Vienna Capitals nehmen erneut die Hürde HC Innsbruck

© Sportreport

Der EV Vienna Capitals gewann Viertelfinale Nummer 6 in Innsbruck mit 5:3 für sich und entschied damit die best-of-seven-Halbfinalserie mit 4:2 für sich. Im Halbfinale trifft der Meister, wie bereits 2017, auf den HCB Südtirol Alperia.

Und so starteten die Tiroler vor vollem Haus (3.200 Zuschauer/Saisonrekord) gut ins Spiel, schnürten die Gäste mit dem ersten Bully ins eigene Drittel ein. John Lammers und Benedikt Schennach hatten früh gute Einschussmöglichkeiten. Doch auch wenn die Haie versuchten den gewohnten Gameplan weiter abzurufen, der Meister zeigte sich taktisch verändert. Caps-Coach Aubin zeigte eine Reaktion auf die jüngsten zwei Niederlagen. So agierten die Hauptstädter mit weniger Forecheck, konzentrierten sich vermehrt auf die Mittelzone. Und die Gastgeber hatten mit den veränderten Rahmenbedingungen durchaus Probleme, zumal Taylor Vause mit der ersten echten Torchance auf 1:0 für Wien stellte. Dieser Nackenschlag zeigte Wirkung, in der Folge spielte der Favorit bärenstark und sorgte in der 12. Minute durch Rotter für die fällige 2:0-Führung im Powerplay. Diese kalte Dusche galt es nun auf Seiten der Haie wegzustecken. Die Tiroler versuchten sich auch wieder zurück ins Spiel zu arbeiten und übernahmen nun wieder die Spielkontrolle. Ein erster Anschlusstreffer wollte trotz guter Möglichkeiten nicht fallen, so ging es mit dem Zwei-Tore-Rückstand in die erste Pause.

Der Start in den Mitteabschnitt hätte dann aber nicht besser sein können, denn nach 39 Sekunden durften die Haiefans zum ersten Mal jubeln. John Lammers passte die Scheibe in die Mitte und ein Caps-Spieler fälschte mustergültig ins eigene Tor ab 1:2. Und nur wenige Augenblicke später hatte die Tiroler Wasserkraftarena den zweiten Torschrei auf den Lippen doch Ondrej Sedivy verpasste hauchdünn. Die Innsbrucker waren endlich auf dem Scoreboard. In der 24. Minute stand die Halle dann aber Kopf. Hunter Bishop setzte einen Penaltyversuch zum 2:2 in die Maschen – Ausgleich. Wahnsinn! Die Hausherren nahmen den Schwung weiter mit und drückten in einem weiteren Powerplay auf die Führung. Doch auch die Wiener blieben auf der Gegenseite brandgefährlich. Rotter, Buck und Nödl scheiterten nur ganz knapp. Tessier ließ in Minute 29 den nächsten „Hochkaräter“ auf Seiten der Gäste liegen. Die Partie hatte alles was ein Playoff so schön macht. In der Folge wogte das Spiel weiter hin und her mit tollen Chancen auf beiden Seiten. Die besseren Möglichkeiten waren auf Seiten der Gastgeber zu finden. Yogan, Wahl und Wehrs ließen weitere „Sitzer“ aus. So ging es mit der Pattstellung in die zweite Pause.

Die Haie holten dann auch im Schlussdrittel zum Blitzstart aus und sorgten für die erstmalige Führung. Topscorer Andrew Yogan schnappte sich die Scheibe direkt vor dem gegnerischen Tor und setzte dias Spielgerät zum 3:2 in die Maschen. Nun schienen die Tiroler mit Oberwasser, die Capitals taumelten einmal mehr. In der 52. Minute brannte es dann aber lichterloh vor dem Tor des starken Patrik Nechvatal doch Rotter und Co. brachten die Scheibe nicht über die Linie. Die Partie war weiter hochspannend.

Fünf Minuten vor dem Ende machte sich der Druck der Capitals dann auch auf dem Scoreboard bemerkbar, Tessier war im Powerplay erfolgreich. Doch es kam noch dicker. Im folgenden Angriff staubte Nödl ab. In der Halle war es nun still. Die Haie sollten sich von diesem späten Doppelschlag dann nicht mehr erholen und mussten eine Minute vor Schluss den Treffer ins leere Tor zum 3:5 hinnenhmen.
Nach dieser Niederlage darf sich der amtierende Meister (4:2 in der Serie) über den Aufstieg freuen, die Innsbrucker Haie können aber mit erhobenem Haupt den Saisonabschied beschreiten.

HC TWK Innsbruck – Vienna Capitals 3:5 (0:2, 2:0, 1:3)

Tore: Lammers (21./pp), Bishop (24./Penalty), Yogan (43.) bzw. Vause (5., 59./en), Rotter (12./pp), Tessier (56./pp), Nödl (56.).

Endstand in der Viertelfinalserie (best of seven): 2:4

Presseinfo EBEL

20.03.2018