Basketball

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Der BC Vienna (4) hat die Flyers Wels (5) vorübergehend als Tabellenvierter abgelöst. Die Wiener gewannen das vierte Aufeinandertreffen mit Wels auswärts 94:88 und liegen nun in der Tabelle der Basketball Bundesliga zwei Punkte vor den Oberösterreichern an vierter Stelle.

Aufgrund der aktuellen Niederlage mit sechs Punkten, behält Wels seinen Vorteil im „direkten Duell“ (+2). Für Wien war es der bereits dritte Auswärtssieg in Serie. Wels musste nun schon die vierte Heimniederlage en suite einnehmen. In einer offensiven Partie war einerseits ein 10:0-Run der Wiener zum Ende des dritten Abschnitts (61:70) vorentscheidend und ihre Zonen-Defense, die Wels mittelfristig aus dem Rhythmus brachte. Jiri Hubalek (31 PTS, 11 RB) glänzte für Wien mit seinem vierten „double- double“ der Saison. Der erst vor wenigen Wochen verpflichtete Ryan Richards wurde weiterhin noch nicht eingesetzt.

Der BC Vienna (4) hat seine Offensivqualitäten erneut unter Beweis gestellt. Die „beste Offensive“ der Basketball Bundesliga (87,4 ppg vor diesem Spiel; Anm.) besiegte auswärts die Flyers Wels (5) mit 94:88. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel, wo Wels überragend traf und Wien permanent über Jiri Hubalek zum Erfolg kam, setzten sich die Oberösterreicher bis etwa Mitte des dritten Viertels auf bis zu zehn Punkte ab (55:45 / 23 Min.). Doch dann kam Wels vollkommen aus dem Rhythmus, weil sie kein Mittel gegen die Zonen-Defense der Wiener fanden. Ein 10:0-Run von der Gresta-Truppe brachte ihnen mit Ende des dritten Viertels eine 70:61-Führung ein. Im letzten Abschnitt konnte Wels anfangs wieder das Tempo bestimmen und in der 38. Minute gar auf 85:86 verkürzen. Doch am Ende machte Wiens Routine und individuelle Klasse doch noch den Unterschied.

Jiri Hubalek (31 PTS, 11 RB) legte für Wien ein „double-double“ auf. Stjepan Stazic machte 25 Punkte, 8 Rebounds und 7 Assists. Reger Dowell kam auf 21 Zähler. Bei Wels konnten gleich sechs Spieler zweistellig scoren. Elijah Wilson (17 PTS) war Top-Scorer.

Fortgesetzt wird die 28. Runde in der Basketball Bundesliga mit zwei Spielen am Sonntag. Die bulls Kapfenberg (1) empfangen den UBSC Graz (9), die Traiskirchen Lions (3) treten gegen die Fürstenfeld Panthers (8) an. Am Montag duellieren sich die Swans Gmunden (2) und die Klosterneuburg Dukes (6).

Flyers Wels BC Vienna
88:94 (25:24, 48:43, 61:70)

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „In den ersten 15, 16 Minuten haben wir das Spiel sehr gut kontrolliert. Dann hat uns Wien mit einer Zonen- Defense total überrascht. Sie haben das in den ersten drei Spielen auch schon probiert, da hatten wir null Probleme. Heute haben wir fünf Minuten nicht einmal irgendeinen Wurf gefunden. Eine schwierige Situation für uns. Wir verteidigen einfach nicht. Wir bekommen von einem Spieler in einer Halbzeit 28 Punkte (Hubalek; Anm.). Das ist zu viel. Und das muss man auch ganz ehrlich sagen: Wenn man zuhause so verteidigt und so viele Punkte bekommt, dann hat man in den Playoffs nichts verloren.“

