HCB Südtirol

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Der HCB Südtirol Alperia steht im Halbfinale und trifft dort auf die Vienna Capitals. Die Foxes besiegten den EC-KAC in Viertelfinale Nummer 6 zu Hause mit 2:0 und gewannen damit die best-of-seven-Serie mit 4:2. Die Italiener ließen in sechs Playoff-Spielen nur zehn Gegentreffer zu.

Nach eher konfusem Spiel in der ersten Minuten, wurde Tuokkola von Koch erstmals gefordert. Das Match wurde sehr ruppig und mit viel Körpereinsatz vor allem von den Gästen geführt, was auch zu drei Bankstrafen für die Klagenfurter führte. Die Foxes hatten mehrere gute Chancen: ein Carlisle-Schuss wartete auf eine Ablenkung, ein weiterer von Kapitän Egger fand auch keinen Abnehmer vor dem gegnerischen Tor, Miceli konnte einen Querpass nicht verwerten und auf der Gegenseite fand eine scharfe Hereingabe auch keinen Abnehmer. Nach knapp dreizehn Minuten erzielten die Hauherren in einer 5:3 Überzahl ihren ersten Playoff-Treffer im Powerplay: ein präzises Zuspiel von Gartner übernahm Tomassoni Volley und die Bombe schlug genau in der Kreuzecke ein. Bozen dominierte nun das Match, Halmo blieb mit einer Einzelleistung an Madlener hängen, auf der Gegenseite hatte Tuokkola mit einem Schuss von Harand seine liebe Mühe. Vier Minuten vor Drittelende spielten die Bozner ein gutes Powerplay, konnten aber den Vorteil nicht konkretisieren.

Die ersten Minuten im Mitteldrittel gehörten abermals dem HCB Südtirol Alperia, welcher mit einem Schuss von Oleksuk nur knapp am 2:0 vorbeischrammte. Nach etwa drei Minuten nahm das Match Fahrt auf und es waren die Gäste, welche der Bozner Defensive immer wieder Kopfzerbrechen machten. Nach einem ansatzlosen Geschoss von Clark aus dem Handgelenk, hatten die Klagenfurter ihre beste Zeit, die Foxes verteidigten sich mit den Zähnen und verlegten sich auf sporadische Konter. Das Spiel war immer wieder von kleinen Sticheleien geprägt. Die Gäste hatten nach acht Minuten durch Geier vielleicht die beste Chance, sein Schuss ging nur um Millimeter an der hohen Ecke vorbei. Zwischendurch erkämpfte sich Frank die Scheibe und legte für Bernard ab, Madlener entschärfte seinen Schuss. In Minute 30 rettet Tuokkola mit einem Big Save gegen Lundmark und in der letzten Minute gab es vor dem Bozner Tor Höchstalarm bei einem riesigen Gedränge.

Im Schlussabschnitt gaben die Foxes wieder Vollgas, die Kräfte der Kärntner ließen nach einem starken 2. Drittel allmählich nach. Gefahr gab es eigentlich nur durch einen Schuss von Fischer nach drei Minuten, mit welchem der Bozner Goalie einige Mühe hatte. In der Folge erhöhten die Hausherren die Schlagzahl und die Chancen häuften sich durch DeSousa (Wraparound), Smith (über das Tor), Halmo (herrlich im Konter von Monardo freigespielt), DeSousa (Außennetz), Frank (alleine vor Madlener, schießt Goalie an), Frigo (100%-ige). Auf der Gegenseite klärte Gartner bei einem schnellen Konter der Gäste und Tuokkola rettete mit einer weiteren Großtat gegen Kozek. Es folgte ein Gewaltschuss von Sointu. Dann lenkte DeSousa einen scharfen Schuss von Stefano Marchetti unhaltbar in die Maschen des Gästetores zum 2:0. Drei Minuten vor Spielende hatte Monardo den dritten Treffer auf dem Schläger, Halmo hatte ihn mit einem Querpass freigespielt. Gut zwei Minuten vor dem Schlusspfiff brachte der Kärntner Coach Steve Walker den sechsten Feldspieler, das Bozner Bollwerk hielt den verzweifelten letzten Versuchen der Kärntner statt.

Im Halbfinale sind nun, wie bereits in der letzten Saison, die Vienna Capitals der Gegner des HCB Südtirol Alperia. Das erste Spiel findet am kommenden Sonntag in Wien statt, die Foxes kehren wieder am Dienstag in die Eiswelle zu Spiel 2 zurück.

Erste Bank Eishockey Liga, 6. Viertelfinale (best of seven)
Di, 20.03.2018: HCB Südtirol Alperia – EC KAC 2:0 (1:0 – 0:0 – 1:0)

Endstand der best-of-seven-Serie: KAC – HCB: 2:4.

Referees: PIRAGIC, TRILAR; Zuseher: 6010
Tore HCB: Tomassoni (13./p2), DeSousa (52.)

Presseinfo EBEL

20.03.2018