ÖHB-Juniorinnen starten mit Kantersieg in WM-Quali - Frauen Handball EM-Quali Vorschau Österreich vs Portugal

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Die ÖHB-Juniorinnen (Jahrgänge 2000 u. jünger) starteten am Freitag mit einem Kantersieg in die WM-Qualifikation. Das Team von Cheftrainer Helfried Müller gewann seine Auftaktpartie im portugiesischen Leiria gegen Bulgarien sehr souverän 26:14 (13:6). Am Wochenende warten Gastgeber Portugal und Spanien. Um die U20-WM-Endrunde, die vom 1. bis zum 15. Juli in Ungarn stattfinden wird, zu erreichen, ist zumindest Platz zwei notwendig.

„Das war eins ehr guter Start. Wir dürfen zufrieden sein. In der Deckung haben die Spielerinnen sehr konsequent gearbeitet, im Angriff waren es ein paar Fehler zu viel. Wenn wir diese abstellen können, bieten sich bestimmt auch in den nächsten beiden Partien Chancen. Für das Selbstvertrauen war der deutliche Erfolg natürlich wichtig, wir haben aber noch einen weiten Weg vor uns und werden ihn auch gehen“, resümierte Teamchef Müller.

Aus rotweißroter Sicht besonders spannend: Der ÖHB bestreitet die Qualifikation nicht mit einer „1998er“-, sondern eben mit seiner „2000er“-Auswahl. „Im Sport interessiert es nicht, ob man das jüngere oder weniger erfahrene Team ist bzw. Ausfälle zu verkraften hat. Am Ende zählt immer nur das Ergebnis. Wir wollen zur WM – das ist unser Ziel“, stellt Müller klar.

Unabhängig vom Ausgang des Qualifikationsturniers in Leiria hat das „2000er“-Team schon ein Turnierticket in der Tasche. Für die U19-Europameisterschaft im kommenden Jahr ist man bereits qualifiziert. Auch die U20-WM in zwei Jahren ist für diesen Jahrgang ein Thema. Müller: „Bis dahin kann allerdings noch sehr viel passieren. Jetzt liegt der Fokus erst einmal auf den bevorstehenden Quali-Spielen. Danach werden wir unser Fazit ziehen!“

U20-WM-Qualifikatuon weiblich in Leiria (POR)
23.03.: Österreich – Bulgarien 26:14 (13:6)
24.03., 19:15 Uhr: Österreich – Portugal
25.03., 15:30 Uhr: Österreich – Spanien

Kader NF 2000
BAYEZIT Jülide (ROOMZ HOTELS ZV Handball Wr. Neustadt) 14.11 2000
DRAGULJIC Sarah (Hypo NÖ) 25.01.2000
DRAMAC Isabell (Hypo NÖ) 17.05.2000
FAILMAYER Johanna (ATV Trofaiach) 16.01.2000
FEHRINGER Lilly (WAT Atzgersdorf) 15.02.2001
IVANCOK Lena (MGA Fivers) 29.03.2001
KOFLER Lea (WAT Atzgersdorf) 09.08.2000
KRENN Lea (Hypo NÖ) 27.04.2001
MARKSTEINER Adriana (SSV Dornbirn Schoren) 21.02.2000
MARTINOVIC Kristina (MGA Fivers) 14.11.2001
MATOSEVIC Annabella (MGA Fivers) 02.02.2001
MISIC Natali (ROOMZ HOTELS ZV Handball Wr. Neustadt) 24.02.2000
NEIDHART Nina (Hypo NÖ) 16.06.2001
NOVAK Sophie (WAT Atzgersdorf) 09.06.2000
REICHERT Johanna (Union APG Korneuburg) 31.12.2001
SCHLEGEL Klara (UHC Eggenburg) 07.05.2001

„2002er“-Mädchen verlieren erstes Länderspiel
Das neugegründete Jugendnationalteam der Mädchen (Jahrgänge 2002 und jünger) ist vom Freitag bis zum Sonntag erstmals im Turniereinsatz. Zum Auftakt traf die Auswahl von Cheftrainerin Simona Spiridon in Balatonboglár am Plattensee auf Gastgeber Ungarn und musste sich in ihrem ersten Länderspiel überhaupt 28:43 (16:20) geschlagen geben. Beste Torschützinnen für Österreich waren Kristina Dramac (13 Tore), Katarina Pandza und Djellza Hetemaj (je 4). Am Wochenende trifft das „2002er“-Team auf Frankreich und Rumänien.

„Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich gut gespielt und waren bis kurz vor der Pause auf Augenhöhe. In der zweiten Halbzeit konnten wir das Tempo nicht mehr so hoch halten, haben auch zu viele technische Fehler begangen und zu viele Tore über die Flügel und durch Gegenstöße kassiert. Diesbezüglich müssen wir uns verbessern. Im Angriff war die Leistung zufriedenstellend. 28 Tore gegen eine ungarische Mannschaft sind in Ordnung“, fasste ÖHB-Trainerin Spiridon den ersten internationalen Auftritt ihrer Mannschaft zusammen.

Am Samstag kommt es um 17 Uhr zum Duell mit den französischen Mädchen. Spiridon konnte sich bereits ein erstes Bild von den Gegnerinnen machen: „Sie sind im Vergleich zu meinen Spielerinnen sehr groß und robust. Das ist wirklich beeindruckend!“ Zum Abschluss messen sich die ÖHB-Mädchen am Sonntag mit ihren Alterskolleginnen aus Rumänien, die bereits bei einem Turnier vor wenigen Wochen erste internationale Erfahrungen sammeln konnten.

Das große Ziel von Österreichs Jugendnationalteam der Mädchen ist die U17-Europameisterschaft (A-Kategorie) im Sommer 2019, für die man gesetzt ist. Die EM wird nicht nur wegweisend für den weiteren Werdegangs dieses Jahrgangs sein, sondern auch darüber entscheiden, in welche Kategorie das kommende Jugendnationalteam eingestuft wird!

Viernationenturnier NF 2002 in Ungarn
23.03.: Österreich – Ungarn 28:43 (16:20)
24.03., 17:00: Österreich – Frankreich (NEKA Sport Hall)
25.03., 12:00: Österreich – Rumänien (NEKA Sport Hall)

Erweiterter Kader NF 2002
BEGOVIC Melissa (Union St. Pölten) 12.03.2002
BENNEKER Naomi Bonita Jo (SSV Dornbirn Schoren) 23.04.2002
BETZ Katrin (Union St. Pölten) 15.02.2002
DRAMAC Kristina (WAT Atzgersdorf) 09.01.2002
FIDESSER Elena (UHC Eggenburg) 18.06.2002
FUCHS Denise (SSV Dornbirn Schoren) 31.10.2002
GERINGER Vanessa (WAT Atzgersdorf) 09.02.2002
GORIUPP Johanna (HIB Handball Graz) 26.04.2002
GSCHWENTNER Lilli (WAT Atzgersdorf) 15.02.2003
HETEMAJ Djellza (Union St. Pölten) 09.06.2002
HUBER Marie (SSV Dornbirn Schoren) 29.10.2002
LEITNER Nora (Vöslauer HC) 05.05.2002
MAHR Sandra (WAT Atzgersdorf) 13.07.2002
PANDZA Ana (Hypo NÖ) 24.12.2003
PANDZA Katarina (Hypo NÖ) 17.04.2002
STEYRER Mirijam (WAT Atzgersdorf) 10.05.2002
TRUPINA Mia (WAT Atzgersdorf) 27.08.2002
VUCKOVIC Anja (MGA Fivers) 01.06.2002

EM-Quali Vorschau AUT vs. POR: Siegesserie fortsetzen – Alle Zeichen stehen auf Sieg
Mit dem 32:30-Erfolg über Portugal im gestrigen EM-Qualispiel, ist Österreichs Handball Frauen Nationalteam nun bereits seit fünf Spielen ungeschlagen. Zudem konnte die Bilanz gegen die Portugiesinnen weiter aufgebessert werden – in sechs Duellen ging man fünf Mal als Sieger vom Feld.

Vor Heimpublikum in Bregenz will man am Samstag im Rückspiel gegen die Portugiesinnen nachlegen. Die Halle erwies sich dafür bislang als guter Boden. Zwei EM-Qualispiele (2014 und 2016) bislang und beide wurden gewonnen. Das Länderspiel wird als Doppelveranstaltung mit Bregenz Handball durchegführt. Um 18:00 Uhr treffen die Vorarlberger in der spusu HLA auf die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN, im Anschluss, um 20:15 Uhr steigt das EM-Qualispiel gegen Poritugal. Beide Partien werden live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv übertragen.