Luigi Gresta, Headcoach vom BCV: „Es war ein wichtiger Sieg für uns im Kampf um Platz vier. Leider bin ich etwas enttäuscht, dass wir am Ende nur mit sechs Punkte gewonnen haben und damit bei Punktegleichheit mit Wels einen Nachteil haben werden. Den Unterschied machte unsere Steigerung in der Defense in Halbzeit zwei. Unsere Zonen- Defense hat uns heute diesen Sieg gebracht.“

Tyler Hines, Spieler der Flyers: „Das war ein Spiel heute mit viel Kampf und Energie von beiden Teams. Wir haben heute gekämpft, aber defensiv unsere Probleme gehabt. Wir brauchen unsere Köpfe nicht in den Sand zu stecken, müssen nach vorne schauen und uns auf das Final-4 vorbereiten.“

Stjepan Stazic, Kapitän vom BCV: „Zu Beginn des Spiels haben wir vor allem in der Defensive nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben dann mit der Zonen-Defense gut reagiert und schlussendlich dank dieser Umstellung das Spiel gewonnen.“

2BL: Drei Heimsiege zum Viertelfinalauftakt
In den am Samstag ausgetragenen drei Viertelfinalserien der ZWEITEN Basketball Bundesliga haben die top-gesetzten Teams ihren Heimvorteil verteidigt. Die Top-3 nach dem Grunddurchgang haben jeweils klare Siege gefeiert und damit in der „best- of-3“-Viertelfinalserie auf 1:0 gestellt. Die Vienna D.C. Timberwolves (#1) entschieden ihr Duell mit den Basket Flames (#8) 89:67. Ein starkes drittes Viertel (27:13) und 45 Punkte der Bankspieler machten schlussendlich den Unterschied. Die Mistelbach Mustangs (#2) setzten sich gegen die Dornbirn Lions (#7) mit 64:52 ebenfalls souverän durch. Die Niederösterreicher überzeugten vor allem defensiv. Sie ließen pro Viertel durchschnittlich nur 13 Punkte zu (im Grunddurchgang bekamen sie im Schnitt 17,5 pro Viertel; Anm.). Der UBC St. Pölten (#3) schaffte gegen die Jennersdorf Blackbirds (#6) nach zweistelligem Rückstand ein starkes Comeback. Mit einem 45:18 in der zweiten Halbzeit sicherte sich der amtierende Vizemeister einen schlussendlich ungefährdeten 76:60- Auftaktsieg. Das erste Viertelfinalspiel zwischen den Raiders Villach (#4) und den Mattersburg Rocks (#5) findet am Sonntag (17.00 Uhr in der BSH Lind, Villach) statt.

Auch die erste Runde im „Play-Down“ gegen den Abstieg aus der ZWEITEN Basketball Bundesliga hat mit zwei Heimsiegen begonnen. KOŠ Celovec (2) hat ein punktereiches und knappen „Klagenfurter-Stadtderby“ gegen die Wörthersee Piraten (3) mit 90:85 gewonnen. Der BBU Salzburg (1) gelang ein 96:40-Kantersieg gegen Basket 2000 Vienna Warriors (4).

Die Vienna D.C. Timberwolves (#1) haben zum Viertelfinalauftakt den deutlichsten der drei Heimsiege gefeiert. Der Gewinner des Grunddurchgangs der ZWEITEN Basketball Bundesliga entschied Spiel eins der „best-of-3“-Serie gegen die Basket Flames (#8) mit 89:67 für sich. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, setzte sich der Titelfavorit mit einem starken dritten Abschnitt (27:13) entscheidend ab. Den Unterschied machte erneut die Ausgeglichenheit im Kader der Timberwolves: Zehn Spieler bekamen mehr als 15 Minuten Einsatzzeit. 45 der insgesamt 89 Punkte kamen von den Bankspielern (16 „bench-points“ Flames; Anm.). Dadurch konnten die „Wölfe“ deutlich mehr Intensität auf das Feld bringen und nutzten diese auch für eine starke Defensivleistung (durchschnittlich bekamen die Timberwolves im Grunddurchgang 75,5 oppg;). Top-Scorer des Siegers war Vincent Polakovic mit 19 Punkten und 7 Rebounds in knapp 15 Minuten Spielzeit. Bei den Flames machte Fuad Memcic 16 Zähler.

