Basketball

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In den Sonntagsspielen der 28. Runde setzten sich jeweils die favorisierten Teams durch. Die bulls Kapfenberg feierten gegen den UBSC Graz, ohne ihren etatmäßigen Center Jozo Rados, den sechsten Liga-Sieg in Serie und festigten den ersten Platz in der Basketball Bundesliga.

Mit dem 95:74 Derby- Sieg absolvieren die Bullen eine gelungene Generalprobe für das Raiffeisen Cup Final-4 am kommenden Wochenende. Weniger erfolgreich war der letzte „Probe Galopp“ der Fürstenfeld Panthers. Die Traiskirchen Lions beenden ihre Negativserie gegen steirische Teams, verbuchten einen klaren 102:69 Erfolg und revanchierten sich damit für das bittere Cup-Viertelfinal-Aus gegen die Panthers. Mit diesem Sieg lösten die Niederösterreicher vorzeitig ihr Ticket für die ABL-Playoffs 2018.

Mit breiter Brust reiste der UBSC Graz zum Derby nach Kapfenberg, gewannen sie doch erst kürzlich erstmals in dieser Saison gegen ein Top-3 Team (in Traiskirchen). In der ersten Halbzeit hielten die Grazer mit dem Tabellenführer mit. Vor allem Inside konnten die Murstädter immer wieder Akzente setzen. Die bulls Kapfenberg, die neben Filip Krämer auch Jozo Rados (gebrochene Nase) vorgeben mussten, hatten in den ersten 20 Minuten noch Probleme sich gegen das Tabellenschlusslicht abzusetzen. In der zweiten Halbzeit schaltete der amtierende Meister einen Gang höher und zwang die Grazer zu mehreren Ballverlusten. Die Bullen versenkten schließlich 73% ihrer Zweipunktewürfe und feierten einen 95:74 Erfolg.

Die Traiskirchen Lions beglichen gegen die Fürstenfeld Panthers ihre offene Rechnung für das Ausscheiden im Cup-Viertelfinale. Mit ihrer gewohnt aggressiven Defensive erarbeiteten sich die Löwen schnell einen zweistelligen Vorsprung und gaben diesen auch nicht mehr aus der Hand. In Summe verbuchten die Niederösterreicher 16 Steals und zwangen die Panthers zu 25 Turnover – beides Höchstwerte in dieser Saison. Benedikt Danek brachte es mit 16 Punkten und 12 Assists zu seinem fünften Double-Double. Die Lions setzten sich schließlich deutlich mit 102:69 durch, beendeten damit ihre Negativserie gegen steirische Teams und lösten vorzeitig ihr Ticket für die ABL-Playoffs 2018.

Abgeschlossen wird die 28. Runde der Basketball Bundesliga am Montag mit dem Sky-Livespiel zwischen den Swans Gmunden und den Klosterneuburg Dukes, ehe am kommenden Wochenende im Gmunden das Raiffeisen Cup Final-4 ausgetragen wird.

Die Spielpaarungen der 28. Runde im Überblick:
Flyers Wels – BC Vienna

88:94 (25:24, 48:43, 61:70)
bulls Kapfenberg – UBSC Graz
95:74 (28:21, 52:45, 75:60)
Traiskirchen Lions – Fürstenfeld Panthers
102:69 (29:16, 54:32, 72:50)
Swans Gmunden – Klosterneuburg Dukes
Montag, 19:00 Uhr in der Volksbank Arena Gmunden

Die Spiele der 28. Runde im Detail:

bulls Kapfenberg UBSC Graz
95:74 (28:21, 52:45, 75:60)

Mike Coffin, Headcoach der bulls: “Wir hatten ohne Rados und Krämer Inside Schwierigkeiten. Graz hat das in der ersten Halbzeit gut ausgenützt. In der zweiten Halbzeit sind wir etwas konzentrierter aufgetreten und haben verdient gewonnen. Jetzt liegt der Fokus auf dem Cup-Final 4 kommendes Wochenende.“

Michael Fuchs, Manager UBSC: „Kapfenberg hat verdient gewonnen. In der Defensive waren wir etwas zu langsam und haben die Würfe der bulls zu wenig attackiert.“

Marck Coffin, Spieler der bulls: “Wir haben langsam angefangen. In der zweiten Halbzeit konnten wir an Tempo zulegen. Graz hat in der Anfangsphase gut dagegengehalten, später dürfte ihnen die Luft ausgegangen sein. Es war wieder ein guter Schritt.“

Anton Maresch, Spieler UBSC: „Kapfenberg war besser als wir. Wir haben zwar gut gekämpft, aber man merkt warum die bulls am ersten Platz stehen.“

Traiskirchen Lions Fürstenfeld Panthers
102:69 (29:16, 54:32, 72:50)