Eine Serie von exakt fünf Siegen in Folge feierte man zuletzt zwischen 28. November 2015 und 28. Mai 2016. Nur vier Tage nach dem 22:18 über Argentinien Ende Mai, beendete Spanien am 1. Juni 2016 in der EM-Quali die Siegesserie der Österreicherinnen. Doch viel höher als damals ist der aktuelle Lauf einzuschätzen, schließlich begann dieser mit einem Erfolg über die amtierenden Olympiasiegerinnen aus Russland. Beim Vier-Nationen-Turnier in Cheb (CZE), im Herbst 2017, schlug man zudem Tschechien mit 28:27, die Schweiz mit 24:22 und eine B-Auswahl Norwegens mit 26:25. Das Spiel gegen die Norwegerinnen zählt dabei nicht als offizielles Spiel, da es sich um eine B-Auswahl der Skandinavierinnen handelte.

Über die jüngsten Erfolge ist Teamchef Herbert Müller sichtlich zufrieden, zumal das Nationalteam nochmals weiter verjüngt wurde und mit Katrin Engel im Sommer eine der größten Stützen des letzten Jahrzehnts ihren Abschied bekannt gab: „Die Mannschaft hat sich schnell gefunden und mit den neuen Spielführerinnen ist eine neue Hierarchie entstanden. Sie bewahren auch in knappen Situationen die Nerven und glauben an den Sieg. Die jungen Spielerinnen gehen mit dieser Unbeschwertheit der Jugend an die Sache.“

Im Hinspiel gegen Portugal machten es die Österreicherinnen nach der klaren 17:11-Halbzeitführung nochmals spannend. Bis auf ein Tor kamen die Gastgeberinnen heran, doch man blieb geduldig und ging verdient als Sieger vom Platz. Herbert Müller: „Auch als es eng wurde, haben wir den Kopf oben gehalten. Die zweite Halbzeit wird genau anaylsiert. Vor allem das Deckungsverhalten gegen Mariana Lopes. Sie hat uns am meisten Probleme bereitet und hat ihre Mitspielerinnen auch immer wieder gut ins Spiel gebracht.“

Mit 32 Toren ist der Teamchef mit dem Angriffsverhalten durchaus zufrieden. In den ersten 30 Minuten stand auch die Deckung hervorragend. Über das gesamte Spiel stach vor allem eine Spielerin hervor – Antonija Curic, die die verletzte Petra Blazek im Tor ersetzte. Das Spiel gegen Portugal war ihr erstes Spiel im A-Nationalteam in dem sie über die gesamte Spielzeit im Tor stand, Herbert Müller: „Sie war für uns Women of the match, hat als Zeichen dafür auch den Wimpel des portugiesischen Verbands von der Mannschaft erhalten. Das gesamte Team war begeistert von ihrem Auftritt.“

Drei von sechs Spielen hat man in der EM-Quali absolviert. Mit vier Punkten hält man überraschend bei gleich vielen Punkten wie die Gruppenfavoriten Rumänien und Russland. Demenstprechend positiv fällt auch die Zwischenbilanz des Teamchefs aus: „4:2 Punkte nach der Hinrunde, das ist unglaublich, vor allem in einer Gruppe mit zwei Nationen die bei jedem Turnier um die Medaillen spielen. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen, jetzt konzentrieren wir uns noch einmal ganz auf Portugal.“

In Bregenz kann dritter EM-Qualisieg en suite folgen

32:22 über Litauen, am 29. März 2014 und 39:27 über Bulgarien am 12. März 2016. Zwei Spiele bestritt das Handball Frauen Nationalteam bislang in Bregenz, beides EM-Qualispiele und beide wurden souverän gewonnen. Am Samstag soll auch diese Serie ihre Fortsetzung finden. Das Länderspiel wird als Doppelveranstaltung mit Bregenz Handball durchegführt. Um 18:00 Uhr treffen die Vorarlberger in der spusu HLA auf die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN, im Anschluss, um 20:15 Uhr steigt das EM-Qualispiel gegen Poritugal. Beide Partien werden live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv übertragen.

EM-Qualifikation 2018
Portugal vs. Österreich 30:32 (11:17)
22.03.2018, 21:30 Uhr, Tondela, Portugal
Werferinnen Österreich: Beate Scheffknecht (9), Sonja Frey (7), Romana Gerisch (4), Mirela Dedic (4), Patricia Kovacs (2), Johanna Schindler (2), Josefine Huber (1), Stefanie Kaiser (1), Ines Ivancok (1), Claudia Wess (1)

Österreich vs. Portugal
24.03.2018, 20:15, Bregenz
Live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv

Tickets
Ticketpreise:
Normalpreis € 15,00.-
Ermäßigt (Jugendliche von 15 – 18 Jahre, Pensionisten mit Ausweis) € 13,00.-
Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre erhalten freien Eintritt

Nach klarer Führung am Ende die Nerven bewahrt
Österreichs Handball Frauen Nationalteam wurde Donnerstagabend im EM-Qualispiel gegen Portugal seiner Favoritenrolle gerecht. In Tondela besiegte man die Gastgeberinnen mit 32:30 und konnte dadurch in der Tabelle nach Punkten mit Rumänien und Russland gleichziehen. Der Sieg fiel am Ende knapper aus als erwartet nachdem Beate Scheffknecht und Co. zur Halbzeit bereits mit 17:11 in Führung lagen. Bereits am Samstag empfängt man Portugal zum Rückspiel in Bregenz. Das Spiel wird live ab 20:15 Uhr auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv übertragen.