Die Mistelbach Mustangs (#2) haben ihren Heimvorteil in der „best-of-3“- Viertelfinalserie ebenfalls verteidigt. Die ohne Legionär Michal Semerad angetretenen Niederösterreicher, besiegten die Dornbirn Lions (#7) nach starker Defensivleistung mit 64:52 und sind in ihrer Heimhalle nun schon seit sechs Spielen ohne Niederlage. Im ersten Abschnitt hatten sich noch die Gäste aus dem Ländle einen 16:8-Vorsprung erspielt. Dieser war zur Halbzeit bereits wieder dahin. Mit einem 27:13 im zweiten Abschnitt übernahmen die Mustangs das Kommando und ließen den „Löwen“ – dank starker Defensive in der zweiten Halbzeit (die Lions machten nur 23 Punkte; Anm.) – keine Chance mehr das Spiel zu drehen. Vladimir Sismilich war mit 20 Punkten bester Werfer der Mustangs. Ivo Prachar gelang mit 14 Punkten und 13 Rebounds ein „double-double“. Ander Arruti machte für die Lions 18 Zähler.

Der UBC St. Pölten (#3) hat seinen Auftaktsieg in den Playoffs 2018 mit einer herausragenden zweiten Halbzeit geschafft. Die Niederösterreicher siegten gegen die Jennersdorf Blackbirds (#6) mit 76:60 und gewannen saisonübergreifend das nun siebente Viertelfinalspiel in Folge. Der Vizemeister tat sich in der ersten Halbzeit sehr schwer einen Rhythmus zu finden, lag zur Pause bereits elf Punkte zurück (31:42). Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit gelangen dem UBC plötzlich etliche „stops“ in der Defense (sie kassierten nur 18 Punkte in den zweiten 20 Minuten; Anm.) und bekamen dadurch viel Selbstvertrauen in der Offensive. Am Ende war der Sieg der Niederösterreicher verdient. Sie machten vor allem am Rebound (39:26) einen sehr entschlossenen Eindruck und zwangen die Blackbirds, die keine Punkte von den Bankspielern bekamen, zu 16 Turnover. Kapitän Martin Speiser überragte mit 24 Punkten. Bei den Blackbirds war Sebastian Koch mit 18 Zählern bester Werfer.

Die erste Runde im „Play-Down“ gegen den Abstieg aus der ZWEITEN Basketball Bundesliga hat wie erwartet zwei Heimsiege gebracht. KOŠ Celovec (2) setzte sich in einem punktereichen „Klagenfurter-Stadtderby“ gegen die Wörthersee Piraten (3) am Ende knapp mit 90:85 durch. Dabei lag KOŠ in diesem Spiel zweimal um bis zu 14 Punkte voraus (26:14 / 9. Min und 61:47 / 24. Min). Doch die Piraten konnten den hohen Rückstand zweimal egalisieren und lagen fünf Minuten vor dem Ende ihrerseits bereits um drei Punkte voraus (78:81 / 34. Min). Doch mit einem routinierten 12:4 in den letzten fünf Spielminuten holte sich KOŠ schlussendlich den Sieg. Am Ende entschied wohl der Wurfprozentsatz zu Gunsten des Heimteams (56% zu 46%). Vjeran Soldo und Kapitän Andi Smrtnik waren am Ende für KOŠ mit je 23 Punkten die Top-Scorer. Bei den Piraten, denen diesmal kein Spieler der bulls Kapfenberg zur Verfügung stand, war Elvis Keric bei seinem Comeback mit 24 Punkten wieder bester Werfer.