Aleks Andjekovic, Spieler der Lions: “Es ist schön wieder zurück zu sein. Wir müssen jetzt in der letzten Rückrunde viele Siege holen. Das war der erste Schritt.“

Hannes Ochsenhofer, Spieler der Panthers:
„Traiskirchen war uns in sehr viel Belangen überlegen. Sie wahren aggressiver, haben gut getroffen. Wesley Gordon geht uns extrem ab. Das Spiel müssen wir jetzt schnell abhaken und kommendes Wochenende im Final-4 Gas geben.“

Martin Maximilian Trmal, Spieler der Lions:
“Wir hatten mit den Panthers eine kleine Rechnung offen. Hätten wir im Cup das Heimrecht gehabt, würden wahrscheinlich wir im Final-4 stehen. Heute haben wir bewiesen, dass wir deutlich stärker sind.“

Goran Patekar, Headcoach Panthers: „Wir sind ohne Energie und ohne Kampf ins Spiel gegangen. Wir hatten auf die aggressive Defense der Lions keine Antwort. Traiskirchen hat unsere Fehler eiskalt ausgenützt.“

2BL: Rocks erobern Heimvorteil
Während sich am Samstag im Viertelfinale der ZWEITEN Basketball Bundesliga jeweils die Heimteams durchsetzten, konnten sich die Mattersburg Rocks am Sonntag, als einzig schlechter gesetzte Mannschaft, den Heimvorteil erobern. Zu Gast beim amtierenden Meister Raiders Villach, feierten die Burgenländer einen souveränen 92:73 Erfolg und gehen damit in der Best-of-three-Viertelfinalserie mit 1:0 in Führung.

Von Beginn weg kontrollierten die Mattersburg Rocks die Begegnung. Die Burgenländer spielten mit viel Zug zum Korb und erarbeiteten sich einen schnellen zweistelligen Vorsprung. Die Raiders Villach versuchten ihr Glück von hinter der Dreipunktelinie zu erzwingen, verwerteten allerdings nur 26% ihrer 42 Versuche. Auch in der Defensive konnten die Kärntner nur wenig Druck auf die Offensive der Rocks ausüben. Mattersburg kam in Summe auf 34 Punkte in der Zone und entschied das erste Duell der best-of-three Viertelfinalserie mit 92:73 für sich. Damit erarbeiteten sich die Rocks die Chance bereits am kommenden Freitag, vor heimischen Publikum, den Aufstieg ins Halbfinale zu fixieren.

Das Spielergebnis im Überblick:
Raiders Villach – Mattersburg Rocks
73:92 (12:26, 33:49, 59:76)

Raider Villach Mattersburg Rocks
73:92 (12:26, 33:49, 59:76)

Das erste Viertel verläuft nicht nach Wunsch der Hausherren, die mit einem 12:26 Rückstand in die Playoffs 2018 starten. Mattersburg spielt von Beginn an mit viel Zug zum Korb, die Raiders müssen sich in der Offensive vor allem auf gelungene Abschlüsse von draußen verlassen um im Spiel zu bleiben. Diese wollen aber in dieser frühen Phase des Spiels noch nicht fallen. Auch im zweiten Viertel finden die Raiders nicht die gewünschten Mittel um mit dem Druck seitens Mattersburg zurecht zu kommen. In der Defensiv agieren die Hausherren zu wenig aggressiv um den Vorsprung der Rocks aus dem ersten Viertel wett zu machen. Es geht mit einem 33:49 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit haben die Raiders zunehmend mit Foulproblemen zu kämpfen. Zwei erfolgreiche Dreier durch Primc auf 49:60 lassen kurzzeitig die Lebensgeister der Raiders erwachen. Mattersburg antwortet auf diese jedoch routiniert mit erfolgreichen Dreiern. Spielstand Ende drittes Viertel 59:76 für die Rocks. Im entscheidenden letzten Viertel versuchen die Raiders nochmals den Vorsprung der Rocks zu verringern, bleiben jedoch erfolglos – zu wenige Würfe wollen an diesem Abend den Weg in den Korb finden. Somit geht das erste Duell der best-of-three Playoffserie mit 92:73 an Mattersburg.

Stimmen zum Spiel:
Nino Gross, Spieler der Raiders: „Wir haben leider das Spiel so begonnen wie wir in Salzburg aufgehört haben. Keine Intensität, keine Defense und nur Einzelaktionen in der Offense. Wenn wir so nächste Woche auftreten wird Saison früh aus sein.“

Michael Mach, Spieler der Rocks: „Der Gameplan den der Coach vorgegeben hat wurde perfekt umgesetzt.Es steht aber nur 1:0 in der Serie.Nicht mehr und nicht weniger.“

Beste Werfer: Julevic 22, Huber T. 15, Finzgar 11, bzw. Fripp 22, Najdanovic 16, Woolridge 16

Presseinfo ABL/ÖBL/2BL/red.

18.03.2018