativ keinesfalls hochstehenden, Spiel einen glücklichen aber nicht unverdienten Sieg. In der Serie steht es nun 3:0 für die Wiener. Bereits im nächsten Spiel am Freitag in Innsbruck kann der amtierende Meister ins Semifinale einziehen.

Vienna Capitals vs. HC Innsbruck 4:3 n.V. (1:1, 1:1, 1:1, 1:0)
Albert-Schultz-Halle, 4.450, SR Nikolic/Stolc

Tore: Nödl (13.), Klubertanz (40./SH), McKiernan (51.) bzw. Yogan (19.), Clark (23.), Wahl (51./PP)

Strafminuten: 10 + 10 Disziplinar Cuma bzw. 6

14.03.2018