Die BBU Salzburg (1) hat das „Play-Down“ gleich mit einem „statement-win“ eröffnet. Gegen Basket 2000 Vienna Warriors (4) feierte der 10. des Grunddurchgangs einen deutlichen 96:40-Sieg. Die Vorentscheidung fiel bereits im Startviertel: Nach fünf Minuten lag die BBU 16:2, nach zehn Minuten bereits 32:9 in Führung – weil die Warriors in den ersten zehn Minuten 13 Turnover verzeichneten. Insgesamt war Salzburg den sechs angetretenen Spielern der Wiener in allen Belangen überlegen. Speziell am Rebound (56:34) hatte die im Kollektiv gefallende Mannschaft von Headcoach Aaron Mitchell seine größten Vorteile. Die meisten Punkte für den Sieger macht Guillermo Sanchez (17). Bei den Warriors kam Christopher Ruzicka auf 19 Zähler.

Die Ergebnisse der ersten Viertelfinalspiele im Überblick:
Vienna D.C. Timberwolves #1 – Basket Flames #8

89:67 (26:22, 41:37, 68:50)
Mistelbach Mustangs #2 – Dornbirn Lions #7
64:52 (8:16, 35:29, 47:42)
UBC St. Pölten #3 – Jennersdorf Blackbirds #6
76:60 (18:20, 31:42, 52:49)
Raiders Villach #4 – Mattersburg Rocks #5
Sonntag, 17.00 Uhr in der MZH St. Martin, Villach

Die Ergebnisse der 1. Runde im „Play-Down“ im Überblick:
KOŠ Celovec – Wörthersee Piraten
90:85 (26:20, 49:39, 69:66)

BBU Salzburg – Basket 2000 Vienna Warriors
96:40 (32:9, 58:20, 85:35)

Vienna D.C. Timberwolves #1 Basket Flames #8
89:67 (26:22, 41:37, 68:50)

Die Anfangsphase verläuft ausgeglichen, Nemanja Nikolic bzw. Tobias Stadelmann setzen sich in Szene. Letzterer sorgt für die einzige Führung der Flames im Spiel (9:8). Pippo D’Angelo und Vince Polakovic scoren zum 26:19, ehe Christian Künstner den Viertelendstand herstellt (26:22). Im zweiten Viertel tun sich beide Teams beim Scoren deutlich schwerer. Trotz zu statischer Offense ziehen die Wölfe auf sieben Punkte davon (35:28 und 37:30), da die Gäste Probleme gegen die Zonendefense haben. Dominik Alturban verkürzt auf 35:37, mit 41:37 geht es in die Kabinen.

Nach Seitenwechsel gelingt es den Wolves um Jakob Mayerl, Jonas John und Marko Kolaric defensiv einen Zahn zuzulegen. Den Flames gelingen sechs Minuten lang nur vier Punkte durch Fuad Memcic. Pero Cosic, Laurence Müller und Co. ziehen mit Tempo-Basketball auf 55:41 davon. Beim Stand von 60:47 macht sich die hohe Rotation bei den Timberwolves bemerkbar, David Geisler und Pezi Hofbauer bauen den Vorsprung aus der Distanz auf 68:47 aus. Vor dem Schlussabschnitt heißt es 68:50. Max Misangumukini führt die Flammen noch einmal auf 57:71 heran, aber Vince Polakovic ist nicht zu stoppen und führt mit einem persönlichen 10:2-Run auf 81:60 die endgültige Entscheidung herbei. Die Führung wächst auf bis zu 24 Punkte an.

