Alfred Tatar (TV Experte): „Da sind sehr viele Hoppalas passiert.“

© Sportreport

In der 27. Runde der Tipico Bundesliga traf SK Rapid Wien auf den WAC. Der Wolfsberger AC musste sich den Hütteldorfern mit 1:5 geschlagen geben.

Das Spielergebnis hatte die Beurlaubung von WAC Trainer Heimo Pfeifenberger zur Folge. Hier gibt es die Stimmen zum Spiel zum Nachlesen.

SK Rapid Wien – WAC 5:1 (3:0)
Schiedsrichter: Sebastian Gishamer

Alfred Tatar (TV Experte):
… über das Spiel: „Das Ergebnis von Rapid ist natürlich mehr, als sich Fredy Bickel, der Trainer oder die Rapid Familie erwarten durfte. Ein 5:1, wo noch alle Stürmer, also Berisha und Kvilitaia, treffen ist natürlich sehr positiv für Rapid. Bei den Toren, die man gemacht hat, das 1:0 durch einen für mich fragwürdigen Elfmeter und bei den Toren danach haben die Verteidiger vom WAC kräftig mitgeholfen. Insofern ist die Leistung sehr schwierig zu bewerten. Da sind sehr viele Hoppalas passiert. Man hatte einen Gegner vor sich, der heute, speziell in der Defensive, desaströs war.“

Goran Djuricin (Trainer SK Rapid Wien):
… vor dem Spiel darüber, dass Schobesberger heute auf der Bank sitzt: „Es ist so, dass er jetzt vielleicht einfach eine Phase hat, wo er sich schwertut und da möchte ich ihm helfen und ein bisschen Druck wegnehmen. Es ist auch nicht immer so wie alles ausschaut. Der eine oder andere kann vielleicht mit dem Druck nicht so umgehen. Die Erwartungshaltung bei ihm ist von allen Seiten sehr hoch.“

Veton Berisha (SK Rapid Wien):
… über das Spiel: „Ich selbst nehme viel Selbstvertrauen mit, aber auch die ganze Mannschaft. Wir haben eine gute Leistung gebracht. Die Leute haben wegen unserer Mentalität geredet, aber heute haben wir gezeigt, dass diese Mannschaft genug Mentalität besitzt und wir haben eine gute Leistung geboten. Wir haben gut angefangen, viele Tore geschossen, waren dann aber ein bisschen ungenau. Normalerweise müssen wir zwei, drei Tore mehr schießen, wenn wir besser und genauer spielen. Wenn wir mit dieser Mentalität weitermachen werden wir viele Punkte holen.“

Giorgi Kvilitaia (SK Rapid Wien):
… über das Spiel und seinen Hattrick: „Es ist jetzt mein erster Hattrick bei Rapid. Ich bin sehr glücklich. Ich bin sehr glücklich darüber in den letzten fünf Spielen sechs Tore erzielt zu haben und ich hoffe, dass es mit den Toren so weitergeht. Wir, die Mannschaft, ich und die Fans, sind glücklich.“

… über die Wichtigkeit seiner Treffer für sein Selbstvertrauen: „Ja, die Tore waren sehr wichtig für mich und ich bin deshalb heute sehr glücklich.“

… darüber, ob Rapid jetzt einen Lauf startet: „Ja, das gibt dem Team Selbstvertrauen und das ist für uns wichtig, weil wir richtig gute Partien gespielt haben, aber keine Tore geschossen und keine drei Punkte mitgenommen haben. Jetzt hoffe ich, dass das Selbstvertrauen wiederkommt.“

Fredy Bickel (Geschäftsführer Sport SK Rapid Wien):
… zur Halbzeitpause über das Spiel: „Es ist die erwartete Reaktion, die auch verlangt wurde, die sie auch gezeigt haben und die so okay war.“

… zur Halbzeitpause über die von ihm geäußerte Kritik in der letzten Woche: „Ich denke es war an der Zeit, dass man auch einmal klare Worte findet, aber man muss auch immer den Trainer-Staff sehen und die Mannschaft, die dann selbst auch reagiert. Du kannst lange und viel sagen. Wenn es niemand hört, nützt es auch nichts.“

… zur Halbzeitpause, darüber, dass Schobesberger auf der Bank sitzt: „Ich unterstütze den Trainer eigentlich immer, egal wie er aufstellt. Da geht es mir gar nicht um Namen. Da würde ich mich gar nicht irgendwo einmischen. Ich denke auch hier, sie haben sich Überlegungen dazu gemacht. Sie waren sicher auch nicht zufrieden mit den Leistungen von Schobesberger. Auch das war wahrscheinlich zu erwarten, aber ich habe mich da auch nicht drum gekümmert und habe das auch so hingenommen, als ich diese Woche mit ihm über die Aufstellung auch gesprochen habe.“

… zur Halbzeitpause über die Rückkehr von Schaub: „Es ist sehr wichtig für uns, dass er wieder fit ist und von Anfang an auch helfen kann. Ich denke man sieht es auch bei ihm, dass es eine Erleichterung für ihn persönlich ist, dass er zum Spielen kommt.“

Heimo Pfeifenberger (Trainer WAC):
… über das Spiel: „Welches Gefühl habe ich? Natürlich kein gutes, wenn du hier heute 5:1 verlierst. Es war eigentlich völlig unnötig. Wir haben die Partie so früh durch kindische Fehler hergeschenkt. Wir hätten dann in der zweiten Halbzeit das 3:1 machen können, im Gegenzug kriegst du das 4:0. Das war halt wieder sehr bitter. Wenn du so eine Partie gegen Rapid so hergibst, die schießen fünf Mal aufs Tor, kannst sagen und machen fünf Tore. Das ist ja nicht normal.“