Jubel bei den Österreicherinnen – Copyright: ÖHB/Pucher
In den ersten 30 Spielminuten traten die Österreicherinnen souverän auf. Die Deckung stand stabil, Antonija Curic, die die verletzte Kapitänin Petra Blazek als Nummer eins im Tor beehrte, zeigte eine Glanzparade nach der anderen, und im Angriff schien man nach Belieben zu treffen. Dabei überraschten die Portugiesinnen in den Anfangsminuten mit einer Art 4:1:1-Deckung, doch die Taktik ging nicht auf.

Von der elften bis zur 20. Minute zog Österreich von 5:4 auf 10:5 davon und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit sogar noch auf 17:11 aus. Dabei traf Josefine Huber noch mit der Sirene zum 18:11, doch der Treffer kam zu spät und zählte nicht mehr.

Nach Seitenwechsel gerieten sowohl der Angriff als auch die Deckung ins Stocken. Tor um Tor arbeitete sich Portugal heran, verkürzte in der 44. Minute auf 21:23. Die Gastgeberinnen bekamen immer mehr Selbstvertrauen, machten hinten die Räume dicht. Beate Scheffknecht, Sonja Frey und Patricia Kovacs fanden kaum noch Lücken.

Aus dem Rückraum sorgte dann Scheffknecht für einen kurzen Befreiungsschlag, stellte auf 24:21. Doch die Portugiesinnen blieben dran, der Abstand blieb über Minuten konstant bei zwei, drei Toren. In der 54. Spielminute fiel jedoch der Anschlusstreffer zum 27:28. Herbert Müller nahm umgehend sein letztes Timeout um sein Team für die Schlussphase wieder zurück in die Spur zu bringen. In dieser zeigte auch Antonija Curic erneut ihre Klasse im Tor.

Bei 30:28 vereitelte sie einen weiteren Angriff der Portugiesinnen, Mirela Dedic konnte im Gegenstoß nach 58:13 Minuten auf 31:28 stellen. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Österreich besiegte am Ende Portugal 32:30 und zog in der Tabelle nach Punkten mit Rumänien und Russland gleich. Das Hinspiel im Duell der beiden Gruppenfavoriten entschied Russland bereits Mittwochabend mit 30:25 für sich.

Österreich empfängt Portugal bereits kommenden Samstag in Bregenz zum Rückspiel. Das Spiel wird ab 20:15 Uhr live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv übertragen.

Herbert Müller, Teamchef Österreich: „Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt, mit einer guten Abwehr und flüssigen Angriffen. In der zweiten Halbzeit haben wir enorm viele Fehler gemacht, die Abwehr war nicht mehr aktiv. Wir haben viel zu viele Tore bekommen und mit jedem Tor, das die Portugiesinnen näher gekommen sind, wurden sie selbstbewusster. Auf Beate Scheffknecht lastete in dieser Phase eine enorme Last, sie musste viele Würfe nehmen. Aber wir haben die Nerven bewahrt, auch dank Antonija Curic im Tor, die einmal mehr gezeigt hat, dass sie ins Nationalteam gehört. Über die gesamten 60 Minuten gesehen, war es ein verdienter Sieg. Nun heißt es, volle Konzentration auf das Rückspiel.“

EM-Qualifikation 2018
Portugal vs. Österreich 30:32 (11:17)
22.03.2018, 21:30 Uhr, Tondela, Portugal
Werferinnen Österreich: Beate Scheffknecht (9), Sonja Frey (7), Romana Gerisch (4), Mirela Dedic (4), Patricia Kovacs (2), Johanna Schindler (2), Josefine Huber (1), Stefanie Kaiser (1), Ines Ivancok (1), Claudia Wess (1)

Österreich vs. Portugal
24.03.2018, 20:15, Bregenz
Tickets

Ticketpreise:
Normalpreis € 15,00.-
Ermäßigt (Jugendliche von 15 – 18 Jahre, Pensionisten mit Ausweis) € 13,00.-
Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre erhalten freien Eintritt

Presseinfo ÖHB

24.03.2018