Stimmen zum Spiel:
Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „In der ersten Hälfte waren wir defensiv nicht immer konsequent genug und offensiv zu unkontrolliert. Danach haben wir richtige Playoff-Defense gespielt und konnten uns so auch an einem nicht überragenden Tag noch deutlich durchsetzen.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Wolves: „Vor der Pause haben wir kein gutes Spiel gezeigt, danach haben wir sehr intensiv verteidigt und so das Spiel entschieden.“

Franz Zderadicka, Headcoach der Flames: „Unser Ziel war es, die Stärken der Timberwolves – das sind Fastbreak und 3er – auszubremsen. Das ist uns nur in der Anfangsphase gelungen. Die Timberwolves waren in den Kleinigkeiten besser, das macht dann in Summe die 20-Punkte-Differenz aus.“

Dominik Alturban, Kapitän der Flames: „Wir haben das ganze Spiel über ungewohnt viele Fehler gemacht – vor allem in den ersten fünf, sechs Minuten des dritten Viertels. Da sind die Timberwolves weggezogen, das hat das Spiel entschieden.“

Beste Werfer: Polakovic 19, Nikolic 14, Kolaric, D’Angelo je 10 bzw. Memcic 16, Misangumukini 10, Künstner, Hübner, Alturban je 9;

Mistelbach Mustangs #2 Dornbirn Lions #7
64:52 (8:16, 35:29, 47:42)

Mistelbach eröffnet die Playoffs 2018 mit Isbetcherian, Obermann, Sismilich, Dygryn – der statt des noch immer an Fieber erkrankten Michal Semerad in die starting five aufrückt. Dornbirn startet mit Gmeiner, Arruti, Vicens, Brajkovic und Kevric. Die Lions legen gegen die nervösen Hausherren mit 10:5 vor. Die Gäste sind besser im Spiel. Und beenden das Viertel mit 16:8. Viertel zwei beginnt, wie das erste geendet hat: Eine Minute Fehlwürfe. Dann legen die Mustangs nach und sorgen für den Ausgleich. Das Spiel ist offen, flott – und fehleranfällig. Mistelbach baut die Führung aus. Die Defense der Mustangs agiert konzentriert. Pausenstand 35:29 für die Mustangs.

Erst nach drei Minuten im dritten Viertel fällt der erste Korb: Drei durch Dygryn. Dornbirn nähert sich wieder, und verkürzt auf -3. Nun klappt es bei Obermann, Isbetcherian sorgt für das Viertelende (47:42). Viertel vier beginnt zerfahren, die Lions scoren durch Freiwürfe. Lukas Hofer „on fire“ – liefert drei und sorgt drei Minuten vor Schluss für das 58:47. Die Mustangs behalten das Kommando, Antoni Vicens geht nach einem technischen Foul, die Sekunden laufen: 64:52 endet das Match.

Stimmen zum Spiel:
Paul Isbetcherian, Spieler der Mustangs: „Ich bin stolz auf das Team, das so starken Charakter gezeigt hat – nach dem Ausfall von Semerad und den Foulproblemen nach der ersten Halbzeit. In der zweiten Hälfte hat das Team phasenweise den Basketball gezeigt, den wir spielen können. Wenn wir das über vierzig Minuten lang tun, dann könnte dieses Jahr etwas ganz Großes entstehen.“

Lukas Hofer, Spieler der Mustangs: „Das war ein super-wichtiger Sieg. Wir haben vor allem defensiv einen soliden Job gemacht, indem wir den Schlüsselspielern der Lions das Leben schwer gemacht haben. Ich bin sehr froh, dass ich dem Team helfen konnte. Ein großer Dank an das Publikum – die Kulisse war perfekt.“

Inaki Merino, Headcoach der Lions: „Gratulation an Mistelbach zum Spielgewinn – trotz Problemen mit ihrer Rotation und den Fouls. Für uns ist es immer schwer in Mistelbach zu spielen. Wir hatten insbesondere in der Offensive Probleme und unsere Würfe sind nicht
gefallen.“

Filip Brajkovic, Spieler der Lions: „Ich glaube, wir haben sehr stark angefangen. Wir sind sehr fokussiert ins Spiel gegangen und haben von Beginn an gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Mit der Zeit ist uns die Energie ausgegangen und wir sind zu vielen Ballverlusten und Fehlern gekommen. Wir sind jedoch bis zum Schluss im Spiel geblieben. Trotz Kampfgeist und Willen haben wir das Spiel verloren. Nächsten Freitag wollen wir nochmal stärker in das Spiel kommen und ein drittes Spiel erzwingen.“