… über seine Zukunft beim WAC und was der Präsident vorhat: „Ich weiß nicht was er vorhat. Da müssen sie selbst fragen. Ich bin nicht der Präsident und kann das nicht beantworten. Das muss er wirklich selbst beantworten.“

… vor dem Spiel über sein derzeitiges Verhältnis zum Präsidenten: „Ich glaube es ist ja auch nicht notwendig, dass wir uns jeden Tag austauschen und irgendwas besprechen. Wir hatten letzte Woche ein Gespräch und ich glaube das war gut genug. Da ist auch Klartext geredet worden, also brauchen wir uns das nicht jeden Tag antun.“

… vor dem Spiel darüber, ob er glaubt, dass dies sein letztes Spiel als WAC Trainer ist: „Nein, das Gefühl habe ich nicht. Wenn ich nicht mehr wollen würde, wäre ich schon weg. Der Präsident weiß, dass ich zu hundert Prozent brenne.“

Alexander Kofler (Torhüter WAC):
… über das Spiel: „Ich glaube das Spiel hat mit dem Elfmeter schlecht für uns angefangen. Davor waren wir nicht richtig in der Partie. Danach haben wir gefällig gespielt, aber dann kriegen wir so dumme Tore, wo wir teilweise schlecht agieren oder teilweise, ich glaube beim dritten Tor, den Ball eigentlich haben und er geht durch die Beine oder beim vierten Tor, wo wir uns gegenseitig abschießen. Rapid nutzt halt dann die Chancen. Die Qualität haben sie. Das müssen wir uns dann selbst zuschreiben. Die Niederlage war verdient. Wir müssen als Mannschaft auftreten. Wenn wir da immer als Einzelkämpfer auftreten, werden wir auch als Einzelspieler sterben und nicht als Mannschaft. Ich glaube der Trainer kann am Wenigsten dafür, dass wir heute so dumme Tore kriegen.“

Michael Konsel (Sky Experte):
… über das Spiel: „Hochverdient. Es hätte sogar noch höher ausgehen können. Es war eine richtige Reaktion von Rapid, aber der WAC hat natürlich extrem dumme Tore bekommen. Der Spielverlauf war auch ganz schlecht für den WAC.“

… über den Elfmeter für Rapid: „Man sieht einen Kontakt, ein Halten. Es ist aus meiner Sicht ein bisschen wenig, aber Kvilitaia macht das auch recht geschickt. Für den WAC natürlich eine Katastrophe, wenn du gleich so schnell ein Gegentor bekommst. Den Elfer kann man vertreten. Den gibt nicht jeder.“

… zur Halbzeitpause darüber, ob Heimo Pfeifenberger nach dieser Partie nicht mehr WAC Trainer sein wird: „Es ist wahrscheinlich so, dass man wieder diskutieren wird und, dass man sich zusammensetzen wird. Aber wenn das jetzt in dieser Art weitergeht wird es, glaube ich, ganz schwer werden für den Trainer Heimo Pfeifenberger.“

… vor dem Spiel über die letztwöchige Kritik von Bickel an Schobesberger: „Ich glaube mit dem muss man als gutbezahlter Profi schon umgehen können. Wenn man dann solche Leistungen abliefert ist es auch ganz normal, dass da einmal auch sehr lautstark Kritik geübt wird. Die Auftritte von Schobesberger sind für mich in letzter Zeit auch nicht wirklich erklärbar gewesen.“

… über den geschafften Aufstieg von Salzburg gegen Dortmund: „Sensationell. Ich war auch vor Ort in Salzburg. Tolle Stimmung und die Mannschaft reißt einfach mit, die kann begeistern und sich immer noch steigern. Wer weiß wo die Reise jetzt noch hingeht.“

… über die kommenden Europa League Partien von Salzburg gegen Lazio Rom: „Es wird extrem spannend. Ich glaube, dass sie mit Salzburg auf Augenhöhe sind. Momentan sind sie Vierter in der Tabelle. Es ist natürlich ein bisschen eine durchwachsene Saison, aber sie haben natürlich einen, der in höchster Not die Partien drehen kann, denn Immobile ist ein kaltblütiger Stürmer, der immer wieder Spiele entscheiden kann.“

… über die Chancen der Salzburger in der Europa League: „Es ist durchaus möglich, dass sie es bis ins Finale schaffen.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
… über die Zukunft von Heimo Pfeifenberger beim WAC: „Ich hatte eigentlich, wenn man sich erinnert, schon beim letzten Spiel, wo man zuhause gegen den LASK verloren hat, den Verdacht, dass das für Heimo schwierig wird. Es war sehr schwierig hier noch Argumente für den Trainer zu haben. Ich denke, dass das heutige 5:1 für den Heimo wirklich fast ein Abschiedsspiel ist.“

… über den Elfmeter für Rapid: „Also es war schon sehr wenig muss ich sagen. Gut, der Schiedsrichter hat ihn gegeben und das muss man akzeptieren, aber ich hätte ihn nicht gegeben.“

… zur Halbzeit über die Leistung des WAC: „Ich denke, dass es für Heimo Pfeifenberger nach diesem 0:3 gegen den LASK zuhause eine sehr schwierige Woche war und jetzt hat man plötzlich wieder drei Tore im Kasten. Ich glaube, dass hier sehr viel im Argen liegt. Zusammengefasst ist dieser Auftritt heute sehr problematisch.“

Presseinfo Sky Austria/red.

19.03.2018