Beste Werfer: Sismilich 20, Prachar 14, Isbetcherian, Obermann je 8 bzw. Arruti 18, Vicens 17, Brajkovic 7;

UBC St. Pölten #3 Jennersdorf Blackbirds #6
76:60 (18:20, 31:42, 52:49)

Die Jennersdorf Blackbirds reisen ohne Matthias Klepeisz und Thomas Linzer an, sie müssen kurzfristig auf die beiden aus Krankheitsgründen verzichten. Die ersten vier Minuten verlaufen ausgeglichen, dann jedoch gelingt es den Burgenländern sich eine +8 Führung zu erspielen. Die St.Pöltner antworten darauf mit einem 7:0-Run, vor allem Hannes Obermann unterstützt das gute Zusammenspiel seiner Mannschaft, er hat nach dem ersten Viertel 5 Assists auf seinem Konto. Der erste Spielabschnitt endet 18:20. Das zweite Viertel verläuft ähnlich wie zuvor. Nach 5 Minuten haben die Blackbirds noch einen Polster von sieben Zählern. Andreas Worenz bittet seine Mannschaft zum Timeout auf die Bank. Trotzdem schaffen es die Hausherren nicht mit ihren Gästen mitzuhalten und der Vorsprung der Jennersdorfer vergrößert sich auf +11. Der Halbzeitstand ist 31:42.

Die Burgenländer kommen unkonzentriert aus der Pause und starten das dritte Viertel mit drei Turnover in Folge. Headcoach Daniel Müllner bleibt nichts anderes über als nach zwei Minuten in der zweiten Hälfte das Spiel mit einem Timeout zu unterbrechen. St. Pölten kann aufholen. Ein Block von Denis Soldo mit anschließendem Fastbreak und And-One von Roman Jagsch verringert den Rückstand auf -6. Die Niederösterreicher bleiben am Ball. Eine Minute vor Ende des dritten Abschnitts gleicht Koroschitz mit zwei erfolgreichen Freiwürfen aus. Nur wenige Sekunden später gelingt es Christoph Böck mit einem Steal, einem erfolgreichen Fastbreak und And-One seine Mannschaft erstmals in Führung zu bringen. Der UBC St. Pölten scort in diesem Abschnitt 21 Punkte, die Jennersdorf Blackbird deutlich weniger mit nur 7 Zählern. Auch im letzten Spielabschnitt scoren die St. Pöltner munter weiter und führen nach zweieinhalb Minuten mit 9 Punkten. In den darauffolgenden Minuten halten die Hausherren weiter ihre Gäste unter Kontrolle. Schlussendlich finden die Blackbirds nicht mehr ihre Form der ersten Halbzeit.

Stimmen zum Spiel:
Andreas Worenz, Headcoach vom UBC: „Dank eine überragenden zweiten Halbzeit haben wir das Spiel nochmal gedreht und souverän gewonnen.“

Hannes Obermann, Spieler vom UBC: „Der Start war bescheiden. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel und keinen Rhythmus gefunden. In der zweiten Halbzeit war das deutlich besser. Wir hatten einige stops in der Defensive und dann ist die Offensive auch viel leichter von der Hand gegangen.“

Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „Gratulation an St. Pölten. Wir sehen uns am Freitag.“

Bernhard Koch, Spieler der Blackbirds:
„Wir haben das Spiel gut begonnen. Leider haben uns die St. Pöltner in der zweiten Halbzeit kämpferisch übertrumpft. Wir müssen das am Freitag besser machen.“

Beste Werfer: Speiser 24, Böck Ch. 12, Obermann 11 bzw. Koch S. 18, Astl Ch. 16, Horvath, Ulreich je 10;

KOŠ Celovec Wörthersee Piraten
90:85 (26:20, 49:39, 69:66)

Das erste Spiel im Playdown zwischen KOŠ Celovec und den Wörthersee Piraten begann zunächst ausgeglichen. In der 5. Minute aber führte KOŠ mit 12:7. Mit einem Dreier von Andi Smrtnik konnte sich KOŠ ein wenig absetzen (17:8). In der Folge erspielte sich KOŠ einen Vorsprung von 12 Punkten. Bis Ende des Viertels konnten sich die Piraten aber wieder herantasten – 26:20. KOŠ fand im zweiten Viertel nicht wirklich seinen Rhythmus. Mit dem Treffer von Adreas Kuttnig in der 5 Minute gingen die Piraten sogar in Führung (32:33). Danach gelang es KOŠ wieder zu punkten und lag am Ende des zweiten Viertels mit +10 in Führung (49:39).

Das dritte Viertel begann KOŠ sehr souverän, punktete und konnte seine Führung auch auf 12 Punkte ausbauen. Das Spiel wurde nun etwas hektisch, es folgten etliche Fouls und die Piraten konnten sich wieder näherkommen (69:66). Schon am Anfang des letzten Viertels glichen die Piraten aus – 69:69. Auch danach punkteten die Mannschaften abwechselnd (78:78). In den letzten Minuten war die Nervosität auf beiden Seiten zu spüren, doch letztendlich konnte KOŠ dieses Spiel mit 90:85 für sich entscheiden.

Stimmen zum Spiel:
Dragan Sliskovic, Headcoach von KOŠ: „Ein Derby ist immer ein schweres Spiel. In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt. Danach war die Rotation ein Problem, aber wir haben verdient gewonnen.“

Vjeran Soldo, Spieler von KOŠ: „Es war wie erwartet ein schweres Spiel. Die Stadtderbys sind immer kampfbetont. Die Piraten haben brav gekämpft aber ich glaube, dass wir verdient gewonnen haben.“

Lukas Simoner, Spieler der Piraten: „Schade, dass wir verloren haben. Wir haben vier technische Fouls in Folge bekommen. Dafür, dass wir nur zu acht waren, haben wir gut gespielt. Das Rückspiel werden wir gewinnen.“

Beste Werfer: Smrtnik, Soldo je 23, Erculj 18 bzw. Keric 24, Kuttnig 19, Kunovjanek 17;

BBU Salzburg Basket 2000 Vienna Warriors
96:40 (32:9, 58:20, 85:35)

Vor guter Kulisse trat die BBU Salzburg heute im ersten Playdown-Spiel gegen Basket 2000 an. Von Beginn an setzte Coach Mitchell auf aggressive Defens, um die nur zu sechst angereisten Gegner unter Druck zu setzen. Dies gelang in den ersten Minuten ohne große Mühe und schon am Ende des ersten Viertels lag man mit 32:9 voran. Bis zum Spielende tat sich nicht mehr viel. Salzburg konnte den jungen Spielern viel Einsatzzeit geben und seine Routiniers zum großen Teil schonen. Kontinuierlich bauten die Mozartstädter ihren Vorsprung bis zum Ende deutlich auf 96:40 aus.

Stimmen zum Spiel:
Harlald Bründlinger, Obmann der BBU: „Das war heute ein bärenstarke Leistung, vor allem in der Verteidigung! Wir haben zwar viele Freiwürfe daneben gelegt, mit einem starken Willen und Disziplin über 40 Minuten aber das Spiel trotzdem nie aus der Hand gegeben. Wenn wir so konzentriert antreten, dann sollten wir im Playdown auf jeden Fall bestehen können.“

Aaron Mitchell, Headcoach der BBU: „Den ersten Schritt haben wir heute gemacht, aber wir haben noch einige vor uns.“

Beste Werfer: Sanchez 17, Tepic, Rattey je 15 bzw. Ruzicka 19, Markov 8, Drljaca 7;

Presseinfo ABL/ÖBL/2BL/red

17.03